DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Alain Berset und Guy Parmelin haben am Mittwoch die neuen Corona-Regeln vorgestellt.
Alain Berset und Guy Parmelin haben am Mittwoch die neuen Corona-Regeln vorgestellt.
Bild: shutterstock.com

Die neuen Corona-Regeln: Das sind die 29 wichtigsten Fragen und Antworten

Der Bundesrat hat entschieden, wie er in den kommenden Wochen lockern möchte. Nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Regeln ab dem 1. März.
24.02.2021, 17:47
Inhaltsverzeichnis

Ab 1. März können die Geschäfte wieder öffnen; gibt es Ausnahmen?

Es können alle Geschäfte öffnen, also auch Läden mit Produkten des nicht-täglichen Gebrauchs. Für alle Geschäfte und Einkaufszentren gelten indes Kapazitätsbeschränkungen und eine Maskentragpflicht. In Einkaufszentren dürfen sich nur so viele Personen gleichzeitig aufhalten, wie insgesamt in allen Läden zugelassen sind.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Kann ich als Studentin / Student wieder die Uni-Bibliothek nutzen?

Die Lesesäle der Uni-Bibliotheken und Archive dürfen wieder öffnen. Auch im Lesesaal an den Tischen muss eine Maske getragen werden. Zudem ist nur eine beschränkte Anzahl Personen erlaubt.

Ist zur Eröffnung einer neuen Museumsausstellung eine Vernissage oder ein kleiner Empfang möglich?

Nein. Museen können ab 1. März wieder öffnen. Veranstaltungen sind aber nicht erlaubt, dazu gehören auch Vernissagen.

Sind im Museum Führungen erlaubt?

Führungen in Museen gelten als Veranstaltung und sind nicht erlaubt.

Die Aussenbereiche der Zoos werden geöffnet; weshalb nicht auch Affenhaus und Vivarium?

An solchen Orten lässt sich der Abstand nur schwer einhalten, auch bei einer beschränkten Zahl von Besucherinnen und Besuchern. Zudem ist das Übertragungsrisiko in Innenräumen wesentlich höher als draussen.

Kann man sich im Zoo an Takeaway-Ständen verpflegen

Verpflegungsstände sind möglich. Es dürfen aber keine Sitzplätze zur Verfügung gestellt werden, wie dies schweizweit überall gilt.

Muss ich auf dem Golfplatz oder beim Tennisspielen draussen eine Maske tragen?

Beim Sporttreiben draussen muss keine Maske getragen werden, wenn der Abstand eingehalten wird. Beim Sport draussen gilt zudem eine Gruppengrösse von max. 15 Personen. Körperkontakte sind nicht erlaubt, Wettkämpfe auch nicht. Dies gilt für alle Personen ab 20 Jahren (Jahrgang 2000 oder älter). Kinder und Jugendliche (Jahrgang 2001 oder jünger) haben mehr Möglichkeiten im Sport- und Kulturbereich.

Neu darf wieder Golf gespielt werden – auch ohne Maske.
Neu darf wieder Golf gespielt werden – auch ohne Maske.
bild: shutterstock

Können wir als Verein wieder mit dem Fussballtraining draussen beginnen?

Nur teilweise. Das Mannschaftstraining in Sportvereinen ist nicht erlaubt bzw. nur in Gruppen bis 15 Personen und ohne Körperkontakt; Wettkämpfe sind verboten – das gilt auch für Grümpelturniere.

Bei Thermal- und Schwimmbädern können nur die Aussenbereiche öffnen. In unserem Thermalbad muss man aber von innen nach draussen schwimmen. Muss es nun geschlossen bleiben?

Es darf drinnen eingestiegen werden, um ins Aussenbecken zu gelangen. Der Rest der Innenbecken darf aber nicht zugänglich sein bzw. muss abgesperrt werden.

Wie viele Leute kann ich zu mir nach Hause einladen?

An privaten Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis im Innern dürfen weiterhin maximal fünf Personen teilnehmen. Kinder werden weiterhin auch zu dieser Anzahl gezählt.

Können wir uns im Freundeskreis zu zehnt zum Grillieren treffen?

Trifft man sich draussen im Familien- und Freundeskreis, sind neu bis 15 Personen erlaubt. Kinder werden mitgezählt.

Im Garten dürfen wieder bis zu 15 Personen zum Grillplausch zusammenkommen.
Im Garten dürfen wieder bis zu 15 Personen zum Grillplausch zusammenkommen.
Bild: keystone

Wir planen ein kleines Vereinsfest draussen im Park, mit maximal 15 Personen. Das ist möglich?

Nein, solche Vereins- oder Gemeindeanlässe sind keine spontanen Treffen, sie fallen auch nicht unter die Sonderregelung für private Veranstaltungen (nur Familie und Freunde) oder Aktivitäten in den Bereichen Sport und Kultur; sie gelten vielmehr als Veranstaltungen und sind somit verboten. Dies gilt ebenso für andere Freizeitorganisationen wie Anlässe in Pfarrgemeinden, Quartiervereinen und anderen Vereinsaktivitäten.

Unsere jährliche Generalversammlung des Vereins steht an. Können wir sie im Vereinslokal durchführen, mit Maske und Abstand?

Nein. Vereinstreffen, auch Generalversammlungen, gelten als Veranstaltungen, und diese bleiben verboten. Ausnahmen gelten nur in einzelnen Bereichen, etwa für Gottesdienste (bis max. 50 Personen), für Beerdigungen oder politische Versammlungen). Neu sind zudem ab 1. März Treffen etablierter Selbsthilfegruppen in den Bereichen der Suchtbekämpfung und der psychischen Gesundheit erlaubt, und zwar bis zu 10 Personen.

Ist eine Probe der Theatergruppe oder einer Guggenmusik draussen im Wald erlaubt?

Ja, solche Aktivitäten sind bis maximal 15 Personen möglich, mit Maske oder mit Abstand. Eine Theatervorführung mit Publikum ist aber nicht erlaubt, ebenso wenig wie Stadtführungen oder Konzerte draussen – dies gilt alles als verbotene Veranstaltung.

Ist Singen wieder erlaubt?

Ja, für alle Kinder und Jugendlichen bis Jahrgang 2001 ist Singen, Proben und Musizieren möglich, aber ohne Aufführungen vor Publikum. Bei den Erwachsenen bleibt das gemeinsame Singen im nichtprofessionellen Bereich ausserhalb des Familienkreises verboten.

Was ist für Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001 neu möglich?

Schon bisher hatten Kinder und Jugendliche vor ihrem 16. Geburtstag ein paar Privilegien, etwa im Sport. Sie dürfen drinnen und draussen Fussball oder Hallenhockey spielen, an einer Kletterwand üben oder einen Jazztanz proben, ohne eine fixe Obergrenze an Personen. Dieser Spielraum gilt ab 1. März neu auch für Jugendliche bis Jahrgang 2001. Zudem dürfen neu auch Wettkämpfe stattfinden, jedoch ohne Publikum.

Was heisst 20 Jahre? Gilt das Geburtsdatum?

Entscheidend ist der Jahrgang. Die Erleichterungen gelten für die Jahrgänge 2001 und jünger. Wer 2000 geboren ist, kann nicht von den Erleichterungen profitieren. Diese Regelung mittels Jahrgängen ist einfacher anzuwenden und kommt auch daher, dass im Sport die Juniorinnen und Junioren meistens nach Jahrgängen zusammengefasst werden.

Können wir im Basketball-Club wieder mit Trainings und Junioren-Meisterschaft beginnen?

Ja. Trainings sind für Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001 ebenso erlaubt wie Wettkämpfe, sowohl in Innenräumen als auch in Aussenbereichen. Dies gilt auch für Kontaktsportarten wie Kampfsport. An Trainings und Wettkämpfen ist kein Publikum zugelassen, also auch keine Eltern am Spielfeldrand beim Fussball oder Hockey.

Wettkämpfe in Innenräumen sind für Personen bis Jahrgang 2001 wieder erlaubt.
Wettkämpfe in Innenräumen sind für Personen bis Jahrgang 2001 wieder erlaubt.
Bild: Shutterstock

Was ist der Unterschied zu den Regeln, die für Erwachsene gelten?

Für Erwachsene ab Jahrgang 2000 gelten strengere Vorgaben. Für sie ist Sport nur im Freien (mit Maske oder Abstand) und ohne Körperkontakt erlaubt. Das heisst, Sportarten mit Körperkontakt (z.B. Fussball, Hockey, Basketball und Kontaktsportarten wie Kampfsport und Paartanz) sind noch nicht erlaubt. Möglich sind im Freien aber Einzeltrainings oder Techniktrainings ohne Körperkontakt. Es dürfen zudem nur Gruppen von 15 Erwachsenen zusammen Sport treiben und trainieren (ausser im professionellen Bereich).

Und wie sieht es beim Nachwuchsleistungssport aus?

Im Nachwuchsleistungssport gibt es Erleichterungen auch für Sportlerinnen und Sportler, die nicht einer Nationalmannschaft oder einem nationalen Kader eines Sportverbandes angehören. Trainieren dürfen jene Leistungssportlerinnen und –sportler, die eine nationale oder regionale Talentkarte von Swiss Olympic besitzen. Eine regionale Karte haben aktuell rund 8000 Personen. Davon ist knapp die Hälfte über 16 Jahre alt. Mit der vorgeschlagenen Lösung können also knapp 4000 16- bis 19-jährigen ihren Weg zum Spitzensport weiter beschreiten. Aus epidemiologischer Sicht stellt diese Zunahme an aktiven Sporttreibenden keine Gefahr dar; in sämtlichen Trainings gelten die Schutzkonzepte der einzelnen Sportverbände.

Können Musikbands, Jugendorchester und Jugendchöre wieder zusammen proben?

Proben und Konzerte (einschliesslich Chor) sind für Jugendliche neu bis Jahrgang 2001 erlaubt. Aufführungen vor Publikum bleiben vorerst noch verboten, vor allem zum Schutz des Publikums. Proben oder Auftritte können aber gefilmt und online übertragen werden.

Das Jugendorchester führt jeden Frühling ein Musiklager durch. Ist das im 2021 möglich?

Ja. Für Jugendliche bis Jahrgang 2001 sind solche Lager erlaubt. Es braucht dazu ein Schutzkonzept.

Können wir wieder mit den Freunden im Jugendtreff abmachen?

Jugendtreffs können wieder öffnen. Es muss eine Fachperson anwesend sein und es gilt Maskenpflicht für alle Kinder und Jugendlichen, die älter sind als 12 Jahre.

Kann ich meine Geburtstagsparty im Jugendtreff machen?

Nein. Feste, Discos, Konzerte sind nicht erlaubt. Es dürfen auch weder Getränke noch Essen ausgegeben werden.

Ein Grillabend unter Kollegen (14- bis 17-Jährige) draussen am Seeufer – ist dies erlaubt?

Hier gelten für alle dieselben Regeln: Drinnen sind maximal fünf Personen, draussen maximal 15 Personen erlaubt. Die Erleichterungen für Kinder und Jugendliche bis 20 gelten nur bei Sport, Kultur und Angeboten der Jugendarbeit wie Jugendtreffs oder Pfadi.

Sind Anlässe der Pfadis erlaubt?

Pfadi-Übungen und Ausflüge waren schon bisher möglich. Sie gehören in den Bereich Jugend&Sport. Die Altersstufe wird auch hier per 1. März auf Jahrgang 2001 erhöht.

Wieso bleibt die Verpflichtung zum Homeoffice bestehen?

Die Arbeitgeber bleiben verpflichtet, Homeoffice überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Ziel ist es, die Zahl der Kontakte zu reduzieren. Dies gilt vorderhand bis Ende März.

Die Homeoffice-Pflicht bleibt bis Ende März bestehen.
Die Homeoffice-Pflicht bleibt bis Ende März bestehen.
Bild: keystone

Wenn ich im Homeoffice arbeiten muss – bekomme ich dann eine Entschädigung für die Unkosten daheim?

Nein, der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmenden keine Auslagenentschädigung (Stromkosten, Beiträge an Mietkosten o.Ä.) zahlen, da es sich nur um eine vorübergehende Anordnung handelt. Die Arbeitgeber müssen aber geeignete organisatorische und technische Massnahmen treffen, um Homeoffice zu ermöglichen. Diese müssen mit einem vernünftigen Aufwand realisierbar sein.

Wenn Homeoffice aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist; wie werden die Arbeitnehmenden geschützt?

Wo Homeoffice nicht oder nur zum Teil möglich ist, sind weitere Massnahmen am Arbeitsplatz nötig. Wie bisher soll zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht gelten, wo sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt angesichts der hohen Infektionsgefahr nicht mehr. (cma via BAG)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Corona-Verordnung per 1. März 2021

1 / 11
Die Corona-Verordnung per 1. März 2021
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

World of watson: Päärli-Lockdown – der Film

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Warum die Schweiz nicht «gespalten» ist – eine Beweisführung in 4 Grafiken

Seit der Ausweitung der Zertifikatspflicht scheint der Widerstand gegen die Corona-Massnahmen zu wachsen. Scheint. Die folgenden vier Grafiken zeigen ein anderes Bild.

Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause sprach am vergangenen Donnerstag von einem «Sturm aufs Bundeshaus». Die «Weltwoche» bezeichnete die unbewilligte Demo in Bern als «Volksaufstand».

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Vier Tage später demonstrieren Studierende vor den Eingängen der Universitäten, weil diese den Zugang ohne Covid-Zertifikat verweigern. Die Schlagzeilen folgen prompt: «Hier versuchen Demonstrierende in die Uni Luzern einzudringen.» Auch watson berichtete …

Artikel lesen
Link zum Artikel