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Forschung

Auf Biodiversitäts-Förderflächen gibt es ein Drittel mehr Pflanzen

Auf Biodiversitäts-Förderflächen gibt es ein Drittel mehr Pflanzen

18.03.2024, 13:2618.03.2024, 13:26

Biodiversitätsförderflächen sind für die Artenvielfalt wirksamer als der biologische Landbau. Am besten für die Pflanzenvielfalt sei es aber, wenn diese beiden Massnahmen kombiniert würden, schrieb die Forschungsanstalt Agroscope in einer Mitteilung vom Montag.

Um die Wirksamkeit der verschiedenen Umweltprogramme in der Landwirtschaft zu untersuchen, analysierten Agroscope-Fachleute 1170 Graslandflächen in der Schweiz. Die Resultate wurden in der Fachzeitschrift «Journal of Environmental Management» veröffentlicht.

Auf Flächen, die biologisch bewirtschaftet wurden, fanden die Forschenden auf Parzellen von zehn Quadratmetern im Durchschnitt 1,8 Pflanzenarten mehr als in konventionell bewirtschafteten Wiesen und Weiden. Das entspricht einem Anstieg der Pflanzenvielfalt um neun Prozent.

Zur Förderung der Biodiversität auf Ackerflächen sollen die Bauern Weiden extensiv nutzen oder Blühstreifen anlegen.
Biodiversitätsförderflächen sind wirksam. (Symbolbild)Bild: Walter Schwager

32 Prozent mehr Pflanzenarten

Auf Biodiversitätsförderflächen fanden sie 6,6 Arten mehr als bei intensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden, was einer Zunahme der Pflanzenarten um 32 Prozent entspricht. Landwirtinnen und Landwirte müssen mindestens sieben Prozent ihrer Flächen als Biodiversitätsförderflächen bewirtschaften, um den ökologischen Leistungsnachweis zu erfüllen, der sie zum Bezug von Direktzahlungen berechtigt. Diese Flächen dürfen nur selten gedüngt und geschnitten werden.

Als Grund für den geringeren Effekt des biologischen Landbaus gaben die Forschenden in der Studie an, dass auf diesen Flächen zwar keine synthetischen Pestizide und Düngemittel erlaubt seien, aber eine intensive organische Düngung nach wie vor erlaubt sei. Für eine weiter reichende Förderung der Pflanzenartenvielfalt brauche es also Biodiversitätsförderflächen, schrieb Agroscope in der Mitteilung.

Die Studie entstand im Rahmen des Monitoringprogramms «Arten und Lebensräume Landwirtschaft». Dieses wird laut Agroscope von den Bundesämtern für Umwelt und Landwirtschaft finanziert und von Agroscope-Forschenden betreut. (rbu/sda)

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