Schweiz
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Ständerat unterstützt Deklarationspflicht für Herkunft von Brot



An employee of Hirschi Beck in Berne, Switzerland, sorts whole-grain bread, April 16, 2014. Hirschi Beck, a local bakery, produces bread between midnight and morning. They use local ingredients as much as possible. (KEYSTONE/Gaetan Bally)   

Eine Mitarbeiterin verpackt am 16. April 2014 in der Baeckerei Hirschi in Bern Brot in eine Kiste. Zwischen Mitternacht und Morgen wird in der Backstube im Keller alles gebacken, was tagsueber im Laden darueber von Hirschi Beck verkauft wird. Hirschi Beck versucht bei ihrer Produktion moeglichst auf lokale Lieferanten zurueckzugreifen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Der Ständerat will für Brot und Backwaren eine Deklarationspflicht einführen: Das Produktionsland soll an einem für Kundinnen und Kunden gut sichtbaren Platz angegeben werden. Die kleine Kammer hat am Montag einen entsprechenden Vorstoss angenommen.

Sie stimmte stillschweigend für eine Motion ihrer Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK). Der Bundesrat ist ebenfalls damit einverstanden. Als nächstes entscheidet der Nationalrat.

Angesichts der steigenden Importe von Backwaren nehme die Bedeutung von deren Rückverfolgbarkeit zu, begründete Kommissionssprecherin Andrea Gmür-Schönenberger (CVP/LU) die Motion. «Die Importe haben sich vervierfacht.» Die Qualität der ausländischen Produkte hinke oft hinter derjenigen von einheimischen Backwaren nach.

Auslöser für die Kommissionsmotion war eine Motion von Ständerat Peter Hegglin (CVP/ZG), der eine Deklarationspflicht für die Rohstoffe von Brot und Backwaren verlangte. Diesen Vorstoss lehnten sowohl die Kommission als auch der Bundesrat ab. Die Regierung führte in ihrer Stellungnahme unter anderem den administrativen Aufwand und die Kosten für den Detailhandel ins Feld. Hegglin zog seine Motion daraufhin zurück.

Die nun angenommene Motion nimmt das Anliegen teilweise auf. Nicht deklariert werden sollen laut Gmür-Schönenberger Croûtons, Pizzas und Paniermehl, dafür aber beispielsweise Aufbackbrötchen und Sandwiches. Die Branchenverbände unterstützen die Motion. (aeg/sda)

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Diese 23 Leute können mit ihren Backkünsten definitiv nicht angeben

Sorry Schweiz, ich muss mit dir über das Gipfeli reden...

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
TrueClock
21.09.2020 19:10registriert September 2015
Würd ich unterstützen. ist mir grad neulich aufgefallen. hälfte war EU Brot. WTF. Administrativer Aufwand, so ein Bullshit. Ja zu Qualitätsbrot
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THINKdifferent
21.09.2020 21:01registriert March 2020
Richtiges Brot ist vielen doch bereits fremd! Aufbackwaren mit welchen man am nächsten Tag Nägel in die Wand schlagen kann ist heute der Kassenschlager.
Zwingend deklarieren, damit gute Backstubenware von weitem erkannt wird!
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Tomtschi
22.09.2020 03:29registriert March 2019
Das Problem ist nicht nur dass die Aufbackware lausige Qualität ist, sondern der ökologische Riesenfingerabdruck. Brot wird in Polen vorgebacken, tiefgekühlt in die Schweiz gekarrt, hier noch drei Monate im Tiefkühler gelagert und an einer Tankstelle aufgebacken. Die Deklaration der Herkunft ist das wenigste was man machen kann, die Deklaration der Inhaltstoffe wäre eine echte Katastrophe für die Industriebäckereien.
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