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238'000 Covid-19-Impfzertifikate für Bern ++ Corona-Neuinfektionen in Indien sinken

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
11.06.2021, 21:36
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Freitag 358 neue Corona-Fälle für die letzten 24 Stunden. Die Positivitätsrate betrug 1,4 Prozent. 3 Menschen starben, 24 mussten ins Spital.
  • Vom 3. Juni bis 9. Juni sind in der Schweiz 658'987 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden – rund 94'141 pro Tag. Im Vergleich zur Woche davor steigt die Impfkadenz um 8 Prozent. 2'221'755 Personen in der Schweiz sind vollständig geimpft, das sind 25,7 Prozent der Bevölkerung.
  • Discos auf, Maskenpflicht draussen weg: Der Bundesrat hat am 11. Juni den nächsten Öffnungsschritt in die Vernehmlassung gegeben. Entschieden wird am 23. Juni.
  • Der Bundesrat will am 28. Juni die Reiseeinschränkungen weiter lockern. Die Quarantänepflicht für Einreisen aus allen Staaten und Gebieten des Schengen-Raums soll vollständig aufgehoben werden.
  • Die SwissCovid-App hilft, Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Sie hat 1,75 Millionen aktive Userinnen und User.
  • Ab Ende Juni soll das Impf-Zertifikat kommen. Die Details findest du hier, die Android-App hier und die iOS-App hier.
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Positivitätsrate
7-Tage-Ø
Verstorbene
mit Covid
7-Tage-Schnitt Tägliche Hospitalisierungen
7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle 0–29 30–59 60–99
R-Wert Unsicherheitsfaktor

Liveticker: Corona National+International 11.06.21

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21:33
Laut Schweiz anerkennt EU Schweizer Zertifikat – EU widerspricht
Das Covid-Zertifikat, das die Schweiz für Geimpfte, Genesene und Getestete ausstellen wird, wird von der EU anerkannt, hiess es am Freitag seitens des Bundes. Laut EU-Kommission ist die definitive Anerkennung hingegen noch nicht erfolgt.

Die offizielle Bestätigung der EU, dass das Zertifikat anerkannt werde, sei eingegangen, sagte Philippe Voirol, Vizedirektor des Bundesamtes für Informatik (BIT), am Freitag vor den Medien in Bern. Er antwortete auf eine entsprechende Frage eines Journalisten.

So könne auch die Schweiz die in EU-Staaten ausgestellten Zertifikate von Einreisenden überprüfen.

Die EU-Kommission widerspricht hingegen. Die Schweiz habe die Bestätigung bezüglich die technischen Tests erhalten. «Diese haben funktioniert», schreibt die EU-Kommission auf Anfrage.

Mehr sei im Moment auch nicht möglich, da die entsprechende gesetzliche Grundlage noch nicht angewendet werde, hiess es weiter. Die Schweiz müsse zudem zuerst die Reziprozität bestätigen. Dann brauche es ausserdem noch den definitiven Entscheid der EU-Kommission.

Am Abend relativierte auch eine Sprecherin des BIT die Aussagen von Philippe Voirol. Dieser habe sich missverständlich ausgedrückt. Die EU habe in der Tat lediglich die technische Kompatibilität bestätigt, sagte sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. (sda)
L' APP Certificat Covid est photographiee sur un smartphone Apple le jour de sa mise a disposition sur l'APP Store lors de la pandemie de Coronavirus (Covid-19) ce lundi 7 juin 2021 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
19:39
FDA gibt Impfstoff aus umstrittener US-Fabrik nur teilweise frei
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den in einer umstrittenen Produktionsstätte in Baltimore hergestellten Coronavirus-Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson zunächst nur teilweise freigegeben. Zwei Ladungen könnten mit angepassten Regelungen in den USA zum Einsatz kommen oder exportiert werden, teilte die FDA am Freitag mit. «Mehrere andere Ladungen» seien dagegen unter anderem wegen möglicher Verunreinigung nicht mehr benutzbar, weitere Ladungen würden noch untersucht.

Um wie viele Ladungen es sich dabei insgesamt genau handelt und wie viele Impfdosen jede Ladung enthält, teilte die FDA zunächst nicht mit. US-Medien berichteten, dass rund zehn Millionen Impfdosen freigegeben wurden und rund 60 Millionen entsorgt werden müssten.

Die Fabrik in der Ostküstenmetropole Baltimore war zuvor von Astrazeneca an den Konkurrenten Johnson & Johnson gegangen. Medienberichten zufolge hatte die US-Regierung Johnson & Johnson in einem ungewöhnlichen Schritt in die Verantwortung gedrängt, nachdem wegen eines Produktionsfehlers an dem Standort Millionen Impfdosen entsorgt werden mussten. Auslöser war den Berichten zufolge, dass Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden waren.

Bei einer Überprüfung der vom US-Biopharma-Unternehmen Emergent Biosolutions betriebenen Produktionsstätte hatte die FDA zahlreiche Mängel entdeckt. Derzeit pausiert die Produktion. Die Fabrik sei noch nicht wieder freigegeben, hiess es am Freitag von der FDA. (sda/dpa)
FILE - This Saturday, March 6, 2021 file photo shows vials of Johnson & Johnson COVID-19 vaccine at a pharmacy in Denver. On Thursday, June 10, 2021, Johnson & Johnson said that the U.S. Food and Drug Administration extended the expiration date on millions of doses of its COVID-19 vaccine by an extra six weeks. (AP Photo/David Zalubowski, File)
16:44
Zulassungsantrag für Moderna-Impfstoff ab 12 Jahren
Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat ein Gesuch für die Zulassung des Impfstoffs von Moderna für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren erhalten. Bisher ist dieser Impfstoff erst ab 18 Jahren zugelassen. Das Vakzin von Pfizer/Biontech erhielt die erweiterte Zulassung bereits vor einer Woche.

Swissmedic prüft das Gesuch um die Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten im rollenden Verfahren, wie die Zulassungsstelle am Freitag mitteilte. Das ermöglicht schnellere Zulassungsentscheide.

Swissmedic begutachtet die eingereichten Daten einschliesslich einer grossen klinischen Studie, die noch läuft, sobald sie eingetroffen sind. Sobald der Behörde genügend Belege für Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität des Covid-19-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren vorliegen, entscheidet sie unmittelbar über die beantragte Anwendungserweiterung. (sda
Eine MPA bereitet Spritzen vor mit Impfstoff der Firma Moderna fuer die Impfung gegen Covid-19 bei der Firma Saurer, aufgenommen an einem Medienanlass des Kanton Thurgau zum Start der Impfkampagne in Betrieben, am Freitag, 4. Juni 2021, in Arbon. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller).
16:27
Malaysia verlängert «totalen Lockdown» bis Ende Juni
Malaysia kämpft weiter gegen seine bisher schwerste Corona-Welle. Deshalb hat die Regierung in Kuala Lumpur angekündigt, den Anfang Juni verhängten «totalen Lockdown» um zwei Wochen zu verlängern.

«Die Entscheidung wurde getroffen, weil die täglichen Zahlen noch immer sehr hoch sind», sagte Verteidigungsminister Ismail Sabri Yaakob am Freitag.

Ursprünglich sollten die strikten Massnahmen nur zwei Wochen gelten, nun sollen sie frühestens am 28. Juni aufgehoben werden. Die meisten Unternehmen sind ebenso wie Einkaufszentren und nicht wesentliche Geschäfte geschlossen. Zudem dürfen sich die Menschen nur noch in einem Umkreis von zehn Kilometern von ihren Häusern bewegen.

Das 32-Millionen-Einwohner-Land war zunächst glimpflich durch die Pandemie gekommen. Seit Oktober steigen die Zahlen jedoch. Zuletzt hatten die Behörden teilweise 9000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet – damit liegt Malaysia gemessen an der Einwohnerzahl an der Spitze der gesamten Asean-Region.

Obwohl die Zahlen leicht gesunken sind, bestätigte das Gesundheitsministerium auch am Freitag fast 7000 neue Fälle und 84 Tote in Verbindung mit Covid-19. (sda/dpa)
epa09259280 People arrive at the Covid-19 vaccination program in Bukit Jalil, outside Kuala Lumpur, Malaysia, 10 June 2021. On 09 July 2021, 154,866 doses of Covid-19 vaccines were administered nationwide, according to the Special Committee on Ensuring Access to Covid-19 Supply.  EPA/FAZRY ISMAIL
16:21
G7-Auftakt: Johnson fordert Lehren aus der Corona-Pandemie
Zum Auftakt des G7-Gipfels hat der britische Premierminister Boris Johnson die Bedeutung der Zusammenkunft unterstrichen.

«Dieses Treffen muss unbedingt stattfinden», sagte Johnson vor Beginn der ersten Arbeitsgespräche im südwestenglischen Badeort Carbis Bay. Die Staats- und Regierungschefs müssten sicherstellen, dass sie die Lektionen aus der Corona-Pandemie gelernt haben und dass die Volkswirtschaften wieder ansprängen, sagte der Regierungschef. Es sei entscheidend, dass die Welt gemeinsam auf die Krise reagiere.

Johnson ist in diesem Jahr Gastgeber des Treffens finanzstarker Demokratien, da Grossbritannien den Vorsitz inne hat. Es ist die erste Zusammenkunft in diesem Format seit Beginn der Pandemie. «Es ist wirklich wunderbar, alle persönlich zu sehen», sagte Johnson. Dies bedeute einen deutlichen Unterschied zu Online-Formaten wie Videokonferenzen.

Johnson sagte, er sehe grosse Chancen für einen Wiederaufbau. Die G7 seien vereint in ihrer Vision einer ambitionierteren, grüneren Welt, die Lösungen für den Klimawandel findet. In grünen Technologien liege zudem die Chance zum Aufbau zahlreicher Jobs.

«Das ist es, was unsere Bürger wollen: Sicherstellen, dass wir gemeinsam die Pandemie besiegen», sagte Johnson. Die Erholung von der Pandemie müsse besser, grüner, fairer, gerechter und weiblicher ausfallen. Falls Ungleichheiten bestehen blieben, bestehe die Gefahr, dass die Pandemie eine «bleibende Narbe» hinterlasse.

Zur G7 gehören ausser Grossbritannien auch Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und die USA. Ausserdem nehmen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie EU-Ratspräsident Charles Michel an der dreitägigen Konferenz teil. (sda/dpa)
British Prime Minister Boris Johnson speaks as he and his wife Carrie Johnson pose for photos with President Joe Biden and first lady Jill Biden at the G-7 summit, Friday, June 11, 2021, in Carbis Bay, England. (AP Photo/Patrick Semansky, Pool)
Boris Johnson mit US-Präsident Joe Biden
15:57
Wird das COVID-Zertifikat in der EU im Juli akzeptiert?
Ja, antwortet Philippe Voirol. Die EU habe dies zugesichert. Die Schweizer-Verschlüsselung werde mit der EU geteilt und umgekehrt.

Die Pressekonferenz ist hiermit beendet.
15:56
Wieso ist der Home-Office Bereich so streng gehandhabt? Wann wird das gelockert?
Es gebe keine Home-Office Pflicht mehr für Unternehmen, die ihre Mitarbeitende regelmässig testen lässt, betont Berset.
15:54
Club-Besitzende fragen, ob man mehr als 250 Leute einlassen darf, wenn man sie auf 2 Sektoren verteilt?
«Bei Discos gelten Einschränkungen auf 250 Personen mit COVID-Zertifikaten», so Gerber. Wenn es so sei, dass die betreibende Person zwei verschiedene Räumlichkeiten besitze, dann könne dies angeschaut werden. Man sei in Kontakt mit diesen Personen und kläre diese Anwendungsbereiche.
15:51
Ist es ein Thema für die Schweiz, Impfstoffe an ärmere Länder zu spenden?
Ja, das sei ein Thema, so Berset. Man sei seit Beginn an Covax beteiligt. Man habe das Engagement noch verstärkt. Im Moment sei man noch nicht so weit. Aber man habe viele Impfstoffe bestellt, die dann auch an COVAX gehen könnten.
15:49
Wird der chinesische Impfstoff anerkannt sein?
Wir anerkennen grundsätzlich die Impfungen, welche durch Swissmedic und durch EMA anerkannt worden sind und auf der WHO-Liste sind, antwortet Berset. Auf der WHO-Liste befinde sich mindestens ein chinesischer Impfstoff.
15:49
Wie ist es mit überdachten Bahnhöfen? Fällt da die Maskenpflicht?
Dort müsse jede Örtlichkeit für sich angeschaut werden, so Michael Gerber. Man sei in Kontakt mit den Kantonen, welche diese Örtlichkeiten am besten kennen und sich dazu entscheiden werden.
15:48
Man könnte die Lockerungen eigentlich schon ab morgen in Kraft setzen. Warum müssen wir noch warten?
«Was wir hier machen, ist zu schauen, wann diese Schritte möglich sind», so Berset. Man sehe heute die Auswirkungen des vorherigen Schrittes noch nicht. «Und es braucht immer eine Vernehmlassung.»
15:46
Was sollen Menschen machen, welche nur mit Antigen-Tests positiv getestet wurden?
In der Schweiz können diese Personen einen Nachweis erhalten, der aber nur national gültig sei, so Berset. Aber international könne man das natürlich nicht vorschreiben. Man arbeite für eine Lösung in der Schweiz.
15:45
Ist das gelbe Impfbüchlein ab dem 1. Juli nicht mehr gültig?
Dieses gelbe Impfbüchlein wird beispielsweise für die Gelbfieber-Impfung verwendet, welche für Reisen notwendig ist, antwortet Berset. Bisher gebe es keine homogene Praxis, ob man da jetzt etwas ins Impfbüchlein klebe oder nicht. Nicht alle haben so ein gelbes Impfbüchlein – die meisten nur das Schweizer-Impfbüchlein. Sobald das COVID-Zertifikat bestehe, werde aber nur noch dieses für die COVID-Impfung verwendet.

Das gelbe Impfbüchlein werde nur noch so lange gültig sein, bis die COVID-Zertifikate komplett ausgerollt seien, so Mathys. Dies gelte aber nur für die COVID-Impfung. Der Rest funktioniere noch nach internationalem Standard.
15:42
Sind Masken notwendig in Innenräumen von Restaurants mit Zertifikat?
«Nein», antwortet Berset.
15:42
Gehören zu den öffentlichen Orten auch Restaurants?
Es gebe zwei Kategorien von öffentlichen Orten: Die grünen, wo man kein Zertifikat brauche. Den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, dem öffentlichen Verkehr – da könne man kein Zertifikat verlangen. Dann gebe es auf der anderen Seite eine andere Kategorie – die rote Kategorie. Da gehe es vor allem um Grossveranstaltungen. Da müsse man getestet, genesen oder geimpft sein. Dazwischen habe man die Freiheit der Wirtschaftssubjekte. Die Restaurants dürfen manchen, was sie wollen. Der Staat hat da keine Regelungen zu treffen. Das sei die orange Zone.

Wenn man ein Zertifikat hat, braucht es keine Schutzmassnahmen?
Ja, für die Restaurants mit COVID-Zertifikate sei das so, antwortet Michael Gerber. Aber für den Veranstaltungsbereich gebe es noch ein Grundset an Massnahmen.
15:39
Gibt es keine Öffnungen für private Veranstaltungen? 30 drinnen und 50 draussen?
Ja, das sei so. Bei mehr Personen sei das ja fast schon eine Veranstaltung, die mehr Organisation erfordere.
15:38
Warum hat der Bundesrat die Home-Office Pflicht noch nicht aufgehoben?
Es sei ein gewisses Risiko in Innenräumen, wenn nicht zusätzlich getestet werde, antwortet Berset. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir vor drei bis vier Wochen noch eine völlig andere Situation hatten. Die Testmöglichkeit bleibe weiterhin eine sehr grosse Sache.
15:37
Können wir nicht langsam wieder in die normale Lage zurückkehren?
«Wir gehen in diese Richtung», so Berset. Man mache dies vorsichtig und mit Mass. Jeder bisherige Schritt habe eine grosse Lockerung umfasst. «Die Richtung stimmt.»
15:36
Wann erreicht man das Ziel? Ende August?
Man erwarte, dass sich bis dahin alle impfwilligen Personen haben impfen können, so Berset. Aber ja, er hoffe dass man dann sagen könne, dass die Krise vorbei sei.
15:36
«Lockerungen für Personen aus dem Schengen-Raum»
Zu den neuen Einreisebestimmungen: «Es geht hier um Lockerungen für Personen aus dem Schengen-Raum.» Für diese werde die Quarantäne-Pflicht aufgehoben. «Testen muss sich nur noch, wer nicht genesen oder geimpft ist.»
Es gehe aber auch um Lockerungen für Einreisende für Personen aus Drittstaaten. Da gebe es keine Einreiseverbot mehr.
Die bisherige Risikoliste des Bundesamtes für Gesundheit werde reduziert und enthalte nur noch Staaten oder Gebiete, in denen für die Schweiz besorgniserregende Virusvarianten zirkulieren.
«Es sieht gut aus», so Berset zu der allgemeinen Situation. Viele fragten sich, ob jetzt die Krise vorbei sei. «Die Ziellinie ist in Sichweite», so Berset. Aber man sei noch nicht ganz da. Es gebe noch einige offene Fragen zu den Impfungen, wie lange diese beispielsweise schützen werden. Bald seien einige Personen am Ende der festgelegten Schutzzeit von sechs Monaten.
«Die Chancen stehen gut, dass wir Ende Juni einen grossen Öffnungsschritt machen können», so Berset abschliessend.
Die Fragerunde ist eröffnet.
15:31
Discos und Tanzlokale werden wieder öffnen
«Die Maskenpflicht draussen fällt», so Berset. Das gelte auch für Bahnhöfe, Terrassen, Bushaltestellen etc. Auch für die Sekundarstufe 2 fällt die Maskenpflicht.
In den Innenräumen der Restaurants werde die maximale Anzahl Personen auf sechs erhöht. «Draussen kann man neu auch stehend konsumieren und muss keine Masken tragen.» Trotzdem solle man aufpassen, dass sich die Menschengruppen nicht zu sehr durchmischen. Wichtig sei weiterhin, dass die Daten der anwesenden Personen registriert werden.
«Im Sport kann der Abstand reduziert werden, wenn Masken getragen werden können.» Wer Sport oder Kulturveranstaltungen besuche, müsse drinnen eine Maske tragen, führt Berset weiter aus.
Discos und Tanzlokale werden wieder geöffnet mit maximal 250 Personen, welche ein COVID-Zertifikat besitzen.
An Grossveranstaltungen mit COVID-Zertifkat dürfen sich 3000 Personen drinnen, 5000 Personen draussen aufhalten.
15:27
«Die Lage verbessert sich»
«Die Lage verbessert sich», sagt Alain Berset, der nun das Wort ergreift. Auch die Auslastung der Krankenhäuser habe sich in kurzer Zeit fast halbiert. Dies sei der Bevölkerung und der Impfung zu verdanken. Fast ein Viertel der Bevölkerung sei geimpft.
Man erwarte noch zwei Millionen Dosen – man habe also genügend Dosen und die Impfung sei sehr wirksam.
«Wir haben auch gute Voraussetzungen, dass wir vor den Sommerferien Öffnungsschritte einführen können», so Berset.
Der Bundesrat habe sich auch mit Einreiseregelungen beschäftigt. Die Konsultation sei eröffnet, die Entscheide würden am 23. Juni definitiv gefällt werden. Dann werde man auch sehen, wie sich die jüngsten Öffnungsschritte ausgewirkt haben.
15:24
«Vorsicht bleibt geboten»
Es gibt zwar Lockerungen bei den Massnahmen, trotzdem ist es wichtig, dass sich Veranstalter:innen und Besitzer:innen von Restaurants weiterhin an die Schutzkonzepte halten, so Parmelin. «Vorsicht bleibt geboten.»
Man werde wie bisher bei jeder Etappe die Lage genau beobachten. «Disziplin und Selbstdisziplin bleiben von zentraler Bedeutung.»
15:21
«Das berühmte Licht am Ende des Tunnels kommt deutlich näher»
Die Pressekonferenz hat begonnen.
Guy Parmelin ergreift das Wort: «Die Lage rund um das Coronavirus verbessert sich.»
Die Ansteckungen und Hospitalisationen gingen weiter zurück, jede vierte erwachsene Person habe bereits eine Impfung erhalten.
Parmelin ist optimistisch: «Das berühmte Licht am Ende des Tunnels kommt deutlich näher.»
Die Situation ist aber noch nicht dieselbe. Der Bundesrät schlägt folgendes vor:
Der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung gelte weiterhin für Lernende, bei befristeten Arbeitsverhältnissen und bei Arbeitenden auf Abruf könne sie unter bestimmten Voraussetzungen verlängert werden.
15:15
Pressekonferenz des Bundesrates
Der Bundesrat informiert jetzt über die neuen Öffnungsschritte. Mehr dazu hier:
14:45
Zürich: COVID-Zertifikate ab dem 14. Juni verfügbar
Wie der Kanton Zürich auf seiner Website bekannt gibt, werden COVID-Zertifikate ab dem 14. Juni verfügbar sein. Vollständig geimpfte Personen, die sich über das kantonale Impftool VacMe registriert haben, erhalten ab dem 14. Juni automatisch ihr COVID-Zertifikat. Sobald das Zertifikat zum Download bereitstehe, werden diese Personen per SMS informiert, heisst es weiter. Mit dem Link, der mit der SMS verstickt wird, kann man sich ins Impftool einloggen und dort das Zertifikat herunterladen. Danach kann es entweder ausgedruckt oder ins COVID Certificate App geladen werden.


Bisher haben 710'000 Personen im Impftool VacMe eingewilligt, dass ihre Daten zur Herstellung des Zertifikats verwendet werden dürfen.

Sollte jemand die Einwilligung noch später abgeben wollen, ist dies auch über das Impftool möglich.
Diejenigen, die sich über die Impfhotline angemeldet haben und die Einwilligung zur Datenweitergabe erteilt haben, werden das COVID-Zertifikat voraussichtlich bis Ende Juni per Post erhalten. Auch über die Impfhotline kann die Bewilligung nachträglich erteilt werden.

Genesene können ab dem 14. Juni unter folgendem Link ein COVID-Zertifikat beantragen. Dieses wird anschliessend in Papierform per Post zugestellt.
Das COVID-Zertifikat für Getestete wird voraussichtlich ab Ende Juni 2021 zur Verfügung stehen. Dabei soll das COVID-Zertifikat bei einem negativen PCR-Test direkt in die COVID Certificate App ausgeliefert werden. (saw)
14:31
Deutsche Regierung hebt Reisewarnung für Corona-Risikogebiete auf
Nach mehr als einem Jahr hebt die deutsche Regierung die Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete am 1. Juli auf. Das betrifft fast 100 Länder weltweit.

«Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen», erklärte Aussenminister Heiko Maas am Freitag diesen Schritt.
epa09240849 German Foreign Minister Heiko Maas speaks during a press conference ahead of the North Atlantic Council meeting at the Federal Foreign Office in Berlin, Germany, 01 June 2021. The main topic of the Nato foreign ministers' meeting, which will be held as a video conference, will be the Nato 2030 strategy process, with Russia and Afghanistan also on the agenda.  EPA/Bernd von Jutrczenka / POOL
Die Regierung rät ab 1. Juli auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für Länder der EU und unter anderem Teile der Schweiz, die nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch «um besondere Vorsicht gebeten». Das betrifft zum Beispiel Italien, grosse Teile Spaniens und ab kommenden Sonntag auch ganz Österreich.

In der Schweiz gelten neben Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land, Graubünden, Solothurn, Tessin, Zug und Zürich ab Sonntag auch die Kantone Bern und Thurgau nicht mehr als Risikogebiet.


Derzeit gilt die Corona-Reisewarnung für alle Weltregionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 50 übersteigt. An dem 1. Juli wird sie erst ab einer Inzidenz von 200 gelten und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Das sind weltweit aber nur etwa 40 der insgesamt rund 200 Länder.

«Mit dem Sommer kehren Hoffnung und Zuversicht nach Deutschland zurück»
, sagte Maas. Bei aller berechtigten Zuversicht sei das Fehlen einer Reisewarnung aber eines nicht: die Einladung zur Sorglosigkeit. «Reisen mit Vernunft und Augenmass, das ist das Motto dieses Sommers. Die Gefahr durch das Virus und seine Mutanten ist noch lange nicht gebannt.» (sda/dpa)
13:37
Ein Viertel der Bevölkerung ist vollständig geimpft
Vom 3. Juni bis 9. Juni sind in der Schweiz 658'987 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.



Pro Tag wurden damit durchschnittlich 94'141 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 8 Prozent.

Insgesamt wurden bis Mittwoch 5'810'914 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 2'221'755 Personen vollständig geimpft, das heisst 25,7 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1'367'404 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 294'211 Impfdosen. Zudem sind noch 55'900 Impfdosen beim Bund gelagert. (sda/awp)
13:30
354 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 354 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 3 neue Todesfälle und 24 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate dieser gemeldeten Resultate beträgt 1,4 Prozent.


13:23
EU-Staaten lockern Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen
Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt.

Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben.
epa09256521 A view of a closed beach restaurant in Sanur, Bali, Indonesia, 09 June 2021. The Indonesian government has planned to reopen the resort islands of Bali to foreign tourists by the end of July 2021.  EPA/MADE NAGI
Nach der Einigung werden Gebiete zum Beispiel nur noch dann als «rotes» Corona-Risikogebiet ausgewiesen, die in den 14 Tagen zuvor zwischen 200 und 500 neue Fälle pro 100 000 Einwohner gemeldet haben – oder zwischen 75 und 200 bei einem Anteil positiver Corona-Tests von über 4 Prozent.

Früher hatten die unteren Grenzwerte noch bei 50 beziehungsweise 150 gelegen. Entsprechend wurden auch die Grenzwerte für «orangene» Gebiete mit mässiger Ansteckungsgefahr und «grüne» Gebiete mit geringer Ansteckungsgefahr angepasst.

Für den Fall, dass besorgniserregende Virusvarianten auftauchen, können Reisebeschränkungen allerdings über eine «Notbremse» wieder eingeführt beziehungsweise verschärft werden. (sda/dpa)
12:19
Bundesrat Berset und Parmelin informieren
Bundesrat Alain Berset spricht an einer Medienkonferenz ueber Covid 19 Massnahmen, am Mittwoch, 26. Mai 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Zur heutigen Bundesratssitzung findet eine Medienkonferenz statt. Um 15.15 Uhr informieren Bundespräsident und Wirtschaftsminister Guy Parmelin sowie Gesundheitsminister Alain Berset über die neusten Entscheide in Sachen Coronavirus.
12:17
Kein Corona-Erwerbsersatz für Eltern von erwachsenen Behinderten
Eltern von Erwachsenen mit Behinderung sollen keinen Anspruch haben auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie wegen pandemiebedingter Schliessungen von Einrichtungen für die Betreuung eingesprungen sind. Das steht in einem Bericht des Bundesrats ans Parlament.

Der Bundesrat kommt im am Freitag verabschiedeten Papier zum Schluss, dass die Betreuung von Erwachsenen mit Behinderung trotz Schliessungen wegen Covid-19 jederzeit gewährleistet gewesen sei. Die Einrichtungen und zuständigen Kantone hätten Wege gefunden, um ihre Bewohnerinnen und Bewohner auch in der Corona-Zeit zu betreuen.

Den Bericht angefordert hatte der Ständerat mit einem Postulat von Marianne Maret (Mitte/VS). Er wollte wissen, ob Eltern, die wegen Schliessungen von Heimen, Werkstätten und Tageszentren erwachsene Kinder mit Behinderung selbst betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können, einen Anspruch auf Erwerbsersatz erhalten sollten.

Anspruch auf Corona-Erwerbsausfall haben Personen, die wegen behördlich angeordneter Schliessungen die Arbeit unterbrechen müssen oder sonst von Schliessungen betroffen sind. Darunter sind Eltern, die wegen Schliessungen Kinder und - bei Beeinträchtigungen - auch Jugendliche vorübergehend daheim betreuen müssen.

Eine Umfrage bei den für die Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen zuständigen Kantonen ergab, dass es zu Einschränkungen für die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch zu Schliessungen kam.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Einrichtungen hätten aber nicht zwingend von den Familien betreut werden müssen. Die Einrichtungen hätten Alternativen angeboten. Einige Menschen seien aber auch zu Hause betreut worden, vorwiegend auf Wunsch der Familien und ohne eine Verpflichtung dazu.

Einige Einrichtungen stellten aber auch von sich aus den Betrieb ein oder schränkten diesen ohne Anordnung der Behörden ein. Damit lasse sich aber kein Anspruch für betreuende Angehörige auf den Corona-Erwerbsersatz begründen, heisst es im Postulatsbericht.

22 Kantone beteiligten sich an der Umfrage im Januar 2021. Aus den Kantonen Bern, Zürich, Jura und Uri gingen keine Antworten ein. (sda)
11:36
Zug und Luzern beginnen mit der Ausstellung der Covid-Zertifikate
L' APP Certificat Covid et l'APP SwissCovid sont photographies sur un smartphone Apple le jour de sa mise a disposition sur l'APP Store de Certificat Covid lors de la pandemie de Coronavirus (Covid-19) ce lundi 7 juin 2021 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
Ab Montag beginnt der Kanton Luzern mit der Ausstellung der ersten Covid-Zertifikate. In Zug können die genesenen Personen ab Mittwoch das Zertifikat beantragen.

Ab dem 21. Juni dann würden die Zertifikate für Geimpfte und Getestete erstellt, teilte die Zuger Gesundheitsdirektion am Freitag mit.

In Luzern geben die Impfstellen ab Montag das Covid-Zertifikat nach der vollständigen Impfung ab. In den Hausarztpraxen, die Impfungen durchführen, werde dies voraussichtlich ab dem 21. Juni möglich sein, teilte die Luzerner Gesundheitsdirektion mit.

Alle Personen, die im Kanton Luzern vor dem 14. Juni zwei Mal in einem der Impfzentren oder einer der anderen zugelassenen Impfstellen geimpft wurden, erhalten im Verlaufe der nächsten drei Wochen entweder direkt das Zertifikat per Post oder SMS zugestellt oder erhalten Instruktionen, wie sie es herunterladen können.

Ebenfalls im Verlauf der kommenden Wochen erhalten Personen aus dem Kanton Luzern, die in den letzten sechs Monaten genesen sind, automatisch per Briefpost das Covid-Zertifikat. (sda)
11:03
Zwei Drittel der Berechtigten in Basel sind geimpft oder angemeldet
Im Kanton Basel-Stadt sind 68 Prozent der impfberechtigten Bevölkerung bereits geimpft oder für eine Impfung gegen Covid-19 angemeldet. Arztpraxen und Apotheken sollen ab Herbst Impfungen verabreichen dürfen.

Die Impfbereitschaft in Basel-Stadt sei bisher erfreulich hoch und die Impfkampagne laufe derzeit auf Hochtouren, teilte das Gesundheitsdepartement am Freitag mit.

Gemäss der Impfstatistik auf der Website des Kantons sind bis Donnerstag 57‘222 Personen zwei Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. 34‘752 Personen wurden einmal geimpft. Auf der Warteliste für eine Impfung befanden sich am Mittwochabend 26‘088 Personen.

Im Ende Dezember eröffneten kantonalen Impfzentrum in der Messe, das von der Firma Meconex AG betrieben wird, werden täglich bis zu 3000 Impfungen verabreicht. Ein Rekord an Impfungen wurde vom 31. Mai bis 6. Juni registriert, als rund 20'000 Personen geimpft worden waren. Bisher mussten gemäss Mitteilung 174 Impfdosen ungebraucht entsorgt werden.
Mehrere Kantone haben noch vor dem Jahresende Impfzentren eingerichtet.(Archivbild)
Ab Herbst sollen Impfungen schrittweise und teilweise auch in Basler Arztpraxen und Apotheken verabreicht werden. Entsprechende Gespräche mit der Medizinischen Gesellschaft Basel und dem Baselstädtischen Apotheken-Verband fänden statt, heisst es weiter im Communiqué.

Zudem laufen nach der Zulassung durch das Heilmittelinstitut Swissmedic Anfang Juni die Vorbereitungen für die Impfung von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren. (sda)
10:31
Studie: Biontech/Pfizer-Impfstoff schützt auch vor Varianten
Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal «Nature».
ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DER IMPFSTOFF VON PFIZER/BIONTECH FUER JUGENDLICHE ZWISCHEN 12 UND 15 JAHREN ZUGELASSEN WURDE, AM FREITAG, 4. JUNI 2021 - Des fioles du vaccin Pfizer-BioNTech et une seringue sont photographiees, lors du dernier jour de vaccination dans les EMS du Canton de Vaud pendant la pandemie de Coronavirus Covid-19, ce jeudi, 18 mars 2021 a Nyon. (KEYSTONE/Martial Trezzini)
Für die Studie untersuchten die Forscher 20 Blutproben von 15 Menschen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer erhalten hatten, und testeten die Reaktion auf die verschiedenen Corona-Varianten. Die Wirksamkeit der Antikörper sei bei den Varianten zwar niedriger ausgefallen als bei einem im Januar 2020 isolierten Coronavirus-Typ, sie sei jedoch immer noch «robust», hiess es. Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten ähnliche Ergebnisse erbracht. (sda/dpa)
10:18
Hotelplan erlebt dank neuer BAG-Risikoliste Buchungsboom
Herr und Frau Schweizer haben wieder Lust auf Ferien im Ausland. Insbesondere Destinationen am Mittelmeer stehen hoch im Kurs. Den «Buchungsboom» bei Hotelplan Suisse verknüpft der Reiseveranstalter mit den jüngst für viele Ländern gelockerten Einreisebestimmungen.

Die Buchungen für die kommenden Sommerferien im Ausland steigen deutlich an. Bei Hotelplan Suisse haben seit Anfang Juni knapp 50 Prozent mehr Kundinnen und Kunden Ferien im Mittelmeerraum gebucht als zum gleichen Zeitraum 2019, teilte die Migros-Tochter am Freitag in einem Communiqué mit.
Broschueren verschiedener Destinationen im Reisebuero von Hotelplan Suisse anlaesslich einer Medienkonferenz ueber die Auswirkungen fuer den Reiseveranstalter durch das Coronavirus, aufgenommen am Dienstag, 10. November 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza).
«Das hängt sicher auch mit der letzten Aktualisierung der Risikoländerliste des BAG zusammen», erklärte Hotelplan-Sprecherin Bianca Gähweiler auf Anfrage von AWP. Viele beliebte Länder seien jetzt von dieser Liste weg. Das wecke bei vielen die Hoffnung, dass wieder «relativ sorglos» ins Ausland verreist werden könne.

Die aktuell beliebtesten Destinationen seien die griechischen Inseln, Zypern sowie Spanien mit Mallorca und den Kanarischen Inseln, schrieb Hotelplan. Vergangene Woche wurde zudem die Türkei von der Quarantäneliste der Risikoländer gestrichen – seither würden auch die Buchungen in diese Region stark steigen. «Wir werden förmlich überrannt», sagte Gähweiler.

Die Auswirkungen der Coronapandemie hatten auch Folgen für die Belegschaft. Vor gut einem Jahr kündigte Hotelplan an, in der Schweiz rund 170 von knapp 1'200 Stellen abzubauen. Gruppenweit sollten bis zu 425 der gesamthaft 2'277 Jobs gestrichen werden. (awp/sda)
8:41
Auch das Empire State Building wird Impfzentrum
Together with NYC Congresswoman Grace Meng & Partnership for New York City, the Empire State Building is lit gold and black in solidarity with the #StopAsianHate campaign, Friday March 26, 2021, in New York. (AP Photo/Bebeto Matthews)
Empire State Building
In der Corona-Pandemie wird auch das Empire State Building in New York zum Impfzentrum. Vorerst von diesem Freitag an bis Sonntag könnten sich Menschen in dem berühmten Hochhaus mitten in Manhattan impfen lassen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag mit. Die ersten 100 Geimpften dürfen danach kostenlos die Aussichtsplattformen des Wolkenkratzers besuchen.

Zuvor waren im Bundesstaat New York schon zahlreiche weitere berühmte Einrichtungen – wie etwa das American Museum of Natural History – zu Impfzentren geworden. Für Impfungen wurden von der Regierung und Unternehmen zahlreiche Anreize geschaffen, beispielsweise kostenlose Donuts, Pommes, U-Bahn-Karten, Eintrittskarten für Museen und Sportveranstaltungen, eine Geld-Lotterie und die Verlosung von kostenlosen Studienplätzen für Kinder und Jugendliche. Mehr als 60 Prozent der Erwachsenen im Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern sind bereits voll geimpft, zuletzt hatte der Schwung der Impfkampagne aber nachgelassen. (sda/dpa)
6:52
G7 will eine Milliarde Corona-Impfdosen zur Verfügung stellen
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten mindestens eine Milliarde Impfdosen für andere Länder zur Verfügung stellen. Dazu sollen sowohl bereits hergestellte Impfdosen verteilt als auch die Herstellung weiterer finanziert werden, teilte die britische Regierung in der Nacht zum Freitag mit. Die Staats- und Regierungschefs wollen demnach auch einen Plan ausarbeiten, um die Impfstoffproduktion auszuweiten. Grossbritannien hat in diesem Jahr den Vorsitz in der Gruppe sieben führender Industriestaaten inne, die sich von Freitag bis Sonntag im südwestenglischen Cornwall treffen.

Der britische Premierminister Boris Johnson kündigte an, dass sein Land 100 Millionen Impfdosen aus seinem Überschuss beisteuern werde, den Grossteil über die Impfstoffinitiative Covax. Bis Ende September würden 5 Millionen Dosen für die ärmsten Länder bereitgestellt, die übrigen 95 Millionen dann im Verlaufe des kommenden Jahres. Grossbritannien hatte sich derart mit Impfstoff eingedeckt, dass es seine Bevölkerung damit mehrfach durchimpfen könnte. Bisher hat das Land kaum Impfstoffe exportiert – das rief scharfe Kritik hervor. Zuvor hatte US-Präsident Joe Biden angekündigt, die Vereinigten Staaten würden bis spätestens Ende Juni 2022 insgesamt 500 Millionen Impfdosen spenden. (sda/dpa)
21:36
Frankreich will G7 Aussetzung von Patenten für Impfstoffe vorschlagen
epa09260744 French president Emmanuel Macron gives a join press statement with Prime Minister of North Macedonia Zoran Zaev (unseen) at the Elysee Palace in Paris, France, 10 June 2021.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
Frankreich unterstützt im Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Präsident Emmanuel Macron kündigte am Donnerstag an, gemeinsam mit Südafrika auf dem G7-Gipfel ab Freitag einen Vorschlag auf den Tisch zu legen, um an einer zeitlich und räumlich begrenzten Ausnahmeregelung zu arbeiten. Man müsse «sicherstellen, dass geistiges Eigentum niemals ein Hindernis für den Zugang zu Impfstoffen darstellt», sagte Macron bei einer Pressekonferenz.

Man setze sich für eine faire Vergütung und den Respekt vor geistigem Eigentum ein, so Macron. «Ich hoffe, dass es beim G7-Gipfel zu einer Einigung kommen wird.» Man müsse nun auch mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welthandelsorganisation (WTO) zusammenarbeiten. Macron hatte zuletzt immer wieder betont, dass es pragmatische Lösungen im Kampf gegen Corona geben müsse und dazu auch die Aussetzung der Patente gezählt. (sda/dpa)
20:46
Passagieraufkommen am Flughafen Zürich weit unter Vor-Corona-Niveau
Der Flughafen Zürich leidet weiter unter der Coronakrise. Zwar sind im Mai 2021 massiv mehr Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist als noch im vergangenen Jahr. Aber im Vergleich zum Niveau von vor der Krise bleiben immer noch mehr als acht von zehn Passagieren aus.

Die Passagierzahlen lagen im Berichtsmonat bei 450'500, das sind rund 10 mal mehr als im Mai 2020. Seinerzeit hatte der Flughafen Zürich eine der tiefsten Passagierzahlen während der Corona-Pandemie verzeichnet. Im Vergleich zum Mai 2019 seien die Passagierzahlen aber immer noch 83,4 Prozent tiefer, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué.

Die Anzahl der Flugbewegungen lag mit 8043 Starts und Landungen ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Verglichen mit dem Mai 2019 fanden aber 67,1 Prozent weniger Flugbewegungen statt. Auch die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat um 18,8 Prozentpunkte auf 53,8 Prozent gestiegen. Durchschnittlich sassen 92,6 Passagiere in einer ankommenden oder abfliegenden Maschine.

Der Optimismus ist der Flughafenbetreiberin aber nicht abhanden gekommen. «Nach über einem Jahr Corona-Pandemie kehrt langsam wieder mehr Leben an den Flughafen Zürich zurück», erklärte diese mit Blick auf die steigende Reiselust und die Lockerung der Restriktionen in vielen Ländern. (awp/sda)
17:42
Johnson fordert G7 zur Spende von einer Milliarde Impfdosen auf
Der britische Premierminister Boris Johnson hat die G7-Staaten zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer aufgefordert. «Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Pandemie zu überwinden, die Gefahr eines neuen Auftretens zu minimieren und unsere Wirtschaft nach dieser Tragödie besser wiederaufzubauen», schrieb Johnson in einem Gastbeitrag in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag/Online).

Daher müsse das Gipfeltreffen im südwestenglischen Cornwall «ein hohes, aber absolut notwendiges Ziel» verabschieden und Entwicklungsländern eine Milliarde Impfstoffdosen zur Verfügung stellen, schrieb Johnson. Angepeilt werden müsse, dass bis Ende 2022 alle Menschen auf der Welt geimpft werden können. Wichtig sei dafür vor allem Kooperation. (sda/dpa)
16:36
Zahl der Corona-Toten korrigiert - Indien meldet neuen Höchstwert
epa09259863 A health worker takes a swab and nasal sample of a man for a COVID-19 test in Bangalore, India, 10 June 2021. India reported 94,052 new Covid-19 cases and 6,148 coronavirus COVID19 deaths in the last 24 hours and this is the highest number of deaths that the country has seen in a day since the start of the pandemic. The jump in deaths comes after Bihar revised its toll on 09 June, adding 3,951 previously uncounted deaths to its tally.  EPA/JAGADEESH NV
Indien hat am Donnerstag 6148 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Tageshöchstwert.

Der Anstieg geht allerdings in erster Linie darauf zurück, dass der Gliedstaat Bihar die Zahl der seit März registrierten Corona-Toten um fast 4000 nach oben korrigiert hat. Diese Zahlen flossen in den Tageswert mit ein.

Zunächst hatten die Behörden in dem armen Bundesstaat gemeldet, seit März seien in Bihar knapp 5500 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Nach einer Prüfung gehe man aber nun von mehr als 9400 Opfern aus, teilten die zuständigen Behörden am Donnerstag mit. Dies nährt den Verdacht, dass die offiziellen Corona-Todeszahlen in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt bislang insgesamt zu niedrig angegeben wurden.

Die Untersuchung in Bihar war in Gang gekommen, nachdem ein Gericht in dem Bundesstaat auf Unregelmässigkeiten bei den Zahlen hingewiesen hatte. Danach hatte die Regierung Überprüfungen angestellt.

Vor der heftigen zweiten Infektionswelle im Februar gab es in Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern rund 10 Millionen bekannte Corona-Infektionen, inzwischen sind es 29 Millionen. In absoluten Zahlen gibt es nur in den USA mehr erfasste Fälle. Zuletzt ist die Zahl der Neuinfektionen in Indien deutlich zurückgegangen. (sda/dpa)
15:51
Neuansteckungen und Spitaleinweisungen weiterhin stark rückläufig
Der neueste Coronavirus-Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) weist für die Woche vom 31. Mai bis 6. Juni einen starken Rückgang der gemeldeten Fälle und Spitaleinweisungen auf und eine auf tiefem Niveau verharrende Zahl an Todesfällen.

Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-positiven Fälle in der Schweiz und in Liechtenstein sank gegenüber der Vorwoche um 31 Prozent auf noch 3520, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Wochenbericht hervorgeht.

Das Medianalter aller laborbestätigter Covid-19-Fälle lag in der Berichtswoche 22 bei 34 Jahren. Unter die Schwelle von 40 Jahren war das Medianalter in der Woche 10, also im März, gesunken.

Die Inzidenz der Fälle ist von 59,1 pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Vorwoche auf aktuell 40,7 gesunken - und zwar zwischen 21 Fällen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner im Tessin und 229 in Appenzell Innerrhoden.

Bezogen auf die Bevölkerungszahl war die Altersklasse der 10- bis 19-Jährigen mit 78 Fällen pro 100'000 Einwohnern und Woche am meisten betroffen. Die Altersklasse der 70- bis 79-Jährigen war mit einer Inzidenzrate von 9,4 pro 100'000 Einwohner und Woche am wenigsten betroffen.

Von den 9971 seit Beginn der Corona-Pandemie verstorbenen Personen, für die vollständige Angaben vorhanden sind, litten 97 Prozent an mindestens einer Vorerkrankung. Die drei am häufigsten genannten Vorerkrankungen bei verstorbenen Personen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (61 Prozent), Bluthochdruck (61 Prozent) und chronische Nierenerkrankungen (28 Prozent).

In der Berichtswoche wurden 163'216 Tests (68 Prozent PCR und 32 Prozent Antigen-Schnelltests) gemeldet. Dies entspricht einer leichten Zunahme gegenüber der Vorwoche um 4,6 Prozent.
(sda)
14:42
Moderna beantragt Zulassung in den USA ab 12 Jahren
US-Hersteller Moderna hat nun auch in Amerika eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt.
A medial personal prepares the Moderna coronavirus vaccine for members of local fire departments at a temporary mass vaccination center at a former Tsukiji fish market site set up by Tokyo metropolitan government in Tokyo Tuesday, June 8, 2021. Tsukiji site will be a facility which houses and manages vehicles related to the Tokyo 2020 Games. (AP Photo/Eugene Hoshiko)
Man habe die nötigen Unterlagen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, teilte Moderna am Donnerstag mit. Bisher darf Menschen dieser Altersgruppe in den USA und auch in der Europäischen Union nur das Vakzin von Biontech/Pfizer gespritzt werden. Moderna hatte bereits am Montag in der EU die Zulassung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt.

Grundlage des Antrags sei eine Phase-2/3-Studie mit dem mRNA-1273 genannten Moderna-Impfstoff bei 2500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA. Die Wirksamkeit habe dabei bei 100 Prozent gelegen. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil seien wie bei der Phase-3 Studie von Erwachsenen, hiess es weiter. (sda/dpa)
14:14
Martin Ackermann tritt zurück
Wie die Swiss National COVID-19 Science Task Force auf Twitter bekannt gegeben hat, tritt Martin Ackermann von der Task Force zurück. Der ETH-Professor führte die Task Force seit dem letzten Sommer an.
Martin Ackermann, Praesident, National COVID-19 Science Task Force, aeussert sich an einem Point de Presse zur Covid 19 Pandemie, am Dienstag, 26. Januar 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Den Wechsel begründet die Task Force auf ihrer Website unter anderem mit der neuen Lage und veränderten Bedürfnissen. So soll die Task Force diesen Sommer neu organisiert und verkleinert werden. Im Rahmen dieser Neu-Organisation soll Martin Ackermann die Leitung an Tanja Stadler übergeben.
Tanja Stadler, Task Force Covid
Die Übergabe werde erfolgen, sobald der Bundesrat offiziell die «Normalisierungsphase» verkünde. Gemäss der Drei-Phasen-Modells des Bundes wird diese eintreten, sobald alle impfwilligen Personen vollständig geimpft sind.

Tanja Stadler ist Professorin im Departement Biosystemwissenschaft und -technik an der ETH Zürich in Basel. Sie ist schon seit ihrer Gründung Mitglied der Task Force. Mit dem Beginn der neuen Phase soll auch die Anzahl Mitglieder reduziert werden. Wie sich die Task Force ab Sommer 2021 konkret zusammensetzen wird, müsse noch diskutiert werden. Martin Ackermann, aber in reduziertem Umfang, um sich nach einem intensiven Jahr wieder vollumfänglich seiner Arbeit an der ETH Zürich und dem ETH-Wasserforschungsinstitut Eawag und seiner Forschungsgruppe zu widmen. (saw)
13:32
541 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 358 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 4 neue Todesfälle und 14 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate dieser gemeldeten Resultate beträgt 1,6 Prozent.
Für den Zeitraum Oktober 2020 bis April 2021 wurden noch 18 zusätzliche Hospitalisationen erfasst, für den Zeitraum April bis Mai 2021 noch 2 zusätzliche Todesfälle.
11:23
Kanton Bern startet mit Auslieferung der Impfzertifikate
Der Kanton Bern hat am Donnerstag mit der Ausstellung der Impfzertifikate begonnen. Die Versuche seien erfolgreich verlaufen, teilte die Gesundheitsdirektion mit. Bern führte sie als Pilotkanton für das Bundesamt für Informatik (BIT) durch.

In der Impfapplikation des Kantons Bern haben bislang 550'000 Personen ihr Einverständnis erteilt, dass sie nach der zweiten Impfung ein Zertifikat erhalten wollen.
Von diesen Personen sind rund 250'000 nunmehr vollständig geimpft. Sie werden ab dem (heutigen) Donnerstag automatisch ihr Impfzertifikat erhalten.

Nach Angaben des Kantons erhalten sie eine SMS mit einem Link, mit dem sie sich in die Applikation «Vacme» einloggen können. Ohne weitere Klicks wird darauf das Impfzertifikat als PDF oder für das App des BAG erstellt.

Bereits am Mittwoch hatte der Kanton St. Gallen mit der Auslieferung der Zertifikate begonnen. (sda)
11:05
Ein Jahr Corona-Pandemie nagt am Ruf des Gesundheitswesens
Ein Jahr Corona-Pandemie hat am Ruf des Gesundheitswesens genagt und die Meinung, dass die Medikamentenpreise zu hoch sind, verstärkt. Mehr Menschen in der Schweiz sind nun für eine einheitliche Spitalfinanzierung und für mehr Leistungen der Krankenkassen.

Das Schweizer Gesundheitssystem sei unter der Covid-19-Krise nicht zusammengebrochen, es habe sich aber nicht vollständig bewährt, fasst der «Gesundheitsmonitor» von Interpharma zusammen, die jährliche Umfrage des Branchenverbandes, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Interpharma ist die 1933 in Basel gegründete Interessenvertretung der forschenden Pharmaunternehmen der Schweiz.

Es zeigen sich demnach deutliche sprachregionale Unterschiede zur Einschätzung des Gesundheitswesens: In der französischsprachigen und der italienischsprachigen Schweiz überwiegen mit 71 Prozent beziehungsweise 60 Prozent die positiven Stimmen. Das gesamtschweizerisch negative Resultat kommt durch die Deutschschweiz zustande, wo sich in der Umfrage 67 Prozent negativ geäussert haben.

Eine deutliche Mehrheit findet die Medikamentenpreise zu hoch und fordert eine Preisbeschränkung. Mit knapp 43 Prozent wollen zudem immer mehr einen Ausbau des Leistungskatalogs in der Krankenkassen-Grundversorgung. Dafür verantwortlich sieht der «Gesundheitsmonitor» die individuelle Kostenübernahme gewisser Covid-19-Tests.
ARCHIVBILD ZUR MEDIENKONFERENZ DER KAMPAGNE "SMARTER MEDICINE", AM MONTAG, 12. JUNI 2107 - Verschiedene Medikamente vor rotem Hintergrund, aufgenommen am 11. Dezember 2008 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Fazit des «Gesundheitsmonitors» ist dennoch: Rund um die Covid-19-Krise hat sich der noch 2020 festgestellte Wunsch nach mehr Eigenverantwortung in Gesundheitsfragen abgeschwächt. 2021 überwiegt nun wieder ein verstärkter Wunsch nach Gemeinschaftsverantwortung und mehr Staat.

Die Ergebnisse der Umfrage im «Gesundheitsmonitor 2021» basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1200 Stimmberechtigten aus der ganzen Schweiz, die das private Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag von Interpharma durchgeführt hat. Die Befragung fand zwischen 29. Januar und 5. März 2021 in persönlichen Interviews statt. (sda)
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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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