Schweiz
Immobilien

Unterer Frauenstein: Stadt Zug will Villa am See kaufen

Stadt Zug will Villa am See für 44 Millionen Franken kaufen

19.12.2025, 13:2519.12.2025, 13:25

Die am See gelegene Villa Unterer Frauenstein und deren Parkanlage sollen in den Besitz der Stadt Zug übergehen. Der Stadtrat beantragt dem Grossen Gemeinderat den Kauf des Anwesens für 44 Millionen Franken. Letztes Wort sollen die Stimmberechtigten haben.

Villa unterer Frauenstein, Zug
Die Liegenschaft wurde im Frühling 2025 öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben.Bild: architekten-zug.ch

Die Anlage Unterer Frauenstein in der Nähe des Casinos ist 1850 erbaut worden und denkmalgeschützt. Der Stadtrat bezeichnete in einer Mitteilung vom Freitag die Lage direkt am See als «einzigartig». So verfüge das 5514 Quadratmeter grosse Grundstück über einen 70 Meter langen Seeanstoss.

Die Liegenschaft war im Frühling öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben worden. Mit dem Kauf könne der öffentlich zugängliche Seeanstoss im Gebiet Casino-Seeliken vergrössert und die historische Gartenanlage für die Bevölkerung geöffnet werden, teilte der Stadtrat mit.

Wie die Villa genutzt wird, ist noch offen. Für sie werde eine «nachhaltige Lösung im Interesse der Zuger Bevölkerung» angestrebt, hiess es in der Mitteilung.

Villa unterer Frauenstein, Zug
Die potenzielle Volkabstimmung würde im Juni 2026 stattfinden.Bild: architekten-zug.ch

Zum Kaufpreis von 44 Millionen Franken schreibt der Stadtrat, dass dieser auf einem unabhängigen Bewertungsgutachten beruhe. Finanziert werden soll der Kauf aus den Eigenmitteln der Stadt. Für die Instandsetzung von Villa und Garten rechnet die Stadtregierung mit Kosten von 10,5 Millionen Franken.

Das Stadtparlament dürfte am 24. Februar 2026 über den Kauf befinden. Der Stadtrat beantragt, dass das Geschäft dem Behördenreferendum unterstellt wird. Die Volksabstimmung würde am 14. Juni 2026 stattfinden. (sda)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Käpt'n Balu
19.12.2025 15:42registriert August 2024
Tolle Initiative. Dann geht für einmal so eine Liegenschaft nicht an einen „Trust“ oder Besitzer aus dem Osten!
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Garp
19.12.2025 17:06registriert August 2018
Ist doch gut, wenn das dann wirklich der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht wird. Sonst kauft es jemand um Geld zu waschen oder so.
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