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Geschnetzeltes, Burger, Schnitzel – immer noch identifizieren viele Menschen Menüs über die Fleisch-Komponente. Bild: KEYSTONE

Zürcher Mensa vergrössert für Studie Vegi-Angebot – mit erstaunlichem Ergebnis

Wenn kreativer gekocht wird, isst man plötzlich vegetarisch – ohne sich dessen immer bewusst zu sein.

Andrea Söldi / CH Media



Ein Vegi-Menü fehlt heutzutage in kaum einem Restaurant und keiner Kantine mehr. Doch häufig ist es einfallslos zubereitet und zudem irgendwo am Rande des Buffets angesiedelt. Die Botschaft ist klar: Normal sind Speisen, bei denen das Fleisch im Zentrum steht. Vegetarisch oder gar vegan ist für die Aussenseiter. Kein Wunder, dass sich unter diesen Bedingungen die meisten für ein Fleisch- oder Fischmenü entscheiden. Und einmal mehr fühlen sich die Köche in ihrer Ansicht bestätigt: Vegi ist kaum gefragt.

Doch der hohe Anteil an tierischen Produkten in unserer Ernährung schadet Umwelt und Gesundheit. Wie er in der Mittagsgastronomie gesenkt werden kann, wollten deshalb Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften herausfinden. «Bereits zwei Drittel der Erwachsenen essen über Mittag nicht zu Hause», sagt Co-Studienleiterin Priska Baur. Wenig bekannt sei auch, dass die Hälfte der gesamten Fleischmenge auswärts konsumiert werde.

Nicht auf die Nase binden

Im Herbst 2017 haben die Wissenschafter an ihren beiden Kantinen in Wädenswil einen zwölfwöchigen Versuch gemacht. In Zusammenarbeit mit der Firma SV Schweiz, welche die Restaurants betreibt, haben sie das fleischlose Angebot während sechs Wochen vergrössert. Stehen normalerweise zwei Fleisch- und ein Vegi-Menü zur Wahl, so gab es in den sechs Interventionswochen nur noch ein fleischlastiges sowie ein vegetarisches und ein veganes.

Zudem waren Letztere nicht als solche gekennzeichnet. Vegi-Menüs hätten bei vielen einen schlechten Ruf, erklärt die Agrarökonomin. «Deshalb wollten wir testen, ob sich die Gäste eher für ein vegetarisches oder veganes Gericht entscheiden, wenn es nicht entsprechend angepriesen wird.» Dazu müsse allerdings die Qualität stimmen. Nur einfach Fleisch durch Gemüse zu ersetzen, funktioniere nicht. In den Versuchswochen standen zum Beispiel Bündner Capuns mit Wurzelgemüse, Linsen-Gemüsecurry mit Samosa oder Burrito auf dem Speiseplan.

Klimabelastung sank

Die Auswertung zeigte, dass in den Vegi-Wochen deutlich weniger Fleischmenüs gewählt wurden als in den Vergleichswochen. Bei den Frauen, die generell weniger Fleisch essen, ging der Anteil von knapp 40 auf gut 28 Prozent zurück und bei den Männern von 65 auf 50 Prozent. Gleichzeitig nahm die mittlere Klimabelastung pro Gericht um fast einen Viertel ab.

Rückschlüsse auf die Geschlechter erlaubten die über die Mensakarten erhobenen Daten. Wer seine Daten nicht preisgeben wollte, konnte bar bezahlen. Ein Rundmail und ein Schild an der Kasse informierten die Studierenden und Mitarbeitenden darüber, dass ein Versuch durchgeführt wurde, jedoch nicht genau in welcher Art, um die Resultate nicht zu beeinflussen.

Insgesamt konnten über 26'000 Menüverkäufe ausgewertet werden. Das sei einzigartig, sagt Baur: Es gebe erst wenige wissenschaftliche Untersuchungen zum tatsächlichen Essverhalten von Menschen generell sowie in der Gastronomie.

Deux assiettes avec de la nouriture sont photographiees  lors d'une visite du nouveau restaurant vegetarien et vegan Tibits ce mercredi 5 decembre 2018 au Buffet de la gare CFF de Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bieten gar kein Fleisch an: Die Restaurant-Kette tibits. Bild: KEYSTONE

Bei der begleitenden Befragung von rund 1200 Personen auf dem Campus zeigte sich zudem, dass die Zufriedenheit nicht unter dem Fleischentzug gelitten hatte – entgegen den Befürchtungen der Verantwortlichen, welche einen Rückgang der Gäste sowie finanzielle Einbussen für möglich hielten.

Bemerkenswert fand Baur auch, dass einige angaben, nie vegetarisch oder vegan zu essen, obwohl die Daten zeigten, dass sie dies sehr wohl hin und wieder taten. «Bei einer gluschtigen Gemüselasagne zum Beispiel denken eben viele gar nicht in den festgefahrenen Kategorien. Es geht einfach um gutes Essen.»

Immer mehr sind flexibel

Eine weitere interessante Erkenntnis war, dass lediglich eine sehr kleine Minderheit immer oder gar nie Fleisch wählte. «Eine wachsende Mehrheit gehört zu den Flexitariern», ist Baur zum Schluss gekommen. «Sie isst bewusst, findet einen moderaten Fleischkonsum aber in Ordnung.»

Dies widerspreche der verbreiteten Meinung, man esse entweder immer oder nie Fleisch – eine Vorstellung, die auch viele Koch-Lernende prägt, wie sich bei einer weiteren Teil-Studie mit Gruppeninterviews an der Berufsfachschule in Baden gezeigt hat.

Die Forschenden sind sich bewusst, dass die Klientel der untersuchten Kantine nicht vollends repräsentativ ist, weil sich an der Hochschule viele mit Umwelt- oder Ernährungsthemen befassen. Gerne möchten sie den Versuch später anderorts wiederholen.

Vom Fleischfresser zum Trend-Veganer in zwei Wochen – der Selbstversuch: Woche 1

Die Untersuchungen sind Teil des gross angelegten Forschungsprojekts Novanimal, das vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert wurde. Sieben Institutionen suchten gemeinsam nach Innovationen entlang der Versorgungskette – von der Landwirtschaft bis zum Angebot in der Gastronomie. Damit die Erkenntnisse Wirkung entfalten, möchte Priska Baur nun Kontakt mit Interessierten aus der Gastronomiebranche aufnehmen und zum Beispiel Workshops organisieren oder Tipps per Newsletter und Fachmagazine verbreiten.

Zudem müsste bei der Ausbildung der Köche angesetzt werden, findet die engagierte Wissenschafterin: «Angehende Köche werden zu wenig gut auf eine zeitgemässe Ernährung mit weniger Fleisch vorbereitet. Denn gut vegetarisch oder gar vegan kochen ist anspruchsvoll.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • mike2s 13.06.2019 09:42
    Highlight Highlight Eine Fleischloses Menü nicht als solches zu deklarieren ist schlicht betrug.
  • bad robot 13.06.2019 01:59
    Highlight Highlight Es wäre dank solcher Studien schon möglich, uns in einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil zu überführen.
    Wenn jetzt noch die Migros & Co. ihre Regallogik von max. Profit auf gesund und nachhaltig trimmen würden, könnte die gesamte Gesellschaft profitieren.
  • Dörfu 12.06.2019 14:58
    Highlight Highlight Ich verwundere mich auch, wieso es kein Fleisch-Freies Mikrowellen-Food gibt.
    Wäre mir lieber Fleisch-Frei zu essen..
    • Framentanz 13.06.2019 11:17
      Highlight Highlight Beim Detailhändler, dessen Name mit C anfängt, gibt es eine vegetarische Fertig-Gericht-Reihe...
  • sunshineZH 12.06.2019 12:27
    Highlight Highlight Ist ja klar, die sogenannten Fleischgerichte in der Mensa schmecken auch nicht wie Fleischgerichte 😃
  • reich&schön 12.06.2019 11:05
    Highlight Highlight Überrascht mich nicht. Gerade an Orten wie Mensen wo das Budget oft stark beschränkt ist bringt man ohne teueres Fleisch oft Besseres auf den Teller.

    Wenn man den Leuten vegetarisches oder veganes Essen schmackhaft machen will, muss a) die Qualität stimmen und b) muss man raus aus der Öko-Mief-Ecke.

    Siehe Tesla.
  • DerGrosseSee 12.06.2019 10:02
    Highlight Highlight Als ich noch in Zürich meine Ausbildung hatte, war das bei uns in der Mensa so:
    Es gab 3 Gerichte. SchniPo, ein Fleischgericht und ein Vegetarisches Gericht.

    Das Vegigericht war oftmals "Wässrige Gemüsepampe ohne recht Struktur" oder sowas wie "Spinat der Kurz Warmgemacht wurde, ohne Würze mit wässrigem Hörniauflauf"

    Finds cool, dass sich das verbessert! Das war leider Wirklich nötig. So ist jeder bereit auch mal Vegi zu essen. Es geht ja keinem darum nur Fleisch zu essen wie n gestörter, aber wenn das Vegiangebot nicht gut war, musste man halt. Eine Vegifreundin ging damals immer Migros!
  • Nonkonformist 12.06.2019 09:59
    Highlight Highlight Eine Mahlzeit ohne Fleisch ist keine vollwertige Mahlzeit. Von den drei Hauptmahlzeiten am Tag, muss bei mir mindestens zwei Mal Fleisch dabei sein.
    • Vegander 12.06.2019 13:12
      Highlight Highlight Das rächt sich früher oder später. Denk an meine Worte! Schon im Mittelalter wusste man, dass übermässiger Tierproduktekonsum zu Gicht führt. Heute wissen wir auch ganz genau, was mit unserern Arterien passiert: Es bilden sich Ablagerungen, und die führen früher oder später zu Problemen bis hin zum Infarkt.
    • leu84 12.06.2019 15:53
      Highlight Highlight Auch eine Rösti mit Spiegelei, eine Spinat-Cannelloni oder einen frischen Salatteller kann lecker schmecken. Ein Nichtvegi und trotzdem e guete!
    • Lichtblau550 12.06.2019 23:49
      Highlight Highlight Stimmt. Und saisonal bei Sommerhitze: Spaghetti mit frischem Basilikum-Pesto und Tomatensalat. Oder Omelette mit Kräutern. Oder Risotto mit Pilzen. Oder Gazpacho.
  • henk 12.06.2019 09:43
    Highlight Highlight Ich habe mir seit ein paar Monaten angewöhnt nur noch an 2 Tagen pro Woche Fleisch zu essen. Einerseits schätze ich Fleisch so wieder viel mehr und bin mir des Konsums auch bewusster. Andererseits fällt mir seither auf, wie omnipräsent Fleisch überall ist... Wenn ich an der Uni in die Kantine gehe, finde ich 1 und höchstens mal 2 fleischlose Menus (von insgesamt 7). Auch wenn man ein Sandwich kaufen möchte, beinhalten etwa 80% Fleisch. Ich bin nicht für fleischlose Mensas aber wenn kein gutes Angebot besteht, dann muss man sich nicht wundern warum so viele Menschen viel Fleisch essen.
  • AlteSchachtel 12.06.2019 09:27
    Highlight Highlight Diese Erkenntnisse erstaunen mich nicht. Aber was heisst «Sie isst bewusst, findet einen moderaten Fleischkonsum aber in Ordnung.»

    Für mich ist bewusstes Essen:
    saisonal, regional mit Rücksicht auf Arbeiter, Fauna, Flora und Umwelt. (Masstab: Bio Suisse + KAG)
    (Gemüse-, Obst- und Getreideproduktion kann so problematisch sein, wie Fleischproduktion.)

    Das heisst auch bewusstes Einkaufen, was nicht immer einfach ist und für Verpflegungs-Verantwortliche von sparwütigen Schulen eine Herausforderung sein dürfte.




    • Randalf 12.06.2019 13:30
      Highlight Highlight
      Bewusstes Essen geht aber noch weiter. So sollte man sich während dem Essen auch nicht durch Handy oder Zeitung ablenken lassen.
  • Shikoba 12.06.2019 09:26
    Highlight Highlight An der ZHAW in Zürich gibt es das schon lange. Jeden Tag ein Fleisch-, Vegi- und Vegan-Gericht. Ausser am Freitag wird das Vegimenü zu Fisch.
  • Sleepimust 12.06.2019 09:21
    Highlight Highlight SV Restaurant an unserer Schule, heute einmal mehr auf dem Menuplan:
    Poulet aus Polen
    Zum Glück gibts Tupperware und Mikrowelle
    Benutzer Bild
    • Skinny bad boy James aka weissnonigsegedihr 12.06.2019 16:55
      Highlight Highlight 2.50... Huerre günstig,

      Da würde ich aufpassen ob das wük Poulet ist.
    • Sleepimust 12.06.2019 17:06
      Highlight Highlight pro 100g. Ist so Buffetmässig und an der Kasse die Waage
    • Saraina 12.06.2019 19:17
      Highlight Highlight In Polen wollte ich nicht mal als Ausländer leben, geschweige denn als Huhn!
  • fidget 12.06.2019 09:18
    Highlight Highlight Ich esse einfach was mir schmeckt. Ob das nun ein Fleischgericht ist oder ein vegetarisches Menu ist zweitrangig. Es muss gut gekocht sein, dann schmeckt eigentlich alles.
  • Pafeld 12.06.2019 09:07
    Highlight Highlight Ich hab damals an der Uni des öfteren das Vegi-Menü gewählt, schlicht weil die Fleischqualität häufig zu wünschen übrig liess und weil mir teilweise Leid tat, was man dem armen Fleisch in dieser Fabrikküche antat. Und im Zweifelsfall gabs ja noch immer den Schnitzel-Teller. Die Kernbotschaft, dass Qualität über Ernährungstyp geht, kann ich aber vollständig unterstützen. Ich kann mir vorstellen, dass es ab einem gewissen Punkt noch eine Art Kipp-Effekt gibt, da man bei langen Schlangen lieber in Gesellschaft ansteht.
  • DerMedicus 12.06.2019 09:07
    Highlight Highlight finde ich gut. ich selber esse auch sehr viel lieber die meist attraktiveren Vegi-Menues in der Mensa. Allerdings hört der Spass auf, wenn die Mensa Fleisch-Imitate produziert. Weshalb ein Tofuschnitzel, Soja-Hackbällchen o.ä.?

    Die vegetarische Küche hat so viel mehr zu bieten. Wenn ich vegi esse, dann nicht weil ich "etwas Fleisch-ähnliches" will, sonder weil ich das Vegimenu besser finde. Z.B. eine tolle Gemüselasagne oder ein Kartoffelgratin.

    Aber bitte nicht versuchen, Fleisch nachzumachen. Dann esse ich doch lieber das Fleisch, das schmeckt immerhin auch so... 😅
    • p4trick 12.06.2019 09:56
      Highlight Highlight Weil Proteine wichtig sind? Soja ist ein wertvoller Proteinersatz und daraus wird gerade eben Tofu hergestellt.
      Du kannst dich sehr wohl mit einem Teller Pasta und Tomatensauce ernähren, aber da fehlt dir eben genau die Proteine
    • DerMedicus 12.06.2019 13:04
      Highlight Highlight ja, aber ich kann da den Tofu auch in nicht-Schnitzel-Form und ohne Schnitzel-Geschmacksverstärker beigeben. Habe nichts gegen Tofu. Nur gegen die Nachmache.
    • Vegander 12.06.2019 13:18
      Highlight Highlight @p4trick
      Es gibt ja auch noch viele andere vegane Proteinquellen wie Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Nüsse usw. Aber es stimmt schon: An Soja ist nichts falsch, und auch diese "Ersatzprodukte" haben durchaus ihren Sinn. Sie erleichtern den Umstieg auf veganes Essen. Und wenn man sich vor Augen führt, was in verarbeitete Fleischprodukte an Chemie gesteckt wird, sind die Alternativprodukte geradezu gesund!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nüübächler 12.06.2019 09:06
    Highlight Highlight "Gleichzeitig nahm die mittlere Klimabelastung pro Gericht um fast einen Viertel ab."

    Das trifft nur zu bei Importfleisch aus ackerbaufähigen Gebieten. Ansonst ist diese Aussage absoluter Schwachsinn.
    In der Schweiz, wie auch weltweit ist 70 % der landw.nutzbaren Fläche nicht ackerfähig und mit einer Sorte Gras bewachsen. Diese Fläche würde für die menschliche Ernährung wegfallen wenn nicht Kühe, Schafe, Ziegen das Gras für uns in Fleisch und Milch umwandeln würden.
    Darum muss Fleischkonsum nicht per se umweltschädlich sein.
    • Liselote Meier 12.06.2019 13:21
      Highlight Highlight Das ist kompletter Blödsinn.

      Es gibt sowas Namens Bergackerbau, das gab es früher noch viel Häufiger.

      Nur rentiert dies nicht, das tut aber die Viehwirtschaft in den Alpen auch nicht, nur fliessen da viel mehr Subventionen als beim Bergackerbau.





    • Mutzli 12.06.2019 14:04
      Highlight Highlight @Nüübächler

      Was Sie sagen, ist allerdings absolut kein Argument gegen die Aussage im Artikel.

      Ob die von Ihnen genannten Flächen (wobei ich meine Zweifel bzgl. 70% habe) nicht anders landwirtschaftlich genutzt werden könnten ist egal für die CO2-Bilanz sowohl der Gerichte wie auch vom Fleisch selbst. Man könnte ja z.B. einfach darauf verzichten diese Gebiete zu bewirtschaften.

      Viehwirtschaft produziert nun mal massiv CO2-Equivalente (Hallo Methan) und ist generell eine ineffiziente Art um Kalorien zu erzeugen. Bin selbst kein Veganer, aber das ist schlicht Fakt.
  • El Pepedente 12.06.2019 08:55
    Highlight Highlight warum muss eigetnlcih immer de rbürger so kleine sachne für die umwelt machen? warum nicht grosskonzerne anpacken? und zwar mir relevanten themen! die wirtschaft macht die umwelt kaputt und die emisten bürger sind einfach nur sklaven der wirtschaft die keine andere wahl haben! frachtschiffe sind zb mir ein dorn im auge, die fahren ja noch mit altöl.. dan gibt es noch die guten inder und ihr ganges 0o und vieles mehr wo einfach krasse auswirkungen auf unsere umwelt hat.... aber ja es sind ja nur wir mit usnerem fleischkonsum die verantwortlich sind für alles übel 0o
    • Shikoba 12.06.2019 09:09
      Highlight Highlight Wo steht, dass nur "wir" schuld sind?
    • BeatB_ 12.06.2019 09:12
      Highlight Highlight Ganz einfach, weil auch "der einfache Bürger" seinen Teil beitragen soll. Genauso wie die Produzenten und Transporteure.
      Und dann für Dich auch noch dieser Hinweis: ca. einer Drittel des gesamten "Food Waste" produzieren die Haushalte... also die "einfachen Bürger". Wenn alle nur noch das kaufen, was sie auch brauchen, hätten wir schon viel erreicht.
      Es geht nicht darum, dass nur der andere soll. Es geht darum, dass ALLE ihren Teil beitragen müsen, um etwas zu erreichen.
    • Binnennomade 12.06.2019 11:18
      Highlight Highlight Schon gemerkt, dass Firmen nur das produzieren, was wir konsumieren? Sprich mit den Frachtschiffen kommt dein Scheiss zu dir. Am Ende tragen immer wir die Verantwortung, diese abtreten zu wollen dient höchstens dem Gewissen.
  • Triumvir 12.06.2019 08:48
    Highlight Highlight Gute Sache. Denn nur Fleisch aus verantwortungsvoller Produktion kann man mit gutem Gewissen essen. Ich bin übrigens seit Jahrzehnten Vegi und vermiese aber den Karnivoren trotzdem nicht ihre klima- und gesundheitschädliche Ernährungsweise.
    • huck 12.06.2019 09:24
      Highlight Highlight "Vermiese aber den Karnivoren trotzdem nicht ihre klima- und gesundheitsschädliche Ernährungsweise" - der war richtig gut!
    • AlteSchachtel 12.06.2019 09:34
      Highlight Highlight Der letzte Satz hindert ich am Herzverteilen.
      Die Produktion von Gemüse und Obst für den verwöhnten Europäer verbraucht Unmengen von Erdgas für die Treibhäuser oder entzieht ganzen Landstrichen das lebenswichtige Wasser, abgesehen von den Pestiziden, die eingesetzt werden.
  • beaetel 12.06.2019 08:28
    Highlight Highlight Endlich einmal eine nützliche Studie, für all die, welche gerne in Zahlen und Prozenten rechnen.
  • Frank Eugster 12.06.2019 08:27
    Highlight Highlight Bin ein Fleischesser und das nicht zu knapp, (bin mir der Verantwortung etc. bewusst, darum soll es jetzt nicht gehen.) und doch ist mein absolutes Leibgericht ein veganes. Eine feine Tomatenspaghetti (Hartweizengriessspaghetti) kann alles. Lasst doch die Glaubenfragen und die Moralinspritzen weg. Kocht mit Leidenschat und Interesse. Kocht fein und frisch, dann wird jede Mahlzeit zum Genuss, egal ob fleischig, vegi oder Vegan. Essen ist Leben, es soll ein Fest sein... Nur so meine Meinung.
    En Guete..
    • ingmarbergman 12.06.2019 08:35
      Highlight Highlight Für diejenigen, die für dein Essen sterben müssen, ist das Essen eben kein Fest.
    • Frank Eugster 12.06.2019 09:31
      Highlight Highlight @ingmar;Nun ja ich denke dass die Tomaten, der Basilikum, der Knoblauch, der Oregano, ja der Hartweizen einen grauenhaften Tod erleiden mussten. Denn auch die sind Lebewesen. Pflanzen sind auch Lebewesen, weil sie eine Gestalt, Reize, Wachstum und Fortpflanzung haben. Sie können sich bewegen und haben Stoffwechsel. Alle Lebewesen (Tiere, Pflanzen oder auch Bakterien) passen sich der jeweiligen Umgebung, in der sie leben, an. Spass Beiseite, genau um deine Moralspritze von wegen Tod und so geht es. Befrei dich davon, geniesse die Vielfalt der Küche. Die Fleischküche ist "nur" eine Möglichkeit..
    • Ale Ice 12.06.2019 09:37
      Highlight Highlight Ich möchte dir dein Fest nicht vermiesen und würde wirklich liebend gerne mitfeiern!

      Aber mich hält die Realität davon ab.

      Für viele hat Ernährung ganz zentral mit Verantwortung, Empathie und Ethik zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Weiterdenker 12.06.2019 08:25
    Highlight Highlight Ich verstehe sowieso nicht, wieso man begonnen hat, täglich Fleisch zu essen. Mangels Alternative esse ich auswärts viel häufiger Fleisch, als ich es wirklich möchte. Zu Hause esse ich dafür selten bis nie Fleisch.
    • Ruefe 12.06.2019 09:01
      Highlight Highlight Täglich Fleisch essen ist ein Zeichen von Wohlstand, auch wenn die Zurschaustellung von Wohlstand in der Schweiz verpönnt ist, haben sich doch gewisse Dinge etabliert. Man kann es in extremer Form in Entwicklungsländern beobachten, wo es als chic gilt westlichen Fastfood zu essen, da diese Unternehmen erst durch das starke Wirtschaftswachstum dieser Länder angelockt wurden.
  • Triple A 12.06.2019 08:24
    Highlight Highlight Für viele Konsumenten ist der Preis des Mittagsmenus matchentscheidend. Und hier sollte das vegetarische Menu einen Wettbewerbsvorteil haben.
    • SoOderSo 12.06.2019 10:13
      Highlight Highlight Ist in den Mensen der ZHAW übrigens der Fall ;)
  • Triple A 12.06.2019 08:21
    Highlight Highlight Letztlich will man doch einfach gut essen. Ich frage mich aber, wieso alles etikettiert werden muss. So sind „Spaghetti Napoli“ etwas wunderbares auch ohne, dass sie als „vegetarisch“ bezeichnet werden.
    • Genital Motors 12.06.2019 08:40
      Highlight Highlight dafür muss man aber wissen dass napoli vegetarisch ist. deshalb anschreiben ist viel nützlicher und die Leute in der Schlange müssen nicht noch länger warten,
    • Merida 12.06.2019 08:57
      Highlight Highlight Bin trotzdem froh über das kleine v hinter der Menubezeichnung, damit ich nicht jedesmal extra nachfragen muss... 😘
    • Binnennomade 12.06.2019 11:14
      Highlight Highlight In meiner Kantine gabs letzthin Spaghetti Napoli mit Schinken drin. Auch sonst haben sie schon bei zig eigentlich vegetarischen Gerichten einfach noch Schinken reingeschmissen. Weiss der Teufel warum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 12.06.2019 08:21
    Highlight Highlight "Doch der hohe Anteil an tierischen Produkten in unserer Ernährung schadet Umwelt und Gesundheit." Da hat wohl jemand Nudeln aus Mehlwürmern gegessen, bei so einer dummen Aussage. Wöchentlich werden Leser mit der Fleischangst imprägniert. Waren wir nicht mal Sammler und Jäger und waren froh, ein Stück Fleisch zu essen. Wir sind gewachsen und stärker geworden. Es nervt mich gewaltig ob diesen hinterlistigen, missionarischen Artikeln. In absolut jeder Kultur wird auch Fleisch gegessen. Es muss ja nicht das 300 gr. Steak sein.
    • ingmarbergman 12.06.2019 08:37
      Highlight Highlight Es gibt da etwas, das nennt sich Evolution. Ansonsten bist du wahrscheinlich auch froh, nicht mehr wie in der Steinzeit zu leben. Wieso ist das ausgerechnet beim Essen so wichtig?
    • Oigen 12.06.2019 08:38
      Highlight Highlight "Doch der hohe Anteil an tierischen Produkten in unserer Ernährung schadet Umwelt und Gesundheit."

      "Da hat wohl jemand Nudeln aus Mehlwürmern gegessen, bei so einer dummen Aussage."

      Bitte lieber Gubbe kläre uns auf was an dieser aussage dumm ist?
    • Fly Baby 12.06.2019 08:54
      Highlight Highlight Klar, Rinder werden gejagt! Informier dich bitte. Diese Sammler und Jäger Story geht mir gewaltig auf den Wecker.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helios 12.06.2019 08:00
    Highlight Highlight Tibits machts vor, zwei Etagen Restaurant im Bahnhof Bern und jeweils von Montag bis Sonntag proppevoll. Und viele der Gäste sind, wie ich, keine Vegetarier.

    Aber in den Führungsetagen der Migros und Coop ist man immer noch der Meinung, dass es für vegetarische Küche keine Nachfrage gebe. Man sieht das dann am Angebot von Fertiggerichten, welche zu 95% mit "Schweizer Fleisch" sind. Scheint als würde da jemand seine Lobbyarbeit ganz ordentlich erledigen.
    • Merida 12.06.2019 08:54
      Highlight Highlight Erinnert mich an die „Chörbli“ im Migrosresti. Die haben immer nur Nuggets und Pouletflügeli. Wenn ich nach Vegi z.B. Minifrühlingsrollen frage, ernte ich nur Kopfschütteln. Einzig, wenn die Köchin da ist, welche selber Vegetarierin ist, sind plötzlich welche vorhanden. (Im Takeaway im gleichen Gebäude haben sie immer Minifrühlingsrollen.)
    • bebby 12.06.2019 10:01
      Highlight Highlight Tibits bedient aber preislich ein ganz anderes Segment als Migros und Coop...die Margen müssen gewaltig sein bei tibits: Selbstbedienung und Preise wie in einem bedienten Restaurant. Bei einem Mittagsmenue unter chf 10 ist da nicht so viel möglich.
    • P. Meier 12.06.2019 12:20
      Highlight Highlight Solange die Verkaufszahlen stimmen, wird dies auch so weiter angeboten. Auch wenn es vielen nicht passt, es liegt mehrheitlich am Konsumenten.
  • zeusli 12.06.2019 08:00
    Highlight Highlight Manche meiner Berufskollegen sehen vegetarische und vegane Menüs nur als lästige Pflicht, was man als Kunde dann auch merkt!
    Es bessert sich jedoch.
  • Binnennomade 12.06.2019 07:48
    Highlight Highlight Ich sehe das in unserer Kantine auch, da gibt es ein Menu und ein Vegi-Menu. Die meisten schauen sich das Vegi-Menu nicht mal an, sondern bestellen automatisch das normale Menu, 'ich bin ja kein Vegi'. Und dann sind sie am Tisch erstaunt, wenn mein Teller mal leckerer aussieht.
    • BeatB_ 12.06.2019 09:20
      Highlight Highlight Hat auch was mit der Wortwahl zu tun. Wieso ist das Menu mit Fleisch das "normale" Menu? Oder wieso ist überall (oder fast überall) das "Menu 1" mit Fleisch?
      Meiner Meinung nach würde der Fleischkonsum auch etwas sinken, wenn man schon nur daran etwas ändern würde.
      Und als Zusatzinfo: auch ich esse Fleisch, aber nicht jeden Tag und am Schluss nehme ich das Menu, dass mir gerade am meisten schmeckt.
  • Nelson Muntz 12.06.2019 07:48
    Highlight Highlight Vegitarisch muss nicht zwingend schlechter sein, da kann Baroni sicher etliche Pastagerichte und Curries liefern, die fleischfrei und schmackhaft sind 😋
    • Fly Baby 12.06.2019 08:56
      Highlight Highlight Es gibt etliche grandiose vegetarische Kochbücher, zum Beispiel Ottolenghi. Das geht weit über Pasta und Curry hinaus.
    • Nelson Muntz 12.06.2019 13:14
      Highlight Highlight Ottolenghi auf vegetarisch zu reduzieren ist Blasphemie 😉
  • Danger?! Awesome? 12.06.2019 07:45
    Highlight Highlight Wo bleibt die Fleischsteuer?
  • Merida 12.06.2019 07:42
    Highlight Highlight Zwei Dinge aus eigener Erfahrung:

    1. In Klassenlagern koche ich immer eine fleischlose Variante, da ich mich selbst so ernähre. Von diesem Gericht muss ich aber mehr kochen als nur für die Vegetarier*innen, da auch die anderen davon probieren wollen und einige es viel lieber mögen als die Fleischvariante.

    2. Im Zolli Basel esse ich fast jedes Mal Salat und Pommes, da das fleischlose Menu meist sehr unattraktiv aussieht und selten schon nur steht, was es denn wäre.
    • fidget 12.06.2019 09:23
      Highlight Highlight Deine Erfahrung aus dem Klassenlager kann ich gut nachvollziehen. Qualitativ gutes Fleisch kostet nun mal etwas mehr und bei Klassenlagern hat man kein riesiges Budget. An deinen Kochkünsten möchte ich aber in keinster Weise zweifeln.
    • P. Meier 12.06.2019 12:27
      Highlight Highlight Wenn fleischlose Gerichte schmecken, sehe ich keinen Grund ein, warum zusätzlich ein Menue mit Fleisch angeboten werden soll. Auf der Vereinsreise der Jugendriege gibt es, wenn wir selber kochen, immer das gleiche Menue. Salat mit Spaghetti (Tomatensauce oder Basilikum-Pesto). Das essen alle (wer will kann die Teigwaren auch "nackt" oder nur mit Käse essen). Wenn es zum Frühstück nicht Zopf mit Ei gäbe, wäre sogar eine vegane Verpflegung möglich. Mit ist bis jetzt aber noch nie in den Sinn gekommen, dies als besonders hervor zu heben.
    • Merida 12.06.2019 14:27
      Highlight Highlight Eine ganze Woche mit Teenagern ohne Fleisch wäre schwierig...
      Ich achte auch im Lager auf anständiges einheimisches Fleisch. Lieber etwas weniger, dafür stimmt die Qualität.
      Und was meine Kochkünste angeht: 1. habe ich unter Anderem eine Ausbildung zu Hauswirtschaftslehrerin und 2. kochen die Schüler in Gruppen selber mit etwas Unterstützung von mir.
  • Bits_and_More 12.06.2019 07:38
    Highlight Highlight Ich war selbst an der ZHAW (aber nicht in Wädi). Das Vegi Menu war häufig geschmacklich einfach besser und kreativer. Das Fleischmenü bestand meist aus ner Fertigsauce, sehr salzig, weichgekochten Teigwaren / Gemüse / Kartoffeln.
    Dafür verstehe ich jeden, der keine Lust auf den "Vegi Teller im Sternen" hat, was im Endeffekt einfach aus zwei Beilagen besteht.

    Schlussendlich steht und fällt alles mit dem Koch und nicht der Frage nach mit oder ohne Fleisch.
  • Juan95 12.06.2019 07:37
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man noch erwähnen dass das Fleischlose oder Vegane meist 7.- kostet während das Fleischmenü 12.- kostet. 5.- Preisunterschied bei einem Mittagessen als Student sind viel.
  • Smeyers 12.06.2019 07:35
    Highlight Highlight Ich esse seit Jahren nur Salat in der Kantine (dort machen sie nichts kaputt) dafür gibt’s keine Emulgatoren oder Antibiotika im Essen. Das heisst nicht das ich Vegetarier bin ;-)
    • Gubbe 12.06.2019 08:24
      Highlight Highlight Habe ich früher, beim Kantinenessen sowieso, auch gemacht.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 12.06.2019 09:09
      Highlight Highlight *hust*
      Emulgatoren für Saladsaucen sind auch Ei (Lecithin), Honig und Senf.
      Bei Fertigsaucen wie in den meisten Kantinen findet man Emulgatoren, Stabilisatoren, Geschmacksverstärker und Konservierungs- und Verdickungsmittel, also quasi Chemiefabrik.
      Bei vorgeschnittenem Salat, der länger rumsteht, muss man ausserdem die Keimbelastung im Auge behalten (siehe auch den bekloppten abgepackten Salat in den Discountern). Ich würde in Mensen etwas Gekochtes, Vegetarisches wählen, keine Rohkost und kein Angstfleisch. Das schmeckt bitter.
    • Gubbe 12.06.2019 15:21
      Highlight Highlight Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} ; Dein gekochtes wird ja nur Stunden unter den Lampen in der Wärme gehalten. Da passiert sicher gar nichts...
  • wolge 12.06.2019 07:19
    Highlight Highlight Ich bin ein traditioneller Fleischesser doch mittlerweile nehme ich am Takeaway wo immer möglich Vegi.

    Netter Nebeneffekt: Ich spare Geld
  • gupa 12.06.2019 07:14
    Highlight Highlight Hei Watson, besucht doch mal die Jungs von zum Topf in Langnau, beste vegetarische Küche im tiefen Emmental. Ich glaube die haben ähnliche Erfahrungen gemacht bezüglich Labelling
  • WID 12.06.2019 07:02
    Highlight Highlight Super, das ist der richtige Weg! Wenns schmeckt und abwechslungsreich ist Vegi/Vegan klasse!
  • The Writer Formerly Known as Peter 12.06.2019 07:00
    Highlight Highlight Ich finde das Experiment sagt nun weniger aus, als es die Forscher gerne hätten. Ich kenne die Mensa in Wädenswil. Man kann da nicht einfach rasch auf eine andere Mensa ausweichen. Und wenn man nichts dabei hat, bleibt noch das Salatbuffet und ein Sandwich vom Automat... es ist klar, das bei einer Ausweitung des Angebot mehr Vegie verkauft wird... das muss nur schon statistisch so sein. Besser wäre gewesen, das gleiche Restaurant nebenan zu setzen und dort das Angebot gleich zu belassen... oder an die UNI gehen wo das Angebot viel viel grösser ist... nur so meine 5ct.
    • Gugelhöpfli 12.06.2019 09:38
      Highlight Highlight Sehe ich auch so, wenn ich das Fleischmenu nicht mag, muss ich ja eines der anderen zwei nehmen. Daraus zu schliessen, ich bevorzuge die fleischlose Variante, ist aber falsch...
  • Ökonometriker 12.06.2019 06:54
    Highlight Highlight Den meisten dürfte der Geschmack am wichtigsten sein. In der Schweiz esse ich auswärts viel mehr Fleisch als beispielsweise in Asien, da die Restaurants ausser Fleisch einfach nichts Gutes haben.

    Das Problem ist wohl, dass bei uns stets die Erwartung ist, dass Vegetarisches auch billig sein soll. Das verunmöglicht eine gute Qualität.
    • The Destiny // Team Telegram 12.06.2019 07:03
      Highlight Highlight @Öko, weshalb? Gemüse ist viel günstiger als so manches Fleisch.
    • Ökonometriker 12.06.2019 07:19
      Highlight Highlight @The Destiny: in der Schweiz sind die Miete und die Arbeit für gewöhnlich weitaus teurer als die zubereiteten Zutaten.
  • MorukNo1 12.06.2019 06:48
    Highlight Highlight Ist jetzt nicht so überraschend, dass mehr Leute Vegi und weniger Fleisch essen, wenn plötzlich 50% weniger Fleisch- und 50% mehr Vegi-Menüs zur Auswahl stehen. Hat dann aber nicht unbedingt mit Vegi oder nicht zu tun, sondern die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher, dass mich ein Vegi-Menü anspricht.
    • LeChef 12.06.2019 07:49
      Highlight Highlight Ist doch aber trotzdem interessant, das bestätigt zu sehen, nicht? Hätte ja auch sein können, dass die Fleischkomponente für die Leute wichtiger ist als die Auswahl.
    • Turrdy 12.06.2019 07:54
      Highlight Highlight Das was für dich logisch erscheint, ist eben genau die Kernaussage der Studie: Es wird nicht Fleisch gegessen weil bewusst ein Fleischmenü gewählt wird, sondern es wird das Menü gewählt, welches am meisten anspricht.
  • peterpan42 12.06.2019 06:37
    Highlight Highlight Die Studie hat eindeutig bewiesen, dass der Grossteil der unfreiwilligen Teilnehmer sich das Menü aussuchen, welches sie für das schmackhafteste halten..

    Ist doch klar - solange nicht Unverträglichkeiten oder Lebenseinstellungen bestimmte Menüs aussschiessen, wählt jeder, worauf er am meisten Lust hat - also was genau ist die neue Erkenntnis?
    • Sherlock_Holmes 12.06.2019 06:56
      Highlight Highlight Das ist nun eine ziemlich verkürzte, eindimensionale Sicht!

      Natürlich spielen die momentane Lust, Präferenz oder Disposition eine Rolle – aber nicht nur!

      Art und Weise der Zubereitung und Präsentation sind gleichwohl mitentscheidend.

      Sonst wären die Unterschiede nicht so deutlich sichtbar.

      Mich stören solche nonchalanten, unreflektierten Statements bisweilen etwas.
    • WID 12.06.2019 07:04
      Highlight Highlight @peterpan42: spannender, abwechslungsreicher und kreativer kochen, steht im Teaser...
    • Nick Name 12.06.2019 08:01
      Highlight Highlight Das steht im Artikel.

      Im Übrigen ist es fast immer dasselbe bei der Präsentation von Studienresultaten: Irgend jemand sagt immer: «Ist doch klar.» o.ä. Mag sein.
      «Ist doch klar» ist aber nicht gleich «Wie eine Studie zeigt». Und manchmal ist es auch inhaltlich nicht gleich ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 12.06.2019 06:26
    Highlight Highlight Geht mir auch so. Werden die Spaghetti al Pesto als vegetarisches - oder noch schlimmer als Vegi-Menu - angepriesen, erscheinen sie gleich weniger attraktiv.
    • The Writer Formerly Known as Peter 12.06.2019 07:02
      Highlight Highlight Das ist halt, weil du Toerpe Zwerg bist. Etwas festgefahren in deinen Mustern und dem Denken... sorry, nimms nicht persönlich.
    • gupa 12.06.2019 07:11
      Highlight Highlight Verstehe ich irgendwie, wir sind so erzogen/gewöhnt das Vegi=minderwertig, weil es impliziert dass etwas fehlt.
    • The Writer Formerly Known as Peter 12.06.2019 07:19
      Highlight Highlight @gupa: Wie lange liegt dann deine Erziehung zurück? Ich kann mich nicht daran erinnern, so erzogen worden zu sein. Vegie war schon in den 1980er Jahren bei meinen Eltern ein Thema.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 12.06.2019 06:17
    Highlight Highlight Von 2 auf 1 Fleischmenu: Wahrscheinlichkeit reduziert, dass jemand es gerne hat
    Von 1 auf 2 Vegimenu: Wahrscheinlichkeit erhöht, dass gerne.
    „Völlig überraschend“ wurde mehr Vegi gegessen.
    Echt? Das hätte ein Kindergärtner erraten!
    Die Frage wäre gewesen: sind mehr Kunden gesamthaft zufriedener oder weniger.
    Die Antwort fehlt. Ich erwarte von Wissenschaftlern und Journalisten mehr.
  • Sherlock_Holmes 12.06.2019 06:15
    Highlight Highlight Im wortwörtlichen Sinn eine sehr gute Sache!

    Mich selbst zähle ich ebenfalls zu den Flexitariern.
    Mein Ziel sind nicht mehr als 200g Fleisch pro Woche. Das sind pro Jahr immer noch 10-12kg. Schätzungsweise liege ich bei gut 20kg.

    Wertvoll sind für mich auch die Freude und der bewusste Genuss.
    Diese kommen in der Ruhe zum Tragen.
    Wie oft sind wir in Gedanken schon bei der nächsten Aufgabe oder im Stress.

    Die Vielfältigkeit und sorgsame Zubereitung – auch von einfachen Speisen – fördert dies.

    Letztlich tun wir damit nicht nur den Geschöpfen und der Umwelt etwas zu Liebe, sondern uns selbst.
    • Militia 12.06.2019 07:30
      Highlight Highlight Das überschreitest du doch schon mit einem guten Stück Fleisch am Sonntag? Wie funktioniert das über mehrere Mahlzeiten verteilt?
    • I don't give a fuck 12.06.2019 10:25
      Highlight Highlight 200g Fleisch esse ich zum Frühstück.
    • Kruk 12.06.2019 11:15
      Highlight Highlight Super Sache, Qualität vor Quantität, tut auch der Gesundheit gut. Wie oft sind wir während dem Essen am Handy?
    Weitere Antworten anzeigen
  • bebby 12.06.2019 06:05
    Highlight Highlight Aussagekräftig ist es aber nur, wenn die Fleischalternative nicht unattraktiv war. Letztlich kommt es schon primär auf die Qualität der Küche an, weniger auf das Fleisch selbst. Ich nehme in der Kantine meist das interessanteste Gericht, nie Schnitzel Pommes frites. Und die Qualität der Küche definiert sich halt auch am Budget.
    • Astrogator 12.06.2019 06:33
      Highlight Highlight War auch mein Gedanke. Gutes Fleisch ist teuer, in Kantinen esse ich regelmässig auch fleischlos weil die Qualität einfach nicht stimmt.
    • WonnieLi 12.06.2019 08:12
      Highlight Highlight Leider hat man oft das Gefühl das gerade in Kantinen das Budget der Fleischvariante mit der vegetarischen kompensiert wird.
    • dath bane 12.06.2019 08:40
      Highlight Highlight Wenn wir nur noch Lunge, Leber und Blutwurst kochen, ernährt sich die Schweiz ab morgen vegetarisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hü Hopp Hü 12.06.2019 05:58
    Highlight Highlight Interessante Untersuchung. Spannendes Ergebnis. Grundsätzlich sehe ich es pragmatisch. Hauptsache fein. Soll jeder das essen was er will.
    • I don't give a fuck 12.06.2019 12:47
      Highlight Highlight Du siehst fein aus 😋
  • Raphael Stein 12.06.2019 05:29
    Highlight Highlight Es geht um gutes Essen. Voila, so ist das. Und das isst sich mit und ohne Fleisch.

«Ich ass krankhaft gesund»: Wenn der Zwang nach gesunder Ernährung krank macht

Nur ausgewählte Lebensmittel, nur bestimmte Hersteller, alles bis aufs letzte Gramm abgewogen. Aus dem Wunsch, sich gesund zu ernähren, wurde bei Nils Binnberg ein Zwang. Er litt jahrelang an Orthorexie.

Auf dem Höhepunkt seiner Suche nach dem perfekten Ernährungsstil wog Nils Binnberg bei einer Grösse von 1.85 Metern noch 68 Kilo und nahm nur noch fünf Lebensmittel zu sich: Räucherlachs, Avocado, Fleisch, Salat und ein paar Nüsse.

Über die Jahre hatte er sich immer strengere Ernährungsregeln auferlegt: alle Produkte mussten bio, gluten- und zuckerfrei sein, mussten leistungssteigernde Eigenschaften haben. Kohlenhydrate ass der damals 37-Jährige schon seit sieben Jahren nicht mehr.

All dies tat …

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