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Ein Hilfsangebot in der digitalen Welt: Callmetoplay ist Sexportal und Informationsstelle zugleich. bild:screenshot/callmetoplay

Bund finanziert Sexportal mit – jetzt regt sich Widerstand im Parlament

Ein Westschweizer Sexportal, auf dem Sexarbeiterinnen ihre Dienste anbieten, wird von Bundesgeldern mitfinanziert. Das Portal will den Schutz von Prostituierten auch im Netz gewährleisten. Der EVP ist die Plattform ein Dorn im Auge.



Die Sexarbeiterinnen nennen sich «Maîtresse Lola», «Sweet Louise» oder «CH-Traumfrau» und bieten Rollenspiele, Bestrafung oder Tantramassagen an. Zu finden sind ihre Angebote auf dem Sexportal Callmetoplay. Das Portal unterscheidet sich kaum von anderen einschlägigen Angeboten.

Nur in einem Punkt hebt es sich ab: Es wird mit Geldern vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und vom fedpol unterstützt. Das fedpol sprach einen Betrag von 45'650 Schweizer Franken, das BAG bezahlte rund 300'000 Schweizer Franken. Eine Verordnung gegen Menschenhandel ermöglicht es dem Bund, solche Projekte finanziell zu unterstützen.

Initianten des Projekts Callmetoplay sind die zwei Westschweizer Organisationen Fleur de Pavé und Aspasie. Beide setzen sich für die Rechte von Prostituierten ein und sensibilisieren die Sexarbeiterinnen auf Themen wie Aids, sexuell übertragbare Krankheiten und Gewalt.

Callmetoplay soll das Sexgewerbe auch im Netz sicherer machen, heisst es bei der Organisation Aspasie. «Mit der Digitalisierung sehen wir eine gewisse Isolation, anders als in den Bars oder den Bordellen, wo es einen Austausch gibt», so Pénélope Giacardy, Koordinatorin der Plattform.

Hilfs- und Informationsangebote sowie ein geschlossenes Forum für Prostituierte, wo man sich über gefährliche Freier oder ausbeuterische Betreiber von Etablissements austauschen kann, sollen Sicherheit und Aufklärung schaffen.

Wenig begeistert vom Projekt ist EVP-Nationalrätin Marianne Streiff. Vergangene Woche reichte sie im Parlament einen Vorstoss ein, der Genaueres über das Projekt wissen will.

Streiff bezweifelt, dass Callmetoplay den verlangten Präventionszweck wirklich erfüllt. «Prävention ist prinzipiell Aufgabe des Bundes, aber nicht, wenn das Mittel dem Präventionszweck zuwiderläuft.» Für Streiff ist unklar, ob das Portal dem Menschenhandel womöglich in die Hände spielt.

«Kann der Bund wirklich sicherstellen, dass auf die­sem staat­lich finan­zier­ten Sex­por­tal keine Opfer von Men­schen­han­del ange­bo­ten wer­den?», heisst es in der parlamentarischen Anfrage. Weiter kritisiert Streiff, dass Frauen, die in die Prostitution gezwungen werden, sich womöglich kaum auf einem vom fedpol mitfinanzierten Portal anmelden.

Une prostituee attend des clients qui passent en voiture sur un trottoir du centre ville dans la nuit du jeudi 7 au vendredi 8 juillet 2014 a Lausanne. La scene de la prostitution est visible sur la rue de Geneve, et l'avenue de Sevelin dans le quartier de Sebeillon a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die heutigen Sexarbeiterinnen sind häufig nur für wenige Wochen in der Schweiz. Oft kennen sie ihre Rechte nicht oder wissen nicht, wo sie Hilfe holen können. Bild: KEYSTONE

Das BAG und das fedpol verweisen beide auf Anfrage an die Organisation Aspasie. Diese sei für die Evaluation zuständig.

Laut Pénélope Giacardy, Koordinatorin des Projekts bei Aspasie, stösst die Seite auf viel Anklang. «Sie wird sehr aktiv genutzt, es kommen jeden Tag mehr Inserate dazu», so Giacardy. Die Sexarbeiterinnen würden Callmetoplay begrüssen. «Die Reaktionen sind positiv.» Besonders, dass das Portal den Prostituierten gratis zur Verfügung steht und sie schnell zu hilfreichen Informationen kommen, werde sehr geschätzt. Mehr will Giacardy nicht sagen. Eine umfassende Evaluation ist auf Ende dieses Jahres geplant.

Ob Callmetoplay bald in der Deutschschweiz lanciert wird, lässt Giacardy offen. «Ausgeschlossen ist es nicht, aber dafür müsste man zuerst die Infrastruktur aufbauen und mit lokalen Organisationen in Kontakt treten.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Makatitom 30.03.2019 00:44
    Highlight Highlight Es ist halt Wahljahr, da müssen doch die fundamentalistischen Evangelikalen auch noch ein Lebenszeichen von sich geben.
  • Charlie Runkle 29.03.2019 23:56
    Highlight Highlight Was war zuerst da die prostitution oder jesus?
  • IZO 29.03.2019 12:52
    Highlight Highlight Eklig dass das Tier Mensch noch nicht weiter ist. Bin nicht katholisch aber ich kann bei Gott 😉 nicht verstehen wieso die Leute sich das antun. Aus der sicht der "sexworkers" ; ich würde lieber im akord Klos schrubben als Anschaffen zu gehn und für Freier habe ich erst gar kein verständnis, weil 1. Wie viele Frauen machen das freiwillig? Wie viele von ihnen werden bedroht, abhängig gemacht. 2. Für sex bezahlen? Kommt mann sich da nicht überflüssig vor? Gegen sauna clubs wo unterbezahlte deutsche? Frauen sich Mieten lassen sag ich gar nichts aber der Strassenstrich( studios)ist eine zumutung!
    • Hoodie Allen 29.03.2019 18:46
      Highlight Highlight Alter, lebst du noch im Mittelalter oder wie?😅😅

      Ich bin auch kein Stricher oder Puffgänger aber hier greifft das Angebot/Nachfrage Prinzip seit Jahrhunderten.
    • IZO 29.03.2019 19:29
      Highlight Highlight Nein leider(ich werde mich hüten zu erklären warum leider 😏) nicht. Ich glaube auch das Nachfrage / Angebot angemessener währe. Mal ehrlich Die die für das Gewerbe weibeln argumentieren ja, unteranderem, mit verhinderten Vergewaltigungen oder?
    • violetta la douce 30.03.2019 08:05
      Highlight Highlight Izo

      Hier ein gutes Beispiel, wie peinlich die prostitutions Gegner sind:

      https://m.srf.ch/sendungen/sternstunde-philosophie/der-philosophische-stammtisch-soll-man-sex-kaufen-duerfen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Loeffel 29.03.2019 11:54
    Highlight Highlight Immer wenn die EVP im Alleingang eine Motion aufbringt, haut es mich für ein paar Sekunden gefühlsmässig ins Mittelalter zurück ⚔️
  • Sauäschnörrli 29.03.2019 11:28
    Highlight Highlight „«Kann der Bund wirklich sicherstellen, dass auf die­sem staat­lich finan­zier­ten Sex­por­tal keine Opfer von Men­schen­han­del ange­bo­ten wer­den?», heisst es in der parlamentarischen Anfrage. Weiter kritisiert Streiff, dass Frauen, die in die Prostitution gezwungen werden, sich womöglich kaum auf einem vom fedpol mitfinanzierten Portal anmelden.“

    Aber Menschenhändler, die ihre Opfer zur Prostitution zwingen, melden diese natürlich auf einem von der fedpol mitfinanzierten Portal an.
  • WID 29.03.2019 10:51
    Highlight Highlight Prostituion ist ein Übel für 99.9% der prostituierten. Alles was der Staat tut, um es einzudämmen und die Prostituierten zu unterstützen ist zu befürworten.
  • Schreimschrum 29.03.2019 10:36
    Highlight Highlight Nochmals Religion hat in der Politik einfach nichts zu suchen.
    • Arutha 29.03.2019 14:36
      Highlight Highlight Und was hat dies mit Religion zu tun?
    • Toni.Stark 29.03.2019 23:36
      Highlight Highlight Die EVP stellt Politiker auf, die demokratisch gewählt wurden. Die dürfen ihre Werte in die Tagespolitik einbringen. Genauso wie atheistische Juso-Mitglieder.
    • Makatitom 30.03.2019 00:46
      Highlight Highlight Dass es von evangelikalen Fundamentalisten kommt, zum Beispiel?
  • Hans Jürg 29.03.2019 10:13
    Highlight Highlight Danke liebe EVP. Ohne Euern Vorstoss hätte ich nie von dieser Plattform gehört. Wahrscheinlich die allermeisten nicht. Dank Euch ist sie jetzt bekannt und wird sehr wahrscheinlich noch fleissiger genutzt.
  • inmi 29.03.2019 09:56
    Highlight Highlight Der Bund gibt für viel überflüssigen Mist Geld aus. Das gehört klar dazu. Das hat nichts mit moralisieren zu tun.
  • Blitzsammler 29.03.2019 09:47
    Highlight Highlight Klar. lieber den Deckel draufhalten und wegschauen. Entspricht ja keinem Bedürfnis. Wer in diesem Metier tätig ist, tut dies ohnehin freiwillig und setzt sich keinem speziellen Risko aus

    *ironie off

    Die Frage hingegen, ob damit dem Menschenhandel entgegengewirkt werden kann, ist berechtigt. Nur sind hier andere Massnahmen nötig, als auf politischer Ebene unter dem Deckmantel der Parteiausrichtung einen sinnvollen Ansatz infrage zu stellen
  • Nik G. 29.03.2019 09:33
    Highlight Highlight Man könnte Prostitution als Beruf anerkennen. Dann wären alle die kein Diplom haben Schwarzarbeiter/ innen. Kaapiert doch lieber, dass die Prostitution immer da sein wird (Schweden verdrängt es einfach) Aus dem Auge aus dem Sinn heisst nicht, dass es kein Angebot gibt.
    • Alnothur 29.03.2019 09:49
      Highlight Highlight Es ist doch als Beruf anerkannt?
    • Lienat 29.03.2019 10:38
      Highlight Highlight Prostitution ist in der Schweiz ein anerkannter Beruf. Und zwar ein legaler. So muss eine Prostituierte beispielsweise auch ihr Einkommen versteuern.

      Was die Schwarzarbeit betrifft: Da kommt es nicht primär auf Ausbildung oder Diplom an, sondern ob jemand eine Arbeitsbewilligung hat.
    • Nibu 29.03.2019 11:31
      Highlight Highlight @Nik G.

      ...dass die Prostitution immer da sein wird. Wieso wissen Sie das?
      Eine Gesellschaft entwickelt sich.


      ...mehr als 90% der Prostitution ist von Zwang und Gewalt geprägt. Und füher zu psychischen und physischen Traumatas.

      Beruf wie jeder andere?

      Gibt es Prostituierte in ihrer Familie?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Musikuss 29.03.2019 09:30
    Highlight Highlight Meine Steuergelder für Prostitution, deren „Dienste“ ich nicht benutze, welche zudem die Verbreitung von Geschlechtskrankeiten fördern, was wiederum das Gesundheitswesen immer mehr belastet, was steigende Prämien für mich bedeutet? Da habe ich allerdings auch etwas dagegen!
    • goschi 29.03.2019 09:44
      Highlight Highlight Bitte nochmals die Fakten checken, bevor man Unsinn verbreitet!
    • El Vals del Obrero 29.03.2019 09:45
      Highlight Highlight In irgendwelchen illegalen Hinterhof-Bordellen verbreiten sich Geschlechtskrankheiten ja sicher sehr viel weniger ...
    • Na_Ja 29.03.2019 10:00
      Highlight Highlight Ein Anliegen der Betreiber ist es ja, die Sexarbeiter/innen über Geschlechtskrankheiten aufzuklären. Ausserdem testen sich viele Prostituierte, die den Beruf freiwillig ausüben, viel öfters als andere.
    Weitere Antworten anzeigen
  • irgendwie so: 29.03.2019 09:18
    Highlight Highlight Ich begrüsse, das man das mit dieser 'sicheren' Seite versucht. Sollte damit die Zwangsprostitution etwas eingeschränkt werden könne, resp. die Frauen etwas druckloser / unbelasteter ihrer Arbeit nachgehen können - umso besser.
    Die Frage nach der Wirksamkeit der Seite resp. der eingesetzten Gelder, halte ich aber auch für gerechtfertigt. Wenn die Antwort überzeugend ausfällt, resp. eine Besserung derSituation de Sexarbeiterinnen erreicht wird, kann ich mir vorstellen, dass sogar die EVP die Kröte schlucken könnte im Sinne eines kleineren Übels.
  • xname 29.03.2019 09:13
    Highlight Highlight Wofür noch richtig arbeiten, wenn der Bund null Ahnung von IT hat?
    Geht jetzt auch schon als Privatperson.
    Mal im Ernst, ein *Schulprojekt würde etwas besseres hervorbringen *(bitte keine Moralvergleiche, darum geht es nicht).
    Und wenn sich die Behörden doch mal versuchen, sich zu informieren und sich Wissen anzueignen, dann holt man sich ein paar Lobbysten, die sie dann ganz sachlich und vorallem neutral beraten..
    Ob es die Seite aus dem Artikel wirklich braucht, keine Ahnung.
    Aber sind sowieso nur Steuergelder. - Die Betreiber werden sich bestimmt freuen.
  • AndreaHadorn 29.03.2019 09:07
    Highlight Highlight Die Kriterien, wann der Präventionszweck erfüllt ist, sind unbekannt. "Mehr" Gesundheit der Prostituierten? "Weniger" Zuhälterei? "Sinkende" Zahlen im Menschenhandel? Hier fehlen nicht nur die Zahlen (für den vorher - nachher Vergleich) für die Auswertung, es fehlt auch eine gesetzliche Grundlage fürs Handeln. Die steigende Nutzung einer Website sagt etwas über die Werbewirkung der Prostitution - wozu?
  • locin 29.03.2019 08:59
    Highlight Highlight Die EVP sollte sich eigentlich still halten. Genau den Kirchenvätern würde man lieber solche Dienste zur Verfügung stellen, anstatt, dass sie sich an wehrlosen Kindern vergehen.

    Die Kirche sollte endlich einsehen und dazu stehen, dass ihre nach aussen ausgelebte Enthaltsamkeit in den eigenen Reihen auf ündwürdigste Art und Weise gebrochen wird.
    • Raudrhar 29.03.2019 09:18
      Highlight Highlight Die EVP ist grösstenteils an der reformierten Kirche orientiert ;) Die hat auch ihre Probleme, aber was du hier sagst gehört eher nicht dazu.
    • The oder ich 29.03.2019 09:20
      Highlight Highlight Du verwechselst Katholiken und Evangelische - aber das teilst Du mit noch vielen anderen, die als Grund für den Austritt aus der reformierten Kirche die pädophilen katholischen Priester angeben.
      Benutzer Bildabspielen
    • Hierundjetzt 29.03.2019 09:24
      Highlight Highlight Die EVP ist Reformiert ausgerichtet Die CVP Katholisch.

      Die reformierten Pfarrer dürfen heiraten und Kinder haben. Es gibt sogar Pfarrerinnen und Homosexuelle Pfarrer 😏

      (Darum auch refomiert...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 29.03.2019 08:15
    Highlight Highlight Die EVP fühlt sich gezwungen, sobald jemand Spass hat, den christlichen Moralfinger aus dem Po zu nehmen und hoch zu heben. Soweit alles verständlich. Aber das Portal stimmt mit der Suche nach alternativen Möglichkeiten zum Schutz der Sexarbeiter*innen überein. Viel besser finanziert der Bund ein solches Portal als dass alles in der Grauzone passiert und somit viel mehr Nährboden für Menschenhandel beinhaltet. Verbote haben die Prostitution auch noch nicht gestoppt.
    • Alnothur 29.03.2019 09:13
      Highlight Highlight Dass ein geschütztes Forum betrieben wird - gut. Aber ein solches Portal, das ist nun wirklich nicht Staatssache.
    • pun 29.03.2019 09:39
      Highlight Highlight @Alnothur: Natürlich ist es erstmal nicht Staatsaufgabe, Freier und Sexarbeiter*in zusammenzubringen. Aber wenn du einfach ein geschütztes Forum eröffnest meldet sich vermutlich halt keine Sexarbeiter*in an, bzw. die Schwelle ist viel höher.

      Aber deshalb ist das ganze ja eine Suche nach alternativen Möglichkeiten. Wenn jemand beim Bund oder den Kantonen die perfekte Lösung kennen würde, müsste man nicht auch nichts versuchen.
    • Alnothur 29.03.2019 09:50
      Highlight Highlight Man könnte z.B. mit den Betreibern der bestehenden Portale in dieser Sache zusammenarbeiten. Aber das wäre wohl zu einfach und günstig...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fruchtzwerg 29.03.2019 08:03
    Highlight Highlight Im Zweifelsfall sollte man sich bei einem solchen Thema sicher nie auf die Seite der EVP stellen... Prositution ist real, wenn man die Bedingungen für die Arbeiterinnen verbessern kann ist es doch gut.
    Besser jedenfalls als die mittelalterlichen EVP-Rezepte wie Enthaltsamkeit oder Kriminalisierung.
  • Slavoj Žižek 29.03.2019 07:46
    Highlight Highlight Wohin ging das Geld? 345'650Fr. für eine Webseite die man in 2-3 Tagen zusammenbasteln kann? Das stimmt doch was nicht.
    • Ich hol jetzt das Schwein 29.03.2019 10:34
      Highlight Highlight Velleicht, nur vielleicht, sind da drin auch die Kosten für die Entwicklung des Konzeptes, das Design etc. enthalten? Der Betrieb ist auch nicht gratis, die Infrastruktur auch nicht. Und eine in 2-3 Tagen zusammengebastelte Website ist dann eben genau das: Zusammengebastelt... Ein Bisschen weiter denken wäre manchmal schön.
    • Slavoj Žižek 29.03.2019 10:49
      Highlight Highlight Trotzdem extrem überteuert, egal was du da noch einrechnest. Es ist im Prinzip eine einfache Anzeigenseite.
    • Ich hol jetzt das Schwein 29.03.2019 12:49
      Highlight Highlight Es geht ja nicht nur um die Website, sondern auch um das Beratungsangebot, das dahinter steht.

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