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Gesellschaft & Politik

Ostermarsch Bern: Hunderte demonstrieren für den Frieden

Personen beim Ostermarsch, am Ostermontag, 21. April 2025, in Bern. Der diesjaehrige Marsch richtet sich gegen die Nukleare und Militaerische Aufruestung. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Inmitten von Regenbogenfahnen marschierten am Ostermontag hunderte Menschen in Bern für den Frieden.Bild: keystone

Hunderte marschieren in Bern für den Frieden

06.04.2026, 15:29

Mehrere hundert Menschen haben am Montag beim Ostermarsch in Bern ein Zeichen gegen Krieg und Unterdrückung gesetzt. Sie solidarisierten sich mit Gewaltopfern in aller Welt und forderten mehr Engagement für den Frieden.

Zur Kundgebung aufgerufen hatten knapp 40 Organisationen vor allem aus linken und kirchlichen Kreisen. Der Berner Marsch führt jeweils am Ostermontag vom Eichholz entlang der Aare in die Altstadt und endet auf dem Münsterplatz.

Regenbogenfahnen prägten das Bild des Umzugs, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Zu sehen waren aber auch Transparente für die Anerkennung des Staates Palästina durch die Schweiz.

Personen nehmen Teil beim Ostermarsch unter dem Motto, wir sind viele – Widerstand gegen Krieg, Gewalt und Unterdrueckung staerken, am Ostermontag, 6. April 2026, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
«Wir sind viele», war das Motto des diesjährigen Ostermarsches.Bild: keystone

Angriffskriege, Genozide, ethnische Säuberungen, Bürgerkrieg und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung kosteten Hunderttausende Menschenleben, hiess es im offiziellen Aufruf. «Viele fühlen sich angesichts dieser Gewalt ohnmächtig. Wir stehen in einer langen Kette von Menschen, die Widerstand gegen Krieg und Gewalt leisten.»

«Wie viele Kriege passen in eine Nachrichtensendung?» fragte sich Virginia Köpfli, Präsidentin der feministischen Friedensbewegung Frieda, in ihrer Ansprache. «Wir strömen durch Meldungen über Bombenangriffe, über Massaker, über Hungersnöte. Und das Erschreckendste dabei ist nicht die Gewalt selbst, das Erschreckendste ist, wie schnell wir uns daran gewöhnt haben.»

Personen nehmen Teil beim Ostermarsch unter dem Motto, wir sind viele – Widerstand gegen Krieg, Gewalt und Unterdrueckung staerken, am Ostermontag, 6. April 2026, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Buntes Treiben auf der Kirchenfeldbrücke in der Stadt Bern.Bild: keystone

Friedensarbeit werde oft als naiv dargestellt. Doch naiv sei, wer glaube, dass mehr Waffen Frieden brächten und dass Sicherheit durch Abgrenzung entstehe. Utopien seien kein Gegensatz zur Realität, sondern ein notwendiger Kompass für eine gerechte, gewaltfreie und veränderbare Welt.

Ostermärsche gibt es in der Schweiz seit den 1960er-Jahren. In Bern schlief die Tradition gegen Ende des Kalten Kriegs ein, erlebte aber 2003 nach der US-Invasion im Irak eine Wiederauferstehung. (sda)

Ostergrüsse aus dem Weltall der Artemis II Astronauten

Video: watson/nina bürge
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