Schweizer Familien wünschen sich besseren Kinderschutz bei Social Media
Der Umgang mit sozialen Medien ist für Familien laut einer Auswertung wichtiger geworden. Rund die Hälfte der befragten Familien wünschen sich einen besseren Kinderschutz sowie ein Handy-Verbot an Schulen, wie ein Familienbarometer zeigt.
Zudem halten 47 Prozent der befragten Familien eine allgemeine Unterstützung durch die Schulen und 44 Prozent der Befragten gesetzliche Beschränkungen für wünschenswert. Zu diesem Schluss kam das von Pro Familia Schweiz und dem Vorsorgeversicherer Pax am Donnerstag veröffentlichte Familienbarometer. Dafür seien schweizweit 2036 Familien vom 10. November bis 27. November 2025 befragt worden.
Die Mehrheit der Befragten fühlen sich nach Angaben des Barometers im Stande, ihr Kind beim Umgang mit Handy, Internet und sozialen Medien gut zu begleiten. 57 Prozent der Teilnehmenden stimmten einer entsprechenden Frage eher zu, 30 Prozent der Befragten stimmten vollkommen zu.
Der Umgang mit sozialen Medien ist für Familien in der Schweiz nicht überall gleich stark präsent, wie Pro Familia und Pax schrieben. In der Deutschschweiz beschäftige das Thema 27 Prozent der Familien stark, in der Westschweiz seien es 13 Prozent der befragten Familien und im Tessin 10 Prozent. Im Tessin und in der Westschweiz sei hingegen das Thema Jugendgewalt für Familien präsenter als in der Deutschschweiz.
Das Geld bleibt das Hauptthema
An oberster Stelle der Themen, die Schweizer Familien beschäftigten, steht laut dem Barometer wie bereits in den Vorjahren das Geld. Die Krankenkassenprämien und steigende Preise führen demnach die Liste der Top-Themen weiterhin an. Krankenkassenprämien beschäftigen laut der Analyse insbesondere Familien im Tessin. Steigende Preise seien vor allem für Familien im Tessin und in der Westschweiz ein Thema.
Für etwas weniger als die Hälfte der Umfrageteilnehmenden reiche das Haushaltseinkommen für das gemeinsame Familienleben aus, für fast so viele der befragten Familien reiche das Einkommen knapp aus und für 7 Prozent der Befragten reiche es nicht aus. Die Wahrnehmung der eigenen finanziellen Situation bleibe damit über die Jahre stabil, hiess es im Barometer.
Schliesslich schauten die Teilnehemden der Umfrage auch in die Zukunft. Drei Viertel der befragten Familien erwarten, dass sich die allgemeine Situation in der Schweiz über die kommenden drei Jahre eher oder stark verschlechtern wird. Die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung bleiben damit pessimistisch, wie das Familienbarometer resümiert. (pre/sda)
