Schweiz
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4 Initiativen, 4 Niederlagen: So erfolglos war der Kampf gegen Tierversuche bis jetzt
Richtig, die Tierli sollen nicht so heikel tun...

Heute werden die meisten Tierversuche mit Mäusen und Ratten gemacht. Früher waren es auch Katzen.   Bild: comments://145114390/994874

Bald könnte die 5. Initiative gegen Tierversuche kommen



Das Schweizer Stimmvolk dürfte erneut über ein Tierversuchsverbot entscheiden können. Eine entsprechende Volksinitiative ist auf der Zielgeraden.

Das Komitee der Initiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» sammelte bereits über 111'000 Unterschriften, wie dessen Website zu entnehmen ist. 100'000 sind für das Zustandekommen nötig.

Die Sammlung soll indessen weitergehen, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» am Sonntag unter Berufung auf den Co-Präsidenten des Komitees, Renato Werndli, berichtete. Die Frist läuft bis zum 3. April 2019.

Die Initiative, die 2017 von St.Galler Bürgern lanciert wurde, fordert, dass Tierversuche als Misshandlung von Tieren und als Verbrechen eingestuft werden.

Es ist nicht die erste Initiative in der Schweiz, die sich mit dem Verbot von Tierversuchen beschäftigt: 1992 wurde eine Vorlage abgelehnt, die eine «drastische und schrittweise Einschränkung der Tierversuche» vorgesehen hätte. 2007 kam im Kanton Genf eine Initiative gegen Tierversuche nicht zustande. Die Schweizer Liga gegen Vivisektion (SLGV) hatte zu wenig Unterschriften eingereicht.

Laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) dürfen Tierversuche in der Schweiz bislang nur durchgeführt werden, wenn «keine Alternativen zur Verfügung stehen». 2017 wurden in der Schweiz demnach 614'581 Tiere für Tierversuche eingesetzt, 2,4 Prozent weniger als noch 2016. Zwei Drittel der Versuchstiere waren Mäuse. (sda)

Luzerner Psychiatrie testete Medikamente an Patienten

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • sikki_nix 16.12.2018 21:31
    Highlight Highlight ganz verbieten möchte ich die tests nicht, aber beschränken auf medizinische Forschung, also verbieten im bereich kosmetika.
  • manhunt 16.12.2018 18:22
    Highlight Highlight und auch diese initiative wird deutlich abgelehnt werden. tierversuche werden in der schweiz schon heute nur sehr restriktiv bewilligt. sie sind jedoch in gewissen fällen der grundlagenforschung unerlässlich und sollten daher auch weiter durchgeführt werden können.
  • Magnum44 16.12.2018 17:32
    Highlight Highlight Also ob diese Tests freiwillig durchgeführt werden, die kosten ein Vermögen.
  • Butschina 16.12.2018 12:46
    Highlight Highlight In der Kosmetik kann man problemlos auf Tierversuche verzichten. In der medizinischen Forschung stelle ich es mir schwierig bis unmöglich vor komplett ohne Tierversuche. Wichtig finde ich, dass wenn möglich darauf verzichtet wird. Die Zahl der Tierversuche nimmt glücklicherweise ab.
  • marcog 16.12.2018 12:28
    Highlight Highlight Etwas Tierschutz ist ja gut. Aber die militanten Tierschützer überschätzen oftmals die Unterstützung, welche sie von der breiten Bevölkerung kriegen. An der Uni Zürich organisierten sie eine Grossdemonstration gegen die Affenversuche und es kamen 5 Personen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.12.2018 12:23
    Highlight Highlight Und der nächste Angriff auf den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Schweiz.
    Und nein, dass hat nichts mit mangelndem Respekt vor dem Wohl des Tieres zu tun.
    Wenn es möglich wäre, würden Forscher sehr gerne auf Tiere verzichten. Habe für meine Masterarbeit im Labor gearbeitet, mein Kollege dort ist Post-doc, wird haben an der gleichen Krankheit geforscht, ich mit Zellen, er mit Mäusen. Meine arbeit ist deutlich schneller und billiger als seine, wenn er könnte, würde er liebend gerne wechseln.
  • Markus97 16.12.2018 12:23
    Highlight Highlight Ich finde es extrem scheinheilig Tierversuche in der Schweiz zu verbieten, aber Medikamente zu konsumieren, welche mit Tierversuchen im Ausland getestet wurden. Lieber unter kontrollierten Bedingungen in der Schweiz.
    • Silent_Revolution 16.12.2018 15:50
      Highlight Highlight Ich finde es extrem scheinheilig die Sklaverei in der Schweiz zu verbieten, aber Produkte zu konsumieren, wessen Rohstoffe im Ausland von Sklaven geschürft werden.

      Schliesslich hast du diese Nachricht gerade auf einem Gerät verfasst, welches im Zusammenhang mit Blutrohstoffen steht. Befürwortest du deshalb die Sklaverei?

      Wenn nein, macht dein Argument keinen Sinn. Wenn ja, bist da also dafür, dass die Sklaverei in der Schweiz unter kontrollierten Bedingungen legalisiert wird?
    • Fumia Canenero 16.12.2018 18:41
      Highlight Highlight Ich finde es extrem scheinheilig Tierversuche rechtfertigen zu wollen, indem den Gegnern der angebliche Konsum von Medikamenten unterstellt wird, die angeblich an Tieren getestet wurden.
  • Vanessa_2107 16.12.2018 12:12
    Highlight Highlight Was für ein furchtbares Bild der armen geplagten Katze, musste das sein? Als grosse Katzenliebhaberin, Tierfreundin und Gegnerin von Tierversuchen wird mich nun dieser schrecklich angstvolle Blick der armen Katze den ganzen Tag und länger verfolgen. Wie können Menschen das nur unschuldigen Tieren antun? Wie kann ein Mensch, der Tierversuche durchführt das mit seinem Gewissen vereinbaren und in der Nacht schlafen?
    • Calvin Whatison 16.12.2018 12:40
      Highlight Highlight Ich möchte ja nicht zynisch sein, aber in was für einer Welt leben Sie eigentlich?
    • Pafeld 16.12.2018 12:44
      Highlight Highlight Dieser Mensch hat sich Gedanken dazu gemacht, ob das Leid dieser einen Katze vertretbar ist im Vergleich zu dem Leid, das mit dem Versuch verhindert/behandelt werden kann. Das nennt man eine ethische Analyse. Tierschützer zu sein und das Leid der Tiere mit schockierenden Bildern emotional auszunutzen ist unglaublich leicht im Vergleich dazu, das Leiden, dass weniger gut auf Schockbildern festgehalten werden, Tag für Tag zu bekämpfen. Diese Form von Tierschutz ist ohne eine ganz gehörige Portion Ignoranz gar nicht möglich.
    • Tan Long 16.12.2018 13:44
      Highlight Highlight @Vanessa: Tiere sind weder unschuldig noch schuldig. Das sind Menschenbegriffe. Meine Katze ist ein Killer. Sie tötet zum Plaisir! Aber bewusst andere Wesen zum leiden zu bringen, finde ich zum kotzen. Ich finde auch einen Menschen lebenslange einzusperren viel schlimmer als ihn zu töten. Sofern die Beweislage erdrückend ist.
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Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Ruedi Lüthy war einer der Pioniere der Aids-Medizin in der Schweiz. Seit 2003 lebt er hauptsächlich in Harare, wo er eine Aids-Klinik aufgebaut hat. Im Interview mit watson spricht er über seine erste Begegnung mit der Krankheit, seinen Umgang mit afrikanischem Aberglauben und die Entwicklung in Simbabwe seit dem Sturz von Diktator Mugabe. 

Anfang der 80er-Jahre war Ruedi Lüthy (77) einer der ersten Ärzte in der Schweiz, der sich mit Aids auseinandersetzte. Als Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich musste er zunächst zusehen, wie seine HIV-positiven Patienten wegstarben, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre war er mit dabei, als in der Schweiz grosse Fortschritte bei der Behandlung von HIV-positiven Menschen erzielt wurden.

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