Schweiz
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Lancierungsfest GLP Lab mit Kathrin Bertschy und Corina Gredig

Aufbruchstimmung am Lancierungsfest des GLP Lab: Leiterin Corina Gredig wird auf Händen getragen. Bild: zvg

Die Grünliberalen melden sich zurück  – mit progressiven Ideen aus eigener Denkfabrik

Nach schwierigen Jahren gehen die Grünliberalen in die Offensive. Als erste Schweizer Partei haben sie mit dem GLP Lab einen eigenen Thinktank gegründet. Er soll als «Ideenküche» dienen. Und das diffuse Parteiprofil schärfen.



Kathrin Bertschy ist derzeit eine gefragte Frau. Die Berner Nationalrätin und ihre Grünliberale Partei (GLP) werden bei den Beratungen über die Altersvorsorge 2020 in der Frühjahrssession nächste Woche eine Schlüsselrolle spielen. Bertschy ist auch Mitglied einer illustren Gruppierung, die sich zu Jahresbeginn erstmals getroffen hat. Sie will ein «optimistisches Narrativ» entwickeln, als Alternative zur nationalkonservativen SVP-Schweiz.

«Es gibt zwar gute Begriffe, die für eine offene progressive Schweiz stehen, wie etwa Chancenland. Die Herausforderung besteht aber darin, diese in eine glaubwürdige, einprägsame Erzählung einzubetten. Das machen wir mit der progressiven Narration», sagt Bertschy.

Historisches Debakel

Am Treffen waren bekannte Persönlichkeiten wie der Politgeograf Michael Hermann und der Satiriker Viktor Giacobbo vertreten. Den Lead übernommen aber hat das von Kathrin Bertschy präsidierte GLP Lab, mit dem die Grünliberalen Neuland betreten. Als erste Partei der Schweiz haben sie einen eigenen Thinktank gegründet.

Alec von Graffenried, Nationalrat Gruene (GP) Laurent Seydoux, Vizepraesident der Gruenliberalen Partei (GLP), Roland Kaufmann, Unternehmer Binkert Buag, Martin Baeumle, Praesident GLP, Adele Thorens, Co-Praesidentin Gruene (GP), Sibyl Anwander, Konsumentenforum (KF) und Roland Fischer GLP, von links, propagieren ein Ja zur Volksinitiative

Mit ihrer Volksinitiative erlitten die Grünliberalen ein historisches Debakel. Bild: KEYSTONE

Die Grünliberalen melden sich zurück, und das ist auch nötig, denn die letzten Jahre meinten es nicht gut mit der lange vom Erfolg verwöhnten Partei. Vor zwei Jahren erlitt sie mit ihrer Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» ein Debakel von historischem Ausmass: 92 Prozent der Stimmberechtigten sagten Nein. Bei den nationalen Wahlen im Oktober 2015 folgte der nächste Tiefschlag: Ihre Fraktion im Bundeshaus wurde von 14 auf sieben Sitze halbiert.

Mehr als 500 Interessierte

Für die Verluste war in erster Linie der Proporz verantwortlich. GLP-Präsident Martin Bäumle, ein Meister der politischen Mathematik, hatte 2011 in einigen Kantonen clevere Listenverbindungen geschmiedet. Vier Jahre später wollten die damaligen Partner nicht mehr als «Steigbügelhalter» dienen. Das Problem aber geht tiefer. Den Grünliberalen haftet das Image einer «Modepartei» für Hedonisten mit schlechtem Gewissen an. Eine Korrektur gelang bislang nicht.

Die Grünliberalen befänden sich «im tiefen Schlaf», konstatierte der Inlandchef der NZZ im Januar. Dabei hat intern der Wecker längst geläutet. Ende Oktober 2016, ein Jahr nach dem Wahlfiasko, wurde das GLP Lab mit einem Fest in Zürich offiziell lanciert. Trotz bislang eher bescheidenen Medienechos ist das Interesse gross. «Mehr als 500 Personen haben sich gemeldet, um aktiv mitzuarbeiten», sagt Corina Gredig, die Mitgründerin und Leiterin des Politlabors.

Klar links der Mitte

Mit ihrer Denkfabrik sprechen die Grünliberalen bewusst Leute an, die sich nicht in den klassischen Strukturen engagieren möchten. «Viele wollen nicht mehr die ‹Ochsentour› machen», sagt Kathrin Bertschy. Wer trotzdem Politik machen wollte, hatte bislang wenig Optionen. Dadurch gehe viel Potenzial verloren, meint Bertschy: «Es braucht andere Gefässe, in denen man Politik kreativ erleben und gestalten kann.» Dieses Bedürfnis soll das GLP Lab abdecken.

Kathrin Bertschy, Nationalraetin GLP-BE, spricht waehrend der Medienkonferenz

Kathrin Bertschy will mit dem GLP Lab das progressive Profil schärfen. Bild: KEYSTONE

Man wolle «progressiv-liberale Ideen fördern», umschreibt Corina Gredig die Stossrichtung des Labors. Ein weiteres, durchaus beabsichtigtes Ziel ist die Schärfung des Parteiprofils. In diesem Bereich haben die Grünliberalen ein Problem. Im Parlamentarier-Rating der NZZ sind sie klar links der Mitte situiert. Und damit in einem Segment, in dem sie nur von der EVP «konkurrenziert» werden. Wahrgenommen aber werden sie als Technokraten-Partei, die in Finanz- und Steuerfragen oder der Sozialpolitik eher nach rechts tendiert.

«Verheerend für die Grünliberalen»

«Unsere Positionierung ist eigentlich klar, aber es ist uns zu wenig gelungen, dies zu vermitteln», räumt Kathrin Bertschy selbstkritisch ein. Das wiegt schwer, denn viele progressiv denkende Leute fühlen sich politisch «verwaist». Sie tun sich schwer mit der «Kulturkampf»-CVP von Gerhard Pfister und der «Klassenkampf»-SP von Christian Levrat. Die FDP ist für sie zu wenig ökologisch und sozial. Bei der BDP bemüht sich Präsident Martin Landolt um eine progressive Ausrichtung. In der Realität aber tummelt sich die Partei im überbevölkerten Mitte-rechts-Spektrum.

Das Problem der «heimatlosen» Linksliberalen hat watson nach den Wahlen 2015 thematisiert. «Eigentlich ist es verheerend für die Grünliberalen, dass man bei dieser Frage nicht sofort an sie denkt», sagte Michael Hermann damals in einem Interview. Die Botschaft kam an, das Interview war einer der Auslöser für die Gründung des GLP Lab. Als «Ideenküche» soll es dazu beitragen, die Partei für Mitte-links-Wähler «salonfähig» zu machen.

Bern zeigt, was möglich ist

Was in diesem Segment möglich wäre, zeigt der Kanton Bern, wo die Grünliberalen stets linksliberal politisiert haben. Damit verteidigten sie 2015 nicht nur die beiden Nationalratssitze von Kathrin Bertschy und Jürg Grossen. Bei den Stadtberner Wahlen 2016 kamen die GLP und ihre Jungpartei zusammen auf rund zehn Prozent. Auf den ersten Blick beeindruckt dies kaum, doch Bern gehört zu den wenigen Kantonen, in denen eine starke Mitte-links-Partei existiert.

Der neugewaehlte Stadtpraesident Alec von Graffenried bezieht sein neues Buero, am Montag, 16. Januar 2017 am Sitz der Stadtberner Regierung, dem Erlacherhof in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Wahl von Alec von Graffenried (GFL) zum Berner «Stapi» zeigt, was Mitte-links-Politik erreichen kann. Bild: KEYSTONE

Die Grüne Freie Liste (GFL) hat mehrfach den Einzug in die Kantonsregierung geschafft. Im Januar eroberte sie mit Alec von Graffenried das Berner Stadtpräsidium. Er setzte sich gegen die profilierte SP-Frau Ursula Wyss durch. Die Erfolge von GFL und GLP in Bern wie auch die glänzenden Wahlresultate von gemässigten Sozialdemokraten zeigen auf, was eine schlagkräftige Mitte-links-Partei in den anderen Kantonen und national erreichen könnte.

Neue Köpfe braucht die Partei

Dazu braucht es Ideen, und die soll das GLP Lab liefern. In welche Richtung dies gehen kann, zeigt das Positionspapier zur Aussenpolitik, das Ende Januar verabschiedet wurde. Darin sprechen sich die Grünliberalen für den Freihandel und das institutionelle Rahmenabkommen mit der EU aus. Im heutigen Umfeld wirke dies «einigermassen verrückt», meinte der «Tages-Anzeiger». Man kann es auch anders interpretieren: In einer Zeit, in der sich selbst die SP in der Europapolitik defensiv verhält, positionieren sich die Grünliberalen als konsequent öffnungsbereite Partei.

Das Aussenpolitik-Papier wurde vor der Lancierung der Denkfabrik erarbeitet. Sie soll bald erste Ideen liefern. Bereits in der Frühjahrsession werden zwei Vorstösse eingereicht, die von der Taskforce Landwirtschaft erarbeitet wurden. In der Pipeline sind Projekte in den Bereichen politische Bildung, Digitalisierung und Politiktransparenz, sagt Corina Gredig. Weitere Themen sind ein neuer Gesellschaftsvertrag zwischen den Generationen und eine progressive Drogenpolitik, inklusive Cannabis-Legalisierung. «Die Schweiz kann in diesem Bereich ein Vorbild werden, wie in den 1990er Jahren», meint Gredig. 

ZUR DISKUSSION UEBER DIE CANNABIS-MARKTREGULIERUNG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Cannabis wird in der Schweiz seit Jahren als Suchtmittel verteufelt. Cannabis lindert aber auch Schmerzen und entspannt. Die Stiftung Suchthilfe St. Gallen informiert mit einer Sonderschau an der Messe OFFA über die umstrittene Nutzpflanze Hanf. --- Hanfpflanzen (Cannabis Sativa) recken sich auf einem Dach in Zuerich der Sonne entgegen im Herbst 2005. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Das GLP Lab beschäftigt sich mit der Legalisierung von Cannabis. Bild: KEYSTONE

Für Kathrin Bertschy verkörpert das GLP Lab nichts weniger als «die Zukunft, wie Politik gemacht wird». Ein willkommener Nebeneffekt wäre die Rekrutierung von neuem Personal. In diesem Punkt hat die Partei ebenfalls ein Problem. Nach wie vor mangelt es an profilierten Köpfen neben Präsident Martin Bäumle, von dem in letzter Zeit nicht mehr viel zu vernehmen war. Auf Augenhöhe mit ihm agieren allenfalls Kathrin Bertschy und Fraktionschefin Tiana Angelina Moser.

Bislang arbeitet das GLP Lab rein ehrenamtlich, man hofft auf Spenden und Sponsoren. Eine Garantie, dass mit der parteieigenen Denkfabrik der Turnaround gelingen wird, besteht nicht. Dazu hat das Image der Grünliberalen in den letzten beiden Jahren zu stark gelitten, nicht zuletzt wegen der unseligen Energiesteuer-Initiative. Aber der Anfang ist gemacht, und das Terrain in der linken Mitte ist vorhanden. Es muss nur konsequent beackert werden.

Diese Nationalräte schafften die Wiederwahl nicht

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110Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chesus80 23.02.2017 12:14
    Highlight Highlight Die GLP steht vor allem für das Gross-Kapital. Die FDP auf dem Velo. Liberal heisst nicht, dass die soziale Verantwortung vegessen werden darf und die Schere sich immer weiter öffnen darf
    3 7 Melden
  • rudolf_k 22.02.2017 19:01
    Highlight Highlight Für die Wehrpflicht, für die Pauschalbesteuerung, aber gegen die liberalste aller Steuern, der Erbschaftssteuer. Liberal? LOL. Neoliberale FDP-Light mit einen grünen Anstrich. Falls mich die GLP jemals als Wähler zurückgewinnen wollte, müsste man schon mindestens beim Thema staatliche Überwachung eine ganz klar konsequente Linie fahren, und zwar im Interesse der Bevölkerung und nicht des Staates.
    27 8 Melden
    • Gurkensalat23 23.02.2017 15:20
      Highlight Highlight Die jglp hat sich aktiv an den Unterschriftensammlungen für das Büpf- und das NDG-Referendum beteiligt.
      6 0 Melden
    • rudolf_k 23.02.2017 19:43
      Highlight Highlight Das hat der Jungfreisinn ebenfalls. Was willst du mir damit sagen? Diese beiden Gruppierungen stellen weder national noch in meinem Kanton einen einzigen Parlamentarier.
      3 0 Melden
  • Feihua 22.02.2017 18:32
    Highlight Highlight Beim 2. Wahlgang für den Ständerat des Kantons Zürich hat die Grünliberale Partei gezeigt, was bei ihr im Zweifelsfall immer zuerst kommt. Leider ist es Liberal und nicht grün. So wurde doch tatsächlich der FDP-Kandidat Noser empfohlen, statt der Grüne Girod.
    Und das, nachdem der massive Rechtsrutsch bereits Tatsache war. Wenn der GLP auch das Grüne wichtig wäre, hätten sie nur schon aus Gründen des Gleichgewichts den grünen Kandidaten unterstützen müssen. So sind sie leider für wirklich umweltbewusste Bürger nicht wählbar.
    26 10 Melden
    • FrancoL 22.02.2017 20:27
      Highlight Highlight Gut dass Sie es deutlich und klar ausdrücken, Danke! Auch ich vermisse die ausgeglichene Wertung von "Grün" und "Liberal". Anfänglich hatte ich noch einige Sympathie für diese Gruppierung, nach deren Betonung des "Liberalen" sind sie für mich in der Parteienlandschaft überflüssig. Etwas übertrieben, aber sie sind nur eine Beruhigungspille für die Wirtschaftskräfte die sich etwas grün geben wollen.
      17 5 Melden
  • seventhinkingsteps 22.02.2017 15:27
    Highlight Highlight Hab sie 2015 gewählt, statt der SP. Seit dem Ja zur USR unwählbar. Ausserdem ist Umweltschutz und wirtschaftsliberal (gegen Regulierungen) sein ein Widerspruch in sich. Solange sich Umweltverschmutzung lohnt, wird sich nichts ändern. Mehr Wirtschafsliberalität und Wirtschafspolitik rechts der Mitte wird daran nichts ändern
    30 11 Melden
    • FrancoL 22.02.2017 20:29
      Highlight Highlight Sehe ich auch so! Für mich ist die GLP wie heute aufgestellt eine Beruhigungspille für Bürgerliche die der Wirtschaft folgen sich aber trotzdem etwas grün geben wollen.
      13 4 Melden
    • LeChef 22.02.2017 21:57
      Highlight Highlight Das Problem ist, seven und Franco, dass Umweltschutz ohne rücksicht auf die Wirtschaftsinteressen nicht funktioniert. 1. Sind marktbasierte Instrumente nicht nur effizienter im ökonomischen Sinne (sprich weniger verzerrend), sondern auch effektiver was ihre Wirkung betrifft. Quoten und Maximalwerte werden beispielsweise einfacher umgangen, als Lenkungsabgaben. Wer marktbasierte Instrumente will, darf weder FDP, noch Linksgrün wählen. 2. Ist ein gewisses Wohlstandslevel Voraussetzung dafür, dass sich die Leute überhaupt für Umweltthemen interessieren. Siehe die Maslowschen Bedürfnisse.
      12 8 Melden
    • seventhinkingsteps 22.02.2017 22:02
      Highlight Highlight Eigentlich kann man es noch krasser sagen und auf die Gründungsgeschichte der GLP aus den Grünen heraus zurückgehen. Grüne Politik ist zwangsläufig antikapitalistisch und die GLP ist aus dem Fehlen dieser Einsicht entstanden.
      8 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 22.02.2017 13:40
    Highlight Highlight Und was für welche progressiven Ideen sind denn jetzt da rausgekommen?
    22 4 Melden
    • Peter 22.02.2017 14:03
      Highlight Highlight Die Denkfabrik ist erst vier Monate alt. Also abwarten, man wird sehen, was dabei rauskommt.
      23 7 Melden
    • Colourreader 22.02.2017 14:35
      Highlight Highlight Ein paar sind schon da, zum Beispiel wie Politik transparenter wird oder wie Junge für Politik begeistert werden können. Website zum Nachschauen: www.glplab.ch
      18 5 Melden
  • pamayer 22.02.2017 13:27
    Highlight Highlight Vor den Wahlen Apfelverteilaktion der GLP am Bahnhof. Ich fragte, ob die Äpfel Bio seien. Vetdutztes Stirnrunzeln... , Antwort: "nicht, dass ich wüsste..."

    GLP ade.
    27 22 Melden
  • Majoras Maske 22.02.2017 12:41
    Highlight Highlight Ich würde die GLP noch nicht abschreiben. Mir gefallen ihre gesellschaftspolitischen Positionen und ich denke auch, man kann mit "grünliberal" mehr Menschen für Umweltschutz erreichen als mit "linksgrün" (nur leider fällt mir jetzt gar keine Idee von ihnen ein, wo sie aktuell ein grünes Anliegen aufgenommen hätten...). Aber in sozialen und finanzpolitischen Sachen sind sie mir zu rechts. Müssen sie aber auch sein, ansonsten wären sie ja eher eine "bürgerlich argumentierende SP". Und ich glaube auch, dass es der CVP enorm schaden könnte sich gerade jetzt als religiöse Partei neu zu erfinden.
    34 10 Melden
  • Matthias Studer 22.02.2017 12:04
    Highlight Highlight Wenn ich die Abstimmungen in der Berner Regierung und im Bundesparlament anschaue, sehe ich keine Links- oder Gesellschaftsliberale Tendenz.
    Vielleicht sollten sie mal darüber nachdenken was das bedeutet bevor man dafür Werbung macht.
    23 10 Melden
  • Thinktank 22.02.2017 11:52
    Highlight Highlight Jede Partei hat interne Arbeitsgruppen. Nur weil diese neu als tank, lab oder fabrik bezeichnet werden, ändert sich nichts. Diese Strukturen fühlen sich verpflichtet dauernd neues auszuspucken, was niemand braucht.
    45 40 Melden
    • Tilman Fliegel 22.02.2017 12:08
      Highlight Highlight So wie du?
      39 17 Melden
    • äti 22.02.2017 12:25
      Highlight Highlight @thinktank: Haha, gilt wohl auch für dich.
      35 10 Melden
    • LeChef 22.02.2017 13:42
      Highlight Highlight Du hast irgendwie den falschen Nutzernamen für diesen Kommentar, Thinktank ;)
      17 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Homes8 22.02.2017 11:47
    Highlight Highlight Man nehme Blau (neoliberaler Optimismus) mische Gelb (nochmehr Geldgier) dazu und es ensteht ein schönes liberalpolitisches Stimmenfänger-Grün
    42 33 Melden
    • FrancoL 22.02.2017 11:59
      Highlight Highlight Da hat aber der Herr Bäumle gar keine Freude an dieser Interpretation.
      22 4 Melden
    • klugundweise 22.02.2017 14:37
      Highlight Highlight Alternative? Rot? Braun?
      7 6 Melden
    • Homes8 22.02.2017 17:45
      Highlight Highlight Ich wähle nach Namen, nicht Partei. Auch Parteilose.
      5 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beasty 22.02.2017 11:17
    Highlight Highlight Gute Geschichte erzählen? Dann sollte sie nicht mit "progressiven Narration" beginnen, die sprachlich jeder zweite ohne Duden nicht versteht...
    55 6 Melden
    • Homes8 22.02.2017 11:50
      Highlight Highlight Hat wohl was mit Narren zu tun :-)
      28 2 Melden
  • stadtzuercher 22.02.2017 11:17
    Highlight Highlight "Wahrgenommen aber werden sie als Technokraten-Partei, die in Finanz- und Steuerfragen oder der Sozialpolitik eher nach rechts tendiert."

    Naja, so sind die grünliberalen doch auch.
    62 14 Melden
    • Snaggy 22.02.2017 11:47
      Highlight Highlight In der letzten Zeit leider schon, vorallem die Parteispitze (siehe USR). Sie schienen anfänglich äusserst sympathisch, und riskieren das wieder zu verlieren.
      31 3 Melden
  • FrancoL 22.02.2017 11:13
    Highlight Highlight Die GLP wird wenn sie weiterhin den Spagat Oekologie und Wirtschaft so breit ansetzt daran zu Grunde gehen. Sie wird heute klar rechts der Mitte wahrgenommen, da das Thema Wirtschaft dominant wahrgenommen wird.
    Man steht besser und ehrlicher da wenn man auf beiden Beinen sauber und erkennbar steht. Wer sauber steht hat ein Rückgrat.
    28 28 Melden
    • Einer Wie Alle 22.02.2017 11:24
      Highlight Highlight Von den Rechten wird sie als links wahrgenommen und von den Linken als rechts, ist doch immer das selbe.
      27 8 Melden
    • poga 22.02.2017 12:10
      Highlight Highlight Naja versagt nicht die Grüne Partei genau an diesem Problem? Sie ist gefühlt zu 60% sozial und zu 40% grün. Trotzdem hat sie ein relativ konstantes Wählerpotential. Warum nicht auch wirtschaftsfreundlich und grün? Klar ist der Spagat genauso gross aber ich könnte mir vorstellen, dass bei einer klaren Positionierung, ein ähnliches Potential erreicht werden könnte. Zum Beispiel mit 60% Wirtschaft und 40% grün.
      19 4 Melden
    • FrancoL 22.02.2017 12:27
      Highlight Highlight @poga; Der Spagat endet häufig mit einem zu klaren Uebergewicht auf einer Seite, bei der GLP mMn eher rechts bei der zu starken Wertung der Wirtschaft.
      11 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hades 22.02.2017 11:11
    Highlight Highlight Die Frage ist und bleibt, wie sie den braunen Anstrich wieder loswerden wollen, der sich durch Ecopop zeigte.
    Dieses Gedankengut in neuen Gewändern ist und bleibt nicht mehrheitsfähig ("hoffentlich" muss man heutzutags leider hinzufügen)
    4 97 Melden
    • Peter 22.02.2017 11:18
      Highlight Highlight Die GLP hatte mit Ecopop nichts zu tun. Einer der führenden Köpfe von Ecopop war Mitglied der Grünen Partei. Aber das ist wohl Teil des Imageproblems der Grünliberalen.
      75 4 Melden
    • Maett 22.02.2017 11:27
      Highlight Highlight @Hades: die Ecopop-Initiative hat der GLP zugeschriebenen Liberalität widersprochen, weshalb ich mich frage, wie Sie auf Ihre völlig unstimmige Aussage kommen.

      Die Befürworter (und auch die Initianten notabene) kamen - wenn überhaupt - aus dem Spektrum der grünen Partei.

      Weiterhin wäre es auch schön, wenn man den Versuch von verantwortungsvoller und stabiler Gesellschaftspolitik nicht ständig als "braun" deklarieren würde, denn damit hat es ja nun gar nichts zu tun.
      25 2 Melden
    • Hades 22.02.2017 11:33
      Highlight Highlight Ok danke, mein Fehler.
      Aber eben, q.e.d ^^
      7 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Colourreader 22.02.2017 11:06
    Highlight Highlight Die glp ist nach wie vor eine junge, frische Partei. Vielleicht hat sie sich nach dem Wahlerfolg 2011 etwas zu weit zurückgelehnt. Die Wahlerfolge im 2016 und das Lancieren des glplabs zeigen aber, dass die Partei wieder Gas gibt. Sie ist gewillt, eine konsequent progressive, liberale und optimistische Kraft zu sein in der Schweizer Politik. In Zeiten, wo sich die meisten Parteien am letzten Jahrhundert orientieren, ist das nötiger denn je.
    46 20 Melden
    • Snaggy 22.02.2017 11:54
      Highlight Highlight Dass sie neue und progressive Ideen haben stimmt, und das ist auch gut so, aber der neoliberale Anstrich gewisser Parteieliten ist schade.
      12 1 Melden
  • Spooky 22.02.2017 11:03
    Highlight Highlight "Aufbruchstimmung "

    Diese lustigen Leute haben anscheinend jeden Kontakt mit der Realität verloren.

    Wir werden einen Schweizer Trump wählen, sobald er kommt.

    Und das nicht, weil wir an ihn glauben, sondern aus Protest gegen euch Pseudo-Linken.

    19 91 Melden
    • Colourreader 22.02.2017 11:25
      Highlight Highlight Wenn weiter mit so viel Angstmacherei und Pessimismus Politik gemacht wird, mögen Sie recht haben.

      Ich glaube aber an die Kraft von Zuversicht, guten Argumenten und starkem Willen.

      Wenn diese Kräfte stark sind, brauchen wir Schweizer uns weder vor einem ausländischen noch einem inländischen Trump zu fürchten.
      21 5 Melden
    • FrancoL 22.02.2017 11:31
      Highlight Highlight Wer sind denn da die Pseudo-Linken? Ich glaube kaum dass die GLP sich besonders links geben will. Bei der GLP ist die Betonung immer auf liberal mit Grünanstrich. Man versucht "modern" " "urban" zu sein und gleichzeitig den damit verbundenen linken "Anstrich" abzuwaschen. Nicht ganz einfach und nicht ganz ehrlich.
      14 7 Melden
    • Makatitom 22.02.2017 11:43
      Highlight Highlight Sprich für dich, Spooky, ich werde auf alle Fälle keinen Schweizer Trump wählen, weder Freysinger, noch Amstutz, Mörgeli oder Köppels und auch keine Trulla-Blocher.
      31 6 Melden
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