Schweiz
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Die Swiss-Covid-App kann seit Mitternacht auf das Smartphone heruntergeladen werden. Der Bund sieht die Anwendung als Hilfsmittel zur R

Bild: sda

Neue Berechnung für Schweizer Covid-App: Nutzerzahl schnellt hoch



Auf Wunsch des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) werden die Nutzer der Schweizer Covid-App nach einer neuen Methode berechnet. So schnellte die von den Bundesstatistikern geschätzte Zahl am Mittwoch auf 1.15 Millionen hoch. Am Dienstag waren es nach alter Berechnung 920'000.

Die Zahlen sind somit nicht miteinander vergleichbar. Seit Dienstag meldeten sich 18 Infizierte mit dem Covid-Code, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Zuvor waren insgesamt 69 Codes eingegeben worden.

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Insgesamt wurde die Swiss-Covid-App seit der Lancierung am 25. Juni bis Sonntag nach BFS-Angaben 2'005'893 Mal heruntergeladen. Die Covid-App warnt Benutzer, falls diese engen Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten.

Genauere Annäherung

Die neue Berechnungsmethode erlaubt eine genauere Annäherung an die tatsächlichen Zahlen der aktiven Apps, wie das BAG mitteilte. Mit der alten Methode lagen die Angaben zu tief, da sie sich an der unteren Schätzgrenze orientierten.

Bisher zählte das Bundesamt für Statistik aktivierte Covid-Apps mittels der Konfigurationsabfrage. Die Apps auf den Smartphones nehmen mit dem Rechenzentrum alle sechs Stunden Kontakt auf, also vier Mal am Tag.

Das Zentrum registriert die Gesamtzahl dieser Konfigurationsabfragen. Am Ende jedes Tages wird die Zahl dieser Abfragen durch vier geteilt. Das ergab die bisher zu tiefen Angaben.

Nachteile gab es gemäss BAG bei dieser Zählmethode etliche: So fielen etwa kürzer als sechs Stunden lang aktive Apps oder Geräte im Flugmodus aus der Rechnung. Und länger als 24 Stunden ausgeschaltete Handys oder solche ohne Internet-Verbindung kamen gegebenenfalls nicht auf vier Kontakte im Tag. So fehlten auch sie in der Kalkulation.

Leer- statt Konfigurationsabfragen

Um diese Nachteile auszugleichen, erarbeitete das BFS parallel zur bisherigen Konfigurationsabfragen-Methode eine auf Basis der sogenannten Leerabfragen.

Aktive Apps schicken solche Leerabfragen durchschnittlich alle fünf Tage ans Rechenzentrum. Die Leerabfragen dienen dem Datenschutz. Sie verschleiern die Identität eines Handys, von dem ein Covid-Code - also eine Infektion - übermittelt wurde. Ist ein Handy abgestellt oder ohne Internet-Verbindung, schickt das App die Leerabfrage später ab.

Um die Tageszahlen der aktiven Apps zu berechnen, multipliziert das BFS die Zahl der Leerabfragen mit fünf. Dies geschieht unter der Annahme, dass zu einem Gerät mit Leerabfrage zusätzlich vier Geräte aktiv sind, aber wegen des Fünf-Tage-Rhythmus keine Abfrage senden.

Auf diese Weise verschicken alle Android-Geräte und iOS-Geräte mit App-Version 1.0.6 oder neuer die Leerabfragen. Bei iOS-Geräte mit älterer App-Version zählt das BFS weiterhin die Konfigurationsabfragen und addiert sie zu den Leerabfragen. (sda)

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.07.2020 23:40
    Highlight Highlight 18 plus 69 Codes wurden inzwischen erfasst. Und gestern gab's alleine 141 neue positiv Getestete Heute nochmals 102.

    Ähä. funktioniert super. Muesi säge. 👍🏻
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 24.07.2020 13:48
      Highlight Highlight Plus 154 Fälle. Wie viele Codes wurden jetzt noch eingegeben?
  • Ueli der Knecht 23.07.2020 22:35
    Highlight Highlight "Seit Dienstag meldeten sich 18 Infizierte mit dem Covid-Code, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Zuvor waren insgesamt 69 Codes eingegeben worden."

    Wichtig zu erfahren wäre auch, wieviele Covid-App-Benutzer sich bei der App-Hotline gemeldet haben, nachdem sie eine Expositions-Warnung erhielten, sowie auch wieviele von diesen bekannten Gewarnten letztlich positiv getestet wurden. Wenn die App wirksam wäre (wofür es noch keine Evidenz gibt), dann müsste die Positivitätsrate bei App-Exponierten signifikant höher liegen als bei einer zufällig ausgewählte Stichprobe.
    • Mathis 24.07.2020 07:21
      Highlight Highlight Im Prinzip richtig, aber viele Benutzer scheinen bei einer Warnung direkt zum Arzt zu gehen anstatt die Hotline anzurufen.
    • Ueli der Knecht 24.07.2020 08:45
      Highlight Highlight "aber viele Benutzer scheinen bei einer Warnung direkt zum Arzt zu gehen anstatt die Hotline anzurufen."

      Besser wäre auch dann, den Arzt anzurufen, statt sich ins Wartezimmer zu setzen.

      Man kann auch die Covid-Tests aufgrund der Indikation unterscheiden. Denn damit der Bund die Tests bezahlt, muss zwingend die Indikation mit angegeben werden. Das erlaubt eine Statistik über die verschiedenen Positivitätsraten aufgrund verschiedener Indikationen.

      Am besten lassen sich aber vermutlich diejenigen einordnen und statistisch erfassen, die sich korrekt bei der Covid-App-Hotline melden.
  • sowhat 23.07.2020 20:24
    Highlight Highlight Das klingt etwas schräg.
    Können wir bitte eine Einordnung von Schurt3r haben 🙂
    • Ueli der Knecht 23.07.2020 22:27
      Highlight Highlight Besser nicht. Gut macht der mal Ferien. Die unkritische Einordnung des Covid-App-Fanboys Schurter kannst du dir ohne weiteres selbst ausdenken.
    • Ueli der Knecht 23.07.2020 23:02
      Highlight Highlight Mich würde brennend interessieren, wie es @schurt3r "einordnet", dass von den zehn MUSS-Kriterien, die er im Mai noch als "unverhandelbar" bezeichnete, bereits acht über Bord geworfen wurden. Die sind mit der aktuellen Covid-App nicht erfüllt.

      vgl. https://watson.ch/!536418141#h4_24

      Die "unverhandelbaren" Kriterien 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 wurden stillschweigend weg-"verhandelt".

      zB. 5: "Keine zentrale Entität, der vertraut werden muss".

      Jetzt müssen wir aber Google und Apple vertrauen, dass sie die Covid-Daten nicht absaugen und weiterverwenden, obwohl das die Lizenz erlauben würde.
    • mbr72 24.07.2020 08:05
      Highlight Highlight Mach doch bitte selbst Ferien! Dann müssen wir die faktenfreie Kritik an der App nicht anhören!
    Weitere Antworten anzeigen
  • NumeIch 23.07.2020 20:05
    Highlight Highlight Schön rechnen. Der Lacher des Tages. Haha!
  • Hadock22 23.07.2020 19:10
    Highlight Highlight Ich habe absolut nicht gegen diese App!
    .....was die Zweifler hier hineininterpretieren von wegen totale Überwachung ist schlecht Blödsinn.

    (Um das auch noch zu erwähnen; in China ist die Totale Überwachung leider Realität !)

    Zu Bedenke geben möchte ich aber, dass nicht alle diese App Installieren könne weil das Handy zu alt ist

    Daher finde ich die Lösung entweder "Maske + Abstand" halten ODER "App" nicht die Ideale Lösung!
    • Ueli der Knecht 24.07.2020 08:48
      Highlight Highlight Bei der Maske und beim Abstand halten gibt es hinreichende Evidenz, dass diese Massnahmen wirken und zur Eindämmung des Virus beitragen.

      Diese Evidenz gib es bei der App nicht. Das ist zur Zeit reinste Glaubensfrage. Selbst wenn die meisten Leute an Gott glauben, ist das noch keinen Beweis für dessen Existenz. So verhält es sich auch mit der Wirksamkeit der App. Zur Zeit eine reine Glaubensfrage.

      Die App, selbst wenn sie wirksam wäre, würde nicht Maske und Abstand Halten ersetzen, sondern nur ergänzen.
    • sowhat 24.07.2020 09:02
      Highlight Highlight Die Lösung heisst auch nicht "oder" sondern "und"
  • Phil Mahre 23.07.2020 18:15
    Highlight Highlight Mein iPhone SE (neue Generation) nimmt jeweils während mehreren Tagen keine Begegnungsüberprüfungen vor. Heute zeigt es mir z.B. die letzte Überprüfung am 21.7. an. Ich schalte die App oder Bluetooth nie aus, aktiviere einzig während der Nacht den Flugmodus. Wenn das nicht nur mir so geht ist ja klar, dass die Nutzerzahlen nicht stimmen... Weiss jemand woran dies liegt?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.07.2020 23:43
      Highlight Highlight An Apple.
  • GraveDigger 23.07.2020 17:33
    Highlight Highlight Das ist ja schon bald wie in der Finanzwelt und man rechnet die Erfolge schön. Sicher noch ein paar Nutzer in Takatukaland vergessen mitzuzählen.
    • Ueli der Knecht 23.07.2020 22:45
      Highlight Highlight Sowieso wird die Bevölkerung für dumm verkauft, und deren Gesundheitsdaten in die USA verschenkt.

      Von 10 unverhandelbaren MUSS-Kritierien (svgl. http://watson.ch/!536418141) wurden bereits 8 stillschweigend über Bord geworfen.

      Privacy-by-Design gibt es in der Covid-App nicht mehr.

      Quelloffenheit wird zwar gesetzlich für alle Komponenten vorgeschrieben (EpG Art. 60a, Abs 5, lit. e), aber durch die Verordnung (VPTS) Art. 5, Abs. 3 ausgehöhlt. Ausgerechnet die Kern-Komponente zur Kontakt-Schlüsselgenerierung und -Verwaltung wird in einer Blackbox (GAEN-API) von zwei US-Techmultis geliefert.
  • Daniel Caduff 23.07.2020 17:07
    Highlight Highlight Oder anders gesagt: Immer noch ca 4x zu wenig....
    • Mia_san_mia 23.07.2020 21:42
      Highlight Highlight Ach was, die App ist unnötig.
    • mbr72 24.07.2020 08:03
      Highlight Highlight Mein Gedanke... ich wäre super zufrieden, wenn die App ca. die Hälfte der Neuinfektionen abdeckt... aber sie ist bei gerade mal 15% 😡
    • Ueli der Knecht 24.07.2020 08:54
      Highlight Highlight "ich wäre super zufrieden, wenn die App ca. die Hälfte der Neuinfektionen abdeckt... aber sie ist bei gerade mal 15%"

      15% ist doch schon ein beachtliches Resultat. Aber leider sagt das noch nichts über die Wirksamkeit der App aus. Denn die Frage wäre doch, ob die App auch Hochrisiko-Exositionen dieser 15% Infizierten warnen konnte, und vorallem ob sie zielgerichteter, effizienter und vorallem schneller ist als das herkömmliche Contakttracing funktioniert.
  • c_meier 23.07.2020 16:45
    Highlight Highlight seit kurzem zeigt es die letzte erfolgreiche Synchronisation an (bei 'Begegnungen')
  • johnnyenglish 23.07.2020 16:23
    Highlight Highlight Die Nutzerzahl schnellt hoch und die Anzahl der Nutzer bleibt dieselbe. Ok.
  • Tschowanni 23.07.2020 16:04
    Highlight Highlight Ach so läuft das? Die Zahlen sind schlecht? Lass uns mal anderst berechnen, dann passt das schon...
    • TJ Müller 23.07.2020 19:12
      Highlight Highlight Wissenschaft ist halt nicht wie Religion. Wenn man neue Informationen oder Erkentnisse hat, dann überlegt man nochmals, wirft alte Dinge über Bord und passt sich immer mehr der Realität an. Was ist daran falsch, stetig die Genauigkeit von Berechnungen zu erhöhen?
    • Ueli der Knecht 24.07.2020 08:56
      Highlight Highlight Immerhin wird die Berechnungsmethode und das Schönrechnen transparent kommuniziert. Ich meine auch, dass daran nicht viel auszusetzen ist.
  • Elke Wolke 23.07.2020 16:00
    Highlight Highlight Tönt vernünftig. Ich schalte Bluetooth für die CovidApp jeweils nur für die kurze Zeit ein in der ich rausgehe und Abstand nicht einhalten kann. Ansonsten zu Hause immer deaktiviert. Ich würde schätzen meine App ist kaum mehr als 6h aktiv pro Woche.
    • PeteZahad 23.07.2020 17:08
      Highlight Highlight Die Kommunikation mit den Servern erfolgt aber nicht über Bluetooth. Das hat keinen Einfluss. Wenn Sie aber Daten, WiFi etc. ausschalten (z.B. Flugmodus) kann ihr Gerät die Server nicht kontaktieren.

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