DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Veranstaltungen, Mutationen, Quarantäne – Infektiologe über die Ungewissheit mit Omikron

12.01.2022, 10:1212.01.2022, 13:03

Der Zürcher Infektiologe Jan Fehr hält Grossveranstaltungen wie das Lauberhorn-Rennen oder die Solothurner Filmtage für verfrüht. Im Moment sei die Ungewissheit über die Omikron-Variante des Coronavirus noch zu gross.

Jan Fehr
Jan FehrBild: keystone

Schutzkonzepte mit zuverlässigen Tests, die das Risiko auf ein erträgliches Mass reduzieren könnten, seien bei Grossveranstaltungen nicht wirklich umsetzbar, sagte Fehr in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung».

Auf die Frage, ob die Fallzahlen wegen der rasant steigenden Verbreitung der Omikron-Variante überhaupt noch relevant seien, sagte der Leiter des Departements Public & Global Health an der Universität Zürich, diese Zahlen spielten sehr wohl noch eine Rolle.

Gefahr von neuen Varianten

Es werde aber künftig viel wichtiger, alle Parameter zu berücksichtigen. Es sei ähnlich wie in einem Cockpit: Der Pilot müsse unterschiedlichste Instrumente interpretieren können, um das Flugzeug zu steuern.

Hohe Fallzahlen bedeuteten eine enorme Virusvermehrung. Dabei könnten auch neue Varianten mit einem Evolutionsvorteil entstehen. Genau dieser Effekt sei bei Omikron beobachtet worden. Es sei wichtig, dies auf dem Radar zu haben, um rasch eingreifen zu können.

Verkürzung von Isolation und Quarantäne auf fünf Tage

Fehr sprach sich ferner dafür aus, die Dauer der Isolation und Quarantäne zu verkürzen. Je fünf Tage seien vertretbar. Der Bundesrat wird sich an seiner Sitzung von (heute) Mittwoch mit dem Thema beschäftigen, wie Bundesrat Ueli Maurer angekündigt hat.

Die Quarantäne ganz aufzugeben, dafür sei es seiner Meinung nach noch zu früh, sagte Fehr in dem NZZ-Interview weiter. Die Quarantäne werde das Problem mit Corona nicht lösen, aber es verkleinern. Es gelte, die aktuelle Infektionswelle mit Blick auf die vielen Kranken und die Ausfälle im öffentlichen Leben zu bremsen. (yam/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

17 Menschen, bei denen in Quarantäne alles schiefläuft

1 / 19
17 Menschen, bei denen in Quarantäne alles schiefläuft
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Fuul Haus» – Die neue Sitcom in Pandemie-Zeiten

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Rudolf-Brun-Brücke soll Frau-Minne-Brücke heissen – AL will jüdische Gemeinschaft ehren
Die AL will die Rudolf-Brun-Brücke sowie die Brunngasse im Zürcher Niederdorf umbenennen. Und zwar in Gedenken an «eine der schrecklichsten Taten in der Stadtgeschichte» – die komplette Auslöschung der jüdischen Gemeinschaft in Zürich im Jahr 1349.

Die Stadtzürcher AL will die Rudolf-Brun-Brücke und die Brunngasse umbenennen lassen, in Frau-Minne-Brücke und Moses-ben-Menachem-Gasse. Damit soll die jüdische Gemeinschaft Zürichs geehrt werden, die 1349 komplett ausgelöscht wurde.

Zur Story