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7 Dinge, die dir als Vater gleich viele Freitage einbringen wie die Geburt deines Kindes🤔

Bild: KEYSTONE

Sollen frischgebackene Väter vier Wochen Urlaub kriegen? Am Donnerstag berät der Ständerat über eine entsprechende Initiative – und einen Gegenvorschlag, der zwei Wochen vorsieht. Der Bundesrat hingegen möchte weiterhin nur einen Tag Vaterschaftsurlaub. Wir haben uns angeschaut, wofür man hierzulande ebenfalls einen Tag freibekommt.



Im Juli 2017 wurde die Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» eingereicht. Sie verlangt einen bezahlten Urlaub von 20 Tagen für Väter, flexibel zu beziehen innerhalb eines Jahres nach Geburt des Kindes.

Am Donnerstag beugt sich der Ständerat über das Geschäft. Seine vorberatende Kommission empfiehlt die Initiative zwar zur Ablehnung. Sie schlägt jedoch einen indirekten Gegenvorschlag vor, der einen Vaterschaftsurlaub von zehn Arbeitstagen vorsieht. Der Bundesrat will davon nichts wissen. Er lehnt Initiative und Gegenvorschlag ab.

Damit hält der Bundesrat daran fest: Bei der Geburt eines Kindes sollen Väter gesetzlich weiterhin lediglich einen freien Tag erhalten. Gleich viele freie Tage gibt es aus folgenden Gründen (unvollständige Auswahl):

Weil ein gewisser Josef vor rund 2000 Jahren in Betlehem Vater wurde (Vaterschaft höchst umstritten)

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Bild: pixabay.com

Der 25. Dezember, der Tag der Geburt Jesu, ist in sämtlichen Kantonen ein gesetzlicher Feiertag.

Weil Papst Innozenz XIII. ab 1691 in päpstlichen Bullen einen neuen Tag als Jahresbeginn festlegte

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Bild: papalartifacts.com

Der 1. Januar ist ebenfalls in allen Kantonen ein gesetzlicher Feiertag. Der sogenannte Circumcisionsstil begann sich ab dem 16. Jahrhundert in Europa durchzusetzen. Der Kalenderstil, der den 1. Januar als Jahresbeginn festlegt, löste den vorher geläufigeren Nativitätsstil ab, bei dem der 25. Dezember als Jahresbeginn galt. Ab 1691 übernahm dann auch die päpstliche Kanzlei die Zeitrechnung, was den Circumcisionsstil definitiv etablierte.

Weil sich drei Bezirke in einer Volksabstimmung für eine Abspaltung vom Kanton Bern entschieden

Francois Lachat, jurassischer Minister der ersten Stunde, haelt am 24. September 1978 in Delemont  eine Rede zur Feier der Gruendung des Kantons Jura, nachdem das Resultat der eidgenoessischen Abstimmung ueber die Gruendung des Kantons Jura bekanntgegeben wurde. Die Schweizer Stimmberechtigten haben der Gruendung des Jura als 23. Kanton des Bundes zugestimmt. (KEYSTONE/Str)

Der jurassische Politiker Francois Lachat feiert im September 1978 das Ja zur Gründung des Kantons Jura in einer eidgenössischen Volksabstimmung, Bild: KEYSTONE

Im Kanton Jura gilt der 23. Juni in Andenken an die Volksabstimmung von 1974 als gesetzlich anerkannter Feiertag (commémoration du plébiscite jurassien). Damals entschieden sich die drei nordjurassischen Bezirke Delémont, Porrentruy und Franches-Montagnes für eine Abspaltung vom Kanton Bern und die Gründung des neuen Kantons Jura. Dieser Schritt wurde vier Jahre später in einer eidgenössischen Volksabstimmung angenommen.

Weil angeblich eine Hexe auf einem Besen das Christkind sucht

Teilnehmer anlaesslich des Befana-Schwimmens in Brissago, am Samstag, 6. Januar 2018. Beim traditionellen Dreikoenigs-Schwimmen

Teilnehmer des traditionellen Dreikönigs-Schwimmen in Brissago TI. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Im Kanton Tessin wird am 6. Januar die Epifania gefeiert. Der Tag ist ein gesetzlich anerkannter Feiertag, wie auch in einigen Gemeinden Graubündens. Der Name stammt von Epiphanie ab, dem Kirchenfest der Heiligen Drei Könige Balthasar, Melchior und Kaspar, die an diesem Tag die Krippe Jesu in Betlehem erreichten. Zusätzlich taucht im Tessin gemäss einem alten, vor allem in Italien populären Volksglauben auch eine gute Hexe namens Befana auf. Sie fliegt in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar auf ihrem Besen auf der Suche nach dem Christkind von Haus zu Haus und bringt den Kindern Geschenke. Laut der Sage soll Befana von den Hirten die frohe Kunde über die Geburt Christi gehört haben. Der Stern von Betlehem hätte sie zur Krippe führen sollen. Da Befana zu spät aufbrach, verpasste sie jedoch den Stern – und fand Jesus nicht, weshalb sie ihn per Besenritt sucht.

Weil der eigentliche Todestag von Niklaus von Flüe schon besetzt war

Einzug zum Festgottesdienst mit der lebensgrossen Figur von Niklaus von Fluee, Bruder Klaus, in die Pfarr- und Wallfahrtskirche von Sachseln am Montag, 25. September 2017, anlaesslich der offiziellen Gedenktage zu Ehren von Niklaus von Fluee.
(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Lebensgrosse Figur von Niklaus von Flüe an der Prozession am Bruderklausenfest in Sachseln OW (2017). Bild: KEYSTONE

Der Einsiedler, Mystiker, einflussreiche Berater von Staatsmännern und inoffizielle Schutzpatron der Schweiz, Niklaus von Flüe (1417-1487), wurde 1947 von Papst Pius XII. heiliggesprochen. Weil der eigentliche Todestag von Flües, der 21. März, bereits dem Gedenken an Benedikt von Nursia gewidmet war, wurde der 25. September als Gedenktag von Niklaus von Flüe festgelegt. Dieser ist als Bruderklausenfest im Kanton Obwalden ein gesetzlich anerkannter Feiertag.

Weil 1572 in Paris Protestanten massakriert wurden

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«Le Massacre de la Saint-Barthélemy» von François Dubois (ca. 1572 bis 1584). Bild: François Dubois [Public domain]

Immer am Donnerstag nach dem ersten Sonntag im September findet der Genfer Bettag (jeûne genevois) statt. Der gesetzlich anerkannte Feiertag geht angeblich auf das Gedenken an die Bartholomäusnacht zurück, die auch als Pariser Bluthochzeit bekannt ist. In der Nacht vom 23. auf den 24. August 1572, den Bartholomäustag, wurden in Paris in einem Pogrom tausende Protestanten ermordet. Rasch dehnten sich die Massaker in die französische Provinz aus. Im protestantischen Genf lösten das Pogrom grosses Entsetzen aus. 1840 wurde der Bettag im Kanton Genf zum gesetzlichen Feiertag erklärt.

Weil Glarner und Innerschweizer 1388 ca. 1700 Habsburger töteten

Die christliche Prozession haelt zum Gebet, an der Naefelser Fahrt, am Donnerstag, 9. April 2015, in Naefels. Am 9. April 1388 besiegte eine Gruppe von Glarnern mit Unterstuetzung aus Uri und Schwyz ein weit ueberlegenes Heer der Habsburger. An diesen Sieg erinnert die Naefelser Fahrt mit Gedenkgottesdienst, Prozession und politischer Festansprache. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der Umzug an der Näfelser Fahrt 2015. Bild: KEYSTONE

Bei der Schlacht von Näfels am 9. April 1388 versammelten sich eine 600 Mann starke Streitkraft von Glarnern, verstärkt durch einige Urner, Schwyzer und Unterwaldner, am Rautiberg hinter Näfels. Den zahlenmässig stark unterlegenen Eidgenossen gelang es – unter anderem mit Steinen und Felsblöcken – ein habsburgisches Heer aus 600 berittenen Soldaten und 6000 Mann Fusstruppen zu stoppen. Dieses war zuvor plündernd durchs Linthtal gezogen. Rund 1700 Habsburger verloren ihr Leben, viele davon verendeten in den Sümpfen bei Weesen. Auf eidgenössischer Seite waren ca. 55 Todesopfer zu beklagen. Am ersten Donnerstag im April wird im Kanton Glarus mit der Näfelser Fahrt, einem gesetzlich anerkannten Feiertag, der siegreichen Schlacht gedenkt. Um 7 Uhr morgens setzt sich jeweils am Zeughaus in Glarus ein Zug aus Bürgern, Musikkapellen und Armeeangehörigen in Bewegung und wandert zum Schlachtdenkmal bei Näfels.

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143Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lienat 20.06.2019 06:20
    Highlight Highlight Genaugenommen bringen die aufgeführten Dinge viel mehr freie Tage als eine Geburt. Papi wird man schliesslich nicht ein Leben lang jeden Tag 😁
  • Caulfield 19.06.2019 23:17
    Highlight Highlight Ich lese hier die Kommentare vor allem von zwei Personen, die offensichtlich keine Kinder haben. Neben dem chillig geschenkten Papiurlaubstag (mein Arbeitgeber hat mir sogar 5 Tage geschenkt 🏖😎) kommen noch CHF 200.-- pro Monat Kindergeld dazu. Damit gehen meine Frau und ich jeden Monat ein Mal dick essen mit einer guten Flasche Wein und danach genehmigen wir uns jeweils einen schönen Cocktail...mit Schirmchen. Schön blöd, wer keine Kinder hat und die vielen Geschenke des Arbeitgebers nicht geniessen kann.
  • Lucas29 19.06.2019 19:42
    Highlight Highlight Keine Kinder kriegen, dann gibts dieses Problem nicht😉
  • Ohniznachtisbett 19.06.2019 18:57
    Highlight Highlight Anderer Vorschlag: Wer 2 Jahre lang 200 Franken pro Monat zur Seite legt hat 4800 Franken um einen Monat unbezahlten Urlaub zu nehmen. Ah sorry Überlegungsfehler, dann liegen die Ferien auf Bali nicht drin... Eigenverantwortung heisst das Stichwort
    • dr. flöckli 20.06.2019 00:53
      Highlight Highlight Nach deiner Logik bräuchte es demnach auch keine AHV, keine Krankenkasse, IV, etc. weil ja jeder kann ja schliesslich selbst sparen... moll, macht Sinn. Viel Spass 19. Jahrhundert🤔😉
    • Aerohead 20.06.2019 01:02
      Highlight Highlight In deinem Weltbild gehen unserer Gesellschaft also Neugeborene am Arsch vorbei und Eltern sind auch keinesfalls unterstützenswert? Na wenn das keine Definition von asozial ist...
  • Kampfsalami 19.06.2019 18:28
    Highlight Highlight Geburt Kind: 1 Freitag
    Wohnungswechsel: 1-2 Freitage
    🧐
  • Zat 19.06.2019 18:11
    Highlight Highlight Dass die vier Wochen eigentlich 20 Tage sind, die flexibel innerhalb eines Jahres bezogen werden könnten, war mir bisher gar nicht so bewusst. Das entkräftet noch mehr das Argument der Arbeitgeber, dass vier Wochen Arbeitnehmerausfall am Stück bei einigen kaum zu verkraften wären. Ich bin sicher, viele Väter würden einen Teil der 20 Tage zurückbehalten für später im Jahr. Das macht den Ausfall noch besser planbar weil voraussehbar.
  • AlienTechnologie 19.06.2019 17:39
    Highlight Highlight Wurde nicht gerade ziemlich positiv über eine Frauenquote diskutiert (so wegen Gleichberechtigung)? Vaterschaftsurlaub ist jedoch undenkbar für die Politiker. Kann mir jemand diese Logik erklären🤔
    • MGPC 19.06.2019 20:01
      Highlight Highlight Ich denke die mehrheitlichen Männer im Bundeshaus blockieren das weil sonst ja die Frauen Arbeiten könnten. Somit würde eine Frau ihnen den Platz streitig machen. Get gar nicht für diese Heuchler.
    • AlienTechnologie 20.06.2019 00:21
      Highlight Highlight @MGPC Interessante Theorie. Ich habe auch schon gedacht, dass Vaterschaftsurlaub eigentlich Frauen entgegenkommt (also nicht "nur" der Familie). Denn Vaterschaftsurlaub würde die Aussage, dass Frauen Kinder kriegen und so im Betrieb fehlen, entkräften.

      So oder so, für Gleichberechtigung muss noch viel geschehen. Bei beiden Geschlechtern.
  • Shikoba 19.06.2019 16:55
    Highlight Highlight Vaterschaftsurlaub mit einem Feiertag zu vergleichen finde ich nicht gerade gelungen - das eine betrifft nur frisch gebackene Väter, das andere alle Menschen im jeweiligen Land / Kanton.

    Zum allgemeinen Thema Vaterschaftsurlaub wäre ich für die Variante, bei der es eine Elternzeit gibt und sie sich selbst einteilen können, wer wann zuhause ist. Gleichstellung von Mann und Frau. Wird das auch diskutiert? Bin nicht so auf dem laufenden..
  • rodman 19.06.2019 16:41
    Highlight Highlight Wir klnnten ha die "nicht gelebten" Feiertage streichen (jährlich vielleicht 10 geschätzt) und diese als Guthaben für Vaterschaftsurlaub und "Grossvaterbetreuungstag" etc. Verbrauchen (total dann vielleicht 400-500 Tage im Arbeitsleben).

    Gute idee?
    • loquito 19.06.2019 17:27
      Highlight Highlight Oder anders ausgedrückt... Ja nicht zu viel dem Arbeitnehmer zugestehen, der Arbeitgeber kann ja sonst nicht so ciel verdienen... NEIN. Ich wär für 6 Wochen Ferien, Feiertage, 15 Kranktage (wie in Dämemark) und Vaterschaftsurlau. Auch wäre ich für eine 37.5h Woche. Alle möglich und im Kontext der Digitalisierung und der Work-Life-Ballance auch eigentlich fair und richtig...
    • Lucas29 19.06.2019 19:44
      Highlight Highlight 37,5 Stunden? Kann man wohl kaum als 100% bezeichnen...
      Arbeiten tut gut, wer anderer Meinung ist, hat den falschen Job!
    • rodman 19.06.2019 20:36
      Highlight Highlight Oder anders ausgedrückt: immer schön die gesellschaft spalten. Weil der arbeitgeber ja so eine böse figur ist.
  • Kaspar Floigen 19.06.2019 16:20
    Highlight Highlight Weil man jemanden angestellt hat, um seine Möbel von einem Ort zum anderen zu schleppen. (Frei, wegen Umzug. Habe aber keine Ahnung, ob das irgendwo rechtlich verankert ist)
    • Shikoba 19.06.2019 16:56
      Highlight Highlight Bei meinem Arbeitgeber kriege ich dafür sogar zwei Tage ;-)
  • rodman 19.06.2019 16:01
    Highlight Highlight Gabs eigetlich je einmal die Argumente des Bundes auf Watson zu lesen oder muss man die aus journalistischen Gründen nicht berücksichtigen für eine ausgewogene Berichterstattung?
    • Zat 19.06.2019 17:21
      Highlight Highlight Muss ja auch noch etwas übrig bleiben für den Abstimmungskampf, falls es einen gibt.
  • Met 19.06.2019 15:31
    Highlight Highlight Ohne Nachwuchs, kein AHV.
    Gleichberechtigung Mann/Frau, also 3 Monate Vaterschaftsurlaub!! Männer streiken..
    • Shikoba 19.06.2019 16:59
      Highlight Highlight Grundsätzlich kosten Kinder mehr als dass wir am Ende von ihnen durch AHV profitieren 😉

      Bin auch für Gleichberechtigung, Elternzeit, Mutter und Vater teilen sich selbst die Tage auf.
    • Rhabarber 19.06.2019 19:49
      Highlight Highlight @Hoppla
      Du findest Kinder kriegen egoistisch?
      Und Kinder nicht kriegen ist auch egoistisch?
      Hm ...
    • [CH-Bürger] 19.06.2019 23:03
      Highlight Highlight @Met:
      schon mal darüber nachgedacht, dass nicht alle kinderlosen freiwillig kinderlos sind...?
      nach Deiner Theorie würden die also doppelt bestraft? 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChiliForever 19.06.2019 15:07
    Highlight Highlight Die Feiertage gelten allerdings für alle, der Vaterschaftsurlaub ist aber eine individuelle Freistellung des Einzelnen.
    Vielleicht hätte man passendere Vergleiche finden können?
    • kvinne aka white milk aka MC Pleonasmus 19.06.2019 16:21
      Highlight Highlight ...vielleicht wäre es an der Zeit, nicht mehr darüber zu diskutieren OB der VU länger als einen Tag dauern sollte.
    • Shikoba 19.06.2019 17:02
      Highlight Highlight @kvinne, das ist so, stimme ich dir zu. Und trotzdem hat Chili recht, die Vergleiche sind schlecht gewählt. Ein gutes Beispiel wäre der Zügeltag gewesen. Den kriegt man nur, wenn man umzieht, und nicht pauschal jedes Jahr und für alle.
    • Firefly 19.06.2019 21:51
      Highlight Highlight Das liegt wohl daran, dass Urlaub schon der falsche Begriff ist. Vaterschaft ist kein Urlaub.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum44 19.06.2019 15:01
    Highlight Highlight Es fehlt der WK, 19 Tage (ok, 1-2 Tage WEMA sind je nach Aufgabe doch recht mühsam) chillig irgendwo durch die Schweiz lümmeln und die Sonne geniessen (ja, ich habe immer im Sommer WK :P ).
    • fidget 19.06.2019 15:32
      Highlight Highlight Ich hatte zwar auch immer sehr chillige WKs (Schade bin ich schon fertig), aber als Ersatz für einen anständigen Vaterschaftsurlaub sollte es nicht betrachtet werden. Ein einziger Tag ist lächerlich.
  • hcb78 19.06.2019 14:59
    Highlight Highlight Ich habe Chef eines KMUs unserem Mitarbeiter 5 Tage Vaterschaftsurlaub gewehrt und zusätzlich kann er 3 Wochen Ferien beziehen. 1 Tag ist wirklich nicht ausreichend.
    • Garp 19.06.2019 15:41
      Highlight Highlight Wir brauchen eine gesamtschweizerische Lösung.
    • Zat 19.06.2019 17:23
      Highlight Highlight Du hast ihm also sozusagen einfach erlaubt, eine von vier Ferienwochen nach der Geburt zu nehmen?
    • Garp 19.06.2019 17:32
      Highlight Highlight Zusätzlich würde heissen, er bekommt dann 7 Wochen. Und muss nicht 3 von seinen 4 Wochen hergeben.
      Sonst müsste es heissen, zusätzlich darf er 3 Wochen von seinen Ferien beziehen.
      Aber ich geh auch davon aus, dass es falsch, ungenau formuliert wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • echidna prophet des proletariats 19.06.2019 14:59
    Highlight Highlight Ist doch ganz einfach: nach der Geburt dürfen 2 WKs an der Familienfront verbracht werden. Fördert die attraktivität der Armee und sorgt für genügend Nachwuchs derselben.
    • Schluch 20.06.2019 07:59
      Highlight Highlight und frauen die bis 32 keine zwei kinder hingestellt haben bezahlen eine ersatzabgabe
  • Chrisiboy 19.06.2019 14:44
    Highlight Highlight Entweder, es wird ein Modell entwickelt, in dem die Väter ihren Vaterschaftsurlaub selber finanzieren oder sie nehmen halt ihre Ferien, sonst bleibt is halt wie es ist.
    Diese Vollkasko-Mentalität wo ständig die Anderen für einem zahlen sollen muss aufhören.
    • p4trick 19.06.2019 15:27
      Highlight Highlight Gut, dann zahle bitte auch 25% deines Einkommens als Steuer. Ich mag nicht mehr für dich mitzahlen, nur weil ich ein wenig mehr verdiene..
    • Pitefli 19.06.2019 15:39
      Highlight Highlight Schon nur dein Profilfoto ist nicht lustig. Wie wird den deine AHV finanziert? Bist du der einzige Erwerbstätige der nur für sich persönlich "einzahlt"?
    • AllknowingP 19.06.2019 16:18
      Highlight Highlight Vollkasko. Bitte!

    Weitere Antworten anzeigen
  • Lörrlee 19.06.2019 14:20
    Highlight Highlight Unfair, aber danke für die kleine Geschichtslektion.
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 19.06.2019 14:15
    Highlight Highlight Dann gibt's noch den 1. August, weil ein gewisser Armbrustschütze den offiziell eingesetzten Vogt ermordet hatte. (Frei nach Schiller)
    • BeatB_ 19.06.2019 14:29
      Highlight Highlight Den 1. August gibts, weil Drei Männer sich am Urnersee getroffen haben und geschworen haben, dass keine fremden Vögte über sie bestimmen sollen...
      Das mit der Armbrust ist eine andere Geschichte.
    • fidget 19.06.2019 15:40
      Highlight Highlight @BeatB_: Auch falsch. Den 1. August als CH-Nationalfeiertag gibt es, weil das um 1889 so festgelegt wurde.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesfeiertag
  • I.R.GOOD 19.06.2019 14:13
    Highlight Highlight Krass sind ja oft die nicht-gesetzlichen Dinge wie "Zügeltage" --> bei jedem AG bei dem ich war 1-3 Tage!
    Ich habe in meinem Leben definitiv mehr gezügelt als ich Kinder habe :) --> und ich habe deren 3! :) Ich hatte also mehr Tage frei weil ich meinen Wohnsitz verlegt habe als dass ich für die Geburten (der zukünftigten Basis unseres Staats- / Wirtschaft- / Sozialwesens) meiner Kinder erhalten habe! Einfach mal auf der Zunge vergehen lassen!
  • PeterSilie 19.06.2019 14:06
    Highlight Highlight Die Bundesbeamten haben schon zwei wochen Vaterschaftsurlaub von den Bürgern bezahlt, aber die (Bürger) dürfen nicht, weil es zu teuer ist?! momol, konsequent...
  • 3klang 19.06.2019 13:59
    Highlight Highlight Für die Nummer 1 gibts sogar 2 Tage frei.

    Das wär dann wie Zwillinge oder so...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knety 19.06.2019 13:58
    Highlight Highlight Und das Rumgeheule geht weiter.
    • AllknowingP 19.06.2019 16:19
      Highlight Highlight Deines meinst du ?
    • kvinne aka white milk aka MC Pleonasmus 19.06.2019 16:24
      Highlight Highlight ...und die 20min Kommentare gehen weiter....
  • maylander 19.06.2019 13:51
    Highlight Highlight Das schöne daran ist, diese Feiertage wiederholen sich jedes Jahr. Die Katholiken waren besonders schlau und haben dafür gesorgt das viele Feiertage auf einen Donnerstag oder Montag fallen. Nicht so wie die Protestanten, wo einem in einem schlechten Jahr gleich mehrere Freitage fehlen.

    Bei den Ferientage ist die Schweiz ja auch nicht gerade Spitzenreiter und das ausspielen von Vaterschaftsurlaub, Ferien und Feiertage nützt nur der Wirtschaft.
  • Ohniznachtisbett 19.06.2019 13:48
    Highlight Highlight Ganz ehrlich, ich verstehs nicht ganz. Warum brauchts Vaterschaftsurlaub? In den ersten Wochen braucht ein Baby hauptsächlich die Mutter. Zudem denke ich kann man im ersten Lebenjahr eh nicht so gut Ferien machen, also kann man als Mann ja gut 2-3 Wochen Ferien nehmen wenn man unbedingt dem Baby beim schlafen zuschauen will. Ich habe deutlich mehr Verständnis, dass man als Mann auf 80% reduziert und so die Kinderbetreuung besser aufteilt bzw. dass dies auch mehr ermöglicht wird und gesellschaftlich akzeptierter ist etc. Aber 4 Wochen Vaterschaftsurlaub ist irgendwie unnötig.
    • Elephant Soup slow cooker recipes 19.06.2019 13:52
      Highlight Highlight Mein Argument ist, dass Mama und Papa vor dem Arbeitgeber "gleicher" werden, und somit eine effektive Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt geschaffen werden könnte. Also, Frauen sind definitiv für den Vaterschaftsurlaub.
    • Pitefli 19.06.2019 14:04
      Highlight Highlight Hast du Kinder? Den Babys schlafen leider nicht die ganze Zeit. Als Frau/Mutter ist man über jede einzelnen Tag froh an dem man nicht alleine ist.
    • maylander 19.06.2019 14:06
      Highlight Highlight Beim ersten Kind muss der Vater nur die Nabelschnur durchschneiden und kann nachher wieder an die Arbeit.

      Beim Zweiten ist die Mutter noch ein paar Tage im Spital. Das erste Kind braucht in dieser Zeit aber auch eine Betreuung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.06.2019 13:42
    Highlight Highlight Eine Elternzeit würde auch die Gleichberechtigung unterstützen.
  • Chili5000 19.06.2019 13:42
    Highlight Highlight Ich fände es toll wenn Väter endlich Vaterschaftsurlaub erhalten würden. Was ich aber gleichzeitig festelle ist dass Menschen welche wirklich etwas für unseren Planeten tun und sich nicht fortpflanzen mal wieder leer ausgehen...
    • Sarkasmusdetektor 19.06.2019 14:21
      Highlight Highlight Denkst du ernsthaft, dass man sich im Vaterschaftsurlaub entspannen kann? Ich hatte grad Vaterschaftsurlaub - im Vergleich zu den letzten Wochen ist im Büro sitzen geradezu wie Wellness. Eigentlich hätte ich jetzt Ferien nötig, aber die sind nun aufgebraucht.
    • 3klang 19.06.2019 14:24
      Highlight Highlight Diesen Menschen könnte man ja z.B. einen Gutschein für eine Runde CO2-Kompensation bei MyClimate schenken.

      Goldig eingerahmt natürlich...
    • Chili5000 19.06.2019 14:26
      Highlight Highlight Wer hat dich den gezwungen Kinder zu bekommen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beckham 19.06.2019 13:39
    Highlight Highlight Dann hole ich jetzt meinen Besen und such mir ein paar Habsburger...
    • iss mal ein snickers... 19.06.2019 14:41
      Highlight Highlight immer gen Osten fliegen, Beckham....dann wirst du schon ein paar finden ;)
    • Lioness 19.06.2019 15:32
      Highlight Highlight Das gibt dann gleich 2 Freitage 😁
  • Ueli_DeSchwert 19.06.2019 13:38
    Highlight Highlight Solange RS, WK, Zivilschutz und Zivi finanziell verkraftbar sind, ist auch ein Vaterschaftsurlaub problemlos finanzierbar.
    • Armend Shala 19.06.2019 13:52
      Highlight Highlight Finde mal einen Betrieb, der jemanden nach der Lehre angestellt lässt oder anstellt, während er die RS oder den langen Zivieinsatz macht. Als Mann MUSST du das von der Verfassung aus machen, du wirst in vielen Bereichen diskriminiert.
    • Wahibasand 19.06.2019 14:08
      Highlight Highlight Nein das käme ja noch dazu. Ok einfach alles selber bezahlen. Denn nicht alle wolllenund haben Kinder
    • dertypvonnebenan 19.06.2019 14:20
      Highlight Highlight @Armend Shala

      Darum habe ich direkt doppel UT gemacht, hab dafür jetzt einen super Job.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dertypvonnebenan 19.06.2019 13:37
    Highlight Highlight Ist das diese Gleichberechtigung von der alle sprechen?
  • Alexx 19.06.2019 13:31
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung, dass Väter und Mütter etwa gleich viele Wochen Mutter- bzw. Vaterschaftsurlaub bekommen sollten. Denn wenn das Kind grösstenteils mit der Mutter aufwächst, dann hat es das Gefühl, die Mutter solle immer zuhause bleiben und der Vater arbeiten. So werden wir die Rollenbilder nie los, wenn wir das Problem nicht beim Ursprung packen.
    • Chrisiboy 19.06.2019 15:04
      Highlight Highlight @Alexx...die Rollenbilder wird man los, indem Frauen zur Arbeit gehen und Du als Mann zuhause bleibst. Indem ein Vaterschaftsurlaub eingeführt wird, ändert sich daran gar nichts.
    • Aldi 19.06.2019 15:05
      Highlight Highlight Während dem Vater-/Mutterschaftsurlaub wird sich dein Baby sicher noch keine Gedanken über ie Rolle der Geschlechter machen. Babys beginnen ja erst nach 6-8 Monaten, Gesichter richtig zu erkennen und und zu fremdeln...
    • Shikoba 19.06.2019 17:15
      Highlight Highlight @Chrisiboy, nein, dann hätten wir den gleichen Zustand wie jetzt, nur umgekehrt. Mit gleicher Elternzeit wird es gleichberechtigt.

      @Andy, ich glaube nicht, dass Alexx vom Baby sprach, bzgl Geschlechterrollen, sondern generell von der Gesellschaft. Heutzutage gehen alle davon aus, dass die Frau zuhause ist und der Mann arbeitet. Eine Freundin von mir wird oft gefragt, wie sie Arbeit und Kinder unter einen Hut kriegt. Ihr Mann wird sowas nie gefragt 🙄
  • Pitefli 19.06.2019 13:30
    Highlight Highlight Das traurige ist, dass viele an diesen Tagen aufgrund der Brücke meistens noch länger als einem Tag frei haben. Eigentlich ist es lächerlich dass man überhaupt darüber diskutiert/abstimmen muss. Die Chance dass gleich mehrere Männer im selben Betrieb auf einmal Vater werden, ist sehr klein und das Argument dass die Wirtschaft dies nicht stemmen mag, ist lächerlich. Es haben alle mehr davon wenn es endlich mal einen Vaterschaftsurlaub gibt.
    • Sarkasmusdetektor 19.06.2019 15:56
      Highlight Highlight Am besten einfach die Geburt auf einen Donnerstag timen, dann kannst du genauso die Brücke machen. ;)
  • flausch 19.06.2019 13:27
    Highlight Highlight Um es mit einem Wort auszudrücken:
    Absurd!
  • David Morf 19.06.2019 13:24
    Highlight Highlight traurig wie rückständig die schweiz in gewissen belangen sein kann.
  • Leode_ 19.06.2019 13:23
    Highlight Highlight Bin schon ganz gespannt auf die Kommentare aller Kinderlosen die sich beschweren, dass Vaterschaftsurlaub auf Ihre Kosten geht...
    • Sarkasmusdetektor 19.06.2019 14:23
      Highlight Highlight Man sollte das ganze umbenennen in "Vaterschafts-Stresszeit". Vielleicht wären die Kinderlosen dann etwas weniger eifersüchtig und es trifft die Sache besser.
    • Chili5000 19.06.2019 14:25
      Highlight Highlight Es ist halt schon so, aber das ist nichts neues. Kinderlose sind nun mal am schlechtesten gestellt in unserer Gesellschaft.
    • Chrisiboy 19.06.2019 15:07
      Highlight Highlight Wir können ganz einfach einen kostenneutralen Vaterschaftsurlaub einführen. Jeder Mann zahlt in eine Kasse ein, daraus wird der Vaterschaftsurlaub bezahlt. Wer mit 50ig keine Kinder hat, bekommt das von ihm einbezahlte Geld unverzinst zurück.
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  • eysd 19.06.2019 13:22
    Highlight Highlight Ein Tag ist einfach ein Hohn für die Bedürfnisse der Väter als menschliche Wesen.
    • Walter Sahli 19.06.2019 14:49
      Highlight Highlight ...und erst recht ein Hohn für die Frauen, die gerade eine neunmonatige Schwangerschaft und eine Geburt hinter sich haben!

      Dass die Vaterrolle in der Gesellschaft nicht besonders ernst genommen wird, haben wir Männer uns selbst zu zuschreiben. Kinderaufzucht war ja schliesslich jahrhundertelang reine Frauensache, weil der Mann in der grossen, weiten Welt ganz wichtige Dinge erledigen muss(te).
    • Pitefli 19.06.2019 15:29
      Highlight Highlight Wow Walter Sahli. Ihr Kommentar ist sehr treffend und rührt mich fast zu Tränen.

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