Schweiz
Digital

Seit Juli: Viermal mehr Meldungen von rassistischen Äusserungen im Internet 

Bild
Bild: DADO RUVIC/REUTERS

Seit Juli: Viermal mehr Meldungen von rassistischen Äusserungen im Internet 

07.09.2015, 20:0408.09.2015, 09:03

Im Sommer haben deutlich mehr Menschen andere Internetnutzer wegen mutmasslich rassistischer Äusserungen im Internet beim Bundesamt für Polizei (Fedpol) gemeldet. Im August hat sich die Zahl der Meldungen im Vergleich zum Juli vervierfacht.

Fedpol-Sprecherin Cathy Maret bestätigte am Montag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht von Radio SRF. Die Zunahme betreffe sämtliche Äusserungen im Internet, seien es Posts auf sozialen Medien wie Facebook oder Kommentare bei Artikeln von Online-Medien, sagte Maret.

Über die Frage, warum die Zahl der Meldungen derart in die Höhe geschnellt ist, gingen die Meinungen im Radiobeitrag auseinander. Entweder seien tatsächlich mehr Äusserungen gemacht worden, die als rassistisch empfunden wurden, oder die Menschen seien sensibilisierter und meldeten solche Inhalte häufiger.

Ausserdem bedeutet eine Meldung eines Inhalts noch nicht, dass dieser auch in der engen strafrechtlichen Auffassung als rassistisch angesehen wird. Aus Erfahrung wisse man, dass deutlich mehr Inhalte gemeldet als auch tatsächlich strafrechtlich verfolgt würden, sagte Maret. (jas/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Ach, die Swissair...»: Rückblick auf gloriose Zeiten der Luftfahrt – und ihr Ende
Am 2. Oktober jährt sich das Grounding der nationalen Fluggesellschaft zum 25. Mal. Der Untergang der «fliegenden Bank» veränderte das Schweizer Selbstgefühl.
Swiss-Flug LX 38 von Zürich nach San Francisco. Kurz vor der Landung kommt Flight Attendant Sylvie Merlo* (*Name geändert) ins Reden. Sie hat eine lange Karriere über den Wolken hinter sich, erlebte viele Krisen der Luftfahrt. Sie spricht über Konflikte mit Maskenverweigerern, ausbleibende Geschäftskunden und ihre bevorstehende Frühpensionierung. «Es wird nicht besser, und die Swiss machte älteren Crew-Angestellten wie mir ein gutes Angebot», sagt die Westschweizerin.
Zur Story