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Forschung

Impfen: Forscher sollen Impfstoff gegen Erkältungen und Grippen haben

Eine einzige Impfung soll bald vor jeglichen Erkältungen und Grippen schützen

20.02.2026, 14:0920.02.2026, 14:09

Forscher der US-Universität Stanford haben einen Impfstoff getestet, der vor allen Arten von Husten, Erkältungen und Grippe schützen könne. Der Impfstoff soll gegebenenfalls sogar gegen Allergien nützen.

Der Impfstoff sei ein Nasenspray-Impfstoff, wie «BBC» berichtet. Dies bedeutet, dass der Impfstoff als Nasenspray verabreicht werden soll. Die verabreichte Dosis bringe weisse Blutkörperchen in die Lunge, die sich dort ansiedeln und sofort aktiv würden, sobald eine Infektion eintrete.

Impfstoff
Der Impfstoff soll jegliche Grippen und Erkältungen abwehren. (Symbolbild)

Weisse Blutkörperchen sind im ganzen menschlichen Körper vorhanden. Sie sind essenzielle Zellen für das Immunsystem und bekämpfen Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze.

Diese Art des Impfstoffs soll nachahmen, wie Immunzellen miteinander kommunizieren. So sollen diese Zellen konstant auf Alarmbereitschaft sein und sofort reagieren können, falls etwa Viren in den Körper kommen.

Impfstoffe, die injiziert werden, sind darauf ausgelegt, eine besondere Art eines Virus zu bekämpfen. So schützt eine Impfung gegen Masern lediglich vor genau dieser Krankheit und nichts anderem.

Das Team der Stanford Universität hat den Impfstoff bisher nur an Tieren getestet. Bei den Tieren hielt der Effekt des neuen Impfstoffs rund drei Monate an. Die Forscher hätten laut «BBC» aufgezeigt, dass die Impfung zu einer 100 bis 1000-fachen Verringerung der Viren, die in die Lunge gelangten, geführt habe.

Die Forscher wollen nun klinische Studien an Menschen durchführen, um zu testen, ob der menschliche Körper genauso gut auf den universellen Impfstoff reagiert. (nib)

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Thrasher GT
20.02.2026 14:57registriert November 2021
Um noch ein bisschen Klarheit zu schaffen: Der Spray bringt indirekt das Angeborene Immunsystem in den Atemwegen in ständige Alarmbereitschaft und kann somit ein breites Spektrum an Viren, Bakterien, Pilzen und auch Allergenen wie Pollen und Hausstaubmilben bekämpfen, bevor das Antrainierte Immunsystem spezifische Erreger erkennen und zur Abwehr rekrutieren muss. Daraus ergab sich in den Mäusestudien ein 700-fach besseren Schutz durch schädliche Eindringlinge.

Es muss aber noch getestet werden, ob die Impfung durch das ständig alarmbereite Immunsystem ermüdend wirkt für den Körper.
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Spektralist
20.02.2026 14:30registriert August 2025
"So sollen diese Zellen konstant auf Alarmbereitschaft sein und sofort reagieren können" - kann mir kaum vorstellen, dass Wissenschafter, die um Autoimmunerkrankungen wissen, sowas als langfristige Therapie einsetzen wollen würden.
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