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Hallo Bitcoins! Der Iran sucht Wege aus der Isolation.

Der Trick mit den Bitcoins: So können Schweizer Firmen die Iran-Sanktionen umgehen

Trotz Sanktionen der US-Regierung: Warum die Schweiz und der Iran dank Kryptowährungen weiter Handel betreiben können

lorenz honegger / ch media



Wer einem Geschäftspartner im Iran Geld überweisen will, müsste wohl einen Bargeld-Schmuggler einstellen. Seitdem US-Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten vor einem Jahr vom Atom-Vertrag mit dem Iranzurückgezogen und die «härtesten Sanktionen aller Zeiten» eingeführt hat, ist der reguläre Zahlungsverkehr zum Erliegen gekommen. Die Amerikaner haben mit dem Dollar als globale Leitwährung grossen Einfluss auf das internationale Finanzsystem und können den Zahlungsverkehr in ein bestimmtes Land nach Belieben blockieren. Eine europäische Bank, die Geld aus dem Iran akzeptiert, riskiert Milliardenbussen.

Amerikaner wären machtlos

Aber Not macht erfinderisch. Um die amerikanischen Sanktionen zu umgehen, verfolgt die iranische Zentralbank seit einigen Monaten eine neue Strategie: Sie will künftig den Zahlungsverkehr zwischen einheimischen und ausländischen Firmen mit Kryptowährungen erlauben. Überweisungen mit digitalen Währungen haben einen grossen Vorteil: Die Amerikaner haben keine Möglichkeit, die Transaktionen zu unterbinden. Der Geldtransfer erfolgt direkt zwischen Absender und Empfänger der Zahlung, ohne dass eine Bank oder eine andere zentrale Stelle den Vorgang auf Geheiss der US-Regierung blockieren könnte.

«Die Motivation der Iraner, wenigstens mit Kryptowährungen ein Stück Freiheit zu bewahren, ist gross.»

Philippe Welti, ehemaliger Schweizer Botschafter im Iran

Schweizer Unternehmen warten bereits ungeduldig darauf, dass Teheran die rechtlichen Grundlagen schafft. «Ich rechne in den nächsten drei bis vier Monaten mit den ersten Transaktionen», sagt Simon Fundel, Präsident der schweizerisch-iranischen Handelskammer.

Wie eine Transaktion mit Kryptowährungen funktionieren könnte, erklärt Fundel am Beispiel des Exports einer 2500 Franken teuren Wasseraufbereitungsanlage aus der Schweiz in den Iran: Der iranische Käufer der Anlage müsse sich in einem ersten Schritt online registrieren, danach den vereinbarten Preis eingeben, die bevorzugte Kryptowährung auswählen und die Zahlung an den Schweizer Verkäufer auslösen. Der Exporteur erhalte die Zahlung am gleichen oder am nächsten Tag. Ohne dass die Amerikaner etwas dagegen tun können.

Was sind Kryptowährungen?

Bei Kryptowährungen handelt es sich um digitales Geld. Die bekannteste Kryptowährung heisst Bitcoin und existiert seit 2009. Die Halter des virtuellen Geldes können dieses ohne den Beizug von Banken und Behörden an andere Nutzer überweisen. Die Transaktionen werden dezentral erfasst und sollten aufgrund der Verschlüsselung nicht gehackt werden können. Mittlerweile gibt zahlreiche verschiedene Kryptowährungen. Ihr Wert schwankt zum Teil sehr stark. So war ein Bitcoin Anfang 2017 knapp 1000 Franken wert, Ende 2017 bereits 20000 Franken. Am Freitagabend kostete ein Bitcoin 5250 Franken. Kritische Stimmen beanstanden, dass Transaktionen mit Kryptowährungen aufgrund der teilweisen Anonymität von Kriminellen missbraucht werden. (lhn)

Die Einführung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel durch die iranische Zentralbank ist laut Fundel auch eine Chance für Fintech-Start-ups, die den Geldtransfer zwischen der Schweiz und dem Iran erleichtern wollen. Er habe Kenntnis von mehreren Jungunternehmen, die «schon morgen loslegen» könnten. Da sie auf iranische Partnerfirmen angewiesen seien, wollten sie sich noch nicht öffentlich äussern. «Die iranische Zentralbank ist erst dabei, Lizenzen auszugeben.»

Der ehemalige Schweizer Botschafter im Iran, Philippe Welti, verfolgt die Entwicklung in Teheran genau. «Die Motivation der Iraner, wenigstens mit Kryptowährungen ein Stück Freiheit zu bewahren, ist gross», sagt Welti, der zwischen 2004 und 2008 die Interessen der Eidgenossenschaft in Teheran vertrat und heute die Wirtschaftskammer Schweiz-Iran leitet. Die digitalen Währungen seien «eine konkrete Alternative zum Zahlungsverkehr über das traditionelle Bankensystem» und besonders für Überweisungen im tiefen sechsstelligen Bereich geeignet.

Zahlungskanal bis im Herbst

Tatenlos werden die Amerikaner den Umgehungsversuchen der Iraner allerdings nicht zusehen, auch wenn sie nicht viel dagegen tun können. So platzierte die US-Regierung vergangenen Herbst zwei iranische Bitcoin-Konten auf seiner Sanktionsliste.

Die offizielle Schweiz versucht derweil, mit der Erlaubnis der Amerikaner einen Zahlungskanal für humanitäre Güter einzurichten, damit Schweizer Firmen wenigstens Nahrungsmittel, Medikamente und Güter der Medizinaltechnik in den Iran exportieren können. «Diese Gespräche sind nach wie vor am Laufen», sagt ein Sprecher des Aussendepartements.

Der ehemalige Schweizer Botschaf-ter Welti glaubt an eine Lösung: In der amerikanischen Verwaltung gebe es «sehr fähige Fachleute», die verstünden, dass es der Reputation der USA schade, wenn Bilder von sterbenden Kindern um die Welt gehen, weil Medikamente sanktionsbedingt nicht geliefert werden könnten. Der Schweizer Zahlungskanal würde wahrscheinlich nicht über eine private Bank laufen, sondern über Zentralbanken, sagt Welti. «Eine Lösung ist bis im Herbst möglich.»

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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • what's on? 28.04.2019 20:45
    Highlight Highlight Eigentlich ist das Thema Iran und Bitcoin-Umweg ein Nebenschauplatz. Skandalös ist doch, dass die USA den gesamten SWIFT-Zahlungsverkehr überwachen dürfen. Das wäre mal eine Geschichte von Relevanz.
  • aglio e olio 28.04.2019 16:04
    Highlight Highlight Das ändert leider nichts daran, dass das iranische Regime durch die Sanktionen eher gestärkt wird. Es trifft ja vor allem die Bevölkerung was man sich zu Nutze machen kann um auf den "bösen Westen" zu zeigen und so von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. So bekräftigt man den Zusammenhalt zwischen Bevölkerung und Regime. "Wir gegen die".
    Damit behindert man die inneriranische Entwicklung der Gesellschaft welche den Mullahs langsam aber stetig die Legitimation entzieht.
    Wandel durch Annäherung. Hat schon mal funktioniert.
    • Ueli der Knecht 28.04.2019 17:02
      Highlight Highlight Das "Regime" (also Chameneï mit seinem Wächterrat oder Rohani und sein Parlament) wird durch die Sanktionen geschwächt.

      Gestärkt werden die mafiösen und korrupten Srukturen, vorallem die Bosse der Revolutionsgarden. Sie verfügen über Transportmittel und über Flug- und Seehäfen, um die Sanktionen im grossen Stil zu umgehen, und sich so eine goldene Nase zu verdienen und die Macht an sich zu reissen.

      Diese Kriminellen Leute kontrollieren bereits über die Hälfte der iranischen Wirtschaft. Die ehrlich wirtschaftenden Unternehmer und Gewerbetreibenden haben dagegen praktisch keine Chance.
    • Raphael Stein 28.04.2019 20:12
      Highlight Highlight Nein Ueli, das ist nicht so. Das Regime wird gestärkt und ist gleichzeitig die kriminelle Organisation.

    • Ueli der Knecht 28.04.2019 20:48
      Highlight Highlight Raphael: Darüber kann man sich streiten. Ich meinerseits glaube aber, dass Chameneï und sein Wächterrat längst keine Macht mehr haben sondern in der Hand der kriminellen Revolutionsgardisten sind, und dass Rohani und das Parlament sowieso keine Macht haben, sondern ebenfalls von den kriminellen Revolutionsgarden erpresst und in ihrem Interesse benutzt werden.

      Geld regiert die Welt. Das gilt auch im Iran.

      Ich glaube übrigens auch, dass Chameneï nicht wirklich im Bild ist, was in seinem Land so alles abgeht, weil er von seinen (falschen) Beratern stets falsch informiert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wander Kern 28.04.2019 14:13
    Highlight Highlight Hauptsache der Bitcoinkurs steigt und macht mich endlich reich. Alles andere interessiert mich nur marginal...
    • Bangarang 28.04.2019 18:37
      Highlight Highlight Bitcoin.is.dead.
  • schmettervogel 28.04.2019 13:42
    Highlight Highlight Hat jemand mal nachgeforscht welchen Nutzen Sanktionen hatten, dort wo sie angewendet wurden.
    Meiner Meinung nach, werden die Armen, meist schlecht ausgebildeten Menschen, der jeweiligen Bevölkerung am stärksten betroffen. Die sanktionierte Regierung hat dann leichtes Spiel diesen meist grossen Teil der Bevölkerung, für ihre Zwecke zu missbrauchen.
    Trump hofiert Nord Korea, mit Iran will er nicht sprechen. Die US Regierung macht einen total paranoiden Eindruck. Hocken auf einem absteigenden Ast und benehmen sich wie eine Horde Brüllaffen. Der Ast könnte brechen, mit Trump als Oberbrüllaffe.
    • Ueli der Knecht 28.04.2019 16:58
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach nützen Sanktionen vorallem der organisierten Kriminalität, deren Mafiabosse sich durch (illegale) Umgehungsgeschäfte eine goldene Nase verdienen.

      Zu diesen organisierten Kriminellen zähle ich auch den Trump-Clan, die Scheichs von Saudi-Arabien, oder die Chefs der Revolutionsgarden (die wirklichen Machthabern) im Iran. Das sind alles Kleptokraten.
  • Altruide 28.04.2019 13:12
    Highlight Highlight Eigentlich eine gute Entwicklung. Natürlich können diese Kanäle auch für ganz andere "Güter" bzw. deren Zahlung verwendet werden - aber das geschieht so oder so, es würde einfach etwas einfacher... (siehe auch Dark Web)

    Wichtig finde ich aber den offiziellen Zahlungskanal, so dass wirklich auch humanitäre Waren offiziell darüber abgehandelt werden können. Unter Sanktionen leidet sowieso hauptsächlich die Bevölkerung und selten die Oberhäupter eines Staates.
  • Ueli der Knecht 28.04.2019 12:42
    Highlight Highlight Die ganzen Kryptogeschichten scheinen mir bloss der Ablenkung zu dienen.

    Sanktionen machen stets diejenigen reich und mächtig, welche sie umgehen können. Das sind einerseits die Araber (Dubai ist wichtiger Finanz- und Handelsplatz für Iraner; davon profitiert auch der Trump-Clan), die Chinesen, die Hand in Hand mit den Revolutions-Garden Öl gegen Schmuggelware (Autos, Luxusgüter, Waffen und Überwachungstechnik) tauschen, aber im Hinblick auf die Schweiz auch zB. SOCAR, sprich die aserbaidschanische Mafia, die noch so gerne iranisches Öl importiert, um es (in Genf) als eigenes zu verkaufen.
    • Ueli der Knecht 28.04.2019 13:45
      Highlight Highlight Und natürlich ist der Trump-Clan auch in der aserbaidschanischen Mafia involviert. Zum Beispiel da:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Trump_International_Hotel_and_Tower_%28Baku%29

      Diese korrupten Geschäfte werden übrigens grösstenteils über die Schweiz (den Finanz- und Rohstoffhandelsplatz Genf) abgewickelt. Die Schweiz stellt praktisch die gesamte Infrastruktur, um das Geld reinzuwaschen.

      Ohne Iran-Sanktionen wären solche mafiösen Geschäfte gar nicht möglich.
  • Sauäschnörrli 28.04.2019 12:11
    Highlight Highlight Habe ihn gestern schon in einem anderen Zusammenhang gepostet, aber hier passt der Bericht viel besser hin:

    Play Icon
  • Gummibär 28.04.2019 11:24
    Highlight Highlight 63 Millionen Trump-Wähler diktieren 7,7 Billionen Weltbürgern ob sie ihr Erdöl aus dem Iran oder von Saudi Aramco beziehen dürfen.
    1:122
    Auf die Schweiz umgelegt bedeutet dieses Verhältnis, dass 65 Kartoffelfarmer in Idaho bestimmen mit wem wir (8 Millionen) Handel treiben dürfen.
    Und die Welt schweigt und kuscht.
    • Bangarang 28.04.2019 18:38
      Highlight Highlight Ui. gaaaanz. Simpel.


      Wenn wir schweizer etwas können: Sanktionen umgehen und Kohle damit machen.
  • derEchteElch 28.04.2019 10:51
    Highlight Highlight Der eigentliche Skandal ist das Folgende;

    „Die Amerikaner haben mit dem Dollar als globale Leitwährung grossen Einfluss auf das internationale Finanzsystem und können den Zahlungsverkehr blockieren..“

    Aber der Wandel kommt.. langsam aber er kommt, immer bestimmter und konkreter. Trump hilft mit seiner Blockade nur, diese Leitwährung umso schneller abzuschaffen und den Bitcoin zu unterstützen..

    Womöglich merkt er es nicht einmal.. 😅
  • Gregor Hast 28.04.2019 10:40
    Highlight Highlight Die Iraner befanden sich zunächst in einem Labyrinth, bei dem sie einfach nicht den Ausgang finden konnten. Sie suchten und suchten und suchten - und plötzlich haben sie eine kleine Hintertür entdeckt und waren dann endlich frei!
    • Ueli der Knecht 28.04.2019 13:53
      Highlight Highlight Die Iraner sind seit den 1980er-Jahren (dem ersten Golfkrieg) Sanktionen gewohnt, und die mafiösen Strukturen haben längst alle möglichen Hintertürchen gefunden, um sich durch die Umgehung solcher Sanktionen zu bereichern und an die Macht zu hieven.

      Die Sanktionen helfen schliesslich den kriminellen Organisationen. Sie helfen den Kleptokraten an die Macht. Nicht nur im Iran sondern weltweilt.

      Trump ist letztlich wie Putin, Orban und viele andere auch nur ein Kleptokrat. Im Iran sind es die Eliten der Revolutionsgarden, welche (dank Sanktionen) die Macht an sich rissen.
  • YvesM 28.04.2019 10:19
    Highlight Highlight Man kann versuchen, die Sanktionen zu umgehen. Muss dann aber auch nicht erstaunt sein, wenn sie Amerikaner entsprechend reagieren.
    • The Writer Formerly Known as Peter 28.04.2019 10:33
      Highlight Highlight Sollen sie doch. Man muss den Amis einmal ihre Grenzen aufzeigen.
    • Gregor Hast 28.04.2019 10:47
      Highlight Highlight Sollte nicht jedes Land selbst entscheiden dürfen/können mit wem es Geschäfte machen will?
    • Altruide 28.04.2019 13:06
      Highlight Highlight @twfkap:
      Ich denke die Grenzen zeigen die Amis dann eher uns auf, als wir ihnen - man bedenke, USA (10 Mia) ist nach Deutschland (11 Mia) unseres wichtigstes Exportland von Waren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jerry Cad 28.04.2019 09:57
    Highlight Highlight Eigentlich muss man jo schon fast hoffen, dass Trump die USA völlig ruiniert.
    EinLand darf nicht soviel Macht besitzen...
    • Gregor Hast 28.04.2019 10:48
      Highlight Highlight Wo siehst du eine Zerstörung der USA durch Herrn Trump?
    • Ueli der Knecht 28.04.2019 12:42
      Highlight Highlight America first --> The rest of the world united.
  • salamandre 28.04.2019 09:47
    Highlight Highlight Das ganz große Geld findet immer einen Weg, es wird auch immer einen Ort finden es zu verstecken. Oder wie im Artikel beschrieben, Not macht erfinderisch.
    • Gregor Hast 28.04.2019 10:48
      Highlight Highlight Haargenau.
  • murrayB 28.04.2019 09:45
    Highlight Highlight Die Umgehung der Sanktionen für den Zahlungsverkehr ist das eine - die Lieferung der Ware das andere - immer noch ein zu hohes Risiko...
  • Roadrunn_er 28.04.2019 09:38
    Highlight Highlight Mich nimmt’s mal Wunder wieso der Iran so behandelt wird.
    Was hat der Iran getan dass er so bestraft wird? Krieg begonnen? Terror Anschläge verübt? Soviel ich weiss nicht.
    Er passt den Amis nicht, aber deshalb soll ein Land so behandelt werden? Denke da gibts bedeutend schlimmere Regierungen oder noch extremer sind, was die Religiöse Auslegung angeht.
    Unter Obama hatten sich die Sanktionen ein wenig gelockert unter 45 ist es zu extrem geworden. Wieso können die USA sich erlauben, Länder zu verurteilen und Sanktionen zu verhängen? Wenn ein Land nicht ganz sauber agiert, dann die USA.
    • Ueli der Knecht 28.04.2019 13:37
      Highlight Highlight Der Iran hat den Engländer "ihr" Öl gestohlen. Zwar eine uralte Geschichte, aber das Empire ist nachtragend und vergisst nie.

      Buchtipp: Michael Lüders, "Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet"
      Play Icon
    • Raphael Stein 28.04.2019 14:55
      Highlight Highlight Der Iran ist nicht ohne.

      Ein Unruhestifter im angrenzenden Ausland. Ob bloss als Schutz eigener Interessen oder mehr, sei dahingestellt.
      Aber,
      die Sanktionsgeschichte, die machts definitiv nicht besser.

      Die US Strategen allerdings unterschätzen, dass hier die Politiker, Hardcore oder Reformer, geschlossen hinter dem Regime stehen, sobald von aussen die Bedrohung wächst.

      Die USA haben, gerade im Iran, deutlich aufgezeigt, dass sie nicht in der Lage sind, weiter als bis zur Gewehrmündung zu denken.

      Das macht China ganz anders. Sanft und ohne spürbaren Druck, wie eine Krake.


  • Ziasper 28.04.2019 08:56
    Highlight Highlight Verstehe nicht wieso sich die Schweiz (und ganz Europa) sich immernoch vor den USA bücken müssen. Steht doch mal zusammen, nehmt die Russen und die Chinesen ins Boot und lehnt euch gegen die tyrannisierenden Amis auf, statt ihnen den Allerwertesten zu streichen.
    • swisskiss 28.04.2019 09:53
      Highlight Highlight Ziasper: Sowenig man einen der wichtigsten Handelspartner wegen einem unwichtigen Handelspartner verärgern will, sowenig verärgert man einen der wichtigsten Oellieferanten wegen einem ermordeten Journalisten.... Nennt sich Realpolitik.

      Kommt immer dann zum tragen, wenn moralisches Versagen mit "Arbeitsplätzen" und "verlässlicher Handelpartner" erklärt werden will.

      Bertold Brecht Dreigroschenoper 1928: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral."

      Daran hat sich nichts geändert!
    • Gregor Hast 28.04.2019 10:44
      Highlight Highlight Auch die USA sind Gefangene eines Systems, das seit Jahrhunderten bestand hat....
    • COLD AS ICE 28.04.2019 16:21
      Highlight Highlight @ziasper: mit den russen und chinesen in einem boot?!? bist du des wahnsinns? als schweizer bücke ich mich tausend mal lieber vor den amis als vor der EU.....die russen und die chinesen sind viel grausamer als die amis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 28.04.2019 07:52
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe weshalb die iranische Zentralbank involviert ist. Der Vorteil von Bitcoin und Co. ist es ja, dass es keine Zentralbank, oder andere Bank, mehr braucht. Ich habe das Gefühl, dass man da nur den halben Weg geht weil man Angst hat vor der totalen Unabhängigkeit von den Banken. Man kennt das nicht.
    • FrancoL 28.04.2019 10:20
      Highlight Highlight Es ist nie nur ein Abnehmer eingebunden und der Iran wird wie jeder andere Staat auch mit von der Partie sein.
    • Gregor Hast 28.04.2019 10:42
      Highlight Highlight Die Banken allen voraus die Zentralbanken wollen Macht über den Bitcoin erhalten.
    • Gregor Hast 28.04.2019 10:49
      Highlight Highlight @FrancoL, einverstanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jo Cienfuegos 28.04.2019 06:46
    Highlight Highlight ...und wieso genau muss eine europäische Bank, die eine Zahlung aus einem Land Zahlungen akzeptiert, gegen das die USA Sanktionen verhängt hat, Milliardenbussen fürchten?
    • Caturix 28.04.2019 07:44
      Highlight Highlight Geht wohl nur so bei Banken die in der USA aktiv sind, sonst frage ich micht auch wie die das machen.
    • walsi 28.04.2019 07:50
      Highlight Highlight @Jo: Weil in Dollar bezahlt wird und das Clearing für den US-Dollar läuft über Amerika.

      Die USA kontrollieren den Dollar und kontrollieren so die Welt.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Clearing#Clearingsysteme
    • winglet55 28.04.2019 08:33
      Highlight Highlight Weil die Regierungen von 8 Mia. Erdenbewohnern sich vom 300 Mio. Amis in Geiselhaft nehmen lassen, weil der Handel mit Amerika als überlebenswichtig angenommen wird.
    Weitere Antworten anzeigen

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