Schweiz
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Marcel Salathe, Epidemiologe, Eidgenossisch Technische Hochschule Lausanne (EPFL), Mitglied der

«Das kann gefährlich werden»: Marcel Salathé warnt vor der schleppenden Digitalisierung im Gesundheitswesen. Bild: keystone

Covid-App-Frust und ein wenig Hoffnung: So lief die Corona-Konferenz in Bern

In Bern versammelte sich am Mittwoch das «Who is Who» der Schweizer Corona-Experten. Zwei Redner kamen auf die Schwachpunkte des BAG zu sprechen. Doch es gab auch einen, der Hoffnung säte.



Erstmals seit April haben die Corona-Fallzahlen am Mittwoch die 300er-Grenze geknackt. Just an diesem Tag traf sich an einer Fachkonferenz in Bern das «Who is who» der Schweizer Corona-Experten. Ob Swisscovid-App-Macher Marcel Salathé, Infektiologe Pietro Vernazza oder Epidemiologe Marcel Tanner: Sie versuchten, die wichtigsten Erkenntnisse zusammenzutragen und aufzuzeigen, welche Massnahmen mit Blick auf eine mögliche zweite Welle nötig sind. «Es ist ein Puff», fasste es ein Teilnehmer vielsagend zusammen.

Die drei wichtigsten Punkte:

Frust über Covid-App

A man looking at a smartphone with the tracing app SwissCovid, using Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T), during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak at the campus of the Swiss Federal Institute of Technology, EPFL, in Lausanne, Switzerland, Monday, May 25, 2020. Secure contact tracing could be a powerful tool to fight the spread of COVID-19. A unique, decentralized system developed as part of an international consortium, including Swiss Federal Institute of Technology, EPFL Lausanne and ETH Zurich, will soon be launched with the support of the Swiss Federal Office of Public Health. DP-3T proposes a secure, decentralized, privacy-preserving proximity tracing system based on the Bluetooth Low Energy standard. Its goal is to simplify and accelerate the process of identifying people who have been in contact with someone infected with the SARS-CoV-2 virus.(KEYSTONE/Laurent Gillieron).

Bild: KEYSTONE

Wer via Swisscovid-App eine Meldung über eine Begegnung mit einem Corona-Infizierten erhält, sollte sich bei der BAG-Hotline melden. Betrieben wird die Hotline von der Firma Medgate. Rund 15 Anrufe gehen dort täglich ein, wovon sich etwa ein Viertel der Anrufer in Quarantäne begeben sollte. «Die Kantone gehen aber nicht auf die App-Meldungen ein, weil sie sich vor einer Überlastung des Contact-Tracings fürchten», sagte Medgate-Chef Andy Fischer.

Die Mitarbeitenden der Hotline könnten den Betroffenen nur empfehlen, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. Das BAG dürfe aber die Covid-App-Fälle nicht direkt den Kantonsärzten melden, die dann das ordentliche Contact-Tracing übernehmen und eine verbindliche Quarantäne anordnen könnten. Die Kantonsärztevereinigung habe diese vom BAG propagierte Lösung abgelehnt. «Die Kantone wollen aus Kapazitätsgründen nicht, dass wir ihnen die Patienten angeben. Da ist noch viel föderalistischer Sand im Getriebe», sagt Fischer.

Im Hinblick auf eine zweite Welle müsse eine Durchlässigkeit der Quarantäne-Meldungen an die Kantone sichergestellt sein. Oder das BAG könne die Hoheit über das Quarantäne-Management gleich selbst übernehmen. Ob diese Zentralisierung überhaupt möglich sei, werde derzeit juristisch abgeklärt.

Kantone weisen Kritik zurück

Roland Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, weist die Kritik zurück. «Bereits jetzt übernehmen die Kantone die Anordnung von weiteren Massnahmen, wenn die BAG-Hotline dies als nötig erachtet», sagt er zu chmedia. Ob die Kantone hierbei weiter involviert werden sollten, sei Gegenstand von laufenden Gesprächen. Es sei juristisch heikel, alleine gestützt auf eine App eine Anordnung zur Quarantäne auszusprechen – bei deren Nichteinhaltung Konsequenzen drohten.

«Nicht die App zu entwickeln, sondern die Prozesse zwischen Bund und Kantonen ist die wirkliche ‹Rocket-Science.›»

Marcel Salathé

Marcel Salaté, der die Covid-App mitentwickelt hat, ist über das aktuelle Regime wenig erfreut. Aus seiner Sicht wäre es effizienter, wenn die freiwilligen App-Meldungen von den Hotline-Mitarbeitern direkt an die Contact-Tracer der Kantone weitergeleitet würden. «Nicht die App zu entwickeln, sondern die Prozesse zwischen Bund und Kantonen ist die wirkliche ‹Rocket-Science›», sagt er im Gespräch mit watson.

Medgate-Chef Fischer beklagte weiter den «totalen Leadershipverlust» nach dem Ende des Notstand-Regimes durch den Bund. Die Schweiz manage die Coronakrise derzeit «katastrophal». «Wenn die Kantone so weitermachen, muss man ihnen den Lead wieder wegnehmen.»

Die stockende Digitalisierung

In seinem Referat zeigte sich Marcel Salathé besorgt über den tiefen Grad der Digitalisierung bei den Gesundheitsbehörden. «Das kann gefährlich werden».

«Das Prinzip ‹Test-Trace-Isolate-Quarantine› muss funktionieren wie ein Schweizer Uhrwerk. Sonst verlieren wir den Kampf gegen die Pandemie.»

Marcel Salathé

Wie viele Leute befinden sich wo in Quarantäne? Wie viele davon sind positiv? Wie lange dauert es von einem Corona-Test bis zum Resultat? Es brauche eine Webseite, auf der diese Zahlen ersichtlich und jeden Tag aktualisiert würden.

Das Prinzip ‹Test-Trace-Isolate-Quarantine› müsse funktionieren wie ein Schweizer Uhrwerk. «Sonst verlieren wir den Kampf gegen die Pandemie», warnt Salathé. Die nächsten zwei Monate seien entscheidend, ob man eine zweite Welle verhindern könne. Derzeit spüre er allgemein «zu wenig Willen», die Probleme beim Contact-Tracing zu lösen.

Der Hoffnungsvolle

Professeur Pietro Vernazza, President de la Commission Federale pour la Sante Sexuelle, Medecin chef division des maladies infectieuses a l'Hopital de Saint Gall, s'exprime lors d'une conference de presse sur les 10ans de depistage du VIH et autres IST en Suisse avec la reponse innovante des Checkpoints, ce vendredi 16 octobre 2015 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Pietro Vernazza. Bild: KEYSTONE

Der wegen seinen Durchseuchungsplänen viel kritisierte St. Galler Infektiologe Pietro Vernazza sieht die ganze Sache etwas lockerer. Er wolle zwar Corona keinesfalls verharmlosen. Offensichtlich gehe die Sterblichkeit der Corona-Patienten aber zurück, wie man dies schon bei anderen viralen Infekten beobachtet habe. «Man sieht auf der ganzen Welt das gleiche Phänomen», so Vernazza.

«Ich glaube nicht, dass Covid-19 eine Jahrhundertepidemie ist.»

Pietro Vernazza

Bei der Corona-Pandemie werde zu viel Angst verbreitet, er wolle vielmehr Hoffnung machen. «Ich glaube nicht, dass Covid-19 eine Jahrhundertepidemie wird», so Vernazza. Er sei zuversichtlich, dass «vieles schon vorbei ist» und man relativ bald weitere Lockerungen anpeilen könne, sagt der Chefarzt für Infektiologie am Kantonsspital St. Gallen.

Zum Schluss stellte aber auch Vernazza klar:

«Punkto Corona wissen wir, dass wir noch sehr wenig wissen.»

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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • madu 20.08.2020 15:52
    Highlight Highlight Der Bund und vor allem der Bundesrat redet dauernd von Digitalisierung. Aber gerade die Verwaltungen von Bund und Kantonen sind diesbezüglich noch gar niergends!
  • Meinung 20.08.2020 07:00
    Highlight Highlight Gestern lag die Testrate das erste mal über 10'000.
    So sollte es schon seit Monaten sein!
    • NotWhatYouExpect 20.08.2020 08:59
      Highlight Highlight Wenn sich keine Leute zum Test melden ist da auch nix zum testen...
    • NotWhatYouExpect 20.08.2020 09:00
      Highlight Highlight Btw. ende Juni und anfangs Juli war man schon über 10k Tests pro Tag unter der Woche.
    • Meinung 20.08.2020 10:44
      Highlight Highlight @NotWhatYouExpect
      Stimmt, im August jedoch nie.
      Fazit zu wenig Test's, weil noch immer zu kompliziert.
      Anders kann ich es mir nicht erklären.
  • Nora Flückiger 20.08.2020 04:13
    Highlight Highlight Mich würde es interessieren, was dann ab 1. Oktober los sein wird!
  • Thomas G. 19.08.2020 22:48
    Highlight Highlight Das war ja absehbar. Könnte mal jemand dem Arzt aus St. Gallen die Zahlen aus Italien, Spanien, UK, New York, Brasilien usw. transparent machen, ja aus dem Tessin? Er scheint eine sehr beengte Sicht zu haben, die an seiner Bürotür endet.
  • Töfflifahrer 19.08.2020 22:06
    Highlight Highlight Also die Kantone gehen gar nicht auf die App Meldungen ein. Wow, das muss man erst mal verdauen!
    Die Kantone sind nicht einfach überfordert, die sind komplett inkompetent.
    Die Kontrolle soll bitte der Bund wieder übernehmen. Die Kantone haben dann ein Rech angehört zu werdend, aber sie haben in dieser Beziehung keinerlei Kompetenzen mehr.
    Ich fasse es einfach nicht, was da abgeht!
    • No fear 20.08.2020 00:11
      Highlight Highlight Die Kantone sind generell die grösste Schwachstelle im System.

      Niemand weiss so recht was die so tun und niemand interessiert sich wirklich für Kantonsratswahlen. Die Menschen identifizieren sich mit der Gemeinde/Stadt, oder dem Bund. Punkt.

      Da sitzen also lauter Vollpfosten im Windschatten der Ahnungslosikeit einer Bevölkerung, die deren Machteinfluss brutal unterschätzt.
  • Mutzli 19.08.2020 21:32
    Highlight Highlight ...verstehe weder, wieso ein Typ wie Vernazza, welcher seit Tag 1 stets daneben lag (siehe z.B. Tweet unten, war auch schrecklich empört, dass die Fasnacht abgesagt wurde) und haltlose Fehlinfos verbreitet (siehe z.B. hier: https://www.republik.ch/2020/08/08/weiss-man-da-schon-genaueres) überhaupt zu so ner Konferenz eingeladen wird?

    Was ist da der Erkenntnisgewinn? Die tatsächliche Forschung, Studien und Belege interessieren ihn ja eh nicht. Dafür räumt ihm dann auch Watson einen Drittel des Artikels als Platz ein, egal ob das was er rauslässt, Hand und Fuss hat oder nicht...
    Benutzer Bild
  • Randen 19.08.2020 21:31
    Highlight Highlight Unsere Regierung versagt komplett. Digitalisierung und Klimaschutz komplett vernachlässigt. Jetzt Kampfflugzeuge kaufen geht nicht. Auch wenn ich grundsätzlich nicht dagegen bin.
    • Töfflifahrer 19.08.2020 22:01
      Highlight Highlight Nur sind es hier die Kantone die Versagen, Kampfflugzeuge sind Bundessache. Etwas Differenzierung darf man doch bitt erwarten!
    • Randen 19.08.2020 22:47
      Highlight Highlight @Töfflifahrer 🤣🤣
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 20.08.2020 01:31
      Highlight Highlight Der Bund hat die Verantwortung, die sie eigentlich inne hatten und hätten behalten sollen, an die Kantone abgetreten. Also hat der Bund versagt.

      Den Erwerb der Flugzeuge können sie ja jetzt auch auf Kantonsebene abschieben. Dann können die Kantone, die gar keinen Flughafen haben, ja welche kaufen.
  • Grohenloh 19.08.2020 21:27
    Highlight Highlight Was ich immer noch nicht begreife:

    Das ist doch ein Virus. Viren gehen ohne Durchseuchung oder Impfung eh überall hin.

    Im Frühling waren in Italien die Spitäler überlastet. Deshalb hat man durch die Massnahmen die Verbreitung des Virus verlangsamt.

    Das ist gelungen.

    Jetzt sind die Spitäler leer.

    Mit 300 Infektionen pro Tag lässt man es jetzt ein bisschen laufen (wir können ja nicht für immer isoliert leben, es muss sich also sowieso verbreiten).

    Die Spitäler sind immer noch leer.

    Warum paniken jetzt einige so?

    Hat sich die Coronaangst selbständig gemacht, ist irrational geworden?
    • Super8 20.08.2020 09:34
      Highlight Highlight Genau das verstehe ich auch nicht. Es scheint gar nicht mehr um Corona als Krankheit zu gehen, sondern nur noch darum, welches Land am Besten dasteht in der Bekämpfung dessen.
  • Terraner 19.08.2020 20:40
    Highlight Highlight Vernazza ist doch unfähig, hat sein sehr schlechter Auftritt im Club letzte Woche gezeigt. Da war der Auftritt von Battegay 10x überzeugender.

    Klar, ihm wurde angeblich von den Medien ein Plan B in den Mund gelegt, aber so wie er da gesprochen hat, ist das auch kein Wunder.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 19.08.2020 20:20
    Highlight Highlight Nur weil Vernazza ein Spezialist betreffend AIDS ist, heisst das nicht, dass er Experte ist wenn es um Corona geht.
    Sätze wie "wir wissen dass wir noch sehr wenig wissen" und dann " ich bin zuversichtlich, dass vieles schon vorbei ist" disqualifizieren ihn in dieser Diskussion.
  • Baumi72 19.08.2020 19:34
    Highlight Highlight Der Mann geht effektiv davon aus, mit den aktuellen Massnahmen die Natur steuern oder sogar kontrollieren zu können. Abenteuerlich Naiv.
    Benutzer Bild
    • bokl 20.08.2020 07:39
      Highlight Highlight Ein typischer Theoretiker halt.
  • CogitoErgoSum 19.08.2020 19:20
    Highlight Highlight Es ensteht beinahe der Eindruck, dass allenfalls erst eine zweite Welle den nötigen Druck machen wird und das Bewusstsein entsteht, dass es massive Folgen hat.
  • Dr. Bender 19.08.2020 18:07
    Highlight Highlight Medgate-Chef Fischer beklagte weiter den «totalen Leadershipverlust» nach dem Ende des Notstand-Regimes durch den Bund. Die Schweiz manage die Corona-Krise derzeit «katastrophal». «Wenn die Kantone so weitermachen, muss man ihnen den Lead wieder wegnehmen.»

    Damit ist alles gesagt, hätte man schon lange machen sollen, die Kantone können/wollen nicht. Danke nein, darauf habe ich keine Lust, Bundesrat bitte wieder übernehmen, dalli.
  • Wolfman 19.08.2020 18:01
    Highlight Highlight 26 Kantone, die alle das eigene Süppchen kochen und keiner wagt es, einmal entschieden vorwärts zu gehen. Der Kanton Genf hat doch ein Beispiel gegeben und die Clubs geschlossen. Zwar sind die Zahlen noch nicht markant zurückgegangen aber sie haben sich stabilisiert (wenigstens nach Aussage des dortigen Gesundheitschefs).
    Aber alle anderen Kantone haben schlicht die Hosen voll, entschieden vorzugehen, weil sie wirtschaftliche Nachteile befürchten und die Kantonsbosse dann um ihre Wiederwahl fürchten. Sorry aber so kann das nicht gut gehen. Es braucht eine klare Leadership die SO nicht da ist.
    • NathanBiel 19.08.2020 18:51
      Highlight Highlight Poigga ist einer dieser unfähigen Gesundheitsdirektoren. Er sagt in Ibiza wären die Clubs geschlossen worden, dadurch hätte sich die Szene in private Partys verlagert. Er wolle nicht wie Ibiza werden und schliesst aber genau diese Clubs, wo ein Contakt Tracing gemacht werden kann, im Gegensatz zu den privaten Partys. Dann hat er nach fünf Monaten immer noch keine Ahnung, was er machen soll, wenn jemand in der Schule sich angesteckt hat. Einfach unglaublich, dass jemand diesen Mann als fähig erachtet.
    • Bananenrepublikaner 19.08.2020 19:58
      Highlight Highlight Psst stelle niemals die Kompetenz der 26 (Bananen-) Kantone in Frage :) Scherz bei Seite - in der jetzigen Situation sollte der Bund wie vor einigen Wochen/Monaten den Ton angeben.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 20.08.2020 01:33
      Highlight Highlight Ich hatte ja Namen auf meiner Liste, die jetzt Leadership übernommen hätten. Nur wurden die von euch eben nicht auch gewählt...
  • PhilippS 19.08.2020 18:00
    Highlight Highlight Zu Punkt 1:
    Wieso sollte jemand (ohne Symptome) nach einem App-Alarm freiwillig nach dem Anruf bei Medgate, aber ohne kantonsärztliche Verordnung in Quarantäne? So müsste „ich“ ja Ferien beziehen dafür.

    So wird das nix mit der App...
    • CogitoErgoSum 19.08.2020 19:15
      Highlight Highlight Weil er noch nicht weiss, dass er es hat und bis die Symptome dann da sind munter weitere Personen infiziert.
    • Oberon 19.08.2020 19:24
      Highlight Highlight Jetzt haben wir eine gute APP aber katastrophale Prozesse die ich schon mehrmals angeprangert habe.

      So werden wieder viele die APP deinstallieren und die Akzeptanz wird sicher nicht verbessert.



    • darkgrey 19.08.2020 20:53
      Highlight Highlight Sie wissen, dass man das Virus auch OHNE Symptome verbreitet, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • GianniR 19.08.2020 17:59
    Highlight Highlight Es wird immer wieder kommentiert, es gäbe "Fachleute" und "Fachleute". Dem kann ich nur zustimmen.
    Dabei macht mir Marcel Salathé einen äusserst kompetenten und besonnenen Eindruck, was ich von Pietro Vernazza keinesfalls behaupten kann.
    • Ohniznachtisbett 19.08.2020 23:04
      Highlight Highlight Mir sind Menschen die gleicher Meinung sind auch immer sympathischer...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 20.08.2020 01:40
      Highlight Highlight Vernazza weiss doch immerhin schon, dass sie in puncto Corona sehr wenig wissen. Um nicht zu sagen, nichts wissen... 🙄

      Aber er outet sich ja auch als gläubig, weil er ja glaubt, dass es sich nicht um eine Jahrhundertepidemie handle. Mit solchen Leuten muss man immer aufpassen. Jemand, der glaubt, will anderen ja immer seinen Glauben aufschwatzen. Kennen wir ja von Sekten wie der katholischen Kirche, den Zeugen Jehovas oder den Sonnentemplern.
  • sevenflip 19.08.2020 17:57
    Highlight Highlight Ich werde leider das Gefühl nicht los, dass seit der Kompetenzübertragung an die Kantone ein unkoordinierter Hühnerhaufen entstanden ist.
    Ich bin kein Freund von "diktatorischen" Massnahmen, aber es scheint mir, dass die Menschen ohne klare Führung falsch entscheiden, daher wäre ich nicht undankbar, wenn der Bund das Ruder wieder in die Hand nehmen würde.
  • PlayaGua 19.08.2020 17:50
    Highlight Highlight Was bringt denn eine App mit freiwilliger Quarantäne? Nichts, da viele Chefs wohl dennoch ein Erscheinen erwarten würden.
  • Peter R. 19.08.2020 17:46
    Highlight Highlight Vernazza verstrickt sich in Widersprüche:
    Zuerst sagt er, "er sei zuversichtlich, dass vieles schon vorbei ist"
    Und dann meint er, "Punkto Corona wissen wir, dass wir noch sehr wenig wissen".
    Solches nicht hilfreiche Geschwätz dient nicht dazu, die Bevölkerung zu beruhigen und den Virus in den Griff zu bekommen!
    • Dr. Unwichtig 19.08.2020 18:43
      Highlight Highlight Zur Erleuchtung: Das eine ist seine persönliche Einschätzung als Fachmann, das andere der Stand der Wissenschaft.

      Nicht wenige Immunologen gehen - auf Grund ihrer Erfahrung und ihres Fachwissens - von einer Kreuzimmunität gegen SARS-CoV-2 von bis zu 80% der Bevölkerung aus. Der entsprechende wissenschaftliche Nachweis wird - wenn überhaupt - erst in Jahren zur Verfügung stehen. Dies, weil sich die Immunität über T-Zellen und nicht über die wesentlich einfacher nachweisbaren Antikörper manifestiert.

      Das ist kein "Widerspruch", sondern eine andere Basis der Einschätzung.
    • Ueli der Knecht 19.08.2020 19:14
      Highlight Highlight Das ist kein Widerspruch. Zuversichtlich zu sein, ist eine blosse Meinungsäusserung eines Optimisten.

      Nicht-Wissen oder Wenig-Wissen einzugestehen ist eine Tatsachenbehauptung, was Vernazza meines Erachtens glaubwürdig macht.

      Wo siehst du da einen Widerspruch?

      Die Evidenz spricht für Vernazza. Nicht nur die Todesrate sinkt, sondern auch der Bedarf an intensivmedizinischer Pflege. Da sprechen die Zahlen für sich. Letztlich sollen alle Schutzmassnahmen bezwecken, einen Kollaps des Gesundheitswesens zu vermeiden. Das scheint bisher sehr gut zu gelingen, trotz zZ. steigender Infektionsraten.
    • Tschowanni 20.08.2020 05:55
      Highlight Highlight Passt, ist für jeden was dabei 🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • snowflake_ 19.08.2020 17:45
    Highlight Highlight Ich glaube, mit einfachen Massnahmen könnte sie Ausbreitung abgebremst werden. 1. Vielleicht etwas weniger Jagd und Hype auf die Feriendestinationen, welche gerade nicht auf der Liste stehen. 2. Maske nicht nur an den Khren befestigen, sondern auch über die Nase ziehen. 3. Leute, welche die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten, sollten am Arbeitsplatz nicht als Weichei gestempelt werden
    • Gigi,Gigi 19.08.2020 17:56
      Highlight Highlight Der letzte Punkt scheint mir elementar zu sein. Es hat zu viele, die am Arbeitsplatz (und teils auch beim Einkaufen) meinen: „ I han kei Angst.“ Und damit diejenigen, die die Regeln einhalten in eine Weicheierecke stellen.
    • Wolfman 19.08.2020 18:07
      Highlight Highlight @snowflake
      Nun, ich denke es braucht mehr Mut und Charakter zuzugeben, dass man Respekt vor dem Virus hat und sich deswegen an die Hygiene - und Abstandsregeln. Sicherlich MEHR Charakter und Mut, also solche je haben werden, die andere deswegen als Weicheier bezeichnen.
      Denn diese haben eben nicht den Mumm vor den anderen zuzugeben, dass auch sie Respekt vor dem Virus haben, weil sie sonst eben als Weicheier bezeichnet werden. Mir ist es egal, was solche Pfeiffen von mir deswegen halten, ich halte mich an die Hygiene - und Abstandsregeln und wems nicht passt...abfahre :-)
    • Seelenstein 19.08.2020 18:10
      Highlight Highlight Das wichtigste überhaupt wird nicht erwähnt.
      Nicht sprechen und Maul zu halten.
      Es gibt keinen Grund im Einkaufszentrum einen Schwatz zu halten. Die Menschen ziehen die Maske an, treten näher um verstanden zu werden und dann wird los geschwafelt.
      Sprechverbot, Maul zu halten.
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