Schweiz
Crans-Montana

Crans-Montana spendet 1 Million Franken für Opfer

Crans-Montana spendet 1 Million Franken für Brandopfer

03.02.2026, 16:2403.02.2026, 16:25

Die Gemeinde Crans-Montana VS wird für die Opfer und die Angehörigen der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» am Neujahrstag eine Million Franken spenden. Das Geld wird der Stiftung überwiesen, die der Kanton Wallis mit zehn Millionen Franken dotieren will.

Der Gemeinderat von Crans-Montana habe an seiner Sitzung vom Dienstag beschlossen, eine Million Franken für die Opfer der Tragödie vom 1. Januar bereitzustellen, hiess es in der Mitteilung. Er werde diesen Betrag an die Stiftung zur Unterstützung der Opfer des Brandes von Crans-Montana überweisen, die derzeit vom Kanton Wallis gegründet werde.

«Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die grosse Mehrheit der Bürger von Crans-Montana bereit ist, 100 Franken pro Einwohner als Zeichen der Solidarität mit den betroffenen Familien und Personen zu spenden. Wir sind uns bewusst, dass Geld keine Wunden heilen kann, aber wir hoffen, den von dieser Tragödie betroffenen Familien helfen und die Solidarität der Gemeinde Crans-Montana zum Ausdruck bringen zu können», wird Gemeindepräsident Nicolas Féraud im Namen des Gemeinderats zitiert.

KEYPIX - Nicolas Feraud, Mayor of Crans-Montana, speaks to a journalist during an interview, in Crans-Montana, Switzerland, Monday, January 26, 2026. 40 people mostly teenagers lost their lives and 11 ...
Nicolas Féraud.Bild: keystone

Zusammen mit dem Beitrag des Kantons werde sich jeder Bürger und jede Bürgerin der Gemeinde Crans-Montana mit rund 130 Franken beteiligen, schrieb die Gemeinde weiter.

Am 26. Januar hatte der Kanton Wallis mitgeteilt, dass er die Stiftung zur Unterstützung der Opfer des Brandes und ihrer Angehörigen mit zehn Millionen Franken dotieren werde. Ausserdem will der Kanton die Bestattungs- und Rückführungskosten der Verstorbenen übernehmen.

Diese Entschädigungen kommen zu den 10'000 Franken hinzu, die allen Familien der hospitalisierten Opfer oder Verstorbenen als Soforthilfe ausbezahlt werden sollen. (hkl/sda)

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«Über den Berg ist man erst, wenn alle Wunden verschlossen sind»
Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Kathrin Neuhaus, Chefärztin des Brandverletztenzentrums am Kinderspital Zürich, erklärt, wie lange die kritische Phase wirklich dauert.
Ein Monat nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana schweben weiterhin Patientinnen und Patienten in Lebensgefahr. Zwar wurden die Betroffenen noch vor Ort rasch triagiert, sodass jene mit den schwersten Verletzungen möglichst schnell in spezialisierte Zentren im In- und Ausland verlegt werden konnten. Dorthin also, wo moderne Intensivmedizin und spezialisierte Chirurgie verfügbar sind. Das erhöht die Überlebenschancen deutlich – garantiert sie aber nicht.
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