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bild: Fourth + Hazel Photography For A / Moment RF

Umarmen erlaubt: Eine Aussage mit Folgen oder wie die Moral langsam nachlässt

Daniel Koch vom BAG hält daran fest, dass man Kinder gefahrlos an sich drücken könne. Dadurch bröckelt die Vorsicht auch anderswo.

katja Fischer de santi, sabine Kuster / ch media



«Ich habe diese Frage erwartet», sagte Daniel Koch. Als eine Journalistin ihn an der gestrigen Medienkonferenz fragte, ob er seine Aussage, man könne die Enkel jetzt ohne Risiko umarmen, nicht noch relativieren wolle? Es ging um das Interview mit Koch, welches das «Grosseltern»-Magazin veröffentlicht hatte und seither heiss diskutiert wird.

Koch bekräftigte sein Statement sogar noch. Er wiederholte, Kinder würden praktisch nicht infiziert, und wenn, dann von den eigenen Eltern. «Es gibt praktisch keine Daten, dass sie das Virus übertragen haben», sagte Koch.

«Es geht von Kindern keine Gefahr aus. Körperkontakt ist kein Problem.»

Daniel Koch, Delegierter des BAG fuer COVID-19, links, spricht an der Seite von Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen VBS, rechts, waehrend einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus (COVID-19), am Freitag, 24. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Daniel Koch bekräftigte gestern an einem «Point de Presse» noch einmal, dass von Kindern keine Gefahr ausgeht. Bild: KEYSTONE

Erst ab 10 Jahren steige das Risiko, aber selbst dann sei es noch klein. Hingegen bei Maturanden dann relevant, darum rate man etwa von mündlichen Prüfungen ab.

Was aber ist mit der Genfer Immunitäts-Studie, bei der die Bevölkerung auf Antikörper gegen das neue Coronavirus getestet wird und die Forscher letzte Woche meldeten, sie hätten bei Kindern ebenso oft Antikörper festgestellt, wie bei Erwachsenen? Die Anzahl Resultate sei noch zu klein für eine Aussage, sagte Koch. Das bestätigt Milo Puhan, Epidemiologe der Universität Zürich, auf Anfrage. Und sagt ebenfalls:

«Kinder können sich infizieren – zwar nicht häufig – aber es scheint immer klarer, dass sie bis zum Alter von 10 Jahren fast niemand anderen anstecken.»

Auf Nachfragen wiederholte Koch: «Man kann kleine Kinder ohne Gefahr an sich drücken.» Vermutlich hätten kleine Kinder nicht einmal die nötigen Rezeptoren an den Zellen, damit die Viren andocken könnten. Es sei auch nicht so, dass Kinder von erkrankten Eltern die Viren an ihren Kleidern auf andere übertragen könnten. Koch: «Man muss keine Angst haben, ein Kind zu berühren, sie tragen keine Virenrucksäcke. Die Viren werden über Flächen, mit den Händen oder direkt mit Tröpfchen übertragen.»

epa08386332 Customers wearing protective face mask make purchases on the first day of the reopening of the DIY-store offering home improvement and do-it-yourself goods Hornbach during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Villeneuve, Switzerland, 27 April 2020. Starting from 27 April 2020, home stores and garden centers in Switzerland will  reopen. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/LAURENT GILLIERON

Die grosse Frage: Machen Lockerungen auch unvorsichtig? Bild: EPA

Genauso standhaft hielt Koch an seiner Haltung dem Hüten gegenüber fest: «Grosseltern sind eine Risikogruppe. Kontakte mit der mittleren Generation sind gefährlich.» Besuche seien mit genügend Abstand zu organisieren. Beim Hüten aber komme es unweigerlich zu unkontrollierten Kontakten mit deren Eltern.

Solche Aussagen lockern die Disziplin anderswo

Aber was, wenn man die Enkel-Übergabe am Gartentürchen machen würde? Selbst dafür wollte Koch kein grünes Licht geben. Vermutlich, weil dann im Kopf jenes Gefühl noch mehr verstärkt wird, das sich ohnehin am Verbreiten ist: Es ist nicht mehr so schlimm, wir müssen es nicht mehr so genau nehmen. Auch die Aussage, dass Kinder zu umarmen nun plötzlich okay ist, gibt dem Schub.

Zwar ist das Virus immer noch unter uns, stecken sich immer noch täglich Hunderte Menschen an, aber die Moral lässt nach. Dass die Annahmen bezüglich Kindern und Coronavirus international gesehen sehr widersprüchlich sind, hilft auch nicht: In Deutschland werden zum Beispiel zuerst die älteren Schüler wieder beschult, weil man annimmt, die Kleinen seien sehr wohl ansteckend.

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Zuerst über den Gartenhag, bald schon wieder auf der Terrasse? bild: image source

Die angelaufene Lockerung des Lockdowns tut das ihre: Wenn Haare schneiden geht, warum nicht auch alles andere? Wenn keine Konvois mit Leichen durch Norditalien mehr fahren, wenn die Bilder von überfüllten Intensivstationen nicht mehr über den Bildschirm flimmern, dafür die Deutschen durch Einkaufsmeilen flanieren, dann wird die Angst vor dem Virus diffus, zerstäubt sich.

Die Furcht vor Virenübertragungen weicht dem Verlangen einander wieder näher zu sein. Je mehr Ausnahmen der Bund zulässt, desto mehr Ausnahmen werden sich die Leute selbst gönnen. Der Spielraum wieder selber zu entscheiden, was man für riskierbar hält und was nicht, wird mit jedem Tag grösser.

Das Gespräch auf Distanz endet im Grillplausch

Während man auf die Grillparty mit Freunden noch einfacher verzichten kann, ist der Kontakt zu den Enkeln eine andere Verzichtsgrösse. Es beginnt mit einem Spaziergang vorbei am Haus der Verwandten, geht über in eine Social-Distance-Wanderung am Sonntag, danach sitzt man dann doch beim Grillen im Garten. Rutscht unweigerlich zusammen und aufgeschreckt wieder auseinander.

Grillieren Grillparty (Shutterstock)

Grillpartys sind weiterhin verboten. bild: shutterstock

Die Menschen suchen sich ihre individuellen Wege aus dem Lockdown, in kleinen Schritten zurück zur Normalität. Was erlaubt, was sinnvoll ist, muss neu verhandelt werden. Etwa wenn zwei befreundete Familien sich im Wald treffen, es aber keine Stunde dauert bis alle in den gleichen Chipspack greifen. Niemand sagt was, alle wissen, dass das nicht besonders schlau ist, aber so richtig falsch, fühlt es sich nicht mehr an.

Es ist auch nur noch eine Frage von Tagen, bis die Nachbarn finden, den Schwatz an der Gartenhecke könne man jetzt auch mal bei einem Bier auf der Terrasse fortführen. Ein mulmiges Gefühl bleibt dabei, aber die Freude über das Stück Normalität ist grösser. Danach waschen sich alle schuldbewusst etwas länger die Hände.

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So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

27.04.2020 – Koch erklärt, wieso Grosseltern ihre Enkel nicht besuchen sollen

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • niklausb 28.04.2020 11:28
    Highlight Highlight Mooooooment verstehe ich das jetzt richtig? Sie pochen hier seit Wochen auf Masken für alle, die vom BAG, seit genau so lange wenn nicht noch länger, mit dem grund abgelehnt bzw. nicht als Pflicht verordnet werden weil sie unter Anderem für eine falsche Sicherheit sorgen. Und jetzt warnt CH Media selber vor falscher Sicherheit wegen einer Aussage zur nähe von Kindern (wohl kommuniziert bis welchenalters und wie lange) durch das BAG. Das ist jetzt nicht euer Ernst oder?
  • Cpt. Jeppesen 28.04.2020 11:18
    Highlight Highlight Ich möchte gerne auf diesen Artikel vom "The Economist" verweisen (https://www.economist.com/graphic-detail/2020/04/16/tracking-covid-19-excess-deaths-across-countries).
    Es wird schön sichtbar gemacht was der Virus anrichtet. Im Artikel sind die erwarteten gegen die tatsächlichen Todeszahlen in Vergleich gestellt, für verschiedene Länder und ausgewählte Zentren.
    Die Grafiken zeigen, der Virus wirkt, der Lockdown wirkt auch. Was die Konsequenzen daraus sein werden kann sich jede(r) selber ausmalen.
  • Rocky Gonzales 28.04.2020 10:31
    Highlight Highlight Ich bin etwas überrascht wie die Zeitungen die Menschen loben (geht wohl um Motivation). Wir haben gestern z.B. im Obi das eine oder andere gesucht. Mein Eindruck ist objektiv nicht gut - Sorry. Die Leute, obwohl klare Distanzen am Boden markiert (der Wille ist da) bewegen sich in Geschäften wie wenn nichts gewesen wäre. Kein bis wenig Abstand, kreuz und quer, Abstand, keiner. Gedränge etc. Man hat den Eindruck Corona hätte nie existiert. Trägt man eine Maske wird man schief angeschaut u.v.m. Ist der Mensch nicht in der Lage zu lernen? Um zusetzten?
  • medmi 28.04.2020 09:48
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir uns in einer sehr heiklen Phase befinden. Mit sehr viel Aufwand (fibanziell und gesellschaftlich) sind wir an den Punkt zurück gekommen, wo das Virus relativ selten ist in der Schweiz - eine sehr gute Entwicklung. Um diesen Zustand zu halten braucht es nun aber eine Effiziente Strategie: Betroffene identifizieren (Testen) und die möglicherweise bereits betroffenen ausfindig machen (ContactTracing) - wenn dies gelingt werden Herde/Ansteckungsketten stets unterbrochen. Wir befinden uns aber erst im Aufbau dieser Strategie.
  • Burkis 28.04.2020 09:38
    Highlight Highlight Muss nun jeder Öffnungsentscheid der Fachexperten und Verantwortlichen medial seziert und durch den Fleischwolf der Kommentarspalten gedreht werden, nur vielleicht weil es in anderen Ländern anders läuft? Vielen Menschen ist die Grundeigenschaft des Vertrauens abhanden gekommen. Obwohl es unserer Generation so gut geht wie keiner vorher. Die kritische Haltung wird dann gerne mit Meinungsfreiheit oder demokratischen Prozesse legitimiert. Als ob sich das Virus wegdiskutieren liesse.
  • neutrino 28.04.2020 09:15
    Highlight Highlight "Die Moral lässt nach" - der moralisch einwandfreie Schweizer würde sich jetzt am besten 24/7 monatelang einsperren?
  • Herr J. 28.04.2020 09:12
    Highlight Highlight Dieses saure "Die Moral lässt nach" ist lächerlich. Manche finden Quarantäne und Ausnahmezustand offenbar einen "Wert an sich". Wenn erste Lockerungen das Leben wieder etwas komplizierter (und freier) machen, darf das nicht sein.
    Es zeigt sich ein frappanter Mangel an Vertrauen in die Leute, sie sind in den Augen der Autorinnen kleine Kinder, die vom Schwatz unweigerlich zur Grillparty übergehen.
  • rodolofo 28.04.2020 09:01
    Highlight Highlight Gewisse ordnungsliebende Menschen tun sich mit "dem Mittelweg" äusserst schwer, obwohl ihr ganzes Leben einer einzigen Gratwanderung, oder einem Balance-Akt auf dem Hochseil gleicht.
    Wollen wir denn lieber in ein Hochsicherheits-Gefängnis sperren lassen, so wie es den ChinesInnen gerade ergeht?
    Sollen wir von jetzt an wie Astronauten auf einem lebensfeindlich gewordenen Erdplaneten Einkaufs-Expeditionen unternehmen, währenddem draussen ausserirdisch-feindliche Viren herum schwirren?
    Das Gegen-Extrem der Ignoranz wäre natürlich ziemlich riskant...
    Darum: Locker bleiben, mit Respekt.
  • lilie 28.04.2020 08:49
    Highlight Highlight Ich denke, bei der Aussage, Grosseltern besuchen sei erlaubt, von den Grosseltern hüten lassen nicht, ging es vor allem um die Regelmässigkeit der Kontakte.

    Wir sind in der Übergangsphase, da kommt es teilweise zu Widersprüchlichkeiten und Verwirrung. Je länger es geht, desto mehr wird sich alles wieder einpendeln.
    • Qui-Gon 28.04.2020 10:42
      Highlight Highlight Vor allem sollen Grosseltern nicht zu den Enkeln nach Hause zum Hüten gehen.
    • lilie 28.04.2020 11:15
      Highlight Highlight @Qui-Gon: Ach so, das hab ich nicht mal bedacht, da ich das sowieso schon für ausgeschlossen hielt.

      Aber klar, das natürlich auch nicht.
  • PlayaGua 28.04.2020 08:46
    Highlight Highlight "Es ist auch nur noch eine Frage von Tagen, bis die Nachbarn finden, den Schwatz an der Gartenhecke könne man jetzt auch mal bei einem Bier auf der Terrasse fortführen."

    Das ist keine Frage der Zeit, sondern zumindest in meiner Nachbarschaft gang und gäbe, seit das Wetter es zulässt. Da werden die Stühle etwas weiter auseinander geschoben und das Bierchen wird getrunken.
  • Mavericks Marvelous 28.04.2020 08:45
    Highlight Highlight Selbst Dr. Berger (Kinder Unispital Zürich), eine der Quellen des BAG sagt:

    „Je mehr der Bundesrat die Einschränkungen lockert, desto stärker zirkuliert das Virus wieder. Es werden sich deshalb auch mehr Kinder anstecken, welche wiederum die Grosseltern infizieren können.“

    https://www.nzz.ch/schweiz/schulstart-wie-gefaehrdet-sind-die-kinder-durch-das-coronavirus-ld.1553418
    • Qui-Gon 28.04.2020 10:56
      Highlight Highlight Mavericks, er sagt aber auch:

      Weil Kinder selten infiziert und wenig ansteckend sind, kann die Oma oder der Opa ihren Enkel kurz umarmen, wenn er gesund ist und die Hände gewaschen hat. Aber besser ist es, die fix geplante Kinderbetreuung anders zu organisieren als mit den Grosseltern.

      Das Risiko ist sicher nicht 0, aber klein. Somit muss jeder selber wissen, ob es ihm das wert ist.
  • Hiker 28.04.2020 08:41
    Highlight Highlight Es ist schon eine verrückte Zeit die wir gerade durchleben. Alle wünschen sich jemanden dem man für das Debakel die Schuld in die Schuhe schieben kann. Den gibt es zwar nicht, bietet sich aber in der Person von Herrn Koch förmlich an. Also wird munter drauf los gedroschen. Leute, Ihr schlagt den berühmten Boten! Er ist nicht derjenige der alleine entschieden hat was gerade möglich ist und was nicht! Zum Glück ist Herr Koch mit einer sagenhaften Geduld gesegnet. Ich habe Ihn noch nie in der ganzen Zeit ausrasten sehen. Was bei den Anfeindungen die er erlebt doch sehr bemerkenswert ist.
    • Hirngespinst 28.04.2020 10:07
      Highlight Highlight Das stimmt.
      Es gibt Politiker, die auf Fragen ein wenig 'anders' reagieren. 😉
  • Thomas G. 28.04.2020 08:36
    Highlight Highlight "Es gibt keine Daten die zeigen dass Kinder ansteckend sind - also umarmt die Kinder". Klassischer Fehlschluss den man in 5 Jahren als die grösste Dummheit bezeichnen wird. Denn Absenz von Evidenz ist nicht gleich Evidenz von Absenz!
  • Spooky 28.04.2020 08:33
    Highlight Highlight "...oder wie die Moral langsam nachlässt"

    Nicht die Moral lässt nach. Die Vernunft legt zu.
  • neutrino 28.04.2020 08:26
    Highlight Highlight Na gut, solche Lockerungen und Nachlässigkeiten wird es und muss es geben! Klar, man könnte den Lockdown in bisheriger Form weiterführen, bis ein Impfstoff kommt. Aber ich fürchte, das hält die Wirtschaft nicht durch.

    Jene die den Lockdown verteidigen und jede Abweichung moralisch verteufeln - was ist denn die Lösung? Komplettabriegelung für 1 Jahr?
    • Varanasi 28.04.2020 09:12
      Highlight Highlight Nein, der gute Mittelweg: öffnen mit dem stetem Blick auf die Infektionszahlen und die Spitalkapazitäten. Dann, reagieren wenn man reagieren muss.
  • NumeIch 28.04.2020 08:19
    Highlight Highlight Immer am kritisieren.
  • Dave1974 28.04.2020 08:00
    Highlight Highlight "Umarmen erlaubt" und dazu ein Bild, wie man das eben nicht verstehen sollte. Ein naher Kontakt Gesicht zu Gesicht sollte noch immer vermieden werden.

    Meiner Meinung nach ermutigen solche Bilder, wie auch solche von Ansammlungen, welche (noch) nicht aufgelöst wurden, eher zur Leichtsinnigkeit.

    Mit Aussagen alleine können viele nichts anfangen, aber mit Bildern kann man die auch Leute verleiten. Man könnte sie so aber auch aufklären, was ich in den letzten Wochen auf breiter Ebene wirklich vermisse.

    Und bitte tut nicht immer so, als ob alle das so handhaben und sehen, wie ihr das schreibt.
  • PostFinance-Arena 28.04.2020 07:56
    Highlight Highlight Die Disziplin nimmt erschreckend schnell ab! Damit wird eine zweite Welle riskiert und somit einschneidende Massnahmen in die Wirtschaft. Dumm, egoistisch und sehr kurzsichtig....

    Ist es denn wirklich so schwer, 2-3 Monate auf Normalität zu verzichten?? (und im Verhältnis zu Spanien/Italien haben wir ja sogar fast noch Normalität!) Dies ist v.a. in Bezug auf die Freizeit gemeint, nicht auf die Wirtschaft.
    • Chloetira 28.04.2020 13:40
      Highlight Highlight Wo haben wir denn fast Normalität, was die Freizeit angeht? Ich habe meine Freunde grösstenteils zwei Monate nicht mehr gesehen, ich kann nicht mehr meinen Sport ausüben, ich kann nicht mehr mit meinen Arbeitskolleginnen einen Feierabenddrink konsumieren, ich kann nicht mehr in die Ferien usw. Eigentlich arbeite ich nur noch, gehe 2-3 mal die Woche etwas laufen und sitze zu Hause vor dem TV. Das mag für manche normal sein, für mich definitiv nicht. Ich bin sehr extrovertiert und brauche direkte, menschliche Kontakte. Es ist nicht für alle gleich einfach.
    • PostFinance-Arena 28.04.2020 22:01
      Highlight Highlight Ja klar fehlen diese Dinge. aber wir können nach draussen, haben alle Möglichkeiten zum Einkaufen, etc. Die Freizeit sieht halt etwas anders aus, ja...(Kochen, mal aufräumen, Lesen, Dokus schauen, etc.) ... aber sollte ja doch relativ problemlos 2-3 Monate auszuhalten sein finde ich.

      Aber: Wenn man alleine wohnt ist das alles sicherlich nochmals schwerer.

      Aber selbst dann noch kein Grund, komplett am Boden zu sein...meiner Meinung nach.
  • weissauchnicht 28.04.2020 07:55
    Highlight Highlight Ist eine Umarmung, auch wenn kostenlos, nicht auch eine personenbezogene Dienstleistung für das Seelenwohl, so wie Massagen für das Körperwohl?
    Umarmungen unter Freunden sollten daher auch wieder möglich sein, und würden mehr zu einer Normalisierung im Kopf beitragen als wiedergeöffnete Restaurants...
  • Nate Smith 28.04.2020 07:53
    Highlight Highlight Spiel mit dem Feuer. Man weiss schlicht und einfach noch nicht ob Kinder ansteckend sind oder nicht. Die jetzige Datenlage so zu lesen, dass Kinder nicht ansteckend sind ist nicht seriös.
    • PaLve! 28.04.2020 09:12
      Highlight Highlight Und die ganzen Massnahmen sind kein Spiel mit dem Feuer? Woher soll man jetzt schon wissen, welches der beste Weg ist?
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 28.04.2020 07:42
    Highlight Highlight Entschuldigt bitte die Störung, aber sind Satzzeichen nicht diese Dinger für die, wo wei? Wollt ihr da vielleicht nicht noch mal den Korrektor drüberjagen? 😄
    • FrancoL 28.04.2020 08:16
      Highlight Highlight Wusste nicht dass Satzzeichen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung des Virus sind.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 28.04.2020 09:17
      Highlight Highlight Wusste nicht, dass Sprache nicht mehr das Werkzeug des Journalismus ist. Das ist etwa so, als wollte ein Malermeister die Wand mit dem Farbdeckel streichen.
    • Hirngespinst 28.04.2020 10:10
      Highlight Highlight @Zerpheros
      😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bravo 28.04.2020 07:33
    Highlight Highlight Natürlich werden solch gutgemeinte Aussagen dazu führen, dass die drei Generation während Stunden zusammen sitzen. Und auch sonst haben es die Schweizer nicht so mit der Disziplin. Dabei war das nicht mal eine Quarantäne im Ansatz...
    • Herr J. 28.04.2020 09:15
      Highlight Highlight Natürlich werden solche Aussagen bei Leuten, die ein Minimum an Hirnschmalz haben, gerade NICHT dazu führen, dass man stundenlang zusammensitzt.
      Die Schweizer haben schon Disziplin, aber die meisten denken zusätzlich selber. Kadavergehorsam ist nicht so das ihre...
  • Asmodeus 28.04.2020 07:29
    Highlight Highlight Ach ist doch kein Problem. Einfach die Kinder vor der Umarmung in einen Eimer Desinfektionsmittel tauchen und an der Sonne trocknen lassen.

    Aber ernsthaft. Die erste Welle ist noch nicht einmal durch und die Lockerungen provozieren bereits die nächste.

    Viele Menschen sind zu egoistisch und doof um zu realisieren, daß jetzt nicht einfach zum Normalzustand übergegangen werden kann und darf.
    • TBD 28.04.2020 09:58
      Highlight Highlight Doof eher weniger, aber definitiv egoistisch.
  • Militia 28.04.2020 07:25
    Highlight Highlight Das gilt auch für Homeoffice. Mussten sich die Chefs am Anfang wohl oder übel beugen, hat man nun das Gefühl, es sei vorbei und beordert die Leute zurück ins Büro. Die seit gestern wirksamen Lockerungen sind nur die Spitze des Eisbergs, hoffentlich werden wir das in 2 Wochen nicht bereuen.
    • Hirngespinst 28.04.2020 10:12
      Highlight Highlight Da habe ich Glück mit meinem AG.
      Von einer Rückkehr ind Büro ist nicht ansatzweise die Rede.
  • Cosmopolitikus 28.04.2020 07:23
    Highlight Highlight Dieser Moment der langsamen Öffnung musste ja mal kommen. Nun stellt sich die Frage, wie wir damit umgehen und das umsetzen. Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit dies grossartig und mit einer gewissen Demut tun werden. In den letzten Wochen hat sich bei vielen einiges geändert, ja sogar Reflexion soll stattgefunden haben 😉.
    Und wie immer wird es jene geben, die alles ein wenig anders handhaben werden.
    Auch das ist normal und vielleicht hilft uns hier etwas Gelassenheit. Das Leben muss und wird weitergehen.
    • Panic4Clicks 28.04.2020 08:44
      Highlight Highlight Und es gibt solche, denen war die Hysterie scheissegal, und die haben gelebt wie immer ...
    • Varanasi 28.04.2020 09:15
      Highlight Highlight @Panic
      Ja solche Leute nennt man Egoisten.
    • TBD 28.04.2020 10:02
      Highlight Highlight @Panic4Clicks
      Das kann ich bestätigen. In unserer Nachbarschafft haben sich einige überhaupt nicht an irgendwas gehalten. Null Abstand, null gar nichts... Die reden sogar jetzt noch davon, dass es ja "nur eine Grippe/Lungenentzündung" sei...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stinkstiefel 28.04.2020 07:14
    Highlight Highlight Was ist die Aussage des Artikels?

    Dass Koch besser gelogen hätte?
    Dass wir weiter mit Bildern von Massengräbern berieselt werden sollen?
    Dass ein Rückgang der Angst in der Bevölkerung etwas schlechtes, gar gefährliches ist?

    Dass sich zwei Familien im Wald nicht einen Chipssack teilen sollen? Das Beispiel ist albern, aber der Artikel ist es nicht. Die Rückkehr zur (relativen) Normalität ist überfällig. Und ich bevorzuge es, wenn Koch uns - nach bestem Wissen und Gewissen - die Wahrheit erzählt.
  • p4trick 28.04.2020 07:12
    Highlight Highlight "Die Viren werden über Flächen, mit den Händen oder direkt mit Tröpfchen übertragen"
    Wenn ich als Vater dem Baby/Kind ins Gesicht fasse, es nachher den Grosseltern gebe und sie es umarmen und ins Gesicht küssen... "Keine Gefahr"
    🤔

    OK dann perlt das Virus dann quasi an Kindern ab und haftet nicht mal auf ihrer Haut aber auf anderen Oberflächen schon?
    • Raber 28.04.2020 09:23
      Highlight Highlight Weil sie keine Rezeptoren haben😉
  • elco 28.04.2020 07:00
    Highlight Highlight Ja das ist jetzt richtig blöd für die Panikmacher. Aber ihr kriegt das schon hin.
    • Varanasi 28.04.2020 09:21
      Highlight Highlight Mit Panikmache haben solche Übersterblichkeiten nichts zu tun, die sind Fakt!
      Benutzer Bild
    • elco 28.04.2020 10:33
      Highlight Highlight Ist das die Übersterblichkeit der Kinder?
    • Panic4Clicks 28.04.2020 11:56
      Highlight Highlight Schön! Eine Grafik ohne Kontext.

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