Schweiz
Coronavirus

Die Maske bleibt freiwillig – Kantone beobachten die Lage

Die Maske bleibt freiwillig – Kantone beobachten die Lage

20.10.2022, 15:2220.10.2022, 15:45

Der Vorstand der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) sieht derzeit keinen Grund für eine Wiederaufnahme der Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus. Die Voraussetzungen dafür seien nicht erfüllt.

Eine Frau mit Schutzmaske im Zug der SBB zwischen Zuerich und Sargans, aufgenommen am Montag, 29. Juni 2020. Das Tragen von Schutzmasken wird aufgrund des Coronavirus empfohlen, ist aber freiwillig. ( ...
Maskentragen bleibt in der Schweiz freiwillig.Bild: keystone

Zwar sei die Zahl der Hospitalisationen angestiegen, teilte die GDK am Donnerstag mit. Doch bei den Fallzahlen gebe es seit Kurzem Anzeichen «für eine Stagnation». Auch die Auslastung der Spitäler mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten lasse sich weiterhin «gut bewältigen». Die verbreitet angespannte Situation in den Spitälern beruhe auf personellen Engpässen.

In Situationen mit hohem Übertragungsrisiko sei das Tragen von Schutzmasken aber auch ohne behördliche Vorgaben sinnvoll, so zum Beispiel bei Menschenansammlungen oder im öffentlichen Verkehr. Masken sollte man auch tragen, wenn man Symptome habe.

Die GDK-Plenarversammlung hatte im Mai beschlossen, bei einer Zuspitzung der epidemiologischen Lage oder bei einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems den Kantonen Empfehlungen abzugeben. Diese Voraussetzung sei aber derzeit nicht erfüllt.

Leichte Zunahme in der letzten Woche

Am Dienstag wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb von sieben Tagen 37'032 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig registrierte das BAG 21 neue Todesfälle und 543 Spitaleintritte. Damit stiegen die Fallzahlen innert Wochenfrist um 4.1 Prozent. Die Spitaleintritte nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 37.1 Prozent zu.

Gemäss der GDK weist inzwischen fast die gesamte Bevölkerung Antikörper auf, sei es durch eine Impfung oder eine Genesung. Der zweite Booster (Auffrischungsimpfung) steht der Schweizer Bevölkerung seit dem 10. Oktober zur Verfügung. Das BAG und die Impfkommission empfehlen sie in erster Linie besonders Gefährdeten und dem Gesundheitspersonal. (sda)

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