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#StayTheFuckHome: Dieser Unispital-Prof sagt dir, was jetzt angesagt ist



Was jeder Einzelne von uns gegen das Coronavirus tun kann? Unnötige Kontakte meiden, wenn möglich daheim bleiben. So simpel, so wirksam. Wer jedoch gestern in den Schweizer Städten unterwegs war, stellte jedoch schnell fest, dass sich viele lieber gleich gruppenweise an den ersten Frühlings-Sonnenstrahlen labten.

Wie essentiell es jedoch ist, momentan wenn immer möglich zuhause zu bleiben, zeigt Adriano Aguzzi, der Direktor des Instituts für Neuropathologie am Unispital Zürich in einem Video, das derzeit die Runde macht. Aguzzi wendet sich mit einem eindrücklichen Appell an die Schweizer Bevölkerung. Mit italienischem Akzent beginnt er:

«Ich möchte Ihnen erklären, warum Sie in den nächsten Tagen unbedingt zuhause bleiben müssen und den Kontakt mit anderen Menschen meiden sollen.»

Aguzzi erklärt zuerst, wie sich das Virus exponentiell verbreitet. Nach jedem zweiten Tag verdoppelt sich die Anzahl am Coronavirus Erkrankter. Man möge einwenden, dass die 2200 Erkrankten in der Schweiz nicht viel seien, das Problem sei aber, dass das Virus sich wie ein Lauffeuer verbreite. In wenigen Tagen werde man tausende neue Fälle haben.

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«Zum Glück gibt es etwas, was wir machen können», sagt Aguzzi. Und das ist: «Social Distancing». Also Abstand halten zu den anderen Menschen. Es brauche unbedingt einen «Lockdown» der Schweiz.

Er rechnet vor: In 14 Tagen haben wir bei einer Verdoppelung alle zwei Tage abgerundet 100'000 Fälle. Das seien 50'000 kranke Menschen, die heute noch nicht krank sind – aber bereits infiziert sind.

Bild

Mit anderen Worten: Wir haben bereits ein Vielfaches an infizierten Menschen – und nicht bloss die bestätigten 2200 Fälle. Diese Personen merken aber nicht, dass sie infiziert sind, weil sie sich gesund fühlen und noch keine Symptome zeigen. Hier aber der Knackpunkt: Man kann das Virus trotzdem weitergeben, auch wenn man noch nicht erkrankt ist.

Hier kannst du das ganze Video schauen:

Video: youtube/DrAagAag

#StayTheFuckHome

Damit das nicht passiert, gibt es im Grunde genommen zwei Dinge, die du tun kannst: Halte Abstand und bleibe wenn möglich verdammt nochmal Zuhause. So drückt es zumindest die Website staythefuckhome.com aus. Der Hashtag dazu macht zurzeit auf Twitter die Runde.

Für den Fall, dass du trotzdem mal raus musst, hat die Website einige Regeln aufgestellt, die du befolgen solltest. Viele der Regeln wirst du bereits kennen, aber man kann sie momentan nicht genug oft wiederholen:

  1. Panik hilft niemandem. Ignorieren aber auch nicht. Du solltest besonnen, informiert und verantwortungsvoll mit der Corona-Pandemie umgehen und deinen Teil beitragen, sie zu besiegen.
  2. Wasche deine Hände so oft wie möglich. Nach jedem Kontakt mit Menschen oder nach dem Anfassen von Dingen wie Einkaufswagen etc.
  3. Reinige dein Handy regelmässig.
  4. Social Distancing. Keine Umarmungen, keine Küsschen, kein Händeschütteln. Mindestens zwei Meter Abstand zu deinem Nächsten.
  5. Nimm an keinen Veranstaltungen, Festen, Messen, Privatpartys oder sonstiges mehr teil.
  6. Verringere deine Reisetätigkeiten auf ein absolutes Minimum.
  7. Versuch, den Gebrauch des öffentlichen Verkehrs ebenfalls auf ein absolutes Minimum zu beschränken.
  8. Wenn du von Zuhause aus arbeiten kannst, tu das.
  9. Summa summarum: Bleib wenn immer möglich daheim.
  10. Panik oder Gleichgültigkeit in deinem Umfeld solltest du mit Aufklärung entgegentreten. Dabei solltest du empathisch und respektvoll mit den Menschen, ihren Ängsten und Erfahrungen umgehen.
  11. Verbreite keine ungeprüften News, Whatsapp-Kettenbriefe oder Sprachnachrichten oder sonstige Gerüchte, die Panik verursachen oder verstärken.
  12. Helfe deinen Nachbarn, wenn sie Hilfe benötigen.
  13. Tätige keine Hamsterkäufe. Gehe entspannt und bedacht für sieben bis zehn Tage einkaufen, danach seltener und vorsichtiger, sprich nur, wenn wirklich etwas fehlt im Haushalt.

Befolgst man diese Regeln, trägt jeder seinen Teil dazu bei, die Verbreitung des Virus einzuschränken und so einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern.

(dfr/jaw)

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quelle: epa / alex plavevski
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