Schweiz
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Pauschal mehr Lohn für Pflegende? Oberster Gesundheitsdirektor winkt ab



Der Basler Regierungsrat Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, hat Verständnis für die Forderung des Pflegepersonals nach höheren Löhnen. Er warnt aber vor Illusionen. Die Lohnkosten machten den grössten Anteil der Gesundheitskosten aus.

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Lukas Engelberger, Regierungsrat im Kanton Basel Stadt. Bild: KEYSTONE

Es wäre daher nicht seriös, dem Pflegepersonal pauschal höhere Löhne in Aussicht zu stellen, zumal ja auch schon einiges passiert sei, sagte Engelberger in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Die Einsteigerlöhne seien bereits deutlich erhöht worden.

«Wir wollen den Pflegeberuf attraktiv erhalten. Ein Element dabei sind Möglichkeiten zur Weiterbildung», sagte Engelberger. In der Pflege könne man sich bis zum Master weiterbilden. «Darum werden wird künftig ärztliche Aufgaben zu den Pflegefachleuten verschieben.»

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Diese spezialisierten Pflegekräfte würden anspruchsvollere Tätigkeiten übernehmen und könnten damit auch ihren Lohn verbessern. Die Personalkosten insgesamt dürften aber nicht weiter steigen. Höhere Gesundheitskosten sei für die Bevölkerung nicht akzeptabel.

«Wir müssen den eigenen Nachwuchs stärker fördern. Gerade Intensiv-Pflegekräfte sind knapp. Ideal wäre ein Reservepool von Fachpersonal, das wir bei Bedarf für die Intensivpflege einsetzen können», sagte Engelberger. Das habe habe seinen Preis. Wer in einem solchen Pool sei, werde einen höheren Lohn erhalten müssen.

Der Basler Gesundheitsdirektor äussert sich ferner zu den Kosten von Tests auf den Coronavirus. Wer Symptome habe, solle sich möglichst ohne Hindernisse testen lassen können, ohne Selbstbehalt oder Franchise zu bezahlen. Die Krankenkassen sollten hier einspringen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • neurot 19.06.2020 09:10
    Highlight Highlight Wir könnten ja zum Ausgleich einfach wöchentlich klatschen.
  • Dieter123 19.06.2020 00:03
    Highlight Highlight Die ganze Schweiz klatscht. Wir sind die Helden.
    Blödsinn wir sind diejenigen welche die hohen Kosten verursachen,
    Unwirksame Medikamente, Apparate die ausgelastet werden müssen, aufgeplusterte Administration ( meist besser verdienend), sowie die geldgeilen Aktionäre sind Kosten irrelevant.
    Der vorprogrammierte und teilweise bestehende Pflegenotstand kann nur noch mit billigem ausländischem Personal bewältigt werden.
    Wie lange gehts wohl noch bis ein Schweizer im Spital mindesten 1-2Fremdsprachen sprechen können muss um sich bei den Pflegenden verständlich zu machen.

  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 18.06.2020 17:51
    Highlight Highlight Das Gesundheitswesen ist krank. Wegen der bürgerlichen Politiker+Innen, die nur der Rendite hinterher hecheln. Und sie senken die Steuern der Reichen und immer reicher Werdenden mit Prinzip Giesskanne, gegen das sie bei den Bedürftigen ständig wettern. Allerdings: Die Mehrheit der Wählenden will das so, weil sie glauben, das müsse so sein.
  • Blues 18.06.2020 12:15
    Highlight Highlight Das Pflegepersonal braucht nicht unbedingt mehr Zahltag, es sind die Arbeitsbedingungen die sich bessern müssen. Wenn eine Pflegende*er keine Zeit mehr hat, ihre Aufgabe zu erfüllen, die von "Bürowissenschaftler" vorgegeben wird, dann muss man dringend daran etwas ändern. Und es ist eben so. Alle Arbeitende müssen sich dem Joch "Zeit ist Geld" unterwerfen. Bei vielen Berufen, wie das Pflegepersonal, ist dieser "Spruch" aber völlig daneben. Mir der Stoppuhr werden Leichtathleten gemessen aber sicher nicht Pflegepesonal!!
  • Simon Probst 18.06.2020 11:50
    Highlight Highlight Das war leider abzusehen. Jänu, ich applaudiere dann heute 14:30 wieder auf meinem Balkon.
  • Atavar 18.06.2020 10:46
    Highlight Highlight Sehr überraschend...

    [Massive Polemik, aber durchaus ernst]
    Es gibt im Gesundheitswesen so viel Sparpotenzial, jenseits von Personal- und Medikamentenkosten. Aber dafür müsste halt auch erst Arbeit von Sesselfurzern erledigt werden. Und wer will das schon?
    [/Massive Polemik, aber durchaus ernst]
  • Christian Künzi 18.06.2020 09:20
    Highlight Highlight Nun zeigt uns ein mikroskopisch winziger Virus was für ein Wahnsinn das Gesundheitswesen belastet und behindert. Mit attraktiven Arbeitszeiten werben Krankenkassen und Behörden qualifizierte Mitarbeiter der Pflege ab. Mit administrativem Kontrollwahn werden die Ärzte, die Spitäler und die Pflege - sowie die Spitexinstitutionen so belastet, dass noch 10% der Arbeitszeit am Patienten verrichtet wird. Die restlichen 90% opfert man der Administration.
    • Atavar 18.06.2020 10:59
      Highlight Highlight "Mit administrativem Kontrollwahn werden die Ärzte, die Spitäler und die Pflege - sowie die Spitexinstitutionen so belastet, dass noch 10% der Arbeitszeit am Patienten verrichtet wird."

      Meine Partnerin ist Ärztin und genau diese Aussage Christian, passt genau! Danke
  • tobi_k 18.06.2020 09:02
    Highlight Highlight Ich arbeite selber in der Pflege und finde, dass die Löhne nicht extrem schlecht sind, zumindest in den Spitälern sind sie okay. Leider stehen diese Löhne jedoch in keinem Verhältnis zu anderen Branchen, wo ArbeitnehmerInnen oftmals nur einen Bruchteil der Verantwortung tragen wie das Pflegepersonal. Da kommt man sich manchmal etwas veräppelt vor.
    • micki 18.06.2020 11:20
      Highlight Highlight Das ist eben unser Problem, wir wehren uns zu wenig. 5000 CHF EInstiegslohn für eine Ausbildung auf Terziärstufe. Dazu die Verantwortung mit dem Umgang mit Medikamenten etc. Privatleben nur schlecht vereinbar mit Schichtdienst etc. Es wird totale Flexibilität gefordert. Und ich höre immer wieder Arbeitskollegen die sagen der Lohn sei garnicht so schlecht. Man kann sich nicht immer nach unten orientieren!
  • Cpt. Jeppesen 18.06.2020 08:53
    Highlight Highlight In der Berufsgruppe der Pflegenden zeigt sich exemplarisch was bei uns schief läuft. Zu erst entmündigt man die Pflegenden Stück für Stück. Immer weniger Tätigkeiten dürfen vom Pflegepersonal gemacht werden, stattdessen muss es ein Arzt tun. Dann werden die Löhne gedrückt. Dann wird gesagt, die Pflegenden können schon wieder mehr machen im Beruf, wenn sie einen Master hätten.
    Als ob es einen Master bräuchte eine Spritze zu setzen.
    Und weil wir niemanden trauen, muss nun für jede Tätigkeit mindestens ein Formular (25 fache Ausfertigung) erstellt werden, was die Hälfte der Arbeitszeit benötigt.
    • micki 18.06.2020 09:55
      Highlight Highlight Für eine Spritze nicht, einen Master brauchst du wenn du Pflegeforschung betreibst oder höhere Positionen einnimmst.
      Ich frage mich nur wenn ich einen Master mache hole ich das wahrscheinlich nie raus damit sich das finanziell lohnt! Naja die Konsequenzen muss in wenigen Jahren die Politik tragen weil noch mehr Pflegefachpersonen den Beruf verlassen werden wenn es so weiter geht.
  • Sam12 18.06.2020 08:47
    Highlight Highlight Aussage von einer aktuell auf der Intensivstation arbeitenden diplomierten Pflegeperson: Solche, die den Master machen, werden am Schluss nur noch im Büro eingesetzt und helfen nicht wirklich an den Brennpunkten. Zudem ist bekannt, wieso Personalmangel herrscht. Der Beruf kann die Leute nicht halten; überdurchschnittlich fordernde Bedingungen, verhältnismässig schlechte Bezahlung, kaum wirkliche (!) Weiterbildungsmöglichkeiten. Was soll dabei Junge motivieren, diesen Beruf nicht nur ein paar Jahre auszuüben?
    Und zu "es sei schon viel passiert": Nein, definitiv nicht. Nicht bei den Pflegenden.
  • Mecker Ziege 18.06.2020 08:41
    Highlight Highlight Aber sicher nicht die Lohnkosten des P f l e g e personals! ?
  • Erwin 18.06.2020 07:49
    Highlight Highlight Und wieder wehren sich die Wirtschaftbosse und die Akademiker, bekunde mit diesem System schon lange mühe, klar darf ein Verantwortliche mehr verdienen, aber auch in den weniger guten Ausgeblideten, wie das Pflegepersonal und wie auch alle Hndwerker/Innen haben fast die gleiche Verantwortung wenn nicht zum Teil noch mehr als ein CEO, Wissenschaftler und, und.....
    Die Löhne solleten angegliche werden, die einen mehr und die ander viel weniger, leider wurde die 1 zu 12 Initiative abgelehnt und genau diese Richtung wäre korrekt gewesen
    • micki 18.06.2020 11:23
      Highlight Highlight Pflegefachpersonen sind nicht "weniger gut ausgebildet"! Der Beruf der Pflegefachperson ist eine Ausbildung auf Terziärstufe. Also muss man Volljährig sein und vorher schon einen anderen Beruf oder eine FMS / Matura gemacht haben. Die Ausbildung lässt sich nicht gleichsetzten mit die eines Handwerkers welche seine Ausbildung direkt nach der obligatorischen Schulzeit macht.
  • p4trick 18.06.2020 07:33
    Highlight Highlight Jedem der 100'000 Pflegerinnen und Pfleger 500 Franken mehr Lohn pro Monat wäre 6Franken Prämienzuschlag pro Person im der Schweiz. Oder aber wir sparen die Kampfjets dann ist das Geld für die nächsten 10 Jahren gesichert.
    Ich denke beides ist verkraftbar
    • 7immi 18.06.2020 20:48
      Highlight Highlight @patrick
      Sparen wir bei den Jets, muss man entweder die fa18 durchfüttern (=teurer) oder die Sache outsourcen (=auch teuer). Dieser Denkfehler ist leider weit verbreitet. 0 gibt es nicht.
    • p4trick 18.06.2020 22:01
      Highlight Highlight @7immi zähle mal die Anzahl Einsätze auf für die wir die FA18 bräuchten. Sorry aber ich bin nicht gegen die Abschaffung des Militärs und finde eine geschrumpfte Einheit die der Bevölkerung dient sinnvoll. Und nein 34 Flieger brauchen wir nie im Leben. Outsourcen hört sich gut an kann mit einem Teil des geschrumpften Militär Budgets erledigt werden.
      Aber eben, die andere Lösung wäre 6 Fränkli pro Person und Monat ;-)
    • Fandall 19.06.2020 12:27
      Highlight Highlight Gegenvorschlag: Die 6 Franken Mehrkosten spart man mit der Verwendung eines aktuellen Eurokurses ein, der immer noch als Basis für die Medikamentenpreisberechnung benutzt wird.
      Simpel und einfach!
    Weitere Antworten anzeigen
  • VileCoyote 18.06.2020 07:25
    Highlight Highlight Die Illuision war zu glauben, dass sich tatsächlich was ändern würde...
  • Humbolt 18.06.2020 07:16
    Highlight Highlight https://www.tagesanzeiger.ch/spitalpatienten-aufgepasst-der-arzt-ist-womoeglich-uebermuedet-619253028617

    Wieso wird nie über (Assistents)ärztinnen und - ärzte geschrieben? Sie verdienen auf die Stunde gleich viel und haben schon vor Corona ihre besten Jahre dem Volk gegeben (6 Jahre Studium + 5-6 Jahre Weiterbildung in 50+h/Woche).
    • Emil22 19.06.2020 08:09
      Highlight Highlight "...ihre besten Jahre dem Volk gegeben...". Mir kommen die Tränen.
  • ingmarbergman 18.06.2020 07:06
    Highlight Highlight Geld wäre Genug da, es ist einfach nicht fair verteilt.
    Lösung: Ärztelöhne bei 180‘000 Franken deckeln und dafür das Geld bei den unteren Stufen einsetzen.
    • micki 18.06.2020 11:26
      Highlight Highlight Diese pauschale Annahme das alle Ärzte so viel verdienen. Ein Assistenzarzt verdient pro Stunde etwa gleichviel wie eine Pflegefachperson. Der Unterschied ist einfach dass er länger Arbeitet. Die Höheren Ärzte verdienen natürlich mehr und da lässt sich darüber streiten.
    • 7immi 18.06.2020 20:55
      Highlight Highlight Man sollte auch nie vergessen, dass man 12 Jahre nichts oder wenig verdient hat. Dies muss über die Jahre kompensiert werden, ansonsten lohnt sich die Ausbildung nicht. bei 12x50000 sind wir dann bei 600000. wird leider gerne ignoriert und nur die Studiengebühren als „kosten“ berechnet...

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