Schweiz
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Atomstreit in der «Arena»: Benjamin Giezendanner (SVP), Hans-Ulrich Bigler (FDP), Moderator Sandro Brotz, Eric Nussbaumer (SP) und Marionna Schlatter (Grüne). Bild: screenshot srf

Atom-Zoff: In der Mühleberg-«Arena» vermag ein Teilnehmer alle anderen zu überstrahlen

Wenige Stunden nachdem das erste Schweizer Atomkraftwerk endgültig vom Netz gegangen war, wurde in der Arena über Strommix, Versorgungssicherheit und Ideologie-Vorwürfe gestritten. Die angeregte Diskussion hatte einen eindeutigen Sieger.



«Mir stelle s KKM endgüutig ab»: So tönte es kurz vor 12 Uhr 30 am Freitagmittag im Kommandoraum des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM). Dann folgte ein Countdown «Drü, zwöi, eis, null.» Ein Angestellter der Betreiberin BKW setzte den Befehl um und drückte zwei Köpfe. Und nahm so das Kernkraftwerk Mühleberg nach 47 Betriebsjahren vom Netz – als erstes der fünf Schweizer Atomkraftwerke.

Diesen historischen Tag nahmen die «Arena»-Macher unter dem Sendungstitel «Strom ohne Atom – geht das?» zum Anlass, einen Blick in die energiepolitische Zukunft zu werfen. Denn das Mühleberg-Aus ist nur der Auftakt: Mit der 2017 vom Volk angenommenen Energiestrategie ist der schrittweise Atomausstieg beschlossene Sache.

Wie sicher sind die vier noch verbleibenden Schweizer Atomkraftwerke? Womit soll die Stromproduktion ersetzt werden, die mit dem Abschalten der AKWs wegfällt? Und wie lässt sich die Versorgungssicherheit aufrechterhalten?

Diese und weitere Fragen diskutierten unter der Leitung von Moderator Sandro Brotz vier Gäste: die grüne Neo-Nationalrätin Marionna Schlatter aus Zürich, SP-Nationalrat Eric Nussbaumer aus Baselland, der im Oktober abgewählte, ehemalige FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Gewerbeverbands und Präsident des Nuklearforums Schweiz, sowie Benjamin Giezendanner, neu gewählter SVP-Nationalrat aus dem «Atomkanton» Aargau.

Dieser stellte sogleich klar, dass der Tag der Mühleberg-Abschaltung kein erfreulicher sei: «Die Schweiz verliert damit einen Teil ihrer Autarkie», sagte Giezendanner. Die rund fünf Prozent, die das KKW Mühleberg bisher zur gesamten Stromproduktion beigetragen hat, müssten nämlich mit teurem Importstrom aus der EU ersetzt werden, der erst noch weniger klimafreundlich sei als Schweizer Atomstrom.

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Video: streamable

Wenig erstaunlich liess Marionna Schlatter von den Grünen diese Aussage nicht einfach so stehen: «Der günstigste Strom ist heute Solarstrom», hielt sie SVP-Atomfreund Giezendanner entgegen. Die Atomkraft sei heute nicht mehr wirtschaftlich. Die Bevölkerung habe sich klar für den schrittweisen Atomausstieg ausgesprochen.

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Nach diesem Anfangsgeplänkel wurden die Kosten für den Rückbau der Atomkraftwerke diskutiert – und die Frage, was mit den radioaktiven Abfällen geschehen soll (die Brennstäbe sind noch eine Million Jahre radioaktiv). Hier setzte der stärkste Debattierer des Abends, der Sozialdemokrat und profilierte Energiepolitiker Eric Nussbaumer, ein erstes Ausrufezeichen. Er bestritt die Diskussion kenntnisreich, doch fürs Publikum einfach verständlich und signalisierte immer Bereitschaft, mit der Gegenseite gemeinsame Lösungen suchen zu wollen.

Nussbaumer erklärte dem Publikum, wie die für den Rückbau der AKWs vorgesehenen Kosten, für welche die Betreiber in einen Fonds einzahlen müssen, in den letzten Jahren nach jeder Überprüfung höher eingeschätzt werden mussten. Die Gefahr bestehe, dass letzten Endes der Bund, sprich der Steuerzahler, einen Teil der Rechnung begleichen müsse: «Das Problem ist, wir wissen nicht, was das eines Tages kosten wird.»

Gewerbeverbands-Direktor Hans-Ulrich Bigler warf Nussbaumer und den Atomkraftgegnern vor, die Sicherheitskosten zu verpolitisieren. Es sei äusserst unwahrscheinlich, dass der Bund eines Tages die Rückbau- und Entsorgungskosten übernehmen müsse.

Hier schaltete sich Marionna Schlatter energisch ein. Es gebe weltweit kein einziges Endlager für hochradioaktive Stoffe. Ein solches Lager, für das in der Schweiz seit 30 Jahren über mögliche Standorte gestritten wird, müsste für 100'000 oder 200'000 Jahre sicher sein. Da könne die Schweiz kaum behaupten, die Kosten auf den Franken genau ausrechnen zu können. «Für mich ist das ein Fass ohne Boden».

«Ehrliche Lagebeurteilung»

Moderator Brotz lenkte die Diskussion auf die Frage nach der Laufzeit der noch ans Netz angeschlossenen vier Schweizer AKWs – und die Frage, was danach kommen soll. Für Fuhrhalter Benjamin Giezendanner war klar, dass nur Versorgungssicherheit und ausreichend «Bandenergie» – welche Sonnen- und Windkraft nicht sicherstellen könnten – den Wohlstand der Schweiz garantieren könnten.

«Wir müssen eine ehrliche Lagebeurteilung machen und dem Volk sagen, was in 10 oder 20 Jahren passiert.» Er müsse ehrlich sagen, er wolle auch kein neues AKW bauen: «Aber es ist wohl die einzige Option». Denn die Rezepte, die man in der Schublade habe, die funktionierten gemäss Giezendanner nicht.

Hier setzte SP-Mann Nussbaumer zu einem schlagfertigen Konter an. Fein säuberlich sezierte er die nicht gegebenen Voraussetzungen für Giezendanners These, nur ein AKW bringe die Lösung: «Sie finden niemanden, der ihnen das finanziert, die demokratischen Voraussetzungen sind nicht gegeben und das Abfallproblem ist nicht gelöst». Ausserdem betrage die Bauzeit mindestens 20 Jahre.

Das wollte Giezendanner nicht auf sich sitzen lassen. Nach einem kurzen Einspieler-Video über den aktuellen Schweizer Strommix teilte er gegenüber der Grünen Marionna Schlatter aus. Mit dem Atomausstieg bekomme die Schweiz ein Problem mit der Bandenergie und insbesondere im Winterhalbjahr sei die Versorgungssicherheit gefährdet. Nur mit dem Import von Dreckstrom aus der EU sei ein Ausgleich zu schaffen: «Unter dem CO2-Aspekt ist das lachhaft!»

Anstatt der angegriffenen Grünen ergriff Sozialdemokrat Nussbaumer das Wort – und konnte sich in der Folge den einzigen Szenenapplaus des Abends zugute schreiben lassen. «Herr Giezendanner, Sie schildern hier immer Probleme. Aber Ihre Antwort dafür nimmt etwa 30 Jahre in Anspruch – nämlich bis der nächste Atommeiler ans Netz gehen würde.» Es brauche den Ausbau der erneuerbaren Energien, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen: «Wenn wir, wie Sie das fordern, 30 Jahre lang nichts tun, dann haben wir wirklich ein Problem mit der Versorgungssicherheit!»

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Nach diesem Schlagabtausch wurde die Sendung inhaltlich konkreter: Es ging um die Herausforderungen ans Stromnetz, welche ein Ausbau der Erneuerbaren mit sich bringt. Hier fanden SP-Vertreter Nussbaumer und Gewerbeverbandsdirektor Bigler – beide hatten die Energiestrategie 2050 unterstützt – Gemeinsamkeiten. Nicht einig war sich die Runde, ob es ein Gaskombikraftwerk brauche, um den Energiebedarf im Winterhalbjahr zu decken.

Bigler versuchte die Diskussion um die erneuerbaren Energien auf den Widerstand «ausgerechnet von den Grünen» gegen den Ausbau von Speicherkraftwerken zu lenken. «Am einfachsten, schnellsten und unmittelbarsten wäre es, die Staumauern zu erhöhen».

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Schlatter konterte, dass es bei einem derart «massiven Eingriff in unsere Landschaft» die Mitbestimmung der Bevölkerung brauche. Das koste Zeit. Bigler betreibe eine Politik, welche die Prozesse zum Ausbau der Erneuerbaren von Anfang an blockiere. Deshalb komme die Schweiz nicht weiter. «Dabei wäre mir der Ausbau von Abertausenden schon bestehenden Dächern mit Solarpanels viel lieber».

Sündenbock Auto?

Im letzten Teil der Sendung ging es um die Zukunft der Mobilität. Alle Teilnehmer begrüssten grundsätzlich die Dekarbonisierung des Individualverkehrs und den Vormarsch der Elektromobilität. SVP-Mann Giezendanner warf Grünen-Nationalrätin Schlatter vor, das Auto, wie die Atomkraft, seit Jahrzehnten aus «ideologischen Gründen» zu verteufeln.

Schlatter entgegnete, die Art und Weise unserer Mobilität müsse sich ändern – und nicht nur die Antriebstechnologie von Autos.

An dieser Stelle zeigte sich erstmals eine politische Differenz zwischen Grün und Rot. SP-Nationalrat Eric Nussbaumer pflichtete SVP-Mann Giezendanner bei: «Die Mobilitätsbedürfnisse sollen individuell gedeckt werden können». Doch müssten sie mit nachhaltiger Energie betrieben werden.

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Damit das klappe, brauche es auch zukünftig Vorschriften, wie man sie bei Benzinmotoren oder Kühlschränken heute schon kenne, grenzte sich Nussbaumer bereits im nächsten Satz wieder vom SVP-Atomfreund ab: «Die Wirtschaft und die Technologie sind nicht automatisch gescheit.»

Und nicht unbedingt gescheiter, aber auf jeden Fall gut unterhalten, wurde kurz danach auch das «Arena»-Publikum ins Wochenende entlassen. Die Frage nach der Schweizer Energiezukunft konnten die Diskussionsteilnehmer, wie zu erwarten war, nicht abschliessend beantworten. Klar ist seit dem Freitag lediglich: Das Kernkraftwerk Mühleberg ist definitiv nicht Teil dieser Zukunft.

«Drü, zwöi, eis, null.»

Hier kannst du die Sendung in ganzer Länge anschauen.

Bonus

Schon im 90er-Jahre-Film-Klassiker «Cool Runnings» wussten die Schweizer, wie man richtig zählt: «Eis, zwöi, drü!»

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Abschaltung des AKW Mühleberg

25,4 MRD. Für AKW-Rückbau

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lucas29 22.12.2019 15:01
    Highlight Highlight wieso muss ein Atomlager für 100'000 Jahre sicher sein?
    Sicher ist jedoch, dass es bis dahin keine Menschen mehr gibt...
  • nick11 22.12.2019 13:30
    Highlight Highlight Welche zwei Köpfe da wohl gedrückt wurden?
  • Saerd neute 21.12.2019 21:34
    Highlight Highlight "Dabei wäre mir der Ausbau von Abertausenden schon bestehenden Dächern mit Solarpanels viel lieber».
    Schlatter

    Unrealistisch!
    Bin gerade ein 100kW Projekt am rechnen.
    Ohne massive Zuschüsse durch den Bund ( z.B.Kef) sind solche Anlagen nicht wirtschaftlich. Oder der Strompreis müsste sehr stark steigen.
    Wenn es sich für die Betreiber nicht rechnet wird keiner darauf einsteigen.
  • njemand 21.12.2019 13:21
    Highlight Highlight zusammengefasst:
    Benutzer Bild
    • infomann 21.12.2019 15:39
      Highlight Highlight Die SVP schon immer grün,................. Lach
      Vielleicht glaubt der Herr Giezendanner, wenn man die Bauern mit Subventionen überhäuft ist man schon grün.
    • rodolofo 21.12.2019 16:54
      Highlight Highlight Giezendanner Junior meint eben "Militärggwändli-Grün" (Olivgrün mit braunen Flecken).
  • Caturix 21.12.2019 12:25
    Highlight Highlight Man kann viele Lichter am Abend ausschalten, auch Privat. Was bringt es einem Geschäft/Fabrik die ganze Nacht das Logo zu beleuchten ? Auch in der Stadt kann man nach Mitternacht vieles ausschalten. Bei uns ist neustens der Bahnhof die ganze Nacht beleuchtet. Es fährt aber in der Nacht, wärend 6 Stunden, keine Bahn. Strassenbeleuchtung kann einiges ausgeschaltet werden, den Rest kann man durch LED oder Intelligentere Systeme ersetzen. Am Ende spart man mehr als die 5% von Mühleberg. Ist git für die Umwelt und auch für den Gelbeutel.
    • Thomas G. 22.12.2019 15:54
      Highlight Highlight Das ist Pipifax. Die grossen Stromverbraucher sind Industrie und Bahn.
  • FrancoL 21.12.2019 12:20
    Highlight Highlight Die Energiediskussion wird je Länder ein Pingpong zwischen links und rechts und die dieses Pingpong beenden könnten, nämlich die Wissenschaftler gelten in grösseren Kreisen der Gesellschaft als "Plauderi".

    Schade denn gerade die Wissenschaft könnte sich da durchsetzen und den Massstab setzen, aber ohne Support aus der Gesellschaft bleiben die Wissenschaftler allerhöchstens belächelte Mahner.
    • wasps 21.12.2019 13:04
      Highlight Highlight Das ist so. Niemand in der Schweizer Politik zweifelt an der Qualität unseres Forschungsplatzes. Dazu gehören auch unsere Klimaforscher, die weltklasse sind. Geht es jedoch um die Frage des Klimawandels, setzen reihum die Hirne aus. Und plötzlich sind pseudo Klimaexperten wie Köppel glaubwürdig, was an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist!
    • Peter R. 21.12.2019 13:22
      Highlight Highlight Leider, die Wissenschaftler sind die Einzigen die wir brauchen - denn die können aufzeigen was für Massnahmen getroffen werden sollten - aber die meisten Leute hören ja nur auf die Grünen und glauben denen ihre Ideologie.
    • rodolofo 21.12.2019 13:28
      Highlight Highlight Wissenschaft ist nicht so neutral, wie sie immer tut.
      Es ist nämlich sehr entscheidend, WO und AN WAS geforscht wird!
      Wenn zum Beispiel geforscht wird, wie man Maispflanzen gentechnisch so verändern kann, dass sie Pestizid-Spritzungen überstehen und ihnen noch ein Gen einbaut, damit sie ein Gift gegen den Maiszünsler produzieren, muss man an der total unnatürlichen Mais-Monokultur und an der von natürlichen Kreisläufen total entfremdeten Agro-Industrie nichts ändern.
      Aber die Kühe, die den Gen-Mais fressen, verlieren Kälber und sterben.
      Nun versuchen Wissenschaftler herauszufinden, warum...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 21.12.2019 12:17
    Highlight Highlight Man wähnt sich im falschen Film, wenn man Giezendanner Junior reden hört. Christoph Blocher ist heute noch stolz darauf, dass er damals mit half, das AKW Kaiseraugst zu verhindern. Und jetzt kommt dieser junge SVPler und will ein neues AKW bauen. Wie bescheuert ist denn das?
    • FrancoL 21.12.2019 15:30
      Highlight Highlight Leider wachsen heute die kleinen Giezendanner wie Pilze aus dem Boden.

      Wir haben ein grosses Problem, dass da ist:
      DER EMITTENT.

      So lange in der Schweiz und wohl auch in an deren Ländern die Linken und Grünen die Umwelt und das Klima auf der Menü-Liste haben wird nicht viel laufen. Was von Links kommt ist des Teufels, also werden die Bürgerlichen lieber gegen eine Wand fahren, den Linken die Schuld geben und ihre Verantwortung nie übernehmen.

      Ich habe in x Gemeinden miterlebt wie das Volk entscheidet: Kommt die Idee von Links und sei sie noch so sinnvoll erleidet sie Schiffbruch.
  • craigson 21.12.2019 11:31
    Highlight Highlight Wieso spricht hier niemand von Bill Gates sicheren AKW-Alternative TerraPower der 4. Generation, welche aus 95% des weltweiten Atommülls Energie zurückgewinnen kann? Recycling von Atommüll ist doch allemal besser, als sie 1 Mio. Jahre einlagern zu müssen?

    https://www.watson.ch/wissen/energiewende/557014252-bill-gates-traeumt-von-der-zukunft-der-atomkraft-wie-realistisch-ist-das
    • dorfne 21.12.2019 13:17
      Highlight Highlight Der Bau eines neuen AKWs dauert 30 Jahre, bis dann wird die Natur längst tabula rasa mit uns gemacht haben. Und die Mehrheit des Volkes will den Ausstieg aus der Atomkraft! Was soll diese Zwängerei!
    • Pafeld 21.12.2019 13:34
      Highlight Highlight Weil das ein nicht ausgereiftes Konzept ist, das bis zu seiner Realisierung ähnlich viel Zeit benötigt, wie ein neuer Meiler.
      Ich bin überrascht, wie unglaublich stur man gegenüber dieser Tatsache ist. Wir haben den Zeitpunkt für ein neues AKW vor etwa 20 Jahren verpasst. Ein neues AKW gibt es nur mit einer 20-Jährigen Versorgungslücke oder wird schlicht nicht mehr gebraucht, wenn es ans Netz gehen könnte.
    • rodolofo 21.12.2019 13:42
      Highlight Highlight Hast Du Deinen Link denn selber gelesen?
      Da ist von Hoffnungen für die Zukunft die Rede, von fehlender Finanzierung, von Nachteilen wie der Korrosion von Flüssigsalz, welches nach extrem beständigen Materialien für Leitungen und Behälter ruft, von gewaltigen Kosten.
      Das Fazit des Artikels lautet: "Zu spät, zu teuer".
      Aber niemand hier hätte etwas dagegen, wenn irgendwann in ferner Zukunft einmal ein Enkel von Bill Gates den Atommüll recyceln, viel Strom produzieren und erst noch die radioaktive Strahlung beseitigen wird!
      Aber wir leben JETZT!
      Also müssen wir das machen, was JETZT hilft.
  • Madison Pierce 21.12.2019 11:04
    Highlight Highlight Sich jahrzentelang gegen neue AKW zu wehren und dann als Argument zu bringen, ein neues AKW habe eine zu lange Bauzeit, kann nur ein Politiker. Es ist ja schon traurig genug, dass man NACH der Abschaltung des KKM über eine allfällige Stromlücke diskutiert.

    So komplizierte Sachen wie die Energiestrategie sollten von Experten ausgearbeitet werden. Ohne Politiker und deren Lobby, die überall reinreden. Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben...
    • FrancoL 21.12.2019 12:10
      Highlight Highlight Soso von Exeter ausgearbeitet, das klingt ja ganz gut. Wenn ich dann aber die Glaubwürdigkeit der Experten betrachte, dann ist diese im Volch auf einem Minimum.
      ZU UNRECHT, aber es ist so und wird so bleiben.
      Darum muss man wohl versuchen über die verschiedensten Kanäle Lösungen einfließen zu lassen, denn heute ist es immer noch so das die Lösung im Wesentlichen von der Akzeptanz des Emittenten abhängig ist. Wer dies nicht erkennen mag lebt in einer Blase.
  • Peter R. 21.12.2019 10:56
    Highlight Highlight Wir brauchen immer mehr Strom - mehr Einwohner in der Schweiz, mehr Elektroauto, mehr Konsumgüter - ich spreche nicht mal von den überbordenden Weihnachtsbeleuchtungen. Und wir stellen ein AKW ab das 5% unseres Strombedarfs produziert. Wir werden das Manko natürlich mit Stromkauf im nahen Ausland ausgleichen - Strom welcher zum Teil mit Kohle produziert wurde. Aber die Grünen wollen diesen Widerspruch nicht einsehen und machen weiter mit ihrer krassen Ideologie anstatt die wahre Sachlage zu sehen.
    • DerHans 21.12.2019 11:33
      Highlight Highlight @Peter ja die Weihnachtsbeleuchtungen werden uns direkt ins Verderben leuchten. An ihrer Argumentation merkt man, dass ihre Meinung aus einem Bauchgefühl entstanden ist und nicht auf Fakten basiert. Beim Teil mit der Ideologie sollten sie nicht mit Steinen werfen, da sie selber im Glashaus sitzen.
    • FrancoL 21.12.2019 12:15
      Highlight Highlight Für Dich sind die Faktoren Zeit, Entwicklung, Optimierung wohl Fremdwörter.
      Wir machen grosse Fortschritte und wir wären viel weiter ein wir früher angefangen hätten.
      Mein E-Mobil "füttere" ich gerade mal zu 35% aus dem Netz, in 2-3 Jahren wird dies unter 20% sinken. Neue und sanierte Gebäude brauchen 50% weniger elektrische Energie. Klar nicht alle können sanieren und neu bauen, darum spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle und mit der richtigen Technologie wird auch der Verbrauch bei ähnlichem Komfort nicht mehr steigen und teilweise dezentral, also ohne Bandenergie abgedeckt.
    • Tobi-wan 21.12.2019 12:23
      Highlight Highlight Die Bevölkerung hat beschlossen aus der Atomenergie auszusteigen. Ergo werden die KKW abgestellt.
      Ich bin gespannt Auf Ihre Lösungsansätze anstelle grüne Ideologien zu verteufeln.
      Aber wahrscheinlich wollen sie keine Lösung, weil sie sonst über niemanden mehr reklamieren können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Urs457 21.12.2019 10:30
    Highlight Highlight Wer das Buch “Kraftwerk Schweiz“ des ETH-Professors Und Unternehmers Anton Gunzinger liest weiss, dass die Schweiz bis auf wenige Tage im Jahr absolut Energie autark sein kann. Wenn sie will!
    • FrancoL 21.12.2019 11:10
      Highlight Highlight Aber ein Teil der Schweiz will dies nicht und darum muss man wohl mit Regelungen eingreifen.
    • Bosshard Matthias 21.12.2019 11:24
      Highlight Highlight Interessant und die Statistik des Bundesamt besagt 43% Importe was also Fakt ist Fakt auch das wird nun um 5% ansteigen. Das Buch kenne ich nicht aber eines weiss ich meine PV macht Zuwenig Strom da leider Zuwenig Sonnentage und zu schwache Sonne das ist nur eine Ergänzung und Windräder möchte man auch nicht aber vielleicht verraten Sie mir die Lösung ?
    • FrancoL 21.12.2019 12:17
      Highlight Highlight Die 17 Blitze (mehr als 1/3!) zeigen Dir, dass die Glaubwürdigkeit in unsere besten Wissenschaftler nur bedingt da ist, LEIDER.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Regas 21.12.2019 10:29
    Highlight Highlight Nussbaumer hat recht ein KKW kann in der CH realistischerweise nicht gebaut werden. Einzig Import oder Gaskraftwerke werden in naher Zukunft unser Strombedarf im Winter decken können. Das sieht man gut in DE, da werden von Jahr zu Jahr die Stromlücken, hervorgerufen durch die Abschaltung der KKW und Kohlekraftwerke, mehr und mehr von Gaskraftwerken aufgefüllt. Trotz 30'000 Windrädern und Millionen von Solaranlagen ist die DE Energiewende total gescheitert.
    • Dani S 21.12.2019 13:19
      Highlight Highlight Gescheitert ist die Energiewende nicht, nur hat die Politik es versäumt, stabile und verlässliche Leitplanken zu setzen: Stichwort Einspeise-Preise. Gleiches Chaos hier, darum komnt nichts vom Fleck, die bestehenden (halbstaatlichen) Energielieferanten stossen sich gesund, siehe Bern mit dem Aufkauf von Firmen.
    • dorfne 21.12.2019 13:25
      Highlight Highlight Falsch. Der Stromausfall wird durch immer mehr erneuerbare Energie kompensiert. Kohlekraftwerke stehen nur noch im stand by Betrieb und sind ein Auslaufmodell.
    • Urs457 21.12.2019 13:32
      Highlight Highlight Deutschland hat aktuell ca. 40% Strom aus Erneuerbaren, die Schweiz ca. 4%. Relativ steile These zu behaupten, die Deutschen seien gescheitert. Was nicht heisst, dass ich alles toll finde was die Deutschen machen. Unsäglich vor allem, die defizitäre Kohle mit Milliarden noch für Jahrzehnte durchzufüttern!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobias W. 21.12.2019 10:21
    Highlight Highlight Giezendanner ist definitiv in der falschen Partei! Er ist pragmatisch, offen und bereit für Lösungen. Normalerweise sucht man in der SVP vergeblich nach solchen Leuten.
    • dorfne 21.12.2019 13:28
      Highlight Highlight Ausgerechnet die SVP, die immer die "direkte Demokratie" hochleben lässt, wenn es gegen die EU geht, aber das Ja des Volkes zur Energiestrategie 2050 inkl. Atomausstieg partout nicht akzeptieren will, ja ignoriert und den Bau neuer AKWs verlangt.
  • Gubbe 21.12.2019 09:59
    Highlight Highlight Die Schweiz mit ihren Vereinen, Kommissionen, Sitzungen, Task Forces und nicht zuletzt den Universitäten mit tausenden von ausgebildeten Personen hat keine Idee, wie der Strom zukünftig erzeugt werden soll? Nur die Grünen wissen, dass alle AHW's abgestellt werden müssen und die Wasserkraft nicht ausgebaut werden darf. Bald sitzen wir abends ums Lagerfeuer und in den Nacken bläst eine Windturbine. Da muss doch der BR handeln, qualifizierte Leute aufbieten und etwas gescheites in einem bestimmten kurzen Zeitrahmenausarbeiten lassen.
    • dorfne 21.12.2019 13:30
      Highlight Highlight Ja genau. Ohne AKW's geht die Welt unter!
    • Gubbe 21.12.2019 13:57
      Highlight Highlight dorfne
      Deine Kommentare sind auch nicht mehr, was sie mal waren.
  • c_meier 21.12.2019 09:54
    Highlight Highlight etwas sehr gesucht fand ich die Live-Sendung von srf zur Abschaltung am Mittag, als man immer wieder Mitarbeiter nach ihren "Emotionen" gefragt hat...
    und als die srf-Moderatorin im Kontrollraum den Moment der Abschaltung noch einige Sekunden verzögern musste, weil sonst der srf-Countdown nicht mehr richtig wäre... 🙈
    • papperlapapp 21.12.2019 22:07
      Highlight Highlight Ja das fand ich auch. Das ist einfach eine technische Anlage welche man fachmännisch und ohne Emotionen runterfahren muss. Die Ablenkungen durch den "huhu-wirsteigenausdernuklearzeitaus" TV SensationsBimBam hatten eher einen verstörenden Eindruck der Betriebsführung hinterlassen. Schliesslich war der Reaktor noch in Betrieb, solche Ablenkungen zeugen von Unprofessionalität in der Leitung eines solchen Betriebs. Da hätte ich mich als Leiter einer solchen Institution gewehrt. Auch wenns gegen den CEO und deren PR Schlacht der BKW gewesen wäre...
  • beaetel 21.12.2019 09:50
    Highlight Highlight Wo kein Wille, da kein Weg. Unsere Stauseen als Batterien, die Dächer Mit Photovoltaik und dazu pro Ortschaft ein nicht zu grosses Windrad, wie man diese in Cornwall sehen kann und unsere Strombedürfnisse sind zu 100 % gedeckt.
    • dorfne 21.12.2019 13:32
      Highlight Highlight Es gibt übrigens schon leise, vertikal drehende Winanlagen, die auch das Problem des Vogelschlags beheben. Aber es braucht halt Investitionen. Die Banken sind gefordert.
    • Gubbe 21.12.2019 14:00
      Highlight Highlight dorfne
      War auch ein etwas älterer Beitrag hier. Die Störanfälligkeit ist grösser und die Effizienz einiges weniger. Nicht die Banken sind gefordert, sondern die Intelligenzia ser Industrie.
    • Thomas G. 22.12.2019 16:00
      Highlight Highlight Cornwall und die Schweiz sind ja auch total vergleichbar punkto Windaufkommen und verfügbarer Fläche. Momoll damit werden wir sicher weit kommen, gut gemacht.
  • Firefly 21.12.2019 09:45
    Highlight Highlight Fragt mal Elon, vielleicht schiesst er den Müll auf den Mond
    • Möfe 21.12.2019 10:04
      Highlight Highlight Das Problem bei dieser Methode ist die Gefahr, dass mit der Rakete etwas schief läuft und wir nachher starken Fallout haben in der Atmospäre.
    • rodolofo 21.12.2019 10:22
      Highlight Highlight Aber wenn schon, dann mit Lithium-Ionen-Batterien!
    • dorfne 21.12.2019 13:33
      Highlight Highlight Besser wär es den Müll zu reduzieren und den rest für die Fernwärme gebrauchen.
  • rodolofo 21.12.2019 09:31
    Highlight Highlight Eric Nussbaumer (SP) und Marionna Schlatter (Grüne), das "Dream-Team" der Arena!
    Auf der anderen (von uns aus gesehen linken) Seite:
    Der krampfhaft lächelnde "Mr. Burns" der Schweiz, der nach der "No Bilag"-No!-Abstimmungsniederlage und seiner Abwahl bei den letzten Nationalratswahlen "Kreide gefressen hat" und es trotzdem nicht lassen kann, auch hier einen "Plan B" mit trotzdem wieder neuen AKW's (lokal-härzige Klein-Reaktörchen?) weiter zu verfolgen, assistiert vom forschen Jung-Unternehmer, Giezendanger Junior, der Schluss macht mit der Bahn-freundlichen Altersmilde seines Vaters...
    • Eric Lang 21.12.2019 10:26
      Highlight Highlight Natürlich, aber dass weder der SP-ler und erst recht nicht die Grüne, eine ökologisch vernünftige und umsetzbare Lösung hat, um den Solarstrom zu speichern, hast Du nicht gemerkt.
      Und komm mir jetzt bloss nicht mit Batterien.
    • rodolofo 21.12.2019 13:16
      Highlight Highlight Das Speicher-Problem sehen wir doch alle!
      Aber anstatt dieses Problem zu bewirtschaften und gegen die Energiewende auszuspielen, damit man einfach so weiter machen kann, wie bisher, muss man seine grauen Hirnzellen halt mal dafür einsetzen, nach LÖSUNGEN für dieses Speicherproblem zu suchen!
      Und da gibt es doch schon einige vielversprechende Ansätze mit "Power to Gas"-Elektrolyseuren, Brennstoffzellenheizungen, Photovoltaik im nebelfreien BERGGEBIET (Stichwort: Arbeitsplätze für Randgebiete).
      Es gibt sogar eine Firma, die mit Solarthermie die Sommerhitze für die Wintermonate speichert!
      Usw.
    • dorfne 21.12.2019 13:39
      Highlight Highlight @Eric Lang. Die Forschung bleibt nicht stehen. Und auch im Winter scheint die Sonne. Das Potential der Photovoltaik liegt praktisch brach in der CH, weil der Staat die Fördermittel gestrichen hat und die Antragssteller jahrelang auf die Baubewilligung warten müssen. Klassisches Politikversagen. Von rotgrüngrünliberal erwarte ich rasche Korrekturen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toni.Stark 21.12.2019 09:28
    Highlight Highlight Bei Kaiseraugst hätte wir ein AKW bauen sollen, dann hätten wir weniger Probleme.
    • BenFränkly 21.12.2019 11:18
      Highlight Highlight Haben wir Probleme? Hast Du ein Problem? Ich hab keins. Ich hab ne 6kwp Photovoltaikanlage auf dem Dach, nächstes Jahr folgt eine eigene Batterie. Dann kann ich jederzeit den Stecker ziehen (oder weiterhin den Überschuss einspeisen; Unsere Anlage macht 8500kwh pro Jahr, reicht für zwei Haushalte... und das von unserem kleinen Dach... cheers!
    • Toni.Stark 21.12.2019 12:45
      Highlight Highlight Du denkst nur für dich.
    • BenFränkly 21.12.2019 14:34
      Highlight Highlight Da hast Du meines Erachtens nicht das ganze Bild betrachtet... dächte ich nur für mich, würde ich kaum für zwei Haushalte nachhaltigen Strom produzieren Toni. Ich denke dabei vor allem an unsere Nachkommen & halte Ihnen für meinen Teil möglichst viel CO2 und nukleare Hinterlassenschaften vom Hals.
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  • Posersalami 21.12.2019 09:27
    Highlight Highlight Die SVP beruft sich auf die Wissenschaft! Das ich dass noch erleben darf.. Wird jetzt der anthropogene Klimawandel anerkannt, oder betreibt die SVP Rosinenpickerei? Vermutlich letzteres nehme ich an.

    Auch interessant fand ich, das der Volkswille für die SVP nichts zählt und offenbar von einem neuen AKW geträumt wird. Aber auch das überrascht ja hoffentlich niemanden.
    • Marco Wettstein 21.12.2019 10:26
      Highlight Highlight Skuril auch die Behauptung, AKWs machen uns autark, wo wir doch gar kein Uran selbst abbauen und aufbereiten.

      Wie beim Öl, reiner Lobbysmus zu Ungunsten der Schweiz. Typisch svp.
    • dorfne 21.12.2019 13:41
      Highlight Highlight Und jetzt verlangen die SVP-Verhinderer bereits Millionen-Entschädigungen vom Staat für Ernteausfälle und Baumsterben wegen der Dürre- und Hitzesommer!
  • Casimir R. 21.12.2019 09:18
    Highlight Highlight Wenn letztlich jede Maschine mit Strom und CO2-neutral (egal ob Strom direkt oder Wasserstoff,Methan,Methanol etc) laufen soll, dann werden wir mit den in Europa einsetzbaren Technologien wohl leider kaum eine ausreichende Versorgung und ein stabiles Netz hinbekommen. Sie waren schon mal Thema und müssen es wieder werden. In den Wüsten der Erde gibt es Milloinen von km2 wo ganzjährlich die Sonne scheint. Da müssen zuerst geopolitische Probleme gelöst werden und wir machen uns abhängig. Ich sehe aber keine andere Lösung.
    • Posersalami 21.12.2019 09:29
      Highlight Highlight Wieso müssen wir das ohne das Ausland machen? Es stört doch heute auch keinen, 80% des Energiebedarfs zu importieren?

      Strom und Wasserstoff aus der Wüste gehört die Zukunft!
    • Casimir R. 21.12.2019 09:41
      Highlight Highlight sehe ich ganau so. wollte nur die gegenargumente gleich vorweggnehmen. ;-)
    • Lienat 21.12.2019 10:04
      Highlight Highlight Oh ja, und weitere 100 Jahre in Abhängigkeit der Wüstenstaaten bleiben, die ja allesamt für ihre Vorbildrolle bekannt sind. 🤦🏻‍♂️

      Ich weiss nicht, woher ihr eure Zahlen nehmt. Aber wenn ich das durchrechne, dann könnten wir sogar in der Schweiz (hohe Bevölkerungsdichte, hoher pro-Kopf Verbrauch, mässiges Strahlungsangebot) den gesamten Energiebedarf mit Solar decken, selbst wenn wir unsere 36TWh Wasserkraft abschalten würden (was natürlich nicht sinnvoll wäre). Und wenn das bei uns geht, dann geht das so ziemlich überall sonst auch.
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  • Arneis 21.12.2019 08:55
    Highlight Highlight Das Hr. Giezendanner kein Interesse an der Umstellung der Energiebeschaffung hat, erklärt sich durch Seinen Betrieb.
    Das unvermeidliche aufhalten zu wollen zeugt dennoch von Unwissenheit.
    Sollte man nicht mehr wählen.
    • Martel 21.12.2019 12:29
      Highlight Highlight Soviel ich weiss hat sein Vater damit begonnen, den Fuhrpark auf E-LKW umzustellen.
  • Blue Sun 21.12.2019 08:47
    Highlight Highlight Eric Nussbaumer hat es mit dem Satz:
    «Herr Giezendanner, Sie schildern hier immer Probleme. Aber Ihre Antwort dafür nimmt etwa 30 Jahre in Anspruch – nämlich bis der nächste Atommeiler ans Netzt gehen würde.»
    Richtig gesagt! Vor allem wenn man ja Lösungen hat die viel schneller Funktionieren.
    Zusätzlich: Bauen wir ein AKW, bis es endlich steht ist es Veraltet und umrüsten kostet wieder sehr Viel!
    Würde man das Geld in Speichermedien Investieren, wir kämmen viel Schneller zu guten Lösungen!
    Aber leider fehlt der Wille!
    • PeteZahad 21.12.2019 09:47
      Highlight Highlight In welche Speichermedien denn konkret? Staudämme erhöhen?
    • Eric Lang 21.12.2019 10:31
      Highlight Highlight Wie sollen denn die Speichermedien aussehen?
      Und welchen Wirkungsgrad haben sie?
    • Blue Sun 21.12.2019 12:35
      Highlight Highlight @PeteZahad @Eric Lang
      In Kalifornien werden Container mit Speicher für 1000 Whg. Aufgestellt. Das wären für den Kanton Luzern 405 Stück!
      Dann könnte man anfangen die Speicher Stauseen, am Tage zu Füllen wen die Sonne scheint und zu viel Strom die Netze Flutet.
      Es sind Ideen gefordert und nicht nur: Geht nicht und Nein Nein nein!
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  • Blue Sun 21.12.2019 08:42
    Highlight Highlight Lustig finde ich die die neue AKW's wollen!
    Die wollen nicht mal die Betreiber!
    Eric Nussbaumer hat einfach nur recht!
    Also warum wollen Betreiber kein neues AKW?
    1. Es Lohnt sich als Investor nicht!
    2. Bauzeit von Planung bis Inbetriebnahme: 15-25 Jahre!
    3. Kosten? Nicht absehbar! Da jede weiterer Unfall Weltweit, Verschärfte Sicherheitsvorschriften bringen kann.
    4. Risiko, bei einen neuem Zwischenfall könnte die Politik und Bevölkerung der Stopp des Baus, Verlangen und Durchsetzten. Investment wäre Verloren!
    5. Zeit bis Rendite: 15-25J. Bau ca. 25J bis es Rentiert! Also min. 40 J. warten!
    • Livia Peperoncini 21.12.2019 10:00
      Highlight Highlight Deshalb werden weltweit auch so viele neue Atomkraftwerke gebaut.

      https://de.nucleopedia.org/wiki/Liste_der_geplanten_Kernkraftwerke
    • Eric Lang 21.12.2019 10:33
      Highlight Highlight Na ja, eine Photovoltaikanlage in der Schweiz wird auch nicht älter als 25 Jahre.
      Rechnet sich also wenn alles gut läuft gerade so.
      Dann kommt noch die Demontage und Entsorgung als Sondermüll dazu.
    • Binnennomade 21.12.2019 12:39
      Highlight Highlight Livia, die allermeisten davon in China und Russland..
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  • Lienat 21.12.2019 08:27
    Highlight Highlight Ich kenne die CVs der Eingeladenen nicht. Aber hat überhaupt eine*r von den vier Studiogästen den notwendigen technischen Hintergrund, um sich zu komplexen technischen Fragen wie Energieversorgung oder Netzstabilität eine qualifizierte Meinung zu bilden? Oder plappern sie am Ende einfach nur nach, was ihnen die Lobby einflüstert?
    • Platon 21.12.2019 08:53
      Highlight Highlight @Lienat
      Eric Nussbaumer ist Elektroigenieur und hat dementsprechend etwas Ahnung.
    • FelixE 21.12.2019 09:09
      Highlight Highlight Zumindest Eric Nussbaumer hat ein Studium als Elektroingeniur abgeschlossen und vor seiner Zeit als Nationalrat viele Jahre im Bereich gearbeitet. Z.B. als Projektleiter von Mittelspannungsanlagen oder als Geschäftsführer einer Versorgungsgesellschaft. Natürlich gibt es immer Menschen, die heute vielleicht noch etwas näher an der Materie sind als Eric Nussbaumer, am Ende werden jedoch viele Entscheidungen über unsere Energieversorgung in der entsprechenden Kommission gefällt. Deshalb mach es aus meiner Sicht sinn, kompetente Personen wie Eric Nussbaumer in einer Arena zu haben.
    • Noblesse 21.12.2019 09:48
      Highlight Highlight Nussbaumer hat den technischen Hintergrund. Abklären, bevor schiessen...
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  • Zauggovia 21.12.2019 08:21
    Highlight Highlight Die Frage ist bloss, ob wir uns angesichts des Klimawandels eine Welt ohne Nuklearkraftwerke leisten können.
    Welches Risiko ist höher zu gewichten, die Gefahr eines AKW-GAUs oder die Auswirkungen der Klimaerwärmung?
    Solar- und Windenergie sind wichtig, werden aber die Nachfrage nicht alleine schultern können.
    • Bruuslii 21.12.2019 11:08
      Highlight Highlight 1. es geht nicht um gau's sonder um super gau's.

      bei einem windkraftwerk super gau werden dann unerwartet zwei personen vom umfallenden propeller erschlagen, als nur eine.

      die verantwortung für einen akw super gau, kann schlicht niemand tragen!

      2. die technologien, um die schweiz mit grünem strom weitestgehend energieautark zu halten, sind vorhanden. es braucht nur den willen dazu.

      3. wenn wir bessere lösungen als z.b. windkraftwerke gefunden haben, sind diese innert wochenfrist wieder abgebaut, im gegensatz zu akw's.
    • FrancoL 21.12.2019 11:13
      Highlight Highlight OH ein Experte, schon wieder einer.
    • Leider Geil 21.12.2019 12:04
      Highlight Highlight @Bruuslii: Den Super GAU gibts aber genau genommen gar nicht, nur den GAU, der ist schon schlimm genug.
      Sonst bin ich aber weitgehend einverstanden.
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  • offgrid 21.12.2019 08:07
    Highlight Highlight Wir müssen heute beginnnen. Auf jedes (auch denkmalgeschützte!) Dach gehört obligatorisch eine Photovoltaikanlage bis spätestens 2040. In jeden Keller gehört eine Speicherbatterie. Die Photovoltaik muss so ausgelegt werden, dass sie im Sommer etwa 5x mehr Strom produziert als wir brauchen. Nur so ist der Winter CO2 frei zu überstehen. Mit dem Überschuss können wir im Sommer Methanol produzieren und exportieren. So helfen wir nicht nur uns, sondern auch unseren Nachbarn. Der Strom wird vermutlich 2-4mal so teuer wie heute, hier ist endlich Ehrlichkeit angesagt.
    • Posersalami 21.12.2019 09:32
      Highlight Highlight Nein müssen wir nicht.

      Es genügen die grösseren und gut geeigneten Flächen für die 67tWh. Ganz sicher wäre es dumm, sich mit Kleinstanlagen zu verzetteln. Damit provoziert man nur unnötigen Widerstand.

      https://www.swissolar.ch/services/medien/news/detail/n-n/bfe-studie-schweizer-solarpotenzial-groesser-als-benoetigt/
    • PeteZahad 21.12.2019 09:57
      Highlight Highlight Und in 30 Jahren kommen dann von all diesen Batterien die 2% welche sich nicht recyclen lassen nach Würenlingen? Wir würden besser in Technologies investieren welche sich mit dem Abfall in Würenlingen Betreiben lassen um diesen zu reduzieren.
    • Mutzli 21.12.2019 10:42
      Highlight Highlight @offgrid
      "Der Strom wird vermutlich 2-4mal so teuer wie heute, hier ist endlich Ehrlichkeit angesagt."

      Na ja, das kommt doch wohl sehr auf den Energiemix drauf an und von welchen Zeiträumen man redet, oder? Mühleberg wurde ja runtergefahren, weil es eben nicht mehr preismässig rentierte, während Solarenergie bereits jetzt sehr billig ist & immer billiger wird.

      Vielleicht bin ich da sehr naiv & misinformiert, aber wenn man dann noch versteckte Kosten, wie der heutige Abfluss des Geldes nach Saudiarabien & co. für Öl miteinbezieht, bin ich da eher optimistisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 21.12.2019 07:41
    Highlight Highlight Was spricht gegen ein globales
    Endlager ?

    Der ganze Müll wäre so an einem Ort konzentriert. Somit auch die Überwachung.

    Finanzierung in den nächsten 1'000'000 Jahren durch die Staaten, die Kernenergie verwenden / verwendeten.
    • papperlapapp 21.12.2019 08:38
      Highlight Highlight 100% richtig! Aber vernünftig Denken geht offenbar in dieser ideologisch festgefahrenen Diskussion nicht mehr. Statt einheitliche Standards zu setzen, und 2 bis 3 grosse Endlager zu betreiben verklappen die grossen wie Russland oder auch EU Staaten das Zeug dann lieber im Meer oder lassen es vor sich hinrosten in alten Schiffleichen wie 80km neben Norwegen.. Es ist ein Trauerspiel sondergleichen.
    • pamayer 21.12.2019 08:44
      Highlight Highlight Gute Idee. Zürich, Bellevue.
    • Randen 21.12.2019 08:51
      Highlight Highlight So so für die nächsten 1Million Jahre? Die Schweiz gibt es seit 1848. Eine Demokratie sind wir seit 1971. Die ersten Glühbirnen gibt es ca seit 1880. Wahrscheinlich werden mehrere Zivilisationen kommen und gehen während den nächsten 1 Million Jahren. Die werden wohl stark unter diesen Abfällen leiden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eron 21.12.2019 07:39
    Highlight Highlight Ich frage mich was sinnvoller ist, AKW abschalten und das ungelöste Problem des Abfalls für Millionen von Jahren irgendwann unter der Erde zu verbuddeln, oder neue AKWś ohne Supergaugefahr der neuesten Generation zu bauen um den AKW Abfall strahlungsarm zu verarbeiten, der danach nur noch für einen überschaubaren Zeitraum von 300 Jahren an die nächsten Generationen weitergegeben wird. Ich bin für neue AKWś der neuesten Generation. Verbaucht den Atommüll anstatt ihn für Millionen von Jahren zu vergraben!
    • Resche G 21.12.2019 08:33
      Highlight Highlight Weiterverwenden könnten Sie höchstens die Brennstäbe. Für den Rückbau Schutt braucht es ein Lager
    • Lienat 21.12.2019 08:40
      Highlight Highlight AKW's ohne Super-GAU-Gefahr gibt es nicht. Insbesondere, wenn man den Faktor Mensch nicht ausklammert.
    • chr_bopp 21.12.2019 08:46
      Highlight Highlight Und woher kommen die neuen Reaktoren ohne Supergaugefahr?
    Weitere Antworten anzeigen
  • loremipsimdolor 21.12.2019 07:35
    Highlight Highlight überstrahlen. hihi.
  • Schneider Alex 21.12.2019 07:28
    Highlight Highlight Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Babs) aus dem Jahr 2015 birgt eine mehrmonatige «Strommangellage» im Winter die grösste Bedrohung für die Schweiz in sich; die Folgen eines längeren Blackouts wären ähnlich verheerend wie die eines nuklearen GAUs, aber zehntausendmal wahrscheinlicher.
    • pamayer 21.12.2019 08:45
      Highlight Highlight Belege?
    • papperlapapp 21.12.2019 08:52
      Highlight Highlight Genau. Und wenn eingetroffen, bauen wir in Rekordzeut überteuert 3 neue Gaskombikraftwerke und 2 neue grosse AKWs. Die Linken Netten und Grünen verlieren dann Bergsturzartig ihre Wähler, dummerweise nutzt das nichts, denn der Schaden wird angerichtet sein. Es ist immer wieder ein Rätsel wie eine kleine Gruppe von Ideologen es schafft durch Behauptungen und Projektionen genug Mitstreiter zu finden um den Illusionen zu frönen. Der Mensch ist einfach ein dummes Herdentier... 🙈
    • El Vals del Obrero 21.12.2019 09:11
      Highlight Highlight "die Folgen eines längeren Blackouts wären ähnlich verheerend wie die eines nuklearen GAUs"

      Wenn einmal der Strom ausfällt ist die Gegend danach für Jahrtausende unbewohnbar?

      Wobei, streng wörtlich hast du ja Recht: ein "GAU" ist ja der grösste anzunehmende und vorgesehende Unfall, der noch abgefangen werden kann.

      Wenn es aber einen Super-GAU gibt (nicht vorgesehenes Ereigniss), dann sind die Schäden sicher nicht kleiner und nicht weniger dauerhaft als bei einem Stromausfall.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 21.12.2019 07:22
    Highlight Highlight Mir ist nicht ganz klar, warum die ausgebrannten Brennstäbe verscharrt werden sollen. Ich verstehe, dass die Schweiz keine Wiederaufbereitungsanlage, keinen Schwerwasserreaktor zu Nutzen des Atommülls und schon gar keinen Brüter betreiben will. Aber warum kann man den Müll nicht an jene Länder weitergeben, die das tun? Indien, die USA und China haben ohnehin schon Atomwaffen, die haben kein Interesse daran das Material für militärische Zwecke zu Nutzen. Kanada ist zwar keine Atommacht, hat aber einen starken Rechtsstaat und wird auch keine Atomwaffen bauen. Sonst hätten sie es längst getan...
    • pamayer 21.12.2019 08:46
      Highlight Highlight OK. Exportieren alles nach Porrentruy.
  • Randreeh 21.12.2019 07:18
    Highlight Highlight es ist immer wieder völlig absurd, über solche Themen Politiker diskutieren zu lassen. An unseren Universitäten (vor allem ETH) gibt es genügend clevere Leute, die sich tagtäglich mit diesen Problemen auseinandersetzen und dies viel professioneller tun, als diese Behaupterei hier.
    • papperlapapp 21.12.2019 08:43
      Highlight Highlight Wie recht Sie doch haben. Das Sinnfreie von Ideologien getriebene haarsträubende und fachlich inhaltlose Geplänkel von rechts bis ganz links war kaum auszuhalten gestern.. 🙄
    • rodolofo 21.12.2019 09:32
      Highlight Highlight Und was behaupten den die ETH-Fachleute?
    • FrancoL 21.12.2019 11:17
      Highlight Highlight @Papper; Vieles von den was Politiker sagen, stammt ZB aus der ETH-Küche. Vieles was hier Kommentatoren sagen, zB SIE, stammt kaum von der ETH die ich kenne.
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  • Bowell 21.12.2019 06:43
    Highlight Highlight Warum diskutieren wir ob es Tiefenlager braucht oder nicht? Der Abfall ist da, wir brauchen so oder so eins.
    • Saraina 21.12.2019 08:22
      Highlight Highlight Wir diskutieren nicht, ob es sie braucht. Wir diskutieren, weil keine Gemeinde der Schweiz bereit ist, eines auf ihrem Gebiet zu tolerieren.
    • E7#9 21.12.2019 08:23
      Highlight Highlight Es steht nicht zur Diskussion ob es eins braucht sondern wo es sein wird.
    • Firefly 21.12.2019 08:58
      Highlight Highlight Die Frage ist wohl eher wollen wir ihn hier verschachern oder einer fremden Mafia anbieten. Bin mir sicher es gibt diese zweite Option in irgend einem sünneligen Hinterfotzelbericht und der Ueli steht schon in den Startlöchern.
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