Schweiz
International

Crans-Montana: Bund schickt Fachteams zu Brandverletzten im Ausland

Bund schickt Fachteams zu Schweizer Brandverletzten im Ausland

22.01.2026, 16:0922.01.2026, 16:10

Drei Wochen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS entsendet die Schweiz zwei spezialisierte Fachteams zu den Schweizer Verletzten in ausländischen Verbrennungszentren. Sie sollen den Zustand der Patientinnen und Patienten und deren Weiterbehandlung und Rehabilitationsbedarf in der Schweiz klären.

Die beiden genannten Swiss Contact Teams haben ihre Arbeit am Mittwoch aufgenommen und besuchen zunächst Patientinnen und Patienten in Belgien und Deutschland, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) am Donnerstag mitteilte. Aktuell werden 17 Brandverletzte mit Schweizer Staatsangehörigkeit sowie neun Patientinnen und Patienten ausländischer Nationalität, jedoch mit Wohnsitz in der Schweiz, in spezialisierten Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien behandelt.

Die Koordination der Weiterbehandlung der Verletzen in der Schweiz erfolgt über die Verbrennungszentren im Inland – das Universitätsspital Chuv Lausanne, das Universitätsspital Zürich und das Kinderspital Zürich – sowie über die Kantone und die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).

Flowers and a sign with a heart and the words "We are thinking of you" are placed next to the entrance of the University Hospital Zurich (USZ) on Wednesday, January 7, 2026 in Zurich, Switze ...
Am Eingang des Universitätsspitals Zürich liegen am 7. Januar Blumen für die Brandverletzten. Bild: KEYSTONE

Ebenfalls eingebunden sind die Suva und die auf Rehabilitation spezialisierten Suva-Kliniken in Bellikon AG und Sitten, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie das Babs im Rahmen des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin (Katamed).

Die vom Bund entsandten Teams sind aus Vertreterinnen und Vertretern des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin zusammengesetzt. Sie bestehen aus erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten der Verbrennungsmedizin und Rehabilitation aus den behandelnden Institutionen.

Organisatorisch unterstützt werden sie von Experten des Schweizerischen Roten Kreuzes sowie des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH), das dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) angegliedert ist. Zusätzlich leisten die Schweizer Botschaften und Konsulate in den jeweiligen Ländern Unterstützung. Die Entsendung wird durch die Nationale Alarmzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz organisiert.

Bei der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans Montana in der Silvesternacht kamen 40 Menschen ums Leben. 116 weitere wurden teils schwer verletzt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Der nationale Trauertag für die Opfer von Crans-Montana
1 / 11
Der nationale Trauertag für die Opfer von Crans-Montana

Am 9. Januar 2026 fand der nationale Gedenkanlass und Trauertag für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana.

quelle: keystone / jean-christophe bott
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Sechs Jahre keine Kontrollen – der Gemeindepräsident von Crans-Montana nimmt nach dem Drama Stellung
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
KI-Kampf: Zuckerberg will mit Meta über 100 Milliarden investieren
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will seine Online-Plattformen mit Künstlicher Intelligenz stärker auf einzelne Nutzer zuschneiden.
Heute seien Dienste des Facebook-Konzerns Meta dazu da, mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder interessante Dinge zu entdecken, sagte Zuckerberg. Bald werde man beim Öffnen der Meta-Apps aber auf eine KI treffen, «die einen versteht».
Zur Story