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Wissenschaftlerinnen

Im Schatten der Wissenschaftler: Es hätte auch zahlreiche Corona-Expertinnen gegeben. Bild: watson/zvg/blick.ch

Kommentar

Die Corona-Krise zeigt: Es braucht mehr Expertinnen im Fokus

Die prominenten Experten der Pandemie waren männlich. Dabei hätte es auch zahlreiche Wissenschaftlerinnen gegeben. Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bei der Wissensvermittlung wäre gerade während dieser prägender Zeit zentral für die Gleichstellung gewesen.



Blicken wir auf die vergangenen Monate zurück und auf die Köpfe, die diese Zeit geprägt haben. Wer kommt uns in den Sinn? Natürlich Daniel Koch! Der «Mister Corona» himself. Marcel Salathé! Der Epidemiologe und neu auch SBB-Werbebotschafter. Richard Neher, Christian Althaus … Die Liste an männlichen Wissensvermittlern, die während der Corona-Krise dringliche Fragen beantwortet und Sachverhalte eingeschätzt haben, ist lang.

Zu lang. Denn sie steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu jener der Expertinnen.

Das bestätigt auch ein Blick in die Mediendatenbank: Die Trefferanzahl der oben genannten Corona-Experten beläuft sich seit Ende Februar bei allen im drei- oder vierstelligen Bereich. Die Corona-Expertinnen hingegen wurden zwischen drei und 41 Mal zitiert oder erwähnt.

In Deutschland gibt es dazu bereits eine Studie. In dieser wurden 79’807 Artikel von 13 Online-Auftritten von Printmedien untersucht. Weniger als ein Drittel der Virologinnen und Virologen, Expertinnen und Experten und Forscherinnen und Forscher waren Frauen. Im Fernsehen betrug der Frauenanteil bei Epidemiologinnen und Epidemiologen gerade einmal 6 Prozent.

Dabei wäre es genau jetzt, in dieser historischen Zeit, wichtig gewesen, dass Frauen und Männer ihr Wissen gleichermassen vermitteln hätten können. Noch nie war das mediale Interesse so hoch; die Zugriffszahlen der Newsportale und Einschaltquoten der Fernsehstationen schnellten in die Höhe. Von jung bis alt, alle wollten informiert werden.

«Alle müssen wissen: Die Wissensmacht liegt nicht alleine bei den Männern.»

Und dann sind da aber durchs Band Männer, die die neue Welt erklären. Diese Männerdominanz transportiert ein veraltetes Weltbild, in dem die Männer das Sagen haben und, wenn's drauf ankommt, das Zepter übernehmen. Genderforscherin Tina Büchler sagt deshalb zurecht: «Das ist ein herber Rückschlag für Gleichstellungsbemühungen der letzten Jahre.»

Gerade für die nächste Generation hätte man auch weibliche Vorbilder schaffen müssen – sie sind Teil der Veränderung. Denn wie auch die Sprache das Denken formt, sind auch Bilder prägend für das Bewusstsein. Alle müssen wissen: Die Wissensmacht liegt nicht alleine bei den Männern.

Warum kamen denn kaum Expertinnen zu Wort? Einerseits wegen den Medien selbst. Statt immer wieder auf dieselben Experten zurückzugreifen, hätten sie weiter recherchieren sollen. Von Anfang an war da nämlich auch die Epidemiologin Olivia Keiser, Biostatistikerin Tanja Stadler, Virologin Alexandra Trkola oder Infektiologin Sarah Tschudin Sutter. Es gab also keinen Grund, immer wieder Marcel Salathé und Co. zu befragen, der auf Sozialen Medien rasch zum Corona-Influencer mutierte.

Während er und seine Berufskollegen tausende Follower zählen und fleissig kommunizieren, fristen die Twitter-Profile der Corona-Expertinnen ein tristes Dasein. Um bei Medienschaffenden Aufmerksamkeit generieren zu können, ist die Social-Media-Aktivität heute jedoch ein Muss. Bei diesem Punkt sind auch die Wissenschaftlerinnen in der Pflicht, sich mehr aufzudrängen.

Tatsächlich forschen insgesamt aber weniger Frauen. Das Problem liegt bei den Hochschulen. Die Zahlen in der Schweiz zeigen: Je höher der akademische Abschluss, desto geringer ist der Frauenanteil. Grund dafür ist unter anderem, dass bisher mehrheitlich Männer wissenschaftliche Karrieren gemacht haben. Die traditionellen Karriereanforderungen und Strukturen stimmen deshalb für viele Frauen nicht.

Auf über zwei Seiten hat der «Blick» vergangene Woche die «Wissenschaftler in der Corona-Krise» bewertet. Allesamt waren Männer. Das Blatt beantwortet ungewollt selbst, warum der Kreislauf der männlichen Wissenschaftsdominanz hätte gebrochen werden müssen: «Es geht nicht nur um Ruhm und Ehre, es geht um Forschungsgelder und Mandate. In der Krise werden Karrieren gemacht und geknickt.»

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86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dimitri Hauri 15.06.2020 23:57
    Highlight Highlight Grundsätzlich soll der Fähigste beschäftigt werden, egal ob man oder Frau. Im übrigen fallen Frauen sehr oft unangenehmer und eckiger auf als Männer -gerade auch in wissenschaftlichen Berufen!!
  • Dimitri Hauri 15.06.2020 19:13
    Highlight Highlight Hört doch mal mit diesem Genderwahn auf! Frauen sind heute überall in der Wissenscahft vertreten und verdrängen teilweise die Männer. Im übrigen erweisen sich Männer in der Zusammenarbeit sehr oft angenehmer (das beginnt bereits bei der Laune!)
  • Roland Bach 15.06.2020 17:55
    Highlight Highlight Was interessiert es die Leute ob der Experte jetzt ne Frau oder Mann ist?
    Die einzigen die es zu interessieren scheint sind ultra linke progressive. Reicht auch irgendwann Mal.
  • Kurtli 15.06.2020 08:50
    Highlight Highlight Das war/ist kein Problem der Geschlechter, das Problem war, dass nur auf ganz wenige Experten gehört wurde die gottgleich angebetet wurden. Alle anderen, ob Männlein oder Weiblein, waren Verbreiter von Fakenews.
  • Töfflifahrer 15.06.2020 08:34
    Highlight Highlight ... zudem ist mir das Geschlecht bei der Bewältigung einer solchen Krise absolut egal!
    Da jetzt noch einen Gender Krieg herauslesen zu wollen, ist etwas gar neben den Schuhen.
  • Matrixx 15.06.2020 08:11
    Highlight Highlight Nein, es braucht mehr Menschen, denen Fachwissen wichtiger ist als die Person, die das Fachwissen hat.

    Warum muss man alles auf das Geschlecht reduzieren?
  • Rellik 15.06.2020 08:04
    Highlight Highlight Sorry das ist Bullshit. In der Wissenschaft spielt dein Geschlecht einfach keine Rolle. In den Naturwissenschaften sind heute ca 70% der Studenten Männer. Vor 20 Jahren waren es ca 80%. Darum gibt es auch heute mehr männliche Profs. Fragt mal Frauen die Mathematik oder Physik, einige finden sogar sie werden bevorzugt wenns um Positionen geht, weil manche noch eine Frau im Team wollen (Glaube ich persönlich zwar auch nicht)
  • Hoci 15.06.2020 07:00
    Highlight Highlight Grund dass es so wenig Frauen in den oberen Rängen der Wissenschaft hat ist, weil auch o. gerade in der Wissenschaft Sexismus +Unterdrückung der Frauen pur herrscht. Da werden Professoren ernannt, von denen man weiss, dass sie von Frauen nichts halten. Die Frau kann 100 Mal besser in Ideen, Methodik Kommunikation sein, sie hat keine Chance. Ganze Generationen von Wissenschaftlerinnen hatten keine Chance. Und alle wussten es + haben zugeschaut.
    Bericht aus erster Hand. Name und Institut jederzeit nachfragbar. Äh ich war nicht betroffen, da eh kein Interesse oder doch wenns anders gewesen wöre?
  • DunkelMunkel 15.06.2020 06:50
    Highlight Highlight “Bei diesem Punkt sind auch die Wissenschaftlerinnen in der Pflicht, sich mehr aufzudrängen.”

    100%! Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier eine große Portion Naivität mitschwenkt. Denkt ihr dass man “Top Wissenschaftler” wird indem man wartet von jemandem gewählt zu werden? Nein! In allen wichtigen Bereichen des Lebens herrscht an der Frontend ein regelrechter Wettkampf von Leuten, die alles geben: 60+ Stundenwoche, Freizeit, soziale Beziehungen bleiben etwas mehr auf der Strecke, nur um mithalten zu können. Oder denkt ihr dass selbst ein Nationalrat nur von 8-5 arbeitet? Nein!
  • MacB 15.06.2020 06:34
    Highlight Highlight Es gilt meines Erachtens dasselbe wie bei Bundesräten, etc.: Am Ende sollen die Besten vorne sein, da ist das Geschlecht schnurz, sonst kommt als nächstes Hautfarbe, Schuhgrösse, etc. ... Alles irrelevant.

    Hier von Männerdominanz zu sprechen ist zudem etwas oberflächlich. Ohne es zu wissen, behaupte ich, dass in diesem Fachgebiet die Anzahl der männlichen Studienabgänger deutlich höher ist. Aber das ist ein anderes Thema.
    • DunkelMunkel 15.06.2020 06:53
      Highlight Highlight Ganz genau! Die Besten (wozu natürlich auch viele Frauen gehören) und jene, die den extra Kilometer gehen wollen. Jeden Tag. Auf Kosten vom Privatleben. Da sind, hormonbedingt, eher Männer (und davon auch nur ein kleiner Bruchteil) dazu geneigt.

      Eine Position, die es ins Rampenlicht der Medien schafft, ist in der Regel hart erkämpft.
    • Hoci 15.06.2020 07:06
      Highlight Highlight Nein umgekehrt. Es gibt mehr Frauen, aber denen wird aufgrund von teils offenem Sexismus, egal wie gut, der Zugang nach oben durch Professoren verwehrt.
      Watson, das wäre Mal einen Artikel wert. Der krasse und offen praktizierte Sexismus und wohl auch Rassismus an Unis durch Professoren.
    • Kurtli 15.06.2020 09:01
      Highlight Highlight Hoci, Quellen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grötzu 14.06.2020 21:17
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 14.06.2020 17:59
    Highlight Highlight Fragt sich halt, wo man liest. Prof. Dr. Kathrin Mölling, 76, hochangesehene Virologin, kam sehr wohl zu Wort. Hier allerdings nicht.
    • Dr. Unwichtig 14.06.2020 18:38
      Highlight Highlight Das könnte daran liegen, dass KARIN Mölling die Lockdown-Massnahmen von Anfang an kritisiert hat...

      Wichtiger als das Genderthema wäre bei einer solchen Krise zumindest der Versuch einer ausgewogenen Berichterstattung. Die Zitierung der immer gleichen Experten gaukelte einen wissenschaftlichen Konsens vor, der nur sehr beschränkt vorhanden war und ist...
    • Kurtli 15.06.2020 09:05
      Highlight Highlight Ja, ich habe das auch so verfolgt. Es gab etliche Kritiken von m+w Virologen und Epidemieologen und anderen Ärzten. Viele davon konnten sich nur via youtube gehör verschaffen, die Mainstreammedien inkl. watson haben nie zugelassen, dass sich diese dazu öffentlich(er) äussern konnten.
      Nachher die Benachteiligung der *innen anzuklagen ist ein ziemlicher Hohn!
  • Turicum04 14.06.2020 17:57
    Highlight Highlight Hauptsächlich eine Frau! Egel ob sie gut oder schlecht ausgebildet ist. Einen Zusatzbonus hätte diese Frau, wenn sie zudem noch in einer linken bzw. ultralinken Partei ist.
  • Loko 14.06.2020 17:55
    Highlight Highlight Es braucht mer Verstand nicht mehr „Studierte“
    • Testino Testeriio 14.06.2020 19:41
      Highlight Highlight Wenn ich deine Rechtschreibung sehe, dann bin ich für mehr "Studierte"...
    • Kurtli 15.06.2020 09:07
      Highlight Highlight Testino, ein h vergessen und dann ist man blöd. Wohl eher Tippfehler, Loko hat ja gezeigt dass er weiss wie man "mehr" schreibt.....aber Hauptsache nicht auf die Aussage eingehen, um das ging es wohl eher...
    • Truth Bot 15.06.2020 17:44
      Highlight Highlight Naja, da fehlt auch noch ein Komma und ein Punkt. Ausserdem ist der Satz wiedersprüchlich. Verstand ist zu einem grossen Teil abhänig von der Bildung. Natürlich ist Bildung kein Garant für Verstand, doch andererseits haben nur sehr wenige Menschen eine derart gute Beobachtungsgabe, dass sie ihre Umwelt trotz geringer Bildung durchschauen. Weniger Studierte führten also eher nicht zu mehr Verstand.
  • Locutus70 14.06.2020 17:52
    Highlight Highlight Ich habe langsam das Gefühl, das watson die "Lücke" die durch die Einstellung von BENTO entstanden ist schließen will :xD
    • Füdlifingerfritz 15.06.2020 09:11
      Highlight Highlight Diese Befürchtung habe ich auch. Das wäre zweifelsfrei eine Katastrophe.
  • Schlaf 14.06.2020 17:46
    Highlight Highlight Mich dünkt ein Teil der Medienschaffenden versuchen die Thematik in jedes Geschehnis hineinzuinterpretieren.

    Es wird mir wohl immer verborgen bleiben, warum dem so ist.

    Wäre interessant, Expertenmeinungen weiblicher und männlicher Seite anzuschauen, mir erschliesst sich einfach keinen Nutzen daraus.

    Wie schon geschrieben wurde, finde auch ich traurig, dass sogar so ein Ereignis, wo noch nicht ausgestanden, für die Gender-diskussion gebraucht wird.
    • Hoci 15.06.2020 07:11
      Highlight Highlight Sorry, aber Frauen sind Teil dieser Welt und gerade bei so wichtigen Sachen zeigt sich der krasse Sexismus, der immer noch überall in den Köpfen ist.
      Und er hat massive negative Auswirkungen auf Frauen und Männer.
      ZB männlich interpretierte Verhaltensforschung mit Alpha-Männchen, die es so nicht gibt, oder dass Medikamente nur für Männer entwickelt werden oder lange wurden, obwohl Frauen anders ticken, und entsprechend schadeten usw... Wer sagt dass in dieser Krise nicht auch genderspezifische Fehler gemacht wurden und werden, weil nur Männer angehört werden?
    • Kurtli 15.06.2020 09:12
      Highlight Highlight Hoci, natürlich gibt es die Problematik! Auch in die andere Richtung, so nebenbei.
      Aber in der C Krise wurden keine anderen Meinungen geduldet als die des Top Virologen und dessen Entourage. Alle anderen wurden unterdrückt, seien sie Männer oder Frauen gewesen.
      Und das war in jedem Land sichtbar das ich verfolgt habe!
      Ergo: da war etwas faul im Staate Dänemark, aber hatte nichts mit dem Geschlecht zu tun!
    • Nikl 16.06.2020 00:01
      Highlight Highlight @Hocidu hast sehr wohl recht es gibt nach wie vor Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft. Jedoch nicht nur gegen Frauen. Und man kann auch nicht einen Haufen 50-65 Jähriger anschauen und darüber wütend sein. Es gibt viele Verbesserungen, welche einfach noch nicht in diesen Altersgruppen angekommen sind. (Etwa, dass Frauen in den letzten Jahren mehr Hochschulabschlüsse erreicht haben als Männer) Und es gibt auch in die andere Richtung Verbesserungspotential. Ist nur meine Meinung aber etwa stört mich, dass momentan eine Frau dem Militär vorsteht, auch wenn Frauen keinen Dienst leisten müssen
  • Locutus70 14.06.2020 17:45
    Highlight Highlight So ein Kommentar hat noch gefehlt :xD
  • Pisti 14.06.2020 17:44
    Highlight Highlight Spielt es eine Rolle ob eine Frau oder ein Mann Panik macht? Die Aussagen sind +/- von allen die Selben.
    Was es in der Medienlandschaft braucht ist, dass man auch gegenteilige Meinungen publiziert. Die dürfen auch von Frauen kommen.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 14.06.2020 18:02
      Highlight Highlight Ah ja, klar. Du schon wieder. Experte, was?

      14.03.2020

      https://www.ardaudiothek.de/die-profis/virologin-moelling-warnt-vor-panikmache/73162136
    • Pisti 14.06.2020 19:34
      Highlight Highlight Antinatalist, nun gut gebe dir Recht. Nur ist sie Deutsche, hat weniger mit der Situation hier zu tun. Sie wurde danach übrigens von vielen Medienhäusern öffentlich verunglimpft.
      Radio Eins zum Beispiel hat sich noch dafür Entschuldigt, dass man Sie zu Wort kommen lies.
  • HundBasil 14.06.2020 17:39
    Highlight Highlight Ist jetzt aber nicht euer Ernst?
  • ETH1995 14.06.2020 17:35
    Highlight Highlight Als Mann, der seit 20 Jahren an der Universität gelernt, gearbeitet und schließlich gelehrt hat, kann ich sagen, dass die Problematik viel komplexer ist, weshalb sich nicht mehr Frauen in Professorinnen verwandeln.
    ich habe auch sechs Jahre in Schweden gearbeitet, wo es quasi erreicht wird, dass es gleich viele Professorinnen wie viel vor Professoren gibt.
    Der Fehler liegt aber nicht unbedingt bei den männlichen Kollegen, sondern daran, dass es viel zu wenige weibliche Vorbilder gibt. eine Quote wäre deshalb eine Möglichkeit,aber diese wird gerade von weiblichen Akademikerinnen oft abgelehnt.
    • lilie 14.06.2020 19:59
      Highlight Highlight @ETH1995: Leider wahr. Ich hatte einmal eine Freundin, die als einzige Frau an der ETH Ingenieurswissenschaften studiert hat. Ab dem ersten Semester war sie die einzige Frau, hatte entsprechend keine Freundinnen im Studium, ihre Kollegen waren von misstrauisch bis nett alles - ein paar dumme Sprüche gabs natürlich auch - aber eben: Nicht jede Frau fühlt sich wohl ohne jeglichen weiblichen Support. Die meisten schmeissen schon im ersten Semester hin. Sie hat es hingegen bis zum Doktor durchgezogen, die erste Kollegin traf sie aber halt erst als Doktorandin.
  • Miikee 14.06.2020 17:34
    Highlight Highlight Solche Vorderungen schaden den Frauen doch mehr und ziehen das ganze ins lächerliche, wie die Quoten Frau, nicht?

    1. Anstatt uns mit solchen Vorderungen zu belästigen, besser von vorherein überlegen wenn man interviewen will?
    2. In einer Kriese ist mir doch piepefax egal ob da eine Frau oder ein Mann als Experte gesprochen hat? Wie auch bei der Quoten Frau Diskussion ist doch viel wichtiger ob die Person auch fähig ist?
    • Hoci 15.06.2020 07:19
      Highlight Highlight Es gibt genug fähige Frauen, dass ist ja der Sexismus darin. Oft sind sie besser, vor allem aber kommt automatisch eine kulturell gendersoezifische Sichtweise rein WESHALB EINE QUOTE PFLICHT sein müsste. Anders gehts ja offensichtlich nicht. Seit Generationen. Meine Omi hat schon Gleichberechtigung gefordert.
      Abgesehen davon gabs wegen der fehlenden Frauen viele Fehler: Verhaltensforschung rein männlich interpretiert, Medikamente nur für den Mann (und Schwangere)...ja manche Männer und Wissenschaftler sind totale Flaschen, man kriegt einiges Erbärmliches mit mit den Jahren.....
    • Kurtli 15.06.2020 09:21
      Highlight Highlight Hoci, ich nehem an Du studierts Genderwissenschaften?
    • Hoci 16.06.2020 11:07
      Highlight Highlight Nö Kurtli was ich schreibe wir löngst in der Schule gelehrt, spötestens aber ist es teil des vermittelten Wissens an der Uni.im pbrigen vor langer Zeit als Studentin nahm ich an einer Studie teil. Leider war die Interpretation der Resultate durch den männlichen Wissenschaftler ein Produkt des europäisch männ. Rollenbildes und so haarsträubend falsch + methodisch katastrophal, dass sich mir immer noch die Haare aufstellen.
      Auch sonst liest man immer wieder unobjektive wiss. Interpretationen, auch über genderfremde Themen, wo man danach alles weis über Herkunft des Interpretierenden.
  • Horobar 14.06.2020 17:24
    Highlight Highlight Vielen Dank Frau Helmi
    Diese Metadiskusionen finde sehr wichtig. In der Kommunikation zur Corona-Pandemie haben sich einige Schwachstellen der wissenschaftlichen und der journalistischen Kultur gezeigt. Dazu gehört auch die Untervertretung von Expertinnen in der Presse. Lasst uns sachlich Lösungen finden, damit wir uns ganz wissenschaftlich immer weiter nach vorne irren.
    • Horobar 14.06.2020 18:11
      Highlight Highlight Es geht darum stehts offen und bereit den eigenen Standpunkt zu hinterfragen. In wissenschaftlichen Betrieb ist dass normaler Alltag Bsp. Per-Review bei Studien. Ich bin der Meinung, dass es auch sonst möglich sein muss, eingefahrene Muster zu hinterfragen. Ist etwas nicht zielführend soll es erkannt und verbessert werden. Das eigene vertraute Nest mag bequem sein, weiter kommt man darin aber nicht.
    • bruuslii 14.06.2020 21:54
      Highlight Highlight locutus70: da hast du eigentlich recht. wäre schön.

      nur: ich höre von den spitzenforschern, dass es trotzdem auch sehr um namen, gegenseitiges schulterklopfen und im endeffekt um forschungsgelder geht.

      https://www.forschung-und-lehre.de/es-geht-darum-die-eigene-reputation-zu-staerken-680/
  • Be3 14.06.2020 17:16
    Highlight Highlight Watson, Ihr seid selbst ein Teil des Problems.
    Macht doch mal eine Analyse wie die „Republik“ (So steht es um die Geschlechter­balance in der Republik) und lasst uns wissen was dabei rauskommt - wenn Ihr Euch traut...
  • eddie_c 14.06.2020 17:08
    Highlight Highlight In der Wissenschaft ist es durchaus von Vorteil, wenn so viele Erkenntnisse gewonnen werden können, sodass auch Frauen und Minderheiten daran teilhaben und mitreden können.

    Männliche Experten setzen sich in den klassischen und sozialen Medien durch, wobei für die Karriere die wissenschaftliche Publikationen umso wichtiger sind.

    Das ist Neid vom Rampenlicht.
  • sikki_nix 14.06.2020 16:39
    Highlight Highlight Um die Familienvereinbarkeit akademischer Karrieren steht es meiner Meinung nach noch schlimmer als im privaten Sektor. Publikationsdruck und außerordentlich hohe Arbeitsbereitschaft werden nicht erst ab Stufe Assistenzprofessur sondern bereits im Master/PHD vorausgesetzt. Da Frauen sich nachgewiesenermaßen der Care Arbeit mehr verpflichtet fühlen als Männer steht die Familienplanung damit oft im Widerspruch einer akademischen Laufbahn. Dort muss angesetzt werden und dass es geht wissen wir ja von den männlichen Professoren welche oft Kinder haben.
    • Hillary Clinton 14.06.2020 16:59
      Highlight Highlight "Publikationsdruck und außerordentlich hohe Arbeitsbereitschaft werden nicht erst ab Stufe Assistenzprofessur sondern bereits im Master/PHD vorausgesetzt."

      HAHAHAHA ich kann ja nicht mehr. Ich schmeiss mich gleich weg.

      Für diese Löhne arbeitest du min. 10 Stunden/Tag in der Privatwirtschaft.
    • sikki_nix 14.06.2020 17:05
      Highlight Highlight Das wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln. Es ist aber sicherlich von der Uni abhängig.
    • ETH1995 14.06.2020 17:25
      Highlight Highlight Ein phd in den life sciences dauert mindestens vier Jahre, startlohn 3400, endlohn 3800. Alles Brutto.
      Voraussetzung abgeschlossener Master, also typisch 24 bis 25 alt zu Beginn des PhD.
      Es dauert lange, bis du in der Wissenschaft ordentliches Geld verdienst
  • James Smith 14.06.2020 16:23
    Highlight Highlight Get woke, go broke
  • Bruno Wüthrich 14.06.2020 16:22
    Highlight Highlight Ich bin froh, dass wir bisher einigermassen gut durch die Krise gekommen sind. Wer uns da geführt hat, ob es allenfalls ein paar Frauen hätte vertragen mögen, ist mir völlig egal. Es geht in der Krise nicht um Karrieren, auch wenn genau solche Szenarien Karrieren beeinflussen können. Vielmehr geht es um die Allgemeinheit.

    Diese Erkenntnis hindert uns nicht daran, in dieser Beziehung für eine hoffentlich ferne nächste Krise dazu zu lernen.

    Allerdings finde ich es äusserst billig, diese Krise, die auch in der Schweiz fast 2000 Todesopfer forderte, für die Gender-Diskussion zu missbrauchen.
    • Bildung & Aufklärung 14.06.2020 17:21
      Highlight Highlight Bravo, 100% am Thema vorbei. Muss man auch erst mal schaffen, besonders wenn man eigentlich ein sonst eher besonnener Typ wäre.

      Die Thematik zu Gleichtstellung hat übrigens nichts mit "2000 Todesopfer werden dafür missbraucht" zu tun, aber eben, wenn man schon 100% vorbeizielt, dann kommt halt solch kruder Unsinn dabei raus.
    • Bruno Wüthrich 14.06.2020 21:48
      Highlight Highlight @ Philanthrop

      Ohh - herzlichen Dank. Dein Feedback ist mir eine grosse Ehre und freut mich sehr!
  • Guido Zeh 14.06.2020 16:10
    Highlight Highlight Sie könnten ja mal die Fotos beschriften, das wäre schon mal ein Anfang. Es gibt Genderwissenschaft als Fach, aber Wahrheitsproduktion ist am Ende gender-neutral (selbst in der Genderwissenschaft)...
    • Rabbi Jussuf 14.06.2020 18:38
      Highlight Highlight "Wahrheitsproduktion"
      Das Wort nehm ich in unserem postfaktischen Zeitalter gerne in mein aktives Vokabular.
    • bruuslii 14.06.2020 22:02
      Highlight Highlight genau rabbi 😆: wahrheitspruduktion gibts nur in der religion (achtung sarkasmus 🙈).
      wir verstehen uns! auf baldiges weiterdisskutieren im sektenblogg, wenn neues futter reinkommt 😉
  • Füdlifingerfritz 14.06.2020 15:59
    Highlight Highlight Die wichtigste Eigenschaft einer Person mit Expertise: Das Geschlecht... oh, watson...
    • Hoci 15.06.2020 07:03
      Highlight Highlight Ja, unter anderem schon. Es gibt geschlechtsspezifische Sichtweisen, gerade in einer diskriminierenden Kultur. Oder anders gesagt, Frauen sehen die Dinge etwas anders, was wichtig ist, weil die Herangehensweise anders ist..
    • Sprudli 15.06.2020 09:02
      Highlight Highlight @Hoci Habe jetzt einige deiner Kommentare gelesen und es ist wirklich sehr erschreckend was du von dir gibst. Du unterscheidest dich in keiner Weise von den sexistischen Männern und "deren" System, welches du anprangerst. Ich hoffe wirklich, dass du nie in eine Position kommst, in der du was zu sagen hast.

      Ich bin Befürworter der Gleichstellung und finde es dringend nötig, dass in einigen Bereichen die Genderdiskussion geführt werden muss. Was du allerdings tust, schadet der Sache nur.
    • MacB 15.06.2020 10:59
      Highlight Highlight Danke Sprudli, da bin ich bei dir. Ich schätze und lebe Gleichberechtigung aber wenn man Hoci zuhört, darf es auf dem Planeten eigentlich nur noch Frauen geben. Solche Sichtweisen sind sicher kontraproduktiv für ein Weiterkommen.
  • KnolleBolle 14.06.2020 15:58
    Highlight Highlight Neiiiiiin, es hatte schon genug von den immer neu, all wissenden, super Experten, bitte, auch wenn es Frauen sein sollen, nicht noch mehr Experten.
  • what_else? 14.06.2020 15:54
    Highlight Highlight Aud dem Level Master Abschluss in Life Sciences hat es wohl etwa gleich viele Frauen wie Männer. Der nächste Abschluss des Doktorats sieht schon einen tieferen Frauenanteil. Danach etwa 3-6 Jahre in PostDoc, Oberassistenz und Associate Professor reinzustecken, mit sehr ungewissem Ausgang, machen nur noch wenige Frauen. Wenn man sie dabei nicht unterstützt, wird es annähernd gleich viele Frauen als „Experten“ geben. Und auch Watson bringt zu Beginn der Krise alternde, pensionierte Herren wie Beda Stadler (auch kein Virologe)...
    • Rabbi Jussuf 14.06.2020 18:42
      Highlight Highlight Stadler ist aber Immunologe. Das ist für eine Virenepidemie genauso wichtig, schlussendlich wichtiger als Virologen, die nur ein kleines Spezialgebiet betreuen.
    • what_else? 15.06.2020 20:23
      Highlight Highlight Korrekt, Stadler war als Immunologe tätig vor seiner Pensionierung. Es gäbe dirchaus fähige berufstätige Immunologen die auf Virenantwort, Impfungen oder Therapien spezialisiert sind. Die sind einfach weniger medial...
  • Hier Name einfügen 14.06.2020 15:48
    Highlight Highlight Das Letzte was wir brauchen sind mehr Experten. Politische Fragen sollten auch politisch entschieden werden.
  • Vecchia 14.06.2020 15:47
    Highlight Highlight "Der «Mister Corona» himself. "
    "Je höher der akademische Abschluss, desto geringer ist der Frauenanteil."

    "Mister Corona" zeichnete sich aber nicht wegen seines hohen akademischen Abschlusses aus, sondern wegen seiner langjährigen praktischen Erfahrung in wirklich schlimmen Krisengebieten. Er hatte den BAG-Job auch nicht wegen Covid angetreten.

    Dass Corona und akademische Profilierungssüchte jetzt auch noch zum Frauenthema gemacht wird, ist unglaublich. Aber sicher einfacher, als endlich für die Pflegeberufe zu kämpfen, weil ja bei den Gesundheitspolitikern kein Quotendefizit besteht ...
  • Matti_St 14.06.2020 15:30
    Highlight Highlight Ähm, Watson ist ein Teil der Medien. Nächstes mal sucht ihr Expertinnen die ihr hier zu Wort kommen lasst. Schliesslich seid ihr eine der grössten Online-Medien.
    • Silent_Revolution 14.06.2020 15:40
      Highlight Highlight Keine Zeit. Zu stark damit beschäftigt einen Heldenkult um einen alten weissen Mann aufzubauen.

      Als der mit dem Anzug in die Aare sprang, hatte ich schon die Befürchtung der Fluss teile sich.
    • piranha 14.06.2020 16:55
      Highlight Highlight Hat Frau Helmi tatsächlich ein paar Mal gemacht. Deshalb ist sie hier jetzt auch die Einzige, die so einen Artikel überhaupt publizieren kann.
      Ob er gerechtfertigt ist, wurde ja bereits rege diskutiert :)
  • keplan 14.06.2020 15:27
    Highlight Highlight Bis auf die Leute vom Bund (Koch) , haben sich alle anderen Experten von sich aus in den Vordergrund gedrängt. Sie wurden nicht nach Ihrer Meinung gefragt, sie haben ihre Meinung ungefragt öffentlich verkündet und die Medien sind aufgesprungen.
    Vielleicht müssten dies halt auch mal die Frauen tun.

    Wie man mehr Frauen zur Wissenschaft bringt ist eine andere Frage. Ich habe einigemale erlebt, dass man sich in mehr Frauen im Bereich Technik/Naturwissenschaften wünscht, aber es schlicht kaum Frauen gibt die es interessiert... (z. B. Bachelorstudium Frauenanteil wahrscheinlich keine 10%)
  • Was wir glauben zu wissen 14.06.2020 15:26
    Highlight Highlight Warum erschien dieser gute Artikel nicht vor drei Monaten. Ich frage mich auch, warum immer die gleichen Männer in der medialen Öffentlichkeit standen. Statt jetzt nur jammern und dieses und jenes kritisieren, wäre auch eine selbstkritische Analyse der Arbeit der Medien ein Gebot der Stunde.
  • Hillary Clinton 14.06.2020 15:26
    Highlight Highlight "Das Problem liegt bei den Hochschulen. Die Zahlen in der Schweiz zeigen: Je höher der akademische Abschluss, desto geringer ist der Frauenanteil."

    Das Problem sind die Frauen, sicher nicht die Hochschulen! STEM Fächer scheinen weniger interessant für eine Mehrheit der Frauen. Dafür sind die Vorlesungen in sozialer Arbeit, PH und Ähnlichem von Frauen dominiert.

    Es ist ein freies Land, eine Frau kann studieren was sie will.

    Aber Wissenschaftlerinnen pushen während einer Pandemie wegen Genderblödsinn?

    Von wem will ich echt hören?

    a) Irgend eine Forscherin
    b) Professor in Virologie

    Hmmm
  • Faethor 14.06.2020 15:20
    Highlight Highlight Sorry, es ist doch scheissegal ob m oder w. Hauptsache Kopetenz ist vorhanden.
    • Bildung & Aufklärung 14.06.2020 17:32
      Highlight Highlight Nein, ist es, zum 1000000. mal eben nicht. Es vermittelt der Gesellschaft ein Bild, dass die Kompetenz halt von Männern ausgeht und nicht von Frauen. Dieses Bild führt dann dazu, dass (wissenschaftlich erwiesen!) Mädchen/Frauen denken "bin intelligent, aber Kompetenz, das hab ich doch nicht" und Männer "ich kann zwar nix, bin aber ein geiler Siebensiech mit extrem viel Kompetenz".

      Aber das zu verstehen, dafür bräuchte man ganz wenig Hirnschmalz und Kompetenz. Bisschen weiterdenken? Gott bewahre! Darum, halten wir es lieber einfach und dreschen die ausgelutschtesten Phrasen: "Ist doch egal".
    • Miikee 14.06.2020 17:38
      Highlight Highlight Ich hätte gerne die Begründung der Blitzer.

      Wären die Glücklich gewesen, wenn man eine Frau hingestellt hätte, die absolut keine Ahnung von der Thematik gehabt hätte, nach dem Prinzip egal Hauptsache eine Frau, oder was?
    • Herr Ole 14.06.2020 20:26
      Highlight Highlight Ich habe geblitzt, und zwar weil es eben Frauen gab, die gleich viel Ahnung von der Thematik haben, aber denen keine Plattform gegeben wurde. Und wenn es egal ist, wieso wurden dann nur Männer angefragt, ihre Meinung bekannt zu geben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • piranha 14.06.2020 15:10
    Highlight Highlight Dass Frauen und Männer die gleichen Voraussetzungen haben sollen, ist sehr wichtig und muss unbedingt weiter gefördert werden.
    Die simple Forderung nach einer Frauenquote oder dergleichen ist aber schlichtweg Unsinn. Wie Sie selber sagen, ist der Anteil an Frauen mit höheren Abschlüssen in naturwissenschaftlichen Bereichen eher gering. Dass das tatsächlich an den hierarchischen Strukturen der Hochschulen liegt, bezweifle ich. Wohl eher haben einfach weniger Frauen als Männer Interesse an einer solchen Ausbildung.
  • Iambatman 14.06.2020 15:09
    Highlight Highlight In Zeiten wie der Coronakrise ist das Bedürfnis nach Aussagen von Personen, mit höchstmöglicher Erfahrung und akademischem Grad nunmal höher, als dass auch in der Karriereleiter tieferstehende Personen zu Wort kommen.
    Sie sagen es im Artikel ja selbst: "Je höher der akademische Abschluss, desto geringer ist der Frauenanteil".
    Dass oder ob dies ein Problem ist, ist eine andere Debatte.

    Aber während einer Pandemie interessiert mich die Meinung von ranghohen Institutsleitern nunmal mehr, als die von anderen Personen.
    Komplett unabhängig vom Geschlecht.
  • du_bist_du 14.06.2020 15:07
    Highlight Highlight Alles Punkte, vorallem die strukturellen Veränderungen, die man vor der Krise hätte regeln müssen.

    Während der Krise ist mir Politik und Geschelecht und alles sonst egal. Da könnt ihr mir auch einen Marsmenschen hinstellen, solange der kompetent ist.

    Ich bezweifle jedoch, dass das jetzt noch jemanden interessiert. Selbst die Medien sind jetzt schon wieder weg von Corona.
    Jetzt, wo man diese Thematik angehen könnte...
    • ikbcse (ehem.: weachauimmo) 14.06.2020 16:15
      Highlight Highlight Erinnert mich an das hier:
      Play Icon
  • MeImportaUnaMierda 14.06.2020 15:03
    Highlight Highlight Gleichstellung hier Gleichstellung da, 20% quote bla bla bla. Statt den/die Kompetentesten zu nehmen wird dann einfach eine weibliche Person bevorzugt? Sexismus ahoi, aber ja. Es ist ja nur Sexismus wenns gegen Frauen geht. Gegen Männer ist es ja normal (siehe Wehrpflicht, Alimente und co). Doppelmoral Gesellschaft Schweiz.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 14.06.2020 15:03
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 14.06.2020 15:01
    Highlight Highlight "Während er und seine Berufskollegen tausende Follower zählen und fleissig kommunizieren, fristen die Twitter-Profile der Corona-Expertinnen ein tristes Dasein. Um bei Medienschaffenden Aufmerksamkeit generieren zu können, ist die Social-Media-Aktivität heute jedoch ein Muss."
    Und das ist genau das Problem, Medien, und Watson ist da leider keine Ausnahme sondern mehr an abschreckendes Beispiel stützen sich zu gerne auf Twitter, nach dem Motto wer viel Twitter hat was zu sagen.
    Anstatt die Frauen zum Twittern zu zwingen, könnten man auch einfach mal schauen, wer dann so Professuren an Unis hat.
    • Rabbi Jussuf 14.06.2020 18:50
      Highlight Highlight Aber, aber, Twitter ist doch der Nabel der Welt!
      Wer da nicht mitmacht, ist weg vom Fenster. Gilt auch für die, welche ein falsches Wort twittern, die sind auch weg.
      Die Mobbing-Plattform schlechthin.

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