Schweiz
Gesundheit

Bundesrat will Pflicht zu elektronischen Rezepten für Medikamente

Bundesrat will Pflicht zu elektronischen Rezepten für Medikamente

03.09.2025, 11:3403.09.2025, 11:34

Ärzte sollen nach dem Willen des Bundesrats Rezepte für Medikamente künftig elektronisch ausstellen müssen. Eine Revision des Heilmittelgesetzes soll helfen, Missverständnisse bei der Verschreibung und dem Einnehmen von Arzneimitteln zu vermeiden.

Frau Ärztin Arzt Praxis Doktor Symbolbild
Das E-Rezept trage zur Reduzierung der Missbräuchen der Rezepte bei.Bild: Shutterstock

Die Landesregierung verabschiedete anlässlich ihrer Sitzung vom Mittwoch die Botschaft dazu ans Parlament. Durch die Neuregelung werde das Risiko von Fehlern bei der Abgabe von Medikamenten reduziert, schrieb sie in einer Mitteilung. Auch trage das E-Rezept dazu bei, Fälschungen und missbräuchliche mehrfache Einlösungen von Rezepten zu reduzieren.

Die Vorlage entspricht weitgehend den Vorschlägen, die der Bundesrat Ende 2023 in die Vernehmlassung geschickt hatte. Neu sollen Patientinnen und Patienten unter anderem einen elektronischen Medikationsplan erhalten. Er enthält eine Liste der einzunehmenden Arzneimittel und Informationen über deren Anwendung.

Weiter will der Bundesrat Spitäler verpflichten, bei der Berechnung von Medikamenten-Dosierungen elektronische Systeme einzusetzen. Zudem erhielte er gemäss Entwurf die Kompetenz, die Pflicht auf weitere, ambulante Bereiche auszuweiten.

Schliesslich soll nach Aussage des Bundesrats eine klare Regulierung der Arzneimittel für neuartige Therapien dafür sorgen, dass die Bevölkerung raschen Zugang zu innovativen Behandlungsformen erhält. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Kassensturz Test Olivenöl
1 / 15
Kassensturz Test Olivenöl
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das sind die Videos von Chinas grosser «Tag des Sieges»-Militärparade
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Ex-SBB-Chef über Dichtestress-Thematik: «Kann dieses Gejammer nicht mehr ernst nehmen»
Der frühere SBB-Chef Benedikt Weibel hat laut der «NZZ» im Zusammenhang mit dem Unterhaltsrückstand der SBB von 9,5 Milliarden Franken fehlenden Mut der Bahnführung kritisiert. Es wäre Aufgabe der SBB gewesen, die «Notbremse zu ziehen», sagte er im Interview.
Zur Story