Schweiz
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Die Schweizer Ärztin Maja Hess auf dem Dach des Traumastützpunkts in Tell Tamir. bild: zvg

Interview

«Wir sprechen hier von einem Nato-Mitglied, das Bomben auf Zivilisten abwirft»

Trotz Feuerpause laufen die Gefechte in Rojava weiter. Mittendrin: Die Schweizer Ärztin Maja Hess. Bei ihrem Einsatz in einem kurdischen Spital behandelte sie Opfer von grauenhaften Misshandlungen.



Frau Hess, am Dienstagabend kamen Sie von Nordsyrien zurück. Was haben Sie dort gemacht?
Maja Hess: Ich war Teil einer internationalen Ärztedelegation, bestehend aus acht Medizinern aus Deutschland, Dänemark, Schweden und der Schweiz. Auf Einladung der Hilfsorganisation Kurdischer Roter Halbmond bereisten wir während einer Woche die Gebiete, die von der türkischen Invasion betroffen sind. Unsere Mission war in erster Linie zu beobachten, wie es den Leuten geht, an was es ihnen fehlt und das Gesehene zurück nach Europa zu tragen. Natürlich haben wir auch medizinisch ausgeholfen, wo wir konnten.

Sie waren während der Waffenruhe dort. Was waren Ihre Beobachtungen?
Von Waffenruhe kann keine Rede sein! Während der ganzen Zeit sah ich Schwerverletzte, die direkt von der Front kamen. Kurdische Kämpferinnen und Kämpfer, aber auch Zivilisten, die angegriffen wurden.

«Es kamen Leute mit Durchschüssen an den Armen und Beinen, mit Bauchschüssen.»

Wo war das?
Das war in Tell Tamir in einem ehemaligen Spital, das jetzt zu einem Traumastützpunkt umfunktioniert wurde. Dorthin werden die Verletzten gebracht und stabilisiert. Sobald sie einigermassen transportfähig sind, werden nach Hasaka verlegt. Das ist die einzige grössere Stadt mit Spital, die ausserhalb der 30-Kilometer-Pufferzone liegt. Derzeit ist es dort also einigermassen ruhig.

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Maja Hess (hinten 2. von rechts) mit der internationalen Ärztedelegation in Tell Tamir. bild: zvg

Und in Tell Tamir kam es während der Waffenruhe zu Gefechten?
Nicht nur in Tell Tamir. Aber dort habe ich es selbst mitbekommen. Als ich dort war, also vor 5 Tagen, war die Frontlinie 1,5 Kilometer von unserem Aufenthaltsort entfernt. Ich hörte Schüsse und Detonationen.

Zur Person

Maja Hess (61) ist Ärztin und Präsidentin der Hilfsorganisation Medico International Schweiz. Um Hilfe vor Ort zu Leisten begibt sich Hess immer wieder in Kriegs- und Krisengebiete. Sie arbeitete schon in Nicaragua, El Salvador, Eritrea oder im Gazastreifen in Palästina. Für ihre Arbeit in Nordsyrien ist Medico International auf Spenden angewiesen (Vermerk Kurdistan).

Was haben Sie in diesem Traumastützpunkt erlebt?
Ich unterstützte das medizinische Personal bei der Erstversorgung der Verletzten. Es kamen Leute mit Durchschüssen an den Armen und Beinen, mit Bauchschüssen, ein Mann hatte einen Herzinfarkt. Zwei Männer wurden zu uns gebracht, die offensichtlich keine Kämpfer waren, sondern Zivilisten. Sie sahen aus wie Bauern und trugen diese langen typischen Gewänder. Beide waren am Oberkörper übersät mit Blutergüssen. Sie erzählten uns, dass sie von Dschihadisten mit Kabeln geschlagen und misshandelt wurden.

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Der deutsche Arzt Michael Wilk untersucht den von Dschihadisten misshandelte Mann. bild: zvg

Dschihadisten?
Es ist ja kein Geheimnis, dass die Türkei Bodentruppen einsetzt, unter denen sich islamistisch-dschihadistische Kämpfer befinden. Ehemalige «IS»-Kämpfer, Al-Quaida-nahe Leute, ehemalige Al-Nusra-Milizen.

«Mein innerer Impuls sagte mir: ‹Geh jetzt!› Dann dachte ich an all die Leute, die dort jeden Tag arbeiten.»

Hatten Sie keine Angst?
Doch, wir hatten alle Angst. Die Front kam immer näher, immer wieder kamen Verletzte an. Der Gedanke, in die Hände von Dschihadisten zu fallen, war schrecklich. Vor allem als Frau. Denn diese Terror-Milizen sind äusserst frauenfeindlich. Erwischen sie eine Kämpferin der kurdischen Fraueneinheit YPJ, schänden sie deren Leichnam, machen davon Videos und verschicken sie an deren Familie. Es ist grausam.

Und trotzdem blieben Sie?
Eines Abends dachten wir: Jetzt ist es soweit. Jetzt müssen wir weg. Wir hatten unser Gepäck bereits ins Auto geladen als eine Mitarbeiterin vom Kurdischen Roten Halbmond nach draussen kam und fragte: «Und wir?» Wir nahmen das Gepäck wieder raus und blieben.

War das nicht extrem gefährlich?
Mein innerer Impuls sagte mir: Geh jetzt! Dann dachte ich an all die Leute, die dort jeden Tag arbeiten, an die Bevölkerung, die dort wohnt. Die können auch nicht einfach so ins Auto steigen und wegfahren. In dem Moment war es wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass wir bleiben und die Leute nicht alleine lassen

Sie haben Schwerverletzte von der Front behandelt, Männer, die von Dschihadisten misshandelt wurden. Was geht einem dabei durch den Kopf?
Als Ärztin, die auch psychiatrisch tätig ist, fragte ich mich die ganze Zeit: Was ist mit Menschen los, die so brutal sein können? Die sich an keinerlei Regeln mehr halten, die sich über tote Menschen lustig machen, deren Leichnam schänden. Ich fragte mich, was passieren wird, falls dort je mal Frieden herrschen wird. Was macht man dann mit solchen Menschen? Die werden ja nicht einfach normal und empathisch.

«Auf der Fahrt von Qamishli zu den verletzten Menschen wurde ein Krankenwagen zuerst von einer Drohne überflogen und dann beschossen.»

Sie waren auch im Spital von Hasaka. Was haben Sie dort gesehen?
Wir waren unter anderem dort, um mit den Leuten zu sprechen, die in Serekanyie Opfer eines Bombenangriffs wurden. Dabei soll die türkische Armee offenbar den chemischen Giftstoff Phosphor eingesetzt haben. Wenn sich das bewahrheitet, wäre das ein ungeheuerliches Kriegsverbrechen. Bisher gibt es dafür allerdings noch keinen wissenschaftlichen Beweis.

Aber Sie konnten mit den Opfern dieses Angriffs sprechen?
Ja, ich habe einen Mann getroffen, der hatte grossflächige Verbrennungen am ganzen Körper. Diese könnten aber auch von einer Brandbombe stammen. Was die Sache nicht weniger schlimm macht. Immerhin sprechen wir von einem NATO-Mitglied, das Bomben auf Zivilisten abwirft, Spitäler und Ambulanzen angreift.

Spitäler und Ambulanzen?
In Serekanyie wurde der Eingangsbereich des Spitals gezielt beschossen. So, dass es danach nicht mehr möglich war, Verletzte rein und raus zu bringen. Auf der Fahrt von Qamishli zu den verletzten Menschen wurde ein Krankenwagen zuerst von einer Drohne überflogen und dann beschossen. Der Fahrer verstarb, die medizinische Begleiterin wurde schwer am Bein verletzt.

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Ein Ambulanzwagen des Kurdischen Roten Halbmonds. bild: zvg

Sie erzählten bereits von dem Kurdischen Roten Halbmond. Welche Hilfsorganisationen sind sonst noch vor Ort?
Keine. Die internationalen Hilfswerke sind alle weg. Seit das syrische Regime in dem Gebiet wieder präsent ist, sind sie alle abgereist. Das Problem ist, dass sie keine offizielle Aufenthaltserlaubnis hatten. Schliesslich ist Rojava kein offizieller Staat, sondern ein teilautonomes Gebiet. Und illegaler Aufenthalt wird in Syrien mit Gefängnis bestraft, was für niemand empfehlenswert ist. Immer wieder verschwinden Leute in Syrien im Gefängnis und werden nie wiedergesehen.

«Die Leute werden aus ihren Städten und Dörfern vertrieben. Im Grunde kommt das einer ethnischen Säuberung gleich.»

Was bedeutet das für die Bevölkerung?
Die Abreise der internationalen Nichtregierungsorganisationen hat eine riesige Lücke hinterlassen. Derzeit gibt es viele kurdische Flüchtlinge, die vor den türkischen Angriffen fliehen. Der Kurdische Rote Halbmond muss sich also nicht nur um die medizinische Versorgung kümmern, sondern auch um Unterkünfte, Nahrungsmittel, Wasser für die Flüchtlinge. Sie laufen völlig auf dem Zahnfleisch.

Sie haben sehr viel Leid gesehen. Wie verarbeiten Sie solche erschütternde Erlebnisse?
Es ist schwierig. Einige von unserer Delegation kämpfen mit Albträumen. Und dies, obwohl niemand von uns zum ersten Mal in einem Krisengebiet im Einsatz stand. Was ich besonders bitter finde ist, dass die Kurdinnen und Kurden so heldenhaft gegen den «IS» gekämpft, dabei sehr viele Kämpferinnen und Kämpfer verloren haben und jetzt vernichtet werden. Die Selbstverwaltung Rojava ist akut bedroht. Das einzige emanzipatorische Projekt im mittleren Osten wird zerstört. Die Leute werden aus ihren Städten und Dörfern vertrieben. Im Grunde kommt das einer ethnischen Säuberung gleich. Das ist es, was die Türkei will und die ganze Welt schaut zu.

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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kupetzky 03.11.2019 16:53
    Highlight Highlight Da will jetzt Bundesrat Maurer bestimmt der Türkei einen Staatsbesuch abstatten. Er scheint kriegsführende Autokratien zu mögen...
  • Mber 03.11.2019 16:53
    Highlight Highlight Waffen haben noch nie ein Problem an der Wurzel gelöst. Wenn in dieser Region 3 Parteien mit faschistischen Hintergrund aufeinandertreffen,leidet am meisten die Zivilbefölkerung.
  • wolge 03.11.2019 12:24
    Highlight Highlight Recep Tayyip Erdoğan scheint mir nicht viel anders als ein Nazi
  • Sara Türker ⚡ 03.11.2019 08:36
    Highlight Highlight Diese Sichtweise ist einfach nur krank. Türkei beherbergt 4 Millionen Flüchtlinge und ihr redet von völkerrechtliche einmärsche?? EU möchte keine Flüchtlinge aber lässt die Drecksarbeit der Türkei aber Wehe sie möchten die Flüchtlinge unterstützen. Das sie wieder nach hause können. Wow
    • open_minded 03.11.2019 09:43
      Highlight Highlight Ähm, nur weil die Türkei Geflüchtete aufgenommen hat, rechtfertigt das also den Angriff auf Rojava bzw. soll deswegen nicht als Einmarsch angesehen werden? Was ist denn das bitte für eine Denkweise? Der Typ ist gerade dabei, Hunderte umzubringen und Tausenden ihre Heimat zu nehmen, dein Kommentar macht so was von keinen Sinn, sorry!
    • luegeLose 03.11.2019 16:31
      Highlight Highlight Die Türken haben für diesen Service 6 Milliarden Euro kassiert. Verträge sind dafür da eingehalten zu werden. Aus Nächstenliebe passiert da nichts
  • failgail 02.11.2019 22:57
    Highlight Highlight Eine Nato Land das Bombem auf Zivilisten abwirft. Ich kenne noch andere: hustl USA hustl Grossbritannien
  • The_real_Zippy 02.11.2019 19:08
    Highlight Highlight Gebt den Kurden doch verdammt nochmal endlich schwere Waffen... Wenn schon keine Bodentruppen..
    • Driver7 02.11.2019 22:54
      Highlight Highlight Waffen verteilen ist definitiv keine Lösung.. die Welt soll geschlossen den Türken sagen was sie davon hält und welche Konsequenzen das für die Türkei hat (Ausschluss NATO, UNO, einfrieren sämtlicher Gelder die im Ausland sind, kein Handel, usw..
  • Domimar 02.11.2019 17:56
    Highlight Highlight Meine hochachtung vor frau hess. Sie bringt auch einen enorm wichtigen punkt zur sprache: was passiert, wenn es dort frieden gibt, was passiert dann mit den menschen, die solch grausame taten verübt haben? Es ist wohl zu wenig dokumentiert, um alle monster dingfest zu machen. Soll gerechtigkeit durch selbstjustiz durch die einheimischen erlaubt sein? Das ganze wird noch sehr viele auswüchse haben.
  • rodolofo 02.11.2019 17:54
    Highlight Highlight Die Kriegsverbrechen der Türkischen Armee zusammen mit syrisch-islamistischen Macho-Rambo's erinnern an die Kriegsverbrechen, welche das Assad-Régime zusammen mit den Russischen Verbündeten begangen haben.
    Demgegenüber steht eine von Erdogan als "Terror-Organisation" bezeichnete YPG, die es fertigbrachte, selbst IS-Terroristen relativ human in Lagern gefangen zu halten!
    Jetzt werden die IS-Leute befreit, damit sie wieder KurdInnen abschlachten können.
    Ich könnte gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte!
    Was ist das nur für eine Welt?!
    Sie scheint tatsächlich "vom Satan regiert" zu sein.
    • Dirk Leinher 02.11.2019 18:54
      Highlight Highlight @rodolofo
      Ich erinnere mich noch gut als genau diese nun offen von der Türkey unterstützten Dschihadisten für Sie "moderate Rebellen" waren., die gegen Assad kämpften aber nur Gutes im Sinn hatten. Gut dass Sie langsam aufwachen.
    • Kubod 02.11.2019 19:11
      Highlight Highlight Danke für den Kommentar Rodolfo.
      Es ist zum Kotzen.
      In den Staaten arbeitet die türkische Propaganda währenddesssen daran, den demokratischen Kurdenstaat als kommunistisches Regime zu verkaufen.
      Trump hat das dankbar aufgenommen. Man wolle schliesslich keine kommunistische Revolution unterstützen.
      Erdogan hat Angst, dass das was in Rojava entstand, Schule machen könnte.
      Allein schon eine funktionierende, säkulare Demokratie neben seinem Dikatorenreich, belästigt ihn. Und dann auch noch eine kurdische. Die Kurden im eigenen Land könnten sich ja ein "falsches" Vorbild nehmen.
    • rodolofo 02.11.2019 21:24
      Highlight Highlight @ Dirk Lehnherr
      Mit "moderaten Rebellen" meinte ich wohl die kurdisch geführte "Syrisch Demokratische Front".
      Ich gebe zu, dass ich dass Terror-Potential der Nicht-IS-Islamisten unterschätzt habe, was nicht heisst, dass ich den faschistischen Staatsterror des Assad-Régimes deshalb besser, oder entschuldbar finde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • α Virginis 02.11.2019 17:14
    Highlight Highlight Das ist eben der kleine Unterschied: Taten statt Worte...

    Vielen Dank für den Einsatz für die Menschlichkeit.
  • Töfflifahrer 02.11.2019 16:59
    Highlight Highlight Keine westliche Regierung wird sich regen. Nur weil die Türken Nato Mitglied sind und dazu noch den Europäern die Migranten vom Hals halten.
    Um es einigermassen anständig auszudrücken, das is zu Kotzen. Was ist das bloss für eine heuchlerische Truppe. Unsere 7 Zwergli und das Parlament nicht ausgenommen.
  • Bündn0r 02.11.2019 16:33
    Highlight Highlight Bei dem Titel dachte ich doch glatt an die USA.

    Der ehemalige Oberbefehlshaber hat dafür sogar den Friedensnobelpreis gewonnen.
    • Firefly 02.11.2019 17:40
      Highlight Highlight Du erinnerst dich aber schon noch, wann und aus welchen Gründen die USA in den Krieg dort eingetreten sind, oder?

      Ah ja, genau, Assad drehte durch und benutzte verbotene Chemiewaffen gegen die eigene Zivilbevölkerung und der IS mordete beispiellos unter den Zvilisten die nicht ihrem regieden Islam beitreten wollten. Und die Welt schaute Richtung Westen und sagte; tut de endlich jemand was dagengen!?
    • Monika Schenk 02.11.2019 17:54
      Highlight Highlight wohl wahr! immer wieder schön zu sehen wie mit zweierlei mass gemessen wird..
    • Bündn0r 02.11.2019 18:28
      Highlight Highlight @Firefly
      Ius ad bellum und ius in bello sind in den Theorien des gerechten Krieges strikt zu trennen.

      Soll heissen, egal wieso du Krieg führst (ob zurecht oder nicht), gelten die selben Regeln für die Beurteilung der verwendeten Mittel.
      Oder altbekannt: Der Zweck heiligt NICHT die Mittel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 02.11.2019 16:06
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • rodolofo 02.11.2019 18:08
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • DieFeuerlilie 02.11.2019 18:19
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • El Vals del Obrero 02.11.2019 15:56
    Highlight Highlight Und in Basel schreibt der ganze Boulevard seit Tagen krampfhaft und wohl gierig darauf herbei, dass bei einer bewilligten Demo der Kurden "linksextremistische" Krawalle geben würde. Sogar die Türken würden davor warnen. Offensichtlich hat Blocher die BaZ an Erdogan verkauft.
    • Ueli_DeSchwert 02.11.2019 23:06
      Highlight Highlight Und jetzt ist diese Demo vorbei und es ist nichts passiert.
  • Alnothur 02.11.2019 15:55
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Gigi,Gigi 02.11.2019 15:49
    Highlight Highlight Und was kann man da als Normalo Schweizer machen? Kauft nicht mehr beim Türken, respektive beim Kurden? Ernsthafte Frage?! Geld für die Kurden schocken, nicht in die Türkei in die Ferien (das mache ich auf jeden Fall, sorry für all die anständigen Türken, aber solange dem Erdogan zugejubelt wird) Wer hat eine gescheite Lösung?
    • Gigi,Gigi 02.11.2019 16:20
      Highlight Highlight Mich deprimiert das enorm, die armen Menschen. Und wir gucken Rugby, Eishockey, Tennis, Games of Thrones, Fuck u Goethe (ich nicht) etc.
    • El Vals del Obrero 02.11.2019 16:41
      Highlight Highlight Manche der Mechanismen auf der Welt werden in Games of Thrones (erste 3/4 der Staffeln) durchaus nachvollzogen.

      Die Kurden sind vielleicht die Wildlinge, der IS der Nachtkönig. Die PKK waren vielleicht die Wildlinge, die unschuldige Bewohner südlich der Mauer abschlachteten (aus nachvollziehbaren Gründen aber mit den falschen Opfern), die YPG jene, die gegen den Nachtkönig kämpften.
    • Firefly 02.11.2019 17:33
      Highlight Highlight Dem Bundesrat auf die Finger schauen, wem alles Waffen verkauft werden und wo Geld investiert wird. Meiner Meinung nach die effizenteste Massnahme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mügäli 02.11.2019 15:43
    Highlight Highlight Ich habe eine grosse Hochachtung vor Menschen wie Frau Hess. Zu helfen und dabei sein eigenes Leben zu riskieren ist wirklich heldenhaft. Und immer noch hoffe ich, dass die Welt endlich aktiv wird und diesem Treiben ein Ende setzt. Für was haben wir eigentlich einen Sicherheitsrat der Vereinigten Nationen wenn dieser bei jeder Verletzung von Völkerrechts nichts tut ...
    • Lowend 02.11.2019 16:14
      Highlight Highlight Dieser Bericht ist wirklich erschütternd und zum Glück gibt es noch Menschen wie Frau Hess, die den Rojava helfen, damit wenigstens noch ein Funken der Humanität in Syrien bleibt.

      Der UN-Sicherheitsrat wird leider auch nichts tun, weil eine der Vetonationen Kriegspartei ist und der Präsident einer andere Vetomacht diesen Angriff der Türken überhaupt erst ermöglicht hat.

      Die Russen und die USA müssten sich selber anklagen und das werden beide niemals tun, denn welche Verbrecher klagen sich schon selber an?
    • rodolofo 02.11.2019 18:00
      Highlight Highlight Wer hat in der UNO das Sagen?
      Eine Bande von Kriegsverbrechern!
      Und darum ist die UNO zur Zeit machtlos und wertlos, weil sie von Mächten dirigiert wird, die gar keine funktionierende UNO wollen!
      Genau das Selbe passiert auf nationalstaatlicher- regionaler- und lokaler Ebene:
      Mafiosi und Faschisten verwandeln den Staat in einen "Nachtwächterstaat" für die Reichen und Super-Reichen!
      Und darum nimmt auch die Staatsverdrossenheit der BürgerInnen zu.
      Ein fürchterlicher Teufelskreis in einem Strudel, der alles nach unten zieht!
      Es macht keinen Sinn mehr, gegen die Apokalypse anzukämpfen...
    • Ceci 02.11.2019 18:57
      Highlight Highlight Wer hier jetzt blitzt, den sollte man wohl dorthin schicken.
  • Bruuslii 02.11.2019 15:36
    Highlight Highlight trump sagt aber, dass er die waffenruhe organisiert hat. alles nur fakenews!

    nein im ernst:
    vielen dank maja hess für ihren sebstlosen einsatz. es macht mich stolz so eine landsfrau zu haben.
    danke sarah für das interview.


    alle, die trump immer noch für glaubwürdig halten, sind schlichtweg geisteskrank.

    alle, die den erdowahn immer noch nicht als kriegsverbrecher sehen, sind ignorant.

    unsere politik muss jetzt endlich massive sanktionen gegen die türkei verhängen!

    meinerseits boykottiere ich türkische produkte.
    • Sa Tiin 02.11.2019 18:38
      Highlight Highlight Vielen DANK ! Frau Hess und Menschen wie SIE sind die wahren Helden heutzutage !
  • Nino F. 02.11.2019 15:28
    Highlight Highlight Hier kann man den kurdischen Halbmond finanziell unterstützen. Zeigt eure Solidarität mit den Menschen in Rojava und mit ihrem fortschrittlichen Gesellschaftsprojekt!

    http://www.heyvasor.com/de/banga-alikariye-ji-bo-rojava/

    • Amöbe 02.11.2019 18:23
      Highlight Highlight Ist die Seite seriös? Würde schon gerne spenden, aber die Seite scheint jetzt nicht offiziel zu sein?
    • Nino F. 02.11.2019 19:11
      Highlight Highlight @Amöbe heyvasor.com ist die offizielle Seite des kurdischen roten Halbmondes. Aber du kannst auch an Medico International Schweiz spenden, wenn dir das lieber ist. Dort beim Button "ich Spende für" einfach "Rojava" anwählen. Medico International arbeitet eng mit Heyva Sor zusammen.

      https://www.medicointernational.ch/spenden-neu/sofort-spenden.html
    • flausch 02.11.2019 19:54
      Highlight Highlight @amöbe
      Ist seriös.
      Zeit und Geld wird hier eben nicht nur in den Internetauftritt sondern in die effektive Arbeit gesteckt. Was der kurdische rote Halbmond leistet sollte auch vom IKRK zum Vorbild genommen werden.

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