Schweiz
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Eine Mitarbeiterin der Basler Verkehrs-Betriebe BVB verteilt Schutzmasken am Bahnhof SBB in Basel, am Montag, 6. Juli 2020. Das Schutzkonzept gegen das Coronavirus wurde angepasst: Alle Reisenden muessen in oeffentlichen Verkehrsmitteln eine Maske tragen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Mitte März fehlten sie in der Schweiz an allen Ecken und Enden: die Hygienemasken. Bild: keystone

Pandemieplanung fehlerhaft: SRF-Dok zeigt die 3 grössten Patzer des Bundes

Ein SRF-Dokfilm geht den Pandemieversäumnissen des Bundes nach. Und versucht aufzudecken, warum zu Beginn der Pandemie Masken und Desinfektionsmittel fehlten – und wieso das Contact Tracing bis heute noch immer nicht zentralisiert ist.



Der Ethanol-Engpass

In this photo from Jan. 6, 2015, Ryan Brock fills a sample bottle with ethanol produced at the Green Plains ethanol plant in Shenandoah, Iowa. Oil prices may have dipped below $50 a barrel for the first time since April 2009, but ethanol plants across the nation continue to operate at a brisk pace in order to satisfy a domestic and export demand that hasn’t weakened. (AP Photo/Nati Harnik)

Der Schweiz ging schier der Alkohol aus. Bild: AP/AP

Zu Beginn der Pandemie wurde der Satz von Gesundheitsminister Alain Berset wiederholt wie ein Mantra: «Waschen sie sich die Hände». Desinfektionsmittel wurde innert kürzester Zeit Mangelware. Der Hauptbestand vieler Desinfektionsmittel ist reiner Alkohol – auch bekannt als Ethanol. Mitte März fehlte in der Schweiz so viel Ethanol, dass Spirituosen-Hersteller kurzerhand auf die Produktion von Desinfektionsmittel umrüsteten.

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Wäre die Corona-Pandemie im Jahr 2018 über die Schweizer hereingebrochen, hätte der Bund genügend Ethanol auf Lager gehabt: Rund 10'000 Tonnen des reinen Alkohols lagerten bis Ende 2018 in Delémont im Kanton Jura. Anfang 2019 wurde der Ethanolmarkt liberalisiert, das Reservelager des Bundes aufgelöst. Ersetzt wurde es nicht.

Verantwortlich für die Lagerung des Ethanols ist das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL). Zusammen mit Fachleuten aus der Wirtschaft entschied man sich damals gegen ein Ethanol-Pflichtlager.

Daniel Rickenbacher, stellvertretender Leiter Fachbereich Industrie im BWL, begründet den Verzicht auf das Pflichtlager mit der Wirtschaftlichkeit. «Man muss den Mut zu gewissen Lücken haben», meint er im Gespräch mit SRF. Im Verlauf des Gesprächs wird Rickenbacher selbstkritisch: «Heute meine ich, dass dies ein suboptimaler Entscheid war. Wir sind auch daran, diesen Entscheid zu revidieren.»

Noch Mitte Mai gab das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung bekannt, dass eine Wiederaufnahme eines Ethanol-Pflichtlagers geprüft werde.

Das Contact-Tracing-Chaos

Eine Frau arbeitet in ihrem abgetrennten Arbeitsplatz fuer das Contact Tracing im Kanton Zuerich, aufgenommen am Freitag, 8. Mai 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist das Contact Tracing, also das Verfolgen der Infektionsketten, zentral. Dafür zuständig sind die Kantone. Doch auch hier hätte der Bund eine zentrale Rolle übernehmen können.

Gemäss Pandemieplan wäre es nämlich Aufgabe des Bundes, eine Software zur Verfügung zu stellen, die die Überwachung und Koordination der Infektionsfälle vereinfacht. Eine solche Software gibt es, bereits seit acht Jahren, Kostenpunkt: eine halbe Million Schweizer Franken. Doch benutzt wurde sie während der Corona-Pandemie kaum.

Viele Kantone entwickelten ihre eigenen Systeme. Aktuell werden gemäss SRF fünf verschiedene Tracing-Systeme benutzt. Das führt dazu, dass der Bund noch immer wenig über die Ansteckungsorte weiss, weil eine zentrale Datenplattform fehlt, die die Tracing-Daten aus den Kantonen sammelt. Ein solche Plattform ist aktuell für Mitte Oktober angekündigt.

Doch warum benutzen die Kantone nicht das vom Bund entwickelte System? Nach Antworten sucht die SRF-Journalistin beim Leiter des koordinierten Sanitätsdienst (KSD), Stefan Trachsel. Aufgabe des KSD ist es, gemeinsam mit Partnerorganisationen Bedrohungen und Szenarien in Krisenzeiten durchzudenken und entsprechende Massnahmen zu treffen.

Trachsel hätte sich gewünscht, dass das Bundesamt für Gesundheit mehr für das hauseigene System weibelt. «Wir haben aber festgestellt, dass sich die Kantone davon abwandten, weil sie glaubten, das System sei zu kompliziert.»

Die Schutzmasken-Schlappe

Gehört unterdessen zur täglichen Ausrüstung: Die Schutzmaske.

2020 ein gängiges Bild: die angehängte Schutzmaske. Bild: sda

Vor 13 Jahren wäre die Schweiz besser auf eine Pandemie vorbereitet gewesen. Damals war die Schweinegrippe aktuell und die Bundeslager mit 30 Millionen Hygienemasken prall gefüllt. Doch die Schweinegrippe-Pandemie kam nicht und die Masken verfielen.

Gemäss Epidemiengesetz ist der Bund dafür verantwortlich, die nötigen Heilmittel zur Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten sicherzustellen. Dazu zählen auch Schutzmasken.

Mitte März ist die Lage prekär. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Schutzmasken. Oberfeldarzt Andreas Stettbacher meldet in einer Taskforce-Sitzung des Bundes, dass die Lagerbestände noch genau für zweieinhalb Wochen reichen würden. Er verantwortet die ersten Notfallbeschaffungen.

Dem Bund unter die Arme greifen wollte damals das Schweizerische Rote Kreuz (SRK). Dieses sei zu diesem Zeitpunkt viel besser vernetzt als die Schweizer Behörde und hätte direkten Kontakt zu Maskenlieferanten gehabt, so die SRF-Journalistin.

Mitte März unterbreitet das SRK dem Bund ein Angebot. Es könne zwei Millionen FFP2-Masken besorgen, sei aber auf eine Vorauszahlung angewiesen. Doch dazu fehlt die gesetzliche Grundlage. Der Bund zögert. Der von der SRK mit China ausgehandelte Deal verfällt.

Stattdessen kauft der Bund Masken bei zwei Jungunternehmer, die einst im Vorstand der jungen SVP Zürich waren. Mit der Firma MX Trading liefern sie dem Bund eine halbe Millionen FFP2-Masken, der Bund zahlt 7.90 Franken pro Maske. SRK-Logistiker Thomas Büeler bezeichnet diesen Preis als «sehr sportlich».

Auch hier versucht die SRF-Dok, den Versäumnissen auf den Grund zu gehen. Warum fehlte es von Anfang an Schutzmasken? Wer ist verantwortlich für die Versäumnisse?

Gesundheitsminister Alain Berset weicht den Fragen der Reporterin aus: «Die ganze Diskussion über die Vergangenheit werden wir schon noch führen, aber jetzt sind wir mit der Bewältigung der Krise beschäftigt.»

Und auch einige Stufen tiefer, beim Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung, wiegelt man ab. Der Bund sei nicht verantwortlich dafür gewesen, Pflichtlager aufzubauen. Dies lag in der Eigenverantwortung der Kantone und Spitäler, so der Tenor .

Fazit

Auf der Suche nach Antworten spricht die SRF-Journalistin auch mit Christoph Zenger, Professor für Gesundheitsrecht an der Uni Bern. Zenger untersuchte die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen während Krisenzeiten.

Seine Haltung ist klar: Der Föderalismus funktioniert während einer Pandemie nicht.

Bei der zukünftigen Krisenplanung muss der Bund die volle Verantwortung übernehmen, so Zenger. «Der Bund muss durchgreifen und vollziehen, die Kantone sollten im Krisenfall ausgeschaltet werden und hätten nichts mehr zu sagen, müssten aber auch finanziell nicht für allfällige Lager oder Infrastruktur aufkommen», so sein Fazit.

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    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 11.09.2020 13:16
    Highlight Highlight Auch heute gilt noch: "Kluger Rat, Notvorrat." Wer sich daran hielt, konnte die ganze Diskussion um fehlnde Masken mit einem Lächeln genissen.
  • Lowend 11.09.2020 12:25
    Highlight Highlight Zusammengefasst hat eigentlich nicht der Bund, sondern die Kantone und die Privatwirtschaft die besagten Dinge vergeigt?

    Der einzige grosse Fehler des Bundes war eigentlich nur, dass sie bei der Umsetzung des Pandemiegesetzes den Kantonen und der Privatwirtschaft vertraut und ihnen zu viel Kompetenzen überlassen haben.
  • hairypoppins 11.09.2020 11:57
    Highlight Highlight Im Nachhinein ist man immer schlauer.
  • Blues 11.09.2020 11:33
    Highlight Highlight Unser Föderalismus ist sicher das grösste Hindernis in vielerlei Hinsicht. Die kleinräumige Schweiz hat 26 Kantonsregierungen und dazu noch den Bundesrat und nicht zu vergessen das Volk. Alle, alle wollen immer irgendwie mitreden. Darum sind wir auch in Entscheiden sehr langsam. Das passt eben nicht mehr zur rasanten Veränderungen in der Welt.
    DE jammert eben auch wegen dem Föderalismus, mit 16 Länderegierungen, im Ø haben die Länder aber 5,5 Millionen Einwohner.
    • Nate Smith 11.09.2020 22:05
      Highlight Highlight 7 Kantone ist würde absolut reichen. Es ist einfach Absurd wenn man in 1h Stunde mit dem Fahrrad die ganze Föderale Einheit durchqueren kann.
  • what's on? 11.09.2020 11:29
    Highlight Highlight Fehler des Bundes?
    - Kein Einreisestopp für Chinesen, als Italien dies bereits verordnet hat
    - Kein Einreiseverbot für Chinesen, als China bereits intern Flüge sistiert hat
    - Keine Quarantäne für zurückgeholte Schweizer aus "Pandemieregionen"
    - Aushebelung des Seuchengesetzes
    - Keine Grenzschliessung zu Italien in der heissen Phase
    - etc., etc.
    • what's on? 11.09.2020 16:01
      Highlight Highlight ich staune über die Blitzer - war das Verhalten des Bundes am Anfang der Pandemie aus eurer Sicht in Ordnung?
    • Nate Smith 11.09.2020 22:03
      Highlight Highlight Die Grenzschliessungen bringen relativ wenig wenn man den Laden sonst nicht im Griff hat. Daher wäre dies zu dem Zeitpunkt ziemlich Symbolpolitik gewesen. Corona ist gekommen um zu bleiben. Mit geschlossenen Grenzen lässt ich das Problem nicht lösen sondern mit einfach Alltagsmassnahmen für jedermann. Das hat ja auch funktioniert.
  • -thomi- 11.09.2020 11:17
    Highlight Highlight Habe die Dok nicht gesehen (Link im Artikel wäre hilfreich). Aber jetzt mal ehrlich. Mangelndes Ethanol zu beklagen angesichts der Tatsache, dass sehr schnell klar war, dass Seife eh besser hilft, finde ich etwas konstruiert. Und die Maskendiskussion hängt mir langsam auch zum Hals raus. Die mögen ja wirken, aber bislang haben sie den Beweis nicht erbracht. Was nachweislich gewirkt hat, war halt der Lockdown. Und jeder soll selber mal überlegen, wie er reagiert hätte als Bundesrat. Wäre er vermeidbar gewesen? Möglich, aber im Moment unerheblich.
    • Garp 11.09.2020 12:42
      Highlight Highlight Der Link befindet sich gleich unter dem Titel.
    • Garp 11.09.2020 12:44
      Highlight Highlight Wie willst Du Dir unterwegs die Hände waschen?
      Da hilft Ethanol prima. Zu Hause braucht man es sicher nicht.
  • Baguette 11.09.2020 11:11
    Highlight Highlight Föderalismus in allen Ehren, aber eine Pandemie erfordert eine einzige Stelle, die Entscheidungen und Massnahmen trifft, zentral kommuniziert und handelt. Das hat mit Planwirtschaft nichts zu tun, es geht ja auch nicht um die Wirtschaft, sondern in erster Linie um Menschenleben. Wenn niemand krank wird, nützt das ja dann letzlich auch der Wirtschaft. Ich habe auch immer vermisst, dass wir stets nur via Pressekonferenz, also in hinterster Reihe, angesprochen wurden. Eine regelmässiges, direkt an die Menschen gerichtetes Wort hätte vielleicht mehr Engagement und Vertrauen bewirkt.
  • Quo Vadis 11.09.2020 11:00
    Highlight Highlight Ja, Föderalismus wirkt sich kontraproduktiv im Kampf gegen eine Pandemie aus. Während bei uns zwar mit etwas Unbehagen die Macht dem Bundesrat übertragen wurde, hat man diesen Schritt so vollzogen.

    Off-Topic:
    In den USA wird Trump dafür kritisiert, dass man die Pandemie nicht als Nationale Gefahr behandelte sondern dem Föderalismus freien lauf liess. Dabei wären die Demokraten die ersten gewesen die laut 'Faschismus' und 'Diktatur' geschrien hätten, wenn man den Föderalismus in der Krise ausgeschaltet hätte.
  • Eskimo 11.09.2020 10:32
    Highlight Highlight Im Nachhinein kritisieren ist einfach. Der einzige Fehler den man gemacht hat war die Grenzen vor den Sommerferien zu öffnen. Komisch dass davon nicht die Rede ist. Denn das war voraussehbar dass dies einen starken Anstieg zur folge haben wird.
    • René Gruber 11.09.2020 12:44
      Highlight Highlight Einen starken Anstieg von was? Von nicht viel aussagenden Fallzahlen? da ist der Anstieg in meinen Augen sehr moderat. Bei den wichtigen Zahlen wie Hospitalisierungen und Todesfälle ist kein wirklicher Anstieg vorhanden.
    • Garp 11.09.2020 12:45
      Highlight Highlight Du hättest sowieso am liebsten eine Mauer um die Schweiz 😂 .
    • Eskimo 11.09.2020 15:01
      Highlight Highlight Einen Anstieg von weniger als 10 Fällen pro Tag vor den Grenzöffnungen, zu 400 pro Tag.
  • Astrogator 11.09.2020 10:25
    Highlight Highlight „ Bei der zukünftigen Krisenplanung muss der Bund die volle Verantwortung übernehmen, so Zenger. “

    Also die Stellen die mehr oder weniger versagt haben? Nein Danke....
  • hüttechäs 11.09.2020 09:51
    Highlight Highlight Da schwimme ich gegen den Schweizer Motzstrom, aber nach wie vor bin ich der Meinung, dass wir es in der Schweiz gut getroffen haben. Stets habe ich mich sicher gefühlt. Uns wurden die kleinstmöglichen Einschränkungen auferlegt. Wirtschaft brauchte weniger Geld als gedacht. Arbeitslosenzahlen vergleichsweise gering.

    Zusammengefasst: Ich führte ein schönes Leben im 2020, dank unserer Regierung und trotz des riesigen Katastrophenpotentials aufgrund der Nähe zu Italien.

    Verbesserungspotential gibt es immer, solche Filme sind wichtig. Aber ein Totalversagen zu unterstellen finde ich vermessen.
  • Terraner 11.09.2020 09:40
    Highlight Highlight Spannend was Koch 2007 noch zu Schutzmasken gesagt hat.

    Offensichtlich sollte man 2007 noch, im ÖV, in Lebensmittelgeschäften und dort wo Leute in Kontakt kommen, Masken tragen.

    2020, wusste er dann offensichtlich nicht mehr wo man die Masken tragen soll, da hatte man ja aber leider auch kein Lager mehr.

    Was jetzt korrekt ist, lasse ich mal offen.

    Sicher ist aber dass man mit vollen Lager Masken empfohlen hat und mit leeren Lager dann nicht mehr.
    • beaetel 11.09.2020 10:33
      Highlight Highlight Koch hat immer wieder gesagt, dass er keine Studie kenne, welche die Sicherheit von Masken bewiese. Nicht mehr und nicht weniger. Auch dass er das Maskentragen für das falsche Signal halte und Distanz und Hände regelmässig waschen für wichtiger erachte. In seiner Zeit gingen die Ansteckungen jedenfalls runter, ohne dem unsäglichen Regime, unserer ausländischen, zentral regierten Freunde, die nicht einmal mehr an die frische Luft durften!
  • Steffan Griechting 11.09.2020 09:29
    Highlight Highlight Ich finde es gut, dass in der Schweiz solche Entscheidungen immer genau analysiert werden und Kritik angebracht wird, wo nötig. Genau dadurch können sich die beteiligten Personen, wie auch die Behörden verbessern. Man muss sich jedoch immer vor Augen halten, dass wir auf hohem Niveau kritisieren. Die Schweiz hat vieles richtig gemacht, gerade im Vergleich zu vielen anderen Ländern.
    • Astrogator 11.09.2020 10:24
      Highlight Highlight „ Gesundheitsminister Alain Berset weicht den Fragen der Reporterin aus: «Die ganze Diskussion über die Vergangenheit werden wir schon noch führen, aber jetzt sind wir mit der Bewältigung der Krise beschäftigt.»“
      Klingt für mich nicht nach der Fähigkeit aus eigenen Fehlern zu lernen.
      Später wird es dann heissen, dass unter den gegeben Umständen alle eine hervorragende Arbeit geleistet hätten.

      Zur Erinnerung, die Pandemieübung 2016 war im nachhinein ein Erfolg, man hat alle Probleme vorhergesehen, nur nicht reagiert.

    • -thomi- 11.09.2020 11:33
      Highlight Highlight Eigentlich würde ich gerne ein Doppelherz vergeben. Nervig ist der besserwisserische Unterton. Es soll ja so sein, dass Leute, Prozesse und Systeme dadurch verbessert werden können. Konstruktiver wäre wohl schlauer. Es gibt genau 7 Leute, die Entscheidungen zu treffen hatten in einer Situation, die es so noch nie gab. Sie werden nun vom Rest kritisiert. Ok, dann sollten Sie ihre Lehren daraus ziehen und diese an ihre Nachfolger weitergeben. Darüber könnte man ja auch eine Dok-Sendung machen.
  • Katzenseekatze 11.09.2020 09:09
    Highlight Highlight Ich habe die Sendung gesehen. Mein Fazit: da weiss die linke Hand 🤚 nicht was die rechte tut. Hier soll eine (1) Institution zuständig seIn. Für das ganze Land. Alles andere kostet zuviel.
    • just sayin' (haters will be ignored) 11.09.2020 09:39
      Highlight Highlight die schweiz is eine föderale rupublik und föderalismus bedeutet, dass der bund eben nicht alleine bestimmen kann.
    • beaetel 11.09.2020 10:34
      Highlight Highlight Und das ist auch gut so.
    • Talken 11.09.2020 11:27
      Highlight Highlight Darum regiert Lukaschenko wie er es tut. Willst du das wirklich? Da sagt nur einer was zu tun ist und was nicht.
  • FrancoL 11.09.2020 09:01
    Highlight Highlight In den letzten Jahrzehnten hat die neoliberale Sicht der Wirtschaft eben auch im Staat Einzug gehalten. Die zentrale Führung des Landes in heiklen Zeiten wurde vernachlässigt, weil das Volk dies auch immer lauthals gefordert hat und der Föderalismus wurde über alles gestellt, auch dies mit Zustimmung des Volkes.

    Nun alles dem Bund anhängen zu wollen ist billig und falsch.

    Es wurden Fehler gemacht, aber diese waren und sind vorprogrammiert. Wer in den letzten Jahren eindimensional gedacht und agiert hat, ist da mitschuldig und dies sind VIELE.
    • -thomi- 11.09.2020 11:34
      Highlight Highlight Ja. Der Föderalismus. Wegen dem werden wir alle sterben!
  • HappyUster 11.09.2020 08:53
    Highlight Highlight Verfallsdatum bei FFP-Masken?

    Werden die Poren grösser nach 5 Jaheren? Selten DOOF auf Stoff ein Verbrauchsdatum zu geben.
    • mstuedel 11.09.2020 11:00
      Highlight Highlight Naja, Schimmelbefall soll es gegeben haben, wobei dies wohl eher mit dem Lagerort als mit dem Ablaufdatum zu tun hat.
  • arbi 11.09.2020 08:45
    Highlight Highlight "Mit der Firma MX Trading liefern sie dem Bund eine halbe Millionen FFP2-Masken, der Bund zahlt 7.90 Franken pro Maske“

    Nicht im Ernst 7.90 pro Maske????
    Schön, dass dank vorausschauender Planung und ohne bürokratische Hürden so günstig eingekauft werden konnte...
  • Vecchia 11.09.2020 08:40
    Highlight Highlight Ja. Aber:

    Ist es nicht so, dass die gesamte Gesellschaft und Politik so tickt?
    Es ging uns lange "zu gut", man wähnte sich in einer Sicherheit, die es schlicht nicht gibt. Und alles dreht sich ums Geld, sei es durch sparen oder noch mehr gewinnen.


    "Der Föderalismus funktioniert während einer Pandemie nicht."

    Neoliberalismus auch nicht.
    • FrancoL 11.09.2020 09:05
      Highlight Highlight Wir sind Zeugen einer beispiellosen Übermütigkeit des Gesellschaft, sie hat uns eine durchdachte Planung für eine Notsituation durch viele neoliberale Ansätze verunmöglicht und nun versucht ein Teil der Bevölkerung, das immer das neoliberale Element übers Mass begrüsst hat die alleinige Schuld dem Bund in die Schuhe zu schieben.
      Alle hardcore Föderalisten machen sich vom Acker und zeigen auf den Bund, ein unglaubwürdiges Verhalten.
    • Vecchia 11.09.2020 09:19
      Highlight Highlight "Wir sind Zeugen einer beispiellosen Übermütigkeit des Gesellschaft,..."

      Seh ich auch so. Allerdings hätte es für die zahlreichen selbst ernannten Christen unter den neoliberalen Protagonisten schon Beispiele gegeben. Selbst ich als Nicht-Religiöse erinnerte mich in letzter Zeit öfter an den "Tanz um das goldene Kalb" der uns vor ca. 50 Jahren in der Schule vermittelt wurde.
    • landre 11.09.2020 09:29
      Highlight Highlight @FrancoL

      Das ist aber ein Widerspruch in sich. (Kann auch einem wie Dir passieren).

      Ein "Föderalist" kann dem "Bund" gar nicht die Schuld in die Schuhe schieben, denn ohne Bund kann Föderalismus/ eine Föderation per Definition und faktisch gar nicht existieren.

      Und ohnehin, wem es hier um Schuldzuweisungen geht, der hat höchstwahrscheinlich nicht verstanden was Föderalismus überhaupt ist und auch dass in einer Krise, dem sozialen so wie ökonomischen Frieden zu Liebe besser nicht ablenkend nach Schuldigen(?) gesucht werden sollte.

      Oder wer wären denn Deiner Meinung nach "die Schuldigen"?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärbart. 11.09.2020 08:31
    Highlight Highlight "Es könne zwei Millionen FFP2-Masken besorgen, sei aber auf eine Vorauszahlung angewiesen. Doch dazu fehlt die gesetzliche Grundlage. Der Bund zögert."

    Es fehlt die gesetzliche Grundlage für eine Vorauszahlung? In Zeiten, in denen der Bung 40 Milliarden Franken als Hilfe zur Verfügung stellt?

    Wie war es dann mit den Masken der Jungunternehmer? Konnten die im Nachhinein auf Rechnung bezahlt werden?
  • Elke Wolke 11.09.2020 08:16
    Highlight Highlight Für mich ist diese Unfähigkeit u.a. seitens VBS der Grund, weshalb ich gegen neue Kampfjets abgestimmt habe. Wer nicht fähig ist ein Notlager an lebenswichtigem Material zu führen, der sollte sich zuerst auf die korrekte Erfüllung dieser Aufgabe fokussieren. Flugi gibts erst danach.

    Schockierend auch, dass keiner dieser Bundesangestellter hin steht, den Fehler zu gibt und Verantwortung übernimmt. Schämt Euch!
  • n3rd 11.09.2020 08:14
    Highlight Highlight Wieso sind alle so versessen auf Desinfektionsmittel? Der Virus ist mit Lipiden behüllt, Seife löst das auf und der Virus fällt in sich zusammen. Im Büro und zu Hause macht das keinen Sinn, da kann man rasch aufs WC die Hände waschen gehen.
    • FrancoL 11.09.2020 09:07
      Highlight Highlight Ich brauche auch das Desinfektionsmittel nicht im Büro oder zu Hause. Ich brauche es unterwegs, in den Läden, auf den Baustellen in den Sitzungszimmern etc.
    • Unicron 11.09.2020 09:07
      Highlight Highlight Das schon, aber am Eingang zu Einkaufszentren oder sonst unterwegs ist es schon eher schwierig.
    • Citation Needed 11.09.2020 09:39
      Highlight Highlight N3rd: eigtl nur für unterwegs/zwischendurch. Wenn man aber bedenkt, dass jeder Laden, jedes Resti Desinfektionsstationen aufstellt, dann schnellt der Bedarf schon rasch hoch.
  • Antichrist 11.09.2020 08:12
    Highlight Highlight Das Schlimme ist, dass dies symptomatisch für die Leistung des Bundes ist. Es reicht nicht zu sagen, dass das nächste mal alles besser wird. Beim Bund arbeiten eine Mehrheit von sagen wir mal sehr gut, bis überbezahlten Menschen, die Arbeiten erbringen, die man in der Privatwirtschaft mit Backoffice oder Administration zu geringen Löhnen bezeichnen würde. Dazu kommt, dass der Bund Heerscharen von externen Beratern beschäftigt, weil sie für die meisten Arbeiten nicht qualifiziert sind oder jemand suchen, wo sie Verantwortung delegieren können. Die Privatwirtschaft kann das besser und billiger.
    • karl_e 11.09.2020 10:26
      Highlight Highlight ja genau, die unsichtbare, göttliche Hand des Marktes hat in ihrer Weisheit die Pflichtlager an Aethanol abgeschafft, so dass der Alk teuer, also weder besser noch billiger, beschafft werden musste. Geschickte Jungunternehmer konnten sich mit Schutzmasken eine goldene Nase verdienen, nur leider auf unsere Kosten. Auf eine solche Privatwirtschaft können wir getrost verzichten.
    • Nate Smith 11.09.2020 10:29
      Highlight Highlight Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung ist genau so wie du forderst privatwirtschaftlich organisiert und es war ein Debakel. Das neoliberale Mantra wird durch Wiederholung nicht richtiger 🤷‍♂️
    • beaetel 11.09.2020 10:45
      Highlight Highlight Die Privatwirtschaft kann gar nichts besser und schon gar nicht billiger. Hören Sie auf mit diesem pseudoliberalen Märchen. Die externen Berater sind übrigens „Private“! Eigenverantwortung bedeutet ebenfalls „privat“! Und dass jeder 50 Masken haben sollte und jedes Altersheim selber Notfallpläne erarbeiten sollte, ist ebenfalls dem privat ist besser als Staat Gedanke entsprungen. Der Staat ist für alle zuständig. Der Private nur für sich. Privat bedeutet in diesem Sinne Egoismus, nur auf den persönlichen Profit ausgerichtetes Denken und Handeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 11.09.2020 08:07
    Highlight Highlight Wenn jemand keinen "Mut zur Lücke" haben sollte, dann wohl das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung.
  • Hirngespinst 11.09.2020 08:06
    Highlight Highlight Unglaublich, wie sich in diesem Beitrag die Verantwortlichen winden und aalen, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
    Wie sich z.B. Berset und Koch selber widersprechen.
    Wie man sich gegenseitig versucht, den Schwarzen Peter zuzuschieben und die Zeit davon läuft, um zu handeln.

    Das war einer der besten DOKs, die ich bis jetzt gesehen habe.
    • FrancoL 11.09.2020 09:09
      Highlight Highlight Ich finde es gar billig jetzt die DOK so zu preisen und dabei zu vergessen dass die ganze Gesellschaft sich heute noch sehr unterschiedlich verhält und manch einer es immer besser wusste und heute sich nicht an die Regeln hält.
      Man kann der Politik nicht immer abschören und dann bei Bedarf ihr die Schuld in die Schuhe schieben.
    • karl_e 11.09.2020 10:29
      Highlight Highlight Die Dok zeigte sehr deutlich, dass der gelobte Freie Markt mindestens so schuldig ist wie unfähige Bundesbeamte.
  • MaskedGaijin 11.09.2020 08:00
    Highlight Highlight "Zusammen mit Fachleuten aus der Wirtschaft entschied man sich damals gegen ein Ethanol-Pflichtlager." Kein Wunder wurde privatisiert. Ein bisschen blauäugig vom Bund zu glauben, das sich "Fachleuchte aus der Wirtschaft", für eine staatliche Lösung entscheiden würden.
  • Heinzbond 11.09.2020 07:59
    Highlight Highlight Es gibt da ein Sprichwort über die französische Armee und die Maginot Linie im zweiten Weltkrieg: Sie waren super vorbereitet auf den ersten Weltkrieg.
    Hier nicht anders, trotz aller schweinegrippe Vorbereitungen. Wenn der Wille fehlt Geld zu investieren für alle Möglichkeiten und Unmöglichkeiten dann klappt es auch nicht mit der Vorbereitung....
    • -thomi- 11.09.2020 12:08
      Highlight Highlight Tja, ein Plan überlebt in der Regel die Zusammenkunft mit der Realität nicht. Schweinegrippe war kein Sars-COV-2 und dass die Deutschen über die Ardennen kommen, hat halt auch niemand geplant, weil man nicht alle möglichen Risiken abdecken kann - und weil wir schlecht darin sind, Risiken adäquat einzuschätzen.
  • Nate Smith 11.09.2020 07:51
    Highlight Highlight Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung war einfach nur peinlich. Fast 100% privatwirtschaftlich organisiert und die einzige Antwort auf Kritik: Ja wollt ihr lieber Planwirtschaf? Sorry es gibt durchaus was zwischen Planwirtschaft und Wirtschaft einfach nach eigenem Gutdünken und ohne Kontrollen wursteln lassen. Hier sieht man Eindrucksvoll wie der Staat von Lobbyisten bei Privatisierungen ausgehölt wird zum Nachteil der Allgemeinheit und Vorteil einiger weniger.
    • eddie_c 11.09.2020 11:05
      Highlight Highlight Es gibt kein dazwischen.
    • -thomi- 11.09.2020 11:07
      Highlight Highlight Bin ja tatsächlich ein Liberaler, aber die Privatisierung öffentlicher Dienste macht vielleicht effizient, baut aber auch Leistung ab, wie von Ihnen geschildert. Von mir aus können auch SBB, Swisscom, Post, Strom, etc. wieder verstaatlicht werden. Sind Dienstleistungen, die einfach laufen müssen. Egal wie ineffizient die Postfiliale im Calancatal sein mag.
    • eddie_c 11.09.2020 14:04
      Highlight Highlight Die SBB und die Post sind vollkommen in staatlicher Hand, bei Swisscom ist der Bund mit 51% beteiligt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karoon 11.09.2020 07:50
    Highlight Highlight Und plötzlich merkt man, dass die hochgelobten Schweizer Behörden in Krisenzeiten nicht besser und effizienter agieren als eine osteuropäische oder lateinamerikanische Regierung.

    Die personelle Ausdünnung der Ämter und eine klare Kompetenzenaufteilung wäre die Devise. Der Trend geht aber deutlich in eine andere Richtung und lässt sich kaum aufhalten.
    • beaetel 11.09.2020 10:48
      Highlight Highlight In südamerikanischen Ländern riskiert man, dass plötzlich Ausgangssperre herrscht und die Armee diese brutal durchsetzt. Ich bin jedenfalls froh, in einem Land zu leben, wo viele etwas zu sagen haben und nicht nur einer, wie in China, Russland, Türkei etc.
  • Mätse 11.09.2020 07:49
    Highlight Highlight 1. Ethanol: Mit Händewaschen erzielt man den gleichen Effekt! In der Schweiz ist das an vielen Orten gut möglich. So wäre weniger Ethanol nötig gewesen.
    2. Contact-Tracing: Hier haben die Kantone die Hoheit gefordert und der Bund hat nachgegeben. Dies hat zu einem Chaos geführt.
    3. Masken: Der Bund sagte schon lange, dass jeder zu Hause 50 Masken auf Lager haben sollte. Das haben leider nur die ganz wenigen gemacht.

    Fazit: Es wurde wohl nicht alles richtig gemacht beim Bund. Es ist aber sehr einfach im Nachhinein einfach alle Schuld dem Bund zuzuschieben! Wo bleibt die Eigenverantwortung?
    • n3rd 11.09.2020 08:08
      Highlight Highlight Wohlstandskinder eben. Die erwarten alles frei Haus geliefert zu bekommen, verfallen aber in Schnappatmung wenn die Steuerrechnung kommt.
    • landre 11.09.2020 08:17
      Highlight Highlight Es ist doch keine Angelegenheit von Schuldzuweisungen. Solche Ablenkungen darf man den Populisten, Rattenfänger, Social Media-Freaks usw überlassen.

      Es geht darum unser CH-System zu verbessern indem die technischen Abläufe zwischen Souverän (Volk/ Bevölkerung), Kantone/ Bund und Wirtschaft verbessert werden im Falle einer Krise. Und für sowas besitzt die Schweiz alle Requisiten um es (noch) besser machen zu können als wir es ohnehin schon jetzt nicht schlecht machen...
    • Pool 11.09.2020 08:32
      Highlight Highlight Ja klar, der Bund hat mir einen Brief geschickt, mit der Aufforderung 50 Masken zu horten. Die Masken und eine drohende Pandemie waren bestimmt Hobby und Thema eines jeden Durchschnittsbürgers? Beim Bund gibt es Fachleute, welche genau für diesen Job (Vorsorgestrategien) entlöhnt werden. Also wer Geld für einen Auftrag/ Leistung kassiert, der hat auch die Hauptverantwortung zu tragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glücklicher 11.09.2020 07:41
    Highlight Highlight Zwei Dinge gibt es doch bei aller Kritik zu beachten:
    1) Der Bund macht, was ihn die Legislative (das Parlament) beauftragt. Macht er mal mehr, wird er i.d.R. zurückgepfiffen.
    2) Die Legislative will kein Geld für scheinbar unnötige Staatslager ausgeben und lieber alles mittels Verträgen mit der Wirtschaft regeln. Mit ein Grund, weshalb Pflichtlager unter finanziellem Dauerdruck stehen.

    Einmal mehr zeigt sich, dass nicht die Parlamentarier und ihre Entscheidungen in die Verantwortung genommen werden, sondern die ausführenden Behörden bzw. sogar Personen auf Mittlerer Ebene.
    • -thomi- 11.09.2020 12:13
      Highlight Highlight Wenn in der CS ruchbar wird, dass Leute beschattet werden, dann müssen auch die gehen, die das angeordnet haben. Ist halt die Exekutive. Die setzt um. Und mit der Ausrufung der ausserordentlichen Lage hat sie sich explizit in die Verantwortung genommen (übrigens genau so, wie man es damals lauthals gefordert hat).
  • Berner_in 11.09.2020 07:38
    Highlight Highlight Es ist ein grosser Irrtum, zu erwarten, dass wir Menschen alles in Griff bekommen könnten...

    Im Gegenteil: "Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer trifft sie der Zufall.“ (F. Dürrenmatt)

    Das spricht keineswegs dagegen, ernsthafte Lehren für die Zukunft zu ziehen...

    • Citation Needed 11.09.2020 09:47
      Highlight Highlight Sehr schönes Dürrenmattzitat. Ich sehe die Patzer des Bundes als Ansporn, derartigen Probleme künftig besser vorzubeugen, also same here.
      Was ich als grösste Schwierigkeit künftig erachte sind aber nicht Supply Chains oder Koordination der Kantone (ok, die auch), sondern die Kommunikation mit den Leuten. Die Situation ist ja hochgradig paradox. Einige wenige ‚Rebellen‘ nevmen ihre demokratische Freiheit dafür her, zu jammern, sie hätten keine Freiheit. Dabei hat der Bund grad kürzlich dafür gesorgt, die demokratische Mitsprache zu erleichtern, also der besonderen Situation anzupassen. 👍🏻
  • Cpt. Jeppesen 11.09.2020 07:34
    Highlight Highlight 7.90 pro Maske! Sorry, aber es hät es Gschmäckli.
    Kurze Recherche (10 Sekunden) um den handelsüblichen Preis für FFP2 Masken zu erfahren. 2 - 3 Franken pro Maske für den Endverbraucher (bei Abnahme von 10 Stück), nicht 7.90 im Einkauf für ein paar hunderttausend oder gar Millionen Masken.
    Mich würde es doch sehr interessieren wie die Jungunternehmer, welche zufällig auch noch SVP Parteimitglieder sind, zu diesem Auftrag kamen. Sehr viel Vaterlandsliebe kann ich aber bei 7.90 pro Maske nicht erkennen; eher Abzockermentalität.
  • landre 11.09.2020 07:32
    Highlight Highlight Die Doku zeigt emblematisch dass eine ideale materielle Vorbereitung auf eine unberechenbare Krise für die Kantone so wie für den Bund viel zu ambig, kostenaufwendig und spekulativ ist.

    Wahrscheinlich gilt es vor allem die immateriellen Vorbereitungen (Rechtsrahmen, Pflege von Beschaffungskanälen, Bereitschaft zu Zusammenarbeiten usw.) zu verbessern, was unsere Kantone mit unserem Bund ja jetzt auch ernster nehmen und dran am arbeiten sind.
  • Alice36 11.09.2020 07:30
    Highlight Highlight "Der Föderalismus funktioniert während einer Pandemie nicht."

    Ein wahres Wort. Bleibt zu hoffen das die bürgerlichen Privatisierer, die Verschwörungstheoretiker, die Bürgerrechtler, die esoterischen Betty Bossi's und alle anderen die sich in ihrer Freiheit beschränkt sehen das irgendwie zur Kenntnis nehmen könnten und sich mit temporären, der Situation angemessenen Massnahmen abfinden können ohne andauernd auf ihre andersdenkenden Mitbürger einzudreschen.
    • -thomi- 11.09.2020 13:07
      Highlight Highlight Hey! Lassen Sie Betty Bossi aus dem Spiel. Und nein, trotz Föderalismus geht es uns gut. Ich suche immer noch nach Leichenstapel vor meinem Haus. Es gibt keine. Im Moment sind es auch keine temporären Massnahmen, weil das ja die Kommunikation eines Endzeitpunktes implizieren würde, was niemand aus nachvollziehbaren Gründen grad macht. Über die Angemessenheit streiten wir nicht, mehr über die Sinnhaftigkeit. Aber Föderalismus (nota bene ein in der Verfassung verankertes Prinzip) jetzt für unseren verhältnismässig glimpflichen Verlauf verantwortlich zu machen: WTF?
  • murrayB 11.09.2020 07:27
    Highlight Highlight Die nächste entscheidende Frage: Hat es den lockdown wirklich benötigt? Oder haben sich die Politiker von der Panik steuern lassen?

    Hätte eine umgehende Grenzschliessung zu Italien, Maskenpflicht, Verbot von Grossanlässe , Abstand einhalten und Händewaschen nicht genügt? Dies anstatt Milliarden neuer Schulden und vieler ruinierter Schicksale?
  • benn 11.09.2020 07:09
    Highlight Highlight Man darf eben nicht wirklich wichtiges in die Hände von Politik, Bund oder Kantone legen, überall wo die steuern wird's langsam, kompliziert und teuer, siehe Gesundheitswesen, Verkehr, schule oder Militär
    • karl_e 11.09.2020 10:35
      Highlight Highlight Und wer war verantwortlich für das Abschaffen der Pflichtlager? Genau: die Privatwirtschaft.
  • landre 11.09.2020 07:09
    Highlight Highlight Sehenswürdige/ empfehlenswerte Doku. Bis zur steilen These dass Föderalismus in einer Epidemie nicht funktioniert und deswegen ausgeschaltet werden sollte. Was langsam aber sicher zu einer klaren Stuss-These tendiert, denn die Länder die offensichtlich gut mit der Krise am umgehen sind oder weniger heftige Probleme haben, verkörpern eben den Föderalismus oder eine ähnliche Form.

    (Provokative Frage: Könnte es sein dass viele gerne aus ideologischen und nicht epidemiologischen Gründen eine allmächtige Zentralregierung/ -macht gar sowas wie einen Führer ersehnen?)
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.09.2020 07:03
    Highlight Highlight Während einer Pandemie ist definitive Hochkonjunktur fuer etatisten und zentralisten.
    Die Kantone sollen nichts mehr zu sagen haben, na wunderbar, wie kommt man bitte zu dieser Schlussfolgerung, wohl kaum mit dem Blick nach Frankreich. Und was ist, wenn es der Bund nicht schafft, zu langsam ist oder wenn wie jetzt, die Lage in verschiedene Kantonen sehr Unterschiedlichen ist?
    • Dong 11.09.2020 07:54
      Highlight Highlight Es besteht übrigens tatsächlich eine Korrelation von Autoritarismus und Infektionskrankheiten:

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kuriose-these-wie-parasiten-die-politik-beeinflussen-sollen-a-898001.html
    • leu84 11.09.2020 09:02
      Highlight Highlight Die meisten Kantone wollten plötzlich selber entscheiden, aber dann sollte trotzdem der Bund koordinieren und entscheiden. SchönwetterpolitikerInnen
    • landre 11.09.2020 09:04
      Highlight Highlight Unser Bund besitzt ja nicht mal die materiellen genauso wenig wie die immateriellen Ressourcen/ Kapazitäten um solch exklusiv ideologisierte Träumereien umzusetzen können...

      Um in einer Krise den Föderalismus aussetzen zu können, müsste man zuerst eine durchgehende Verfassungsreform gar -Revolution tätigen.

      Wer das will, soll die entsprechenden politischen Prozesse und rechtsstaatlichen Verfahren einleiten...Ansonsten bleiben solche Äusserungen oder Träumereien nur esoterische heisse Luft...
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  • AG-Bärner 11.09.2020 07:03
    Highlight Highlight Das grösste Versäumnis vom BR war rechtzeitiges schliessen der Grenze, wie es später passierte. Asiatische Länder haben es vorgemacht. Der Lockdown hätte so verhindert werden können. Aber unser super BR hat gesagt, "wir beobachten es ganz genau". Sie haben ganz genau beobachtet, bis es zu spät war.
  • TheLaenz 11.09.2020 07:02
    Highlight Highlight Wisst ihr noch, wie nach der Schweinegrippe bis vor Corona über die Pandemiebedrohung gewitzelt wurde? Und da wundert man sich, dass Masken- und Ethanollager aufgehoben wurden? Hätte man dort eingreifen wollen, das Gelächter wäre gross gewesen. Im Nachhinein zu verurteilen ist m.M.n im Krisenfall einfach aber unfair. Was ich hoffe ist, dass wir alle daraus gelernt haben.
  • Judith Köppel 11.09.2020 06:59
    Highlight Highlight Wie wär‘s wenn ihr mal auch noch einen Artikel bringen würdet, was unsere Regierung alles gut gemacht hat! Die haben sich - wohl Tag und Nacht - bemüht für uns und so schlecht ist es uns sicher nicht gegangen wie vielen anderen Ländern. Jammern auf sehr hohem Niveau!
  • ikbcse 11.09.2020 06:54
    Highlight Highlight Besserwisserei ist genau das, was wir jetzt brauchen und natürlich noch etwas Material für all unsere Abgehängten.

    Hoffen wir, dass diese jetzt auch “Lügenpresse” schreien.
  • KoSo 11.09.2020 06:53
    Highlight Highlight herrlicher Bericht, so geht Aufarbeitung!

    und so können auch Lösungen gefunden werden....
  • Töfflifahrer 11.09.2020 06:51
    Highlight Highlight Ich entschuldige mich dafür, dass ich meist die Kantone für vieles verantwortlich gemacht habe was nicht funktioniert.
    Was der Bund hier an den Tag legt, ist schon fast nicht mehr zu Glauben.
    Ich habe die Sendung gesehen und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich weiss zwar dass Behörden langsam sind sich jeder auf sein Gärtli konzentriert, was hier aber an Fehlleistungen und Ignoranz gezeigt wurde, schlägt allem den Boden aus.
    Bei Krisen braucht es kurze Wege ind klare Kompetenzen und Entscheidungen, nehmt das an die Hand, aber Pronto!
    • landre 11.09.2020 07:18
      Highlight Highlight @Töfflifahrer

      Wir die versucht haben und weiterhin versuchen den Föderalismus und somit automatisch auch den Pluralismus argumentiert und in den besten Fällen dokumentiert zu verteidigen und schützen, haben keine Probleme mit primitiven Blitzchen in einer Kommentar-Sparte. Daher ist Deine Entschuldigung zwar ehrwürdig und lobenswert, aber nicht nötig. Deine Einsicht ist hingegen definitiv ein wertvoller Mehrwert. Have a nice day.
    • versy 11.09.2020 07:55
      Highlight Highlight Teilweise gebe ich dir recht.
      Aber man muss auch festhalten, wann immer der Bundesrat irgendwo das Zepter übernehmen will, wird er kritisiert er solle das den Kantonen überlassen. Das war auch bei Corona so. Das Tracing ist einfach ein Problem das die Kantone auch miteinander hätten lösen können. Aber die sprechen nicht miteinander obwohl es auch die Kantonskonferenz etc gibt.
      Das sind einfach notorische "ich weiss es besser und sage es niemandem" typen.
    • nicht_millenial 11.09.2020 08:02
      Highlight Highlight Darum war es definitiv das beste, dass der BR das Zepter hatte. Konkurrenzgerangel gibts überall
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 11.09.2020 06:46
    Highlight Highlight Die entscheidende Frage ist: Wie viele Tote oder Schwererkrankte hätten verhindert werden können, wäre der Bund besser vorbereitet gewesen? Wer trägt dafür die Verantwortung?
    • pali2 11.09.2020 07:16
      Highlight Highlight Das ist nicht die entscheidende Frage, da dies nie beantwortet werden kann. Genau gleich, wie wir nie wissen werden, wie viele Tote und Kranke der Lockdown tatsächlich verhindert hat (Reproduktionszahl stieg schon davor fast unter 1).
      Darum: Wir werden ewig sagen können "wenn wir doch das und das gemacht hätten", doch klare Antworten wird es darauf nie geben.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 11.09.2020 07:32
      Highlight Highlight pali2. Dass Sie ein sogenannter "Coronaskeptiker" sind, haben Sie schon in vielen weiteren Kommentaren zu verstehen gegeben.

      Es gibt Gründe, warum wir uns die Hände desinfizieren und Masken tragen. Weil dies eben dazu dient, andere nicht anzustecken. Und was der Impact dieser Massnahmen ist, kann berechnet werden.
    • Stinkstiefel 11.09.2020 08:27
      Highlight Highlight @SMM

      Das isch schlicht und ergreifend nicht wahr. Hopp, ab in die Wissenschaft mit dir. Wenn du es fertig bringen würdest, den Impact der Massnahmen verlässlich zu berechnen, wärst du ein sehr gefragter Mann!

      Ich bin gerade in Frankreich. Desinfektionsmittel und Masken wohin man schaut. Dennoch schiessen die Zahlen durch die Decke. So simpel, wie du behauptest, scheint es nicht zu sein. Übrigens: Auf berechtigte Kritik gleich mit dem Vorwurf „Coronaskeptiker“ um sich zu werfen, ist sowas von billig!
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