BAG-Zahlen zeigen: Die Grippe schlug in diesem Jahr besonders heftig zu
Die Temperaturen steigen, die ersten Blumen und Sträucher blühen und in Bahn, Bus und Büro ersetzen die Nieser der Pollenallergikerinnen und -allergiker allmählich den Reizhusten jener leicht Grippekranken, welche partout nicht zu Hause bleiben wollten.
Wie in jedem Winter rollte auch in diesem Jahr die Grippewelle über die Schweiz und sorgte für bis zu 275'000 Arztbesuche, Tausende von Spitaleinweisungen und mehrere hundert Todesfälle wie Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigen.
Grippewelle ist überstanden
Nun erklärt der Bund die Grippesaison für beendet. Während auf deren Höhepunkt über 3300 Fälle pro Woche gemeldet wurden, sank die Zahl Anfang März auf unter hundert Grippemeldungen in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. Die vom BAG erfassten Zahlen zeigen: Seit der besonders starken Grippewelle nach den Corona-Jahren im Winter 2022/2023 wurden nicht mehr so viele Fälle erfasst wie in diesem Winter.
Dabei handelt es sich bei der saisonalen Grippe, auch Influenza genannt, keineswegs nur um harmlose Erkältungserscheinungen, wie bereits die Hospitalisierungs- und Todeszahlen zeigen. Die Infektionskrankheit wird durch Viren übertragen und führt im besten Fall «nur» zu Husten, Kopfweh, Fieber und Schnupfen.
Sie kann jedoch auch zu zahlreichen Komplikationen führen, wie beispielsweise Mittelohr- oder Lungen- und Herzmuskelentzündungen. Besonders für schwangere und ältere Personen sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen und Immunschwächen stellt die Grippe ein Risiko dar.
Besonders für vulnerable Gruppen sowie Personen, die aus beruflichen oder privaten Gründen viel in Kontakt mit Betroffenen stehen, empfiehlt das BAG eine Grippeimpfung. Insgesamt steige die Impfquote an, wie der Apothekerverband Pharmasuisse auf Anfrage von SRF sagt, die Quote sei im europäischen Vergleich jedoch noch immer tief. (jul)
