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In Chemnitz haben sie es wieder getan: Wo Rechtsradikale überall zum SVP-Schäfchen greifen



Die Schweizer SVP ist für ihre provokativen Plakate bekannt. Damit erregt sie allerdings jeweils nicht nur in der Schweiz Aufsehen, manche Sujets haben es sogar bis ans andere Ende der Welt geschafft. 

Dieses SVP-Plakat sorgte beispielsweise für besonders viel Kritik:

Zwei SVP Wahlplakate aufgenommen am Donnerstag, 6. September 2007 an der Bahnhofzufahrt in Bern. Diese Plakate sind umstritten, weil sie unter Umstaenden gegen das Antirassismusgesetz verstossen. (KEYSTONE/ Lukas Lehmann)

Bild: KEYSTONE

Chemnitz

epa06976998 Right wing protesters hold a banner reading: 'Criminal Foreigners Out!' as they gather at the place where a man was stabbed overnight 25 August 2018, in Chemnitz, Germany, 27 August 2018. A 35-year-old man reportedly was stabbed and died shortly after what police described as a 'scuffle between members of different nationalities' at a city festival. The incident kept police and the city government busy  since then as there were several spontaneous marches of hundreds of right-wing supporters in Chemnitz.  EPA/FILIP SINGER

Bild: EPA/EPA

Das bekannte «Schäfli»-Plakat tauchte am vergangenen Wochenende in Chemnitz auf. Dort wurde es von rechtsradikalen mit der Aufschrift «Kriminelle Ausländer raus» durch die Demonstration getragen. 

Hessen

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bild: npd

Bei den Landtagswahlen in Hessen im Jahr 2008 wurde das Schaf-Plakat ebenfalls kopiert. Dort hiess der Slogan nun: «Sozial geht nur national» und warb für die NPD.

Tschechien

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bild: twitter

«Arbeit für die Unsrigen. Nicht für Immigranten» steht auf diesem Plakat in Tschechien. Es wirbt für die rechtspopulistische Usvit-Partei. Wieder sind die bekannten schwarzen und weissen Schafe zu sehen.

Spanien

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bild: twitter

«Democracia Nacional» in Spanien wirbt ebenfalls mit dem SVP-Sujet. «Benimm dich oder verschwinde – gegen hohe Kriminalitätsraten der Ausländer» steht dabei. 

Zweites Beispiel

Nicht nur die «Schäfli» gingen um die Welt. Auch das SVP-Plakat zum Minarett-Verbot lieferte die Vorlage für einige ausländische Werbe-Kampagnen:

Ein Passant geht an einem Plakat vorbei, welches ein Minarettverbot in der Schweiz fordert, waehrend ein anderes, im Hintergrund, Touristen in der Schweiz willkommen heisst, am Montag, 26. Oktober 2009, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Bild: KEYSTONE

Frankreich

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bild: twitter

So beispielsweise in Frankreich. Auch dort kam das Anti-Minarett-Plakat in leicht abgeänderter Form zum Einsatz.

Österreich

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bild: fpö linz

Sehr ähnlich wie das Pendent der SVP sieht die österreichische Variante aus. Die FPÖ warb im Jahr 2014 mit diesem Plakat und dem Schlagwort «Fremd».

Australien

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bild: twitter

Sogar bis nach Australien hat es das Minarett-Plakat geschafft. Dort ist es an einer Kundgebung gegen islamistischen Extremismus der Nationalisten in Sydney zu sehen. Dazu geschrieben steht: «Sag nein zu Sharia».

Russland

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bild: twitter

Ausserdem wurde das Plakat in einer Demonstration von russischen Rechtsextremen verwendet. (doz)

Die SVP schwänzt im Nationalrat am meisten

Video: srf

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