So viel kostet die Behandlung der Brandopfer von Crans-Montana
Bei der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» im Walliser Dorf Crans-Montana wurden 119 Personen durch das Feuer schwer verletzt.
Diese werden nun in Spitälern in der ganzen Schweiz und im Ausland behandelt. Vor ihnen liegt ein wochen-, teils monatelanger Weg, der viele Operationen beinhaltet.
Dies ist nicht nur für die Betroffenen und ihre Angehörige schwierig, sondern kostet Versicherungen auch eine hohe Summe Geld. Unter anderem die Suva.
Eine Prognose der Kosten für die Brandopfer sei zurzeit noch schwierig, wie Nadia Gendre, Kommunikationsverantwortliche der Suva, gegenüber «20 Minuten» sagt. Basierend auf ausgewerteten schweren Brandunfällen aus den Jahren 2012 bis 2024 seien auch erste Schätzungen gewagt.
Die Behandlungskosten seien im ersten Jahr in der Regel sehr hoch, sagt Gendre. Die Kosten der Akutversorgung liegen zwischen 500'000 und 1 Million Franken.
Auf die akute Erstbehandlung folgt meist eine stationäre Reha zusammen mit weiteren medizinischen Behandlungen. Diese Phase der Rehabilitation kann vier bis sechs Monate dauern. Die Kosten dafür liegen laut Gendre in diesen Monaten bereits bei 50'000 Franken.
Danach benötigen die Brandverletzten über Jahre, wenn nicht ein Leben lang, weitere Behandlungen. Bei diesen rechnet man mit Kosten von 20'000 bis 80'000 Franken pro Jahr.
Die Behandlungsdauer und daher die Kosten seien jedoch sehr individuell. Je nach Alter, Schwere der Verletzungen und betroffenen Körperstellen variieren die Kosten.
Da die medizinischen Erstbehandlungen noch nicht abgeschlossen sind, kann man laut der Suva-Sprecherin bisher nicht einschätzen, wie hoch die Kosten der Behandlungen werden. (nib)
