DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die «Jokerliste»: Wie auch unter 75-Jährige an die Impfung kommen



Letzte Woche hat die Impfung eines südafrikanischen Milliardärs für Aufregung gesorgt. Der 70-Jährige war extra für die Impfung in die Schweiz gereist. In der «Sonntagzeitung» entschuldigte er sich zwar dafür, wies aber auch darauf hin, dass es in der Schweiz immer wieder Leute gebe, die sich vorzeitig impfen liessen. Dies, obwohl sie eigentlich nicht in einer der vorgesehenen Impfgruppen seien.

A nurse prepares a dose of Pfizer-BioNTech vaccine against the new coronavirus to be injected at the Andras Josa Teaching Hospital in Nyiregyhaza, Hungary, Sunday, Jan. 24, 2021. (Attila Balazs/MTI via AP)

Auch unter 75-Jährige können unter Umständen an eine vorzeitige Impfung gelangen. Bild: keystone

Wie kommt es dazu? Wie der Tagesanzeiger berichtet, gibt es ein kleines Schlupfloch. Denn immer wieder kommt es zu überzähligen Impfdosen, die nicht lange aufbewahrt werden können. Die Kantone gehen unterschiedlich mit dieser Herausforderung um, viele von ihnen führen jedoch eine Art «Jokerliste».

Im Kanton Thurgau wird seit Dezember eine Liste von Personen geführt, die sich vor dem offiziellen Impfstart bei der Corona-Hotline gemeldet hatten, weil sie sich gerne impfen lassen würden. Sind am Ende des Tags Impfdosen übrig, erhalten diese Personen einen Telefonanruf und müssen innert 60 Minuten im Impfzentrum Frauenfeld erscheinen. «Oberste Priorität ist, dass keine Impfung verworfen werden muss.», erklärt Thomas Walliser Keel, Kommunikationsverantwortliche des Kantons im Tagi.

Für diese «Jokerlisten» sind im Kanton St. Gallen die einzelnen Betagten- und Pflegeheime zuständig, im Kanton Zürich sind es die Heimärzte. Wann immer möglich, werde versucht, sich nach der Prioritätenliste des Bundes zu richten, so Markus Näf, Projektleiter der Zürcher Covid-19-Impfaktion gegenüber dem Tagi. Im Kanton Bern, Baselland, Aargau und Luzeren werden übrig gebliebene Impfdosen an das Gesundheitspersonal und die Angestellten der Impfzentren verimpft, berichtet die Zeitung weiter. (saw)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So wird in Luzern geimpft

1 / 45
So wird in Luzern geimpft
quelle: keystone / urs flueeler
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Nach diesem Video verstehst auch du, wie Covid-Impfungen funktionieren

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die beliebtesten Reiseländer im Check: Wo Geimpfte jetzt schon Reisevorteile haben

Jetzt geht's auch in der Schweiz so richtig los mit impfen: Einige Kantone haben ihre Impftermine nun auch für die jüngere Bevölkerung freigegeben. Dazu gehören neben dem Kanton Waadt die ebenfalls bevölkerungsreichen Kantone Zürich, Bern und Aargau.

Mittlerweile sind in der Schweiz über eine Million Menschen vollständig geimpft, insgesamt wurden über 3 Millionen Impfdosen verabreicht. Und der Bund hält an seinem Ziel fest: Bis Ende Juni sollen alle Impfbereiten mindestens eine Spritze erhalten.

Artikel lesen
Link zum Artikel