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G7 unterstützt ärmere Länder mit einer Milliarde Impfdosen

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
11.06.2021, 21:36
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Freitag 358 neue Corona-Fälle für die letzten 24 Stunden. Die Positivitätsrate betrug 1,4 Prozent. 3 Menschen starben, 24 mussten ins Spital.
  • Vom 3. Juni bis 9. Juni sind in der Schweiz 658'987 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden – rund 94'141 pro Tag. Im Vergleich zur Woche davor steigt die Impfkadenz um 8 Prozent. 2'221'755 Personen in der Schweiz sind vollständig geimpft, das sind 25,7 Prozent der Bevölkerung.
  • Discos auf, Maskenpflicht draussen weg: Der Bundesrat hat am 11. Juni den nächsten Öffnungsschritt in die Vernehmlassung gegeben. Entschieden wird am 23. Juni.
  • Der Bundesrat will am 28. Juni die Reiseeinschränkungen weiter lockern. Die Quarantänepflicht für Einreisen aus allen Staaten und Gebieten des Schengen-Raums soll vollständig aufgehoben werden.
  • Die SwissCovid-App hilft, Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Sie hat 1,75 Millionen aktive Userinnen und User.
  • Ab Ende Juni soll das Impf-Zertifikat kommen. Die Details findest du hier, die Android-App hier und die iOS-App hier.
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7-Tage-Ø
Verstorbene
mit Covid
7-Tage-Schnitt Tägliche Hospitalisierungen
7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle 0–29 30–59 60–99
R-Wert Unsicherheitsfaktor

Liveticker: Corona National+International 13.06.21

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15:17
G7 unterstützt ärmere Länder mit einer Milliarde Impfdosen
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die G7-Gruppe ärmeren Ländern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verfügung. Dies geschehe sowohl über Spenden als auch über Zahlungen an das Impfprogramm Covax, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag nach dem Abschluss des Treffens in Carbis Bay. Wie sich die Zahl genau zusammensetzt, sagte Johnson zunächst nicht. Er hatte zuvor angekündigt, dass Grossbritannien 100 Millionen Dosen spendet, die aus dem eigenen Überschuss stammen. (sda/dpa)
epa09265037 Britain's Prime Minister Boris Johnson during the G7 Summit in Carbis Bay, Britain, 12 June 2021. Britain hosts the Group of Seven (G7) summit in Cornwall from 11 to 13 June 2021.  EPA/NEIL HALL / POOL
13:09
Polizei löst mehrere Open-Air-Partys in Paris auf
Die Pariser Polizei hat am Wochenende mehrere illegale Open-Air-Partys aufgelöst. Am Freitag- und Samstagabend versammelten sich Hunderte Menschen auf der Esplanade vor dem Invalidendom und feierten. Hygiene- und Abstandsregeln seien nicht beachtet worden, so die Pariser Polizeipräfektur. Medien berichteten, es habe zuvor einen Aufruf in sozialen Netzwerken gegeben. Auf Videos war zu sehen, wie zahlreiche junge Menschen ohne Masken und Abstand tanzten.

Die Polizei griff jeweils etwa gegen 23.00 Uhr ein. Die Einsatzkräfte berichteten am Samstagabend von mehreren Festnahmen. Menschen hätten auch am Park Jardin des Tuileries oder auf dem Square Tino Rossi an der Seine gefeiert. In Frankreich gilt wegen der Corona-Pandemie ab 23.00 Uhr eine abendliche Ausgangssperre. Dann dürfen sich Menschen nur noch mit triftigem Grund draussen aufhalten. Es dürfen sich im öffentlichen Raum ausserdem nicht mehr als zehn Menschen versammeln.

In Paris gilt eine generelle Maskenpflicht, auch an der frischen Luft. Am Mittwoch waren im Land zahlreiche Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft getreten - darunter auch die Verschiebung der Ausgangssperre um zwei Stunden nach hinten. Auch die Innenräume der Restaurants durften unter Auflagen wieder öffnen.

In Paris haben viele Restaurants ihre Terrassen erweitert, in manchen Vierteln wirkt die Stadt wie eine einzige grosse Terrasse. Die Corona-Situation hat sich in der Hauptstadt wie auch in ganz Frankreich zuletzt deutlich entspannt. (sda/dpa)
11:55
Tausende neue Corona-Fälle in Moskau - Mehr Anreize für eine Impfung
epaselect epa09261739 Russian Emergency Situations Ministry workers sanitise Belorussky railway station as part of the campaign to prevent the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease in Moscow, Russia, 11 June 2020. For the first time since February, more than 12 thousand cases of COVID-19 have been identified in Russia.  EPA/SERGEI ILNITSKY
Angesichts drastisch steigender Corona-Zahlen in der russischen Hauptstadt Moskau wollen die Behörden mehr Anreize für eine Impfung schaffen. Bis Mitte Juli werden unter Leuten, die sich erstmals impfen lassen, jede Woche fünf Autos verlost, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag in seinem Blog schrieb. «Der Hauptgewinn für diejenigen, die sich impfen lassen, ist natürlich nicht mit einem Auto gleichzusetzen - es ist Ihre eigene Gesundheit.» Für ältere Menschen in Moskau gibt es bereits Geschenkgutscheine nach einer Immunisierung.

Am Sonntag meldeten die Behörden rund 7700 Neuinfektionen in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole - so viele wie seit Ende Dezember nicht mehr. In Europas grösster Stadt gelten deshalb wieder Beschränkungen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Sobjanin ordnete arbeitsfreie Tage bis zum kommenden Sonntag an. Zudem müssen öffentliche Spielplätze schliessen. Restaurants und Clubs dürfen zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr keine Gäste mehr empfangen.

In ganz Russland mit insgesamt rund 146 Millionen Einwohnern wurden am Sonntag 14 700 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Hälfte davon entfällt also auf die Hauptstadt Moskau. Um neue Einschränkungen zu vermeiden und eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen, müsse mehr geimpft werden, forderte Sobjanin. Viele Menschen in Russland stehen einer Corona-Impfung skeptisch gegenüber. (sda/dpa)
7:10
Wegen Corona-Evakuierung: Bund betreibt Hunderte Schweizer Touristen
Im März 2020 die Corona-Pandemie losbrach und die Grenzen dichtgemacht wurden, evakuierten die Länder ihre jeweiligen Bürger aus dem Ausland. Auch die reisefreudigen Schweizer mussten rund um den Globus eingesammelt und per Charterflüge zurück in die Schweiz geholt werden. Obwohl die Aktion schon seit über einem Jahr abgeschlossen ist, sind noch immer 550 Rechnungen offen, wie das Aussendepartement EDA nun gegenüber der «Sonntags Zeitung» bestätigt: «Von den 7100 ausgestellten Rechnungen wurden rund 90 Prozent bezahlt. Bei rund 480 wird in den nächsten Tagen ein Inkassoverfahren eingeleitet», so EDA-Sprecherin Elisa Raggi.

Mit welchem Erfolg, könne man noch nicht sagen. Sicher ist: Rund 70 Rechnungen musste der Bund direkt abschreiben. «Aufgrund von fehler- oder mangelhaften Angaben», sagt Raggi gegenüber der «Sonntags Zeitung». Rund 160 Personen hätten mit dem Bund eine noch laufende Ratenvereinbarung – sie stottern die Rechnung für den Flug in ihr Heimatland in Teilraten ab. Wie hoch der jetzt noch offene Betrag ist, kann das EDA nicht genau sagen. Hochgerechnet dürften es über 630’000 Franken sein.
Swiss gibt ab Juni wieder mehr Schub. (Archiv)
6:37
Neue Impfpläne der G7-Staaten als Ablenkungsmanöver kritisiert
Die Überlegungen der reichen Industrienationen (G7) für eine Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder bis Ende nächsten Jahres sind als «Ablenkungsmanöver» und unzureichend kritisiert worden. Entwicklungsorganisationen sprachen am Sonntag auf dem G7-Gipfel im englischen Carbis Bay in Cornwall von einem «Verwirrspiel mit Zahlen». Auch die neuen Pläne gingen angesichts der benötigten elf Milliarden Impfdosen nicht weit genug.

«Das hört sich besser an, als es ist», sagte Fiona Uellendahl vom Kinderhilfswerk World Vision. Es reiche bei weitem nicht. «Die G7 werfen eine Nebelkerze.» Sie wollten davon ablenken, dass sie gegen eine Freigabe des Patentschutzes seien. «Ein globaler Plan zur Bekämpfung der Pandemie sieht anders aus.» Langfristig müsse in Forschung und Produktion in den ärmeren Ländern investiert werden.

«Dass Kanzlerin Angela Merkel nach wie vor eine Aussetzung des Patentschutzes blockiert, ist unverständlich und empörend», sagte Jörn Kalinski von Oxfam International. In allen Regionen der Welt müsse die Produktion von Impfstoffen aufgebaut werden, um die strukturellen Ursachen für die ungerechte Verteilung zu beseitigen.

«Dazu sind die Aussetzung des Patentschutzes, der Technologie- und Know-how-Transfer und Investitionen in Produktionskapazität nötig», sagte Kalinski. «Die Menschen in armen Länder dürfen nicht vom Wohlwollen der Politiker und profitorientierte Pharmaunternehmen abhängig sein.» Obwohl die Entwicklung der lebensrettenden Impfstoffe mit Steuergeldern unterstützt worden sei, behandele die Kanzlerin die Vakzine als Privateigentum einiger weniger Unternehmen.

Merkel hatte am Samstag angekündigt, dass die G7-Gruppe die Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen ermöglichen wolle. Ob es sich dabei nur um Spenden oder auch um Exporte oder die Finanzierung der internationalen Impfinitiative Covax handelt, blieb zunächst unklar. Ein finaler Beschluss lag auch noch nicht vor.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UN-Generalsekretär Antonio Guterres halten auch weit grössere Anstrengungen für nötig als bisher geplant. Die WHO schätzt den Bedarf auf elf Milliarden Impfdosen. (sda/dpa)
Activists wearing giant heads of the G7 leaders tussle over a giant COVID-19 vaccine syringe during an action of NGO's on Swanpool Beach in Falmouth, Cornwall, England, Friday, June 11, 2021. Leaders of the G7 begin their first of three days of meetings on Friday in Carbis Bay, in which they will discuss COVID-19, climate, foreign policy and the economy. Depicted from left to right, Japan's Prime Minister Yoshihide Suga, Italy's Prime Minister Mario Draghi, Canadian Prime Minister Justin Trudeau, German Chancellor Angela Merkel, British Prime Minister Boris Johnson, U.S. President Joe Biden and French President Emmanuel Macron. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)
6:34
Reiche Ausländer kommen in die Schweiz
Bei vermögenden Ausländern hat die Schweiz seit der Corona-Krise stark an Attraktivität gewonnen. Die Zahl das Umzugswilligen steigt, vor allem wegen der politischen und wirtschaftlichen Stabilität. «Wir registrieren, dass die Anfragen für eine Niederlassung in der Schweiz innert Jahresfrist um 30 bis 40 Prozent zugenommen hat», sagt Christian Kälin in der «NZZ am Sonntag».

Er ist Präsident von Henley & Partners, der führenden Beratungsfirma zur Vermittlung von Aufenthaltsbewilligungen. «In schwierigen Zeiten kommen die Stärken der Schweiz am besten zum Tragen», erklärt Frédéric Rochat von der Genfer Privatbank Lombard Odier. Ein wichtiger Faktor sei zudem, dass die Ausgangssperren hierzulande viel weniger rigid ausgefallen sind: «Unsere freiheitsliebende Tradition wird von vielen ausländischen Kunden als grosser Vorteil eingestuft.» Ein weiteres Argument sei die geringe Verschuldung: «Vermögende beobachten die Haushaltsdefizite in vielen Ländern aufmerksam», sagt Banquier Rochat. «Denn sie führen über kurz oder lang zu höheren Steuern.»

Die steigende Nachfrage von wohlhabenden Ausländern ist bereits auf dem Immobilienmarkt spürbar. In St. Moritz zum Beispiel wurden allein im ersten Quartal dieses Jahres Immobilien im Wert von 300 Millionen Franken gehandelt. Das übertrifft die gesamten Verkäufe des Jahres 2019, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. «Das Engadin ist ein sicherer Ort: Dies merken vor allem auch ausländische Gäste, die anderes kennen», sagt Gemeindepräsident Christian Jott Jenny.
20:38
WHO-Chef will bis nächstes Jahr 70 Prozent der Weltbevölkerung impfen
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen. Dieses Ziel solle bis zum nächsten G7-Gipfel in Deutschland 2022 erreicht werden, sagte der WHO-Chef beim Treffen der führenden westlichen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall bei einer virtuellen Pressekonferenz am Samstag. Dazu seien jedoch weit grössere Anstrengungen notwendig als bislang geplant. Er sei aber überzeugt, dass dieses Ziel erreichbar sei, so Tedros weiter. Die Produktionskapazitäten könnten bis dahin entsprechend erhöht werden.

Die G7-Staaten zu denen die USA, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Japan und Kanada gehören, hatten sich bei der Konferenz zum Ziel gesetzt, bis zum nächsten Jahr mindestens eine Milliarde Impfstoffdosen zu spenden. Nach Angaben der WHO sind jedoch elf Milliarden notwendig.
epa09234913 Director General of the World Health Organization (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus meets members of the Doctors for Extinction Rebellion (XR) collective during a protest in front of the WHO headquarters on the sideline of the WHO's World Health Assembly in Geneva, Switzerland, 29 May 2021. Hundreds of health workers marched to the WHO demanding that authorities in all countries recognize and act to counter the health risks of climate change.  EPA/MARTIAL TREZZINI
18:26
G7 will Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen ermöglichen
Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis 2022 die Verteilung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff an Entwicklungsländer ermöglichen. Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Carbis Bay. Ein finaler Beschluss des Gipfels lag aber zunächst noch nicht vor. (sda/dpa)
15:49
Boris Johnson zweifelt an kompletter Lockerung zum 21. Juni
Der britische Premierminister Boris Johnson hat Zweifel an der für den 21. Juni geplanten Aufhebung aller restlichen Corona-Beschränkungen in England erkennen lassen. Auf die Frage, ob er nun weniger optimistisch sei als noch Ende Mai, sagte Johnson am Samstag dem Sender Sky News: «Ja, das ist sicherlich angemessen.» Die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus sei sehr beunruhigend. Diese Variante werde leichter übertragen. Es stimme auch, dass Fallzahlen und Zahl der Krankenhausaufenthalte stiegen. Inwieweit sich das auf die Zahl der Todesopfer auswirke, lasse sich noch nicht sagen.

Johnson will am Montag bekanntgeben, wie sein weiterer Fahrplan aussieht. Eigentlich sollen die letzten Beschränkungen in England am 21. Juni aufgehoben werden. Dann könnten zum Beispiel auch Nachtclubs wieder öffnen und Theater ihre Säle wieder voll besetzen. Gastronomie und Geschäfte haben bereits seit Wochen wieder auf. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PA wird damit gerechnet, dass Johnson einen Aufschub um bis zu vier Wochen verkünden wird.

Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Massnahmen. Sie unterscheiden sich allerdings nur im Detail. Teils wurden geplante Lockerungen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits verschoben. (sda/dpa)
Britain's Prime Minister Boris Johnson runs along the beach in Carbis Bay, Cornwall, England, Saturday June 12, 2021, during the G7 summit in Cornwall. (Stefan Rousseau/Pool via AP)
15:01
Corona-Massnahmen-Gegner ziehen durch Luzern
Einige hundert Personen sind am Samstagnachmittag durch die Stadt Luzern gezogen und haben gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. Im Vorfeld rief eine linke Gruppierung zum Gegenprotest auf.

Beide Kundgebungen waren nicht bewilligt. Nach 13.45 Uhr zogen laut einer Keystone-SDA-Reporterin vor Ort einige hundert Personen - meist ohne Masken - über die Seebrücke zum Kapellplatz und dann durch die Altstadt.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Sie hatte die Kundgebung erwartet und bereitete sich entsprechend vor. Am Freitag bat sie in einer Medienmitteilung und auch auf Twitter, den Aufrufen zu den unbewilligten Kundgebungen nicht zu folgen. (sda)
14:44
Moskau macht frei und verhängt Sperrstunde
Die russische Hauptstadt Moskau verhängt aus Sorge vor weiter steigenden Corona-Zahlen neue Beschränkungen. Am Samstag meldeten die Behörden 6700 Neuinfektionen – der höchste in diesem Jahr gemessene Wert binnen eines Tages. Bürgermeister Sergej Sobjanin erwartet den Höhepunkt spätestens im Juli. Auf eine solche Situation müsse in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole reagiert werden, sagte er. Die kommende Woche solle deshalb für arbeitsfrei erklärt werden. Zudem müssten Bars, Restaurants und Diskotheken um 23.00 Uhr schliessen. In Parks würden etwa Spiel- und Sportplätze geschlossen.
In Moskau gibt es seit Monaten kaum noch Beschränkungen. Zur Fussball-Europameisterschaft öffnete am Freitag eine Fanzone.
epa09225584 A cleaner works during the official EURO 2020 trophy tour at Gorky Park in Moscow, Russia, 24 May 2021. The UEFA EURO 2020 was postponed one year due to the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic.  EPA/MAXIM SHIPENKOV
12:44
Mehrere Fälle der Virusvariante Delta an Kunsthochschule in Strassburg
An einer Kunsthochschule in Strassburg sind mehrere Fälle der besonders ansteckenden Coronavirus-Variante Delta entdeckt worden. Die regionale Gesundheitsbehörde erliess am Samstag eine Reihe von Notfallmassnahmen, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Demnach haben sich im Umfeld der Kunst- und Musikhochschule Haute école des arts du Rhin in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze mehrere Menschen mit der Corona-Variante infiziert, die zunächst in Indien bekannt wurde.

Um wie viele Infektionen es sich handelt, wurde zunächst nicht bekannt. Nach einem Bericht der Zeitung «Dernières Nouvelles d'Alsace» ist die Schule bereits seit Donnerstag geschlossen. Die Delta-Variante trat zuletzt auch verstärkt in der Region Nouvelle-Aquitaine im Südwesten Frankreichs auf. (sda/dpa)
12:10
Wieder deutlich mehr Corona-Neuinfektionen in Moskau
In der russischen Hauptstadt Moskau wächst die Sorge vor weiter steigenden Corona-Zahlen. Am Samstag meldeten die Behörden 6700 Neuinfektionen - der höchste in diesem Jahr gemessene Wert binnen eines Tages. Bürgermeister Sergej Sobjanin erwartet den Höhepunkt spätestens im Juli. «Viele Moskauer liegen auf der Intensivstation und werden künstlich beatmet», sagte er im Staatsfernsehen. Die Gefahr einer Ansteckung sei gross. Zahlen nannte er nicht. Die Behörden in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole wollen nun verstärkt kontrollieren, ob etwa Schutzmasken in der U-Bahn oder beim Einkaufen getragen werden.

Sobjanin warb einmal mehr für Corona-Impfungen. «Das ist sehr wichtig, besonders für ältere Menschen.» Obwohl Russland mit seinen 146 Millionen Einwohner drei eigene Impfstoffe entwickelt hat, wollen sich viele Russen nicht impfen lassen. In Moskau gibt es seit Monaten kaum noch Beschränkungen. Zur Fussball-Europameisterschaft öffnete am Freitag eine Fanzone. Landesweit wurden am Samstag 13 500 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie seit Februar nicht mehr. (sda/dpa)
12:08
Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Indien sinkt
In Indien ist die Zahl der offiziell registrierten Corona-Neuinfektionen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten zurückgegangen. In dem von der Pandemie stark betroffenen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern steckten sich innerhalb von 24 Stunden mindestens 84 332 Menschen mit dem Virus an, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Neu Delhi mitteilte. Die Zahl der Toten lag den Angaben zufolge mit 4002 vergleichsweise hoch.

Grund für diese Entwicklung war auch, dass Bundesstaaten wie Maharashtra nach einer Prüfung die Zahlen der seit März erfassten Todesopfer nach oben korrigierten. Diese Zahlen flossen in den Tageswert ein. Geprüft werden die Angaben, weil der Verdacht besteht, dass die Corona-Todeszahlen bisher zu niedrig angegeben wurden. Bislang sind nur etwa 3,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft.

Vor der heftigen zweiten Infektionswelle im Februar gab es in Indien rund 10 Millionen bekannte Corona-Infektionen. Inzwischen sind es mehr als 29 Millionen. In absoluten Zahlen gibt es nur in den USA mehr erfasste Fälle. Nachdem die Zahl der Neuinfektionen zuletzt deutlich zurückging, haben einige Regionen begonnen, Schutzmassnahmen zu lockern. Dazu gehören auch die Hauptstadt Neu Delhi und das Finanzzentrum Mumbai. (sda/dpa)
10:24
Kanton Bern hat 238'000 Covid-19-Impfzertifikate ausgestellt
Der Kanton Bern hat zwischen Donnerstag und Samstagvormittag rund 238'000 Covid-19-Impfzertifikate ausgestellt. Damit ist die Ausgabe von Zertifikaten an die bisher vollständig geimpften Personen im Kanton Bern in der Nacht auf Samstag abgeschlossen worden.

Sämtliche vollständig geimpften Personen im Kanton Bern, die ihr Einverständnis für ein Zertifikat gegeben hätten, verfügten nun über den SMS-Zugangscode zum Impfzertifikat, teilte die kantonale Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion am Samstagmorgen mit.

Ab Samstag würden alle weiteren Zertifikate nach Abschluss der Impfdokumentation automatisiert erstellt.

Personen, die sich nachträglich für das Zertifikat entscheiden, können dieses über die Internetseite des Kantons Bern respektive das dort zugängliche Vacme-Portal beantragen. Vacme ist die Impfapplikation des Kantons Bern. Auf dem zur Impfung vorhandenen Blog ist eine bebilderte Beschreibung zu finden. (sda)
Covid Impfzertifikat, Schweiz, 2. Juni 2021
10:05
Polizei löst illegale Open-Air-Party in Paris auf
Die Pariser Polizei hat am Freitagabend eine illegale Party unter freiem Himmel mit Hunderten Teilnehmern aufgelöst. Hygiene- und Abstandsregeln seien nicht beachtet worden, so die Pariser Polizeipräfektur. Die Menschen hatten auf der Esplanade vor dem Invalidendom gefeiert.

Medien berichteten, es habe zuvor einen Aufruf in sozialen Netzwerken gegeben. Auf Videos war zu sehen, wie zahlreiche junge Menschen ohne Masken und Abstand tanzten. Die Polizei griff gegen 23.00 Uhr ein, Berichten nach setzte sie auch Tränengas ein.

In Frankreich gilt wegen der Corona-Pandemie ab 23.00 Uhr eine abendliche Ausgangssperre. Dann dürfen sich Menschen nur noch mit triftigem Grund draussen aufhalten. Es dürfen sich im öffentlichen Raum ausserdem nicht mehr als zehn Menschen versammeln.

In Paris gilt eine generelle Maskenpflicht, auch an der frischen Luft. Am Mittwoch waren im Land zahlreiche Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft getreten - darunter auch die Verschiebung der Ausgangssperre um zwei Stunden nach hinten. Auch die Innenräume der Restaurants durften unter Auflagen wieder öffnen.

In Paris haben viele Restaurants ihre Terrassen erweitert, in manchen Vierteln wirkt die Stadt wie eine einzige grosse Terrasse. Die Corona-Situation hat sich in der Hauptstadt wie auch in ganz Frankreich zuletzt deutlich entspannt. (sda/dpa)
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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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Nein zum CO2-Gesetz ++ Nein zu Agrarvorlagen ++ Ja zu PMT- und Covid-Gesetz

Heute hat stimmt die Schweiz gleich über fünf nationale Vorlagen ab. Wir berichten laufend.

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat heute über fünf nationale Vorlagen entschieden:

Bei der Abstimmung zum CO2-Gesetz geht es um die Strategie der Schweiz bis 2030, um Treibhausgas-Emissionen zu senken. So will die Schweiz ihre Versprechungen zum Pariser Klimaabkommen einhalten.

Das Covid-Gesetz dient dem Bundesrat als Mittel, die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie in der Schweiz abzufedern und weiteren Bestimmungen – zum Beispiel zu Geimpften – einen gesetzlichen Rahmen zu geben.

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