Schweiz
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Ehe für alle

Die Operation Libero mobilisiert für eine Öffnung der Ehe. Bild: Twitter/Operation Libero

Wer in der Schweiz noch gegen die Homo-Ehe ist (Spoiler: Es sind immer weniger)

Von der gleichgeschlechtlichen Ehe bis zur Stiefkindadoption: Was vor wenigen Jahren noch heftig umstritten war, provoziert heute selbst in bürgerlichen Kreisen oft nur noch ein müdes Schulterzucken. Wie es dazu kam.



Und plötzlich ist der Regenbogen in Deutschland überall: Von einem Tag auf den anderen hat der Bundestag am letzten Freitag die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert. Möglich machte es ausgerechnet Bundeskanzlerin Angela Merkel, in deren CDU die gleichgeschlechtliche Ehe bis dahin ein Tabu darstellte.

Für Beobachter ist klar: die Kanzlerin konnte schlicht nicht länger ignorieren, wie positiv die Bevölkerung dem Anliegen gegenübersteht. Nachdem das ZDF-Politbarometer vor zwei Wochen zu Tage gefördert hatte, dass 73 Prozent der Deutschen die «Ehe für alle» befürworten, ebnete Merkel in einem Blitzmanöver den Weg für die Gesetzesänderung.

So bunt feiert Deutschland das Ja zur «Ehe für alle»

Wie fundamental sich die öffentliche Meinung in dieser Frage gewandelt hat, liess sich davor auch anderswo eindrücklich beobachten. So etwa im erzkatholischen Irland, wo homosexuelle Handlungen noch bis 1993 verboten waren. Vor zwei Jahren nun erlaubten die Iren die Homo-Ehe per Volksabstimmung mit grossem Mehr.  

Und auch in der Schweiz wird das Lager jener, die gegen eine Gleichstellung homo- und heterosexueller Paare sind, immer kleiner. Davon zeugen folgende Beispiele:

«Ehe für alle»: Bürgerlicher Widerstand bröckelt

ZUR MITTEILUNG DER CVP-FINDUNGSKOMMISSION, DASS DER ZUGER NATIONALRAT GERHARD PFISTER DER EINZIGE BEWERBER FUER DIE NACHFOLGE DES CVP-PRAESIDIUM IST, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 15. FEBRUAR 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Gerhard Pfister, Zuger Nationalrat und Kandidat fuer das Praesidium der CVP, gibt ein Interview in der Galerie des Alpes im Parlamentsgebaeude, am 2. Februar 2016. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

CVP-Chef Gerhard Pfister wollte die «Ehe für alle» versenken – im Gegensatz zur Mehrheit seiner Fraktion. Bild: KEYSTONE

Die Forderung nach der «Ehe für alle» liegt auch in der Schweiz auf dem Tisch. Ende 2013 hat die GLP einen Vorstoss eingereicht, der seither durch die parlamentarischen Mühlen gedreht wird. In der diesjährigen Sommersession musste der Nationalrat entscheiden, ob er die Legalisierung der Homo-Ehe weiter vorantreiben will (und die Bundesverwaltung zu diesem Zweck mit weiteren Abklärungen beauftragt), oder ob er die Initiative beerdigen will.

Eine Abschreibung fand nur in der SVP-Fraktion eine Mehrheit. Wobei die Fronten nicht einmal dort geschlossen waren: Prominente Exponenten wie Thomas Hurter oder Mauro Tuena wichen vom Parteikurs ab und stimmten Ja. In der CVP – welche die Ehe unlängst in der Verfassung als Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau definieren wollte – drückte gar eine Mehrheit den grünen Knopf. Zu den Gegnern in der Partei zählen allerdings Schwergewichte wie Parteipräsident Gerhard Pfister, Familienpolitiker Martin Candinas oder Bauernpräsident Markus Ritter. Aus der FDP kam nur gerade eine einzelne Nein-Stimme, sie gehörte dem St. Galler Walter Müller.  

Wie stark sich die bürgerlichen Parteien gesellschaftspolitisch geöffnet haben, zeigt der Vergleich mit einer Abstimmung aus dem Jahr 1999: Damals versenkte der Nationalrat eine parlamentarische Initiative der Grünen Ruth Genner, die ebenfalls eine Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe verlangte, sang- und klanglos. Kein einziges SVP-, CVP- oder FDP-Mitglied stimmte dafür.

Umfrage

Was hältst du von der «Ehe für alle»?

  • Abstimmen

5,124

  • Die Einführung der «Ehe für alle» ist in der Schweiz längst überfällig.73%
  • Beim Heiraten sehe ich kein Problem – aber die Adoptionsfrage muss unabhängig davon behandelt werden.13%
  • Die Möglichkeit, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen, ist völlig ausreichend.14%

Stiefkindadoption: von «nicht opportun» zu halbherzig bekämpft

Bundesraetin Simonetta Sommaruga spricht zur Grossen Kammer, an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 12. Juni 2017 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Auch der Bundesrat vollzog punkto Stiefkindadoption eine Kehrtwende. Bild: KEYSTONE

Soll eine Frau das leibliche Kind ihrer Lebenspartnerin adoptieren dürfen? Oder ein Mann das seines Partners? Noch 2010 hatte der Bundesrat dazu eine klare Haltung: Eine solche Gesetzesänderung sei nicht «opportun», schrieb er in seiner Antwort auf einen Vorstoss des Sozialdemokraten Mario Fehr. Der Bundesrat verwies darauf, dass das Stimmvolk die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle nur deshalb akzeptiert habe, weil die Adoptionsfrage in der Abstimmung 2005 explizit ausgeklammert worden sei.

Nur wenige Jahre später machte sich der Bundesrat selber dafür stark, dass die Stiefkindadoption in eingetragenen Partnerschaften erlaubt wird. «Ein liberales Familienrecht bildet die Realität ab», warb Justizministerin Simonetta Sommaruga letzten Sommer im Nationalrat für eine entsprechende Gesetzesänderung. Es sei nun einmal eine Tatsache, dass es in der Schweiz Kinder gebe, die mit gleichgeschlechtlichen Elternteilen aufwüchsen.

National- und Ständerat stimmten der Änderung des Adoptionsrechts in der Folge deutlich zu – ein Aufschrei blieb aus. Unter den Befürwortern waren auch zwölf SVP-Nationalräte und eine grosse Mehrheit der CVP-Fraktion. In der FDP stimmte wiederum nur Walter Müller Nein. Das von der EDU ergriffene Referendum wurde von keiner der grossen Parteien unterstützt, es scheiterte im Sammelstadium.

Bevölkerung: Homo-Ehe in allen Schichten mehrheitsfähig

ARCHIV - Gleichgeschlechtliche Paare vor dem Standesamt der Stadt Zuerich, aufgenommen am 27. Juli 2002. Die gestellte Szene bezieht sich auf das Komitee

Ein homosexuelles Paar vor dem Standesamt in Zürich. Bild: KEYSTONE

Befragungen der Schweizer Bevölkerung haben in den letzten Jahren wiederholt hohe Zustimmungswerte für die gleichgeschlechtliche Ehe ergeben. In einer Erhebung des Forschungsinstituts GFS Zürich im Auftrag der Schwulenorganisation Pink Cross sprachen sich 2015 über 70 Prozent für eine Öffnung der Zivilehe für homosexuelle Paare aus.  

Dabei zeigten sich nicht nur junge und linke Wähler aufgeschlossen gegenüber dem Anliegen. Auch SVP-Wähler (60% Ja) und Senioren (54% Ja) sprachen sich überwiegend dafür aus.

Bereits 1999 lag die Zustimmung in einer repräsentativen Befragung über der 50-Prozent-Marke. Damals zeigten sich 53 Prozent der Schweizer offen für die Homo-Ehe. 1992 waren es noch 42 Prozent.

«All das Schreckliche ist nicht eingetreten»

Bastian Baumann, Geschäftsleiter von Pink Cross, führt den Meinungsumschwung auf verschiedene Faktoren zurück. So habe die Legalisierung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in anderen europäischen Ländern eine Signalwirkung gehabt: «All das Schreckliche, was man prophezeit hat, ist nicht eingetreten. Die Leute merkten, dass keinem einzigen Hetero-Pärli etwas weggenommen wird, wenn man die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt.»

Zudem kenne auch in konservativen Kreisen inzwischen fast jeder jemanden, der schwul, lesbisch, bi oder trans sei, so Baumann weiter. «Dadurch sind gewisse Vorurteile aus den Köpfen verschwunden.» Und nicht zuletzt hätten viele Konservative ein Interesse daran, die Institution Ehe zu stärken. «Wenn ich Marketing-Chef des Produkts ‹Ehe› wäre, wäre ich in Zeiten alternativer Familienformen und steigender Scheidungsquoten daran interessiert, dass möglichst viele Leute heiraten.»

Bunt, laut, schrill: Zürcher Pride Festival

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Video: srf/SDA SRF

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89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Typ 05.07.2017 14:39
    Highlight Highlight Fatti i cazzi tuoi. Zum Glück halte ich mich an den Spruch. Mir ist es egal ob ein Mann ein Mann, eine Frau eine Frau oder ein Fisch eine Ente heiraten will. Solange sie glücklich sind erhalten sie meine Stimme. Das Problem fängt dort an, wo ich etwas zu diferenzieren Versuche. Ich will nicht das meine Ehe gleichgestellt wir wie seine Ehe. Wenn man so denkt, sollte man sich schämen. Das einzig Positive ist, dass Menschen mit diesem Gedankengut es im Leben sehr schwierig haben werden. Zum Glück. Engstirnige Bünzlis. Ehe für alle, adoption für alle. Wichtig ist nur respekt und liebe!
  • Pupsi 05.07.2017 01:19
    Highlight Highlight Ich finde es peinlich, dass dieses anliegen überhaupt noch diskutiert wird. Ehe für alle, ja und basta. Meines Erachtens gibt es absolut gar keine Grund, der dagegenspricht. Wenn sich zwei lieben, dann sollen sie die Möglichkeit haben, diese Liebe mit rechtlicher Verantwortung zu bekräftigen.
  • elivi 04.07.2017 23:33
    Highlight Highlight Ich bin gegen die ehe.... Also das konzept der religiösen ehe als auch die registrierte ehe. Warum soll religion oder staat dir vorschreiben was für richtlinien gelten wenn du mit jemand dein leben teilen willst? Wenn zwei leute sich entscheiden nach den richtlinien von religion XY zu leben dann sollen sies... Wenn nicht auch egal ... Who cares ... I sicher ned
    • dracului 05.07.2017 07:45
      Highlight Highlight Wen eine Religion zu einer rituellen Eheschliessung zulässt, ist tatsächlich keine Staatsaufgabe. Aber eine zivile Eheschliessung hat zivilrechtliche Folgen (z.B Erb-, Steuerrecht etc.) und hier muss der Staat ermöglichen, dass der Zugang zur zivilrechtlichen Ehe allen erwachsenen und handlungsfähigen Paaren möglich wird und vor dem Gesetz gleichberechtigt behandelt wird. I care - sicher scho!
    • Whiskeysour 05.07.2017 17:38
      Highlight Highlight Fair enough; aber wenn es sonst irgendwo schief geht, schreit der Bürger postwendend nach dem Staat. Soll sich der "Staat" (wtf) jetzt kümmern oder nicht? Rhetorische Frage.
  • Pirat der dritte 04.07.2017 23:25
    Highlight Highlight Jeder soll heiraten wie er will. Und wenn ich zwei Frauen oder einen Mann und eine Frau heiraten will? Wo wäre das Problem?
  • Pointer 04.07.2017 21:38
    Highlight Highlight Ich bin gegen eine Ausweitung des Ehe-Begriffs und werde bei einer allfälligen Abstimmung auch dagegen stimmen, aber ich kann auch damit leben, wenn es anders kommt.
    • Chrigu91 04.07.2017 23:37
      Highlight Highlight Kannst du es begründen? Dass du sagst: "Ich kann damit leben, wenn es anders kommt" zeigt ja, dass dir kein Recht weggenommen wird und du von einem Ja zur Ehe für alle gar nicht betroffen wärst.
    • Whiskeysour 05.07.2017 17:39
      Highlight Highlight Manchmal kann eine Überzeugung nicht sachlich begründet werden.
    • Chrigu91 05.07.2017 19:00
      Highlight Highlight @Whiskeysour: Aber dann bitte so fair sein und bei einer Volksabstimmung nicht die eigene Überzeugung zum Nachteil einer ganzen Bevölkerungsgruppe zur Urne bringen.
  • demokrit 04.07.2017 21:06
    Highlight Highlight Ich bin auch dagegen. Die Ehe gehört aus liberaler Sicht abgeschafft.
  • Tschiger 04.07.2017 20:22
    Highlight Highlight Ich bin dagegen
    Ehe gibt es nur zwischen Mann und Frau
    • Fabio74 04.07.2017 21:46
      Highlight Highlight und warum?
    • Dr. B. Servisser 04.07.2017 22:25
      Highlight Highlight Ich bin dafür.
      Ehe gibt es für zwei Menschen die sich lieben.
    • Newsaddicted 04.07.2017 23:05
      Highlight Highlight Stört es dich wenn andere Menschen glücklich sind?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Granini 04.07.2017 19:20
    Highlight Highlight Wenn sie standesamtlich Heiraten wollen - meinetwegen. Aber nicht in der Kirche. In der religiösen Weise ist die Ehe Mann & Frau vorbehalten - da gibts nichts dran zu rütteln.
    Wenn ein homosexuelles Paar aus biologischer Sicht kein Kind haben können, sollen sie auch keines haben - das ist die logische Konsequenz einer Homo-Ehe. Wenn die weiblichen homosexuellen Paare ihr Kind "auswärts" besorgen ist das Ehebruch - da kann man sich gleich nochmal über die Werte der Ehe unterhalten.
    • Einer Wie Alle 04.07.2017 20:25
      Highlight Highlight Solange die Kirche ihre Steuern direkt mit dem Staat bezieht hat sie auch deren Gesetze einzuhalten. Sonst muss sie halt ihren Mitgliederbeitrag selber eintreiben.
    • Maracuja 04.07.2017 21:14
      Highlight Highlight Granini: Aber nicht in der Kirche.

      Was in welcher Kirche möglich ist, ist eigentlich Sache der jeweiligen Mitglieder. Kirchen, die öffentliche Gelder entgegennehmen und von Kirchensteuern juristischer Personen profitieren, müssen sich allerdings nicht wundern, wenn der öffentliche Druck auf sie zunimmt.
    • Fabio74 04.07.2017 21:48
      Highlight Highlight das heisst, alle Heteros, die keine Kinder zeugen können, dürfen sich auch keine auf medizinischem Weg machen lassen. Oder bist da nicht so konsequent?
      Grundsätzlich geht es um die Ehe auf dem Standesamt. Eine kirchliche Ehe ist irrelevant
    Weitere Antworten anzeigen
  • jdd2405 04.07.2017 18:29
    Highlight Highlight Eigentlich sollten wir längst etwas anhand der hohen Scheidungsrate etwas gelernt haben, nämlich, dass das Konstrukt Ehe nicht praxistauglich ist. Die Ehe sollte der Kirche vorbehalten sein und der Gesetzgeber soll Lebensgemeinschaften flexibler definieren.
    • Fabio74 04.07.2017 21:49
      Highlight Highlight @AMU: Die Ehe ist ein Konstrukt der Menschen. Und zum Glück darf man sich scheiden lassen und ist nicht ein Leben lang an einen Partner gebunden, wenn es nicht mehr stimmt.
    • Pirat der dritte 04.07.2017 23:29
      Highlight Highlight @amu: was für Dich total daneben ist, ist für andere ok. Toleranz hat Jesus zwar gepredigt, aber keiner dieser Kirchenfanatiker hält sich daran.
    • Menel 05.07.2017 04:20
      Highlight Highlight Naja, die hohe Scheidungsrate zeigt ja, wie Menschenfremd die Ehe ist.
      Aber die monotheistischen Religionen haben noch nie mit Menschlichkeit geglänzt.

      Heirat ist für mich jedenfalls ein simpler Vertrag. Er regelt die Absicherung meiner Liebsten. Mit Religion hat das für mich gar nichts zu tun. Scheidung = Vertragsauflösung
      Hab meinen Mann nach dem "Chribel" auf dem Papier nicht mehr geliebt als davor. Das Band, das uns wirklich bis zum Tod verbinden wird, ob dann noch zusammen oder nicht, sind unsere Kinder.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 04.07.2017 17:08
    Highlight Highlight Ich finde es ja schon toll das es alle erlauben im Ausland. Nur gehört auch die Bevölkerung befragt. So auch in der Schweiz, das würde auch sicher angenommen werden, vielleicht würden nicht alle Kantone ja sagen aber die mehrheit.
  • dä dingsbums 04.07.2017 17:03
    Highlight Highlight Er bringt es sehr gut auf den Punkt:
    Play Icon
    • Tobi-wan 04.07.2017 23:45
      Highlight Highlight Starke Rede! Würde dem Schweizer Parlament gut tun.
  • Chääschueche 04.07.2017 16:55
    Highlight Highlight Die Stiefkindadoption wird kommen sobald die Heteros soweit sind. Solange es Menschen (Kinder können Grausam sein) gibt welche die Adoptierten Kinder dann wegen ihren 2 Papis/Mamis "hänseln" bin ich dagegen.

    Nicht der Homosexuelle muss sich weiterentwickeln, sondern der Hetero der hintendurch noch immer dumm über diese Menschen redet und entsprechend eben seine Kinder nicht richtig erzieht.

    Dieses Problem findet man z.B häufig bei den Ausländern. (Ein Blick auf deutsche FB Kommentarspalten zum thema Homoehe bestätigt das leider...)
    • Jason84 04.07.2017 18:17
      Highlight Highlight Ich denke dieses Problem löst dich durch Sichtbarkeit von ganz alleine.

      Es gibt heute schon viele Regenbogenfamilien. Warum dürfen die sich nicht gegenseitig absichern?
    • Fabio74 04.07.2017 18:27
      Highlight Highlight Grundsätzlich wird gehänselt. Egal warum.
      Wenn man die Kommentare auf BBC-Online liest zum Thema Ehe für alle in D, sind es meist Afrikaner, die mit der Bibel argumentieren und mit Hölle etc drohen.
      Also nichts Neues dazu.
    • seventhinkingsteps 04.07.2017 19:18
      Highlight Highlight Du legitimierst strukuturelle und gesetzgeberische Diskriminierung durch vorhandene gesellschaftliche Ressentiments.

      Das ist ungefähr so wie gegen das Frauenstimmrecht zu sein, weil es Männer gibt, die wählende Fr
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lovian Dixon 04.07.2017 16:53
    Highlight Highlight Liebe Journis. Gewöhnt euch doch bitte diesen unsäglichen Begriff "Homo-Ehe" ab. Eine Ehe ist eine Ehe und wird als solche nicht schwul, auch wenn zwei homosexuelle Männer heiraten. Mein Auto wird auch nicht zum Homo-Auto, nur weil ich als Homosexueller damit rumfahre. "Ehe für alle" tönt doch viel schöner und ist nicht so so schrecklich reisserisch Blick-Schlagzeilen mässig.
    • Kunibert der fiese 04.07.2017 18:07
      Highlight Highlight 👌👏
    • Dr. B. Servisser 04.07.2017 19:24
      Highlight Highlight So schlimm ist dieser Begriff doch nicht. Nicht die Institution Ehe ist schwul, sondern diejenigen die Heiraten. Und dann ist es eine Ehe zwischen homosexuellen oder von mir aus eine Homo-Ehe. Diese Bezeichnung wird aber eh bald wieder verschwinden.

      Ehe für alle tönt doch so furchtbar kitschig...
    • Lovian Dixon 05.07.2017 00:09
      Highlight Highlight Wir Schwulen mögen es ja gerne etwas kitschig. "Homo-Ehe" hingegen hat so etwas Despektierliches.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chnödde 04.07.2017 16:33
    Highlight Highlight Ich versteh nicht, was die Homo-Szene erreichen möchte. Die Ehe wird bei Heteros als Auslaufmodell bezeichnet, wieso möchten Homosexuelle nun heiraten? Ich seh den Sinn nicht...
    • Fabio74 04.07.2017 18:28
      Highlight Highlight Weil es um gleiche Rechte geht, wie es die Heteros haben und um den gleichen Begriff. Damit kein Zwangsouting stattfinden muss.
    • esmereldat 04.07.2017 18:35
      Highlight Highlight Tja, man kann aus diversen Gründen heiraten, welche auch für gleichgeschlechtliche Paarlle attraktiv sein können (z.B. finanzielle Absicherung im Todesfall eines Partners, Spitalbesuchsrecht, aus Liebe auch rechtlich für den Rest des Lebens zusammengehören wollen etc). Homosexuelle Paare haben in diversen Bereichen nicht die Möglichkeit, gleiche Rechte (und Pflichten) zu erhalten
    • seventhinkingsteps 04.07.2017 19:26
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, den Sinn eines Rechts zu diskutieren, schon gar nicht wenn die Sinnhaftigkeit vom privilegierten Standpunkt her diskutiert wird. Es geht um die Gleichheit der Rechte.

      Das ist so ähnlich wie wenn ich mir ein Bier gönne, dir aber nur ein alkoholfreies gebe und dich dann damit tröste, dass auch mein Bier scheisse schmeckt.
  • m:k: 04.07.2017 16:20
    Highlight Highlight Ich habe noch nie ein Argument gegen die Homo-Ehe gehört, das ich nachvollziehen kann. Wieso man nicht zulassen soll, dass zwei Menschen die sich lieben heiraten dürfen, erschliesst sich mir nicht.
  • njh.aline 04.07.2017 16:15
    Highlight Highlight love is love .
  • DerTaran 04.07.2017 16:13
    Highlight Highlight Es wird Zeit, dass auch wir darüber abstimmen.
  • HaWi 04.07.2017 16:12
    Highlight Highlight Ehe für alle.
    Jeder Mensch ist einzigartig sei er sexuell/erotisch hetero-, homo-, bi- oder transsexuell orientiert.
    In diesem Zusammenhang mag ich den Audruck Toleranz nicht: RESPEKT ist angesagt!
    Wie arm wäre unsere Welt ohne die Kunstwerke, die homosexuell Orientierte schufen! Wie viel Leiden erlitten solche Menschen wegen der Diskriminierung.
    Hans Witschi
    Minusio

  • Ramy 04.07.2017 16:08
    Highlight Highlight "Die Gleichgeschlechtliche-Ehe würde die Ehe zwischen Mann und Frau herunterstufen"
    --> Wir heben also einfach das Niveau der Homo-Ehe auf der der Hetero-Ehe und nicht anders herum, Problem gelöst ;)
  • Fabio74 04.07.2017 15:51
    Highlight Highlight Also: Liebe Parlamentarier, es ist jetzt Vorwärts machen angesagt. Keine billigen Manöver mehr.
  • Charlie Runkle 04.07.2017 15:45
    Highlight Highlight Ich, ich werfe den ersten stein.......
    • Asmodeus 04.07.2017 16:46
      Highlight Highlight Opa. Ganz ruhig. Wir sind doch alle Christen.
    • rauchzeichen 04.07.2017 19:03
      Highlight Highlight Nö. Menschen sind wir alle.
    • Asmodeus 04.07.2017 21:29
      Highlight Highlight War ne Anspielung an den hier :)

      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domimar 04.07.2017 15:42
    Highlight Highlight Hetero-Ehen oder Homo-Ehen, ich denke, wir sind uns einig, dass unser Gesetz nebst diesem Punkt auch in anderen Punkten noch etwas rückständig ist. Ist ja kein Problem, das wird laufend erneuert, angepasst usw.. Was ich nicht oke finde, ist die Verurteilung von gefassten Meinungen. "ich finde homosexuelle unnatürlich" - "ich finde homosexuelle ganz normal". Beides sind Meinungen. Und beide Meinungen müssen so akzeptiert werden. Sie muss nicht der eigenen Meinung entsprechen, aber es ist eine Meinung und man muss sie, ohne verurteilt zu werden, aussprechen dürfen.
    • Radesch 04.07.2017 16:25
      Highlight Highlight Nein, denn die Meinungsfreiheit hört da auf, wo man andere verunglimpft, beleidigt oder ihre Rechte einschränkt.
    • Chrigu91 04.07.2017 16:42
      Highlight Highlight Nur leider ist dies nicht nur eine Meinung, sondern auch eine nicht vertretbare, menschenverachtende ethische Grundhaltung.
    • Asmodeus 04.07.2017 16:47
      Highlight Highlight "Ich finde Juden unnatürlich"
      "Ich finde Schwarze unnatürlich"

      Sind das auch nur Meinungen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Makatitom 04.07.2017 15:42
    Highlight Highlight Was Merkel gemacht hat, nenne ich Zuckerbrot und Peitsche, Das Zuckerbrot ist die Ehe für Alle, was schon lange mal Zeit war und in der CH auch absolut nötig ist. Die Peitsche waren die Ausweitungen der Kompetenzen der Überwachungsfanatiker, über die natürlich nur sehr wenig oder gar nicht berichtet wird
    • Lagertha 04.07.2017 16:24
      Highlight Highlight Ist auch eine gute Taktik. Als das Sommermärchen am regieren war und das ganze Land nur noch am feiern, da war am Ende auf einmal die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 % hochgeschraubt. Gab ein böses Erwachen bei den Leuten, erinner mich da noch gut dran.
    • El Vals del Obrero 04.07.2017 17:00
      Highlight Highlight Zusammenhang?
    • Tikvaw 04.07.2017 17:03
      Highlight Highlight Bei den Schweizern hat ein neues tiefgreifendes Überwachungsgesetz inklusive Staatstrojaner sogar ohne Zuckerbrot eine Mehrheit gefunden.
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Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

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