Schweiz
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Die im Toggenburg gefundenen Hanfanlagen waren meist in Garagen und Scheunen untergebracht. Bild: Kantonspolizei St. Gallen

Drogenkriminalität

Polizei deckt verzweigtes Netz von Hanfproduzenten im Toggenburg auf und zeigt 31 Personen an



Die St. Galler Kantonspolizei hat seit Anfang 2013 im Raum Wattwil-Ebnat-Kappel 27 Hanfanlagen geräumt. Gegen 31 Personen laufen Strafverfahren. Die vier Drahtzieher, eine Schweizerin und drei Schweizer, sassen vorübergehend in Haft.

Die Aktion gegen den illegalen Hanfanbau im Toggenburg wurde im Juni abgeschlossen, wie Polizeisprecher Hanspeter Krüsi am Dienstag sagte. Seit Februar 2013 hatten die Behörden ein verzweigtes Netz von Hanfproduzenten schrittweise aufgedeckt. Es handle sich um vier bis fünf Gruppierungen, sagte Krüsi der Nachrichtenagentur sda.

Die Hanfanlagen waren meist in Garagen und Scheunen untergebracht. Die Polizei führte 30 Hausdurchsuchungen durch. Dabei wurden 3000 Cannabispflanzen, über 12 Kilogramm Marihuana, 1,4 Kilogramm Haschisch, Hanfsamen sowie etwa 41'000 Franken Bargeld sichergestellt, wie die Polizei mitteilte.

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30 Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt. Bild: Kantonspolizei St. Gallen

Verkaufswert von 150'000 Franken

Das Marihuana verkauften die Produzenten hauptsächlich an Abnehmer im Toggenburg. Einen Teil konsumierten sie selber. Der Verkaufswert der sichergestellten Betäubungsmittel betrug laut Polizei 150'000 Franken. Die Cannabispflanzen und die Bestandteile der Anlagen wurden mit dem Einverständnis der Beschuldigten vernichtet.

Die Polizei zeigte alle 31 Personen wegen Drogendelikten bei der Staatsanwaltschaft an. Sie müssen mit Strafbefehlen oder mit einer Vorladung vor Gericht rechnen. Einzelnen Personen werden neben Drogendelikten noch andere Straftaten vorgeworfen.

Die Gewinne aus dem illegalen Drogenhandel will der Staat zum Teil als Ersatzforderung von den Beschuldigten zurückverlangen, wie es heisst.

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Der Verkaufswert der sichergestellten Betäubungsmittel betrug laut Polizei 150'000 Franken. Bild: Kantonspolizei St. Gallen

Dünger und Pestizide

Laut Krüsi enthielt der in den Anlagen produzierte Hanf zu viel des Wirkstoffs THC. Die Analysen in den Labors der Forensischen Chemie und Technologie der Kantonspolizei, brachten auch zu Tage, dass in den Hanfanlagen Dünger und Pestizide eingesetzt wurden.

Das sei «bares Gift», erklärte Krüsi. Für die Konsumenten, welche die Stoffe inhalierten, sei dies gesundheitsgefährdend, schreibt die Kantonspolizei (viw/sda)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Romeo 15.07.2014 19:24
    Highlight Highlight Endlich staatlich kontrolliert freigeben. Wollen wir die Gesundheit unserer Kinder mit diesem indoor Mist aufs Spiel setzen? Nein! Legalisieren!
  • quark 15.07.2014 19:21
    Highlight Highlight Nur noch Schwerst-Alkoholiker in Rechtsparteien sind gegen die Legalisierung von Hanf und auch das nur im Vollrausch.
  • saukaibli 15.07.2014 15:29
    Highlight Highlight Der Verkaufswert wäre 150'000 Franken, davon könnte der Staat die Hälfte einkassieren als Steuern, wenn das Zeug endlich legal wäre. Und das ist ja nicht mal ein Tröpfchen auf dem heissen Stein, von dem was in der Schweiz gekifft wird.
    Und es sind ausgerechnet die Rechten, die eine Legalisierung verhindern wollen, dabei käme damit so viel an Steuergeld zusammen, dass man dann wirklich mal die Steuern senken könnte anstatt nur davon zu labern, auch ohne dass bei der Bildung gespart werden muss.
    Und dann die Argumente die die haben, die wollen uns tatsächlich weis machen, dass nach einer Legalisierung ALLE kiffen würden und die Gesellschaft zu Grunde geht.
    Man sieht es ja in Holland, die holländische Gesellschaft ist zusammengebrochen und schon die Kindergärtler kiffen, ja die werden dazu gezwungen!!! (So, genug SVP-gelaber)
    Hier noch ein guterr Artikel auf Heise Telepolis zum Thema "Keine Angst vor Hanf!":
    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42234/
  • Albino 15.07.2014 14:16
    Highlight Highlight In den allermeisten Indooranlagen werden chemische Dünger und wenn nötig Pestizide eingesetzt. Um den Geschmack des Endproduktes aber nicht zu versauen wird in den letzten Wochen vor der Ernte kein Dünger mehr verwendet und die Stoffe verschwinden aus den Pflanzen.
    • Romeo 15.07.2014 19:26
      Highlight Highlight An Albo. Ich glaube nicht, dass Pestizide in der Aussenzucht nötig wären, oder viel weniger. Hanf ist ja quasi ein Unkraut. Bei indoor ist Schimmel problematisch.
  • messi 15.07.2014 14:02
    Highlight Highlight Hmm, was hat wohl die ganze Aufdeckung gekostet? Was wäre wenn Marihuana endlich legalisiert werden würde und der Staat sich was dazu verdient. Die USA macht es ja Aktuell vor!
    • Cox 15.07.2014 17:05
      Highlight Highlight Wobei die USA momentan auch vormacht, dass der Verkauf bei überrissenen Steuern wieder in den Schwarzmarkt wechselt.
      Aber der Schweiz traue ich da mehr zu, deshalb: Marilize Legajuana!

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