Schweiz
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Black Mirror, Season 4, 4. Staffel, Netflix

Die Auswahl an Streamingdiensten, Pay-TV- und Internet-TV-Angeboten ist so gross wie noch nie. Bild: Szene aus der Netflix-Serie «Black Mirror». Bild: Netflix

Darum will der oberste Schweizer Medienhüter auch Online-News über Gebühren finanzieren

Die Eidgenössische Medienkommission macht sich in einem Bericht für eine neue Form der Medienförderung stark. Präsident Otfried Jarren sagt im Interview, warum die Menschen heute keine Zeitungs-Abos mehr lösen – und warum man manche Leute zu ihrem Glück zwingen müsse.



Herr Jarren, sind Sie froh, dass Sie Medienforscher sind und nicht in der Haut der Schweizer Verleger stecken?
Otfried Jarren:
Ich bin ganz zufrieden mit meiner Rolle (lacht).

Sie haben gestern einen Bericht vorgestellt, der die Situation der Schweizer Medien im digitalen Zeitalter analysiert. Man darf sagen: Die Lage ist eher ungemütlich. Kurz zusammengefasst: Wo harzt es am meisten?
Einerseits brechen die Werbeeinnahmen weg, weil die Firmen heute direkt über YouTube oder Facebook inserieren können. Auf der anderen Seite sinkt die Bereitschaft der Bürger, sich zu binden, also ein Abo zu lösen. Damit funktioniert das bisherige Finanzierungsmodell des Journalismus nicht mehr. Die Verlage müssen ihre Redaktionen zusammenlegen und sparen, um weiterhin über die Runden zu kommen. Beispiele dafür gibt es ja genug.

«Heute leben viele Menschen in einer On-Demand-Welt, in der sie nur zahlen, was sie gerade konsumieren.»

Ist es denn tatsächlich so, dass die Konsumenten nicht mehr bereit sind, für Journalismus zu zahlen? Oder nutzen sie einfach andere Angebote als früher?
Heute leben viele Menschen in einer On-Demand-Welt, in der sie nur zahlen, was sie gerade konsumieren. Natürlich interessierten sich auch früher nicht alle Personen für alle Nachrichten. Manche lasen nur den Sportteil oder nur die lokalen Nachrichten. Aber sie kauften dennoch eine komplette Zeitung. Heute sind solche Gesamtpakete nicht mehr gefragt. Eine brandaktuelle Studie aus Deutschland kommt zum Schluss, dass nur noch 46 Prozent der Bürger bereit sind, für Medien Geld auszugeben – ein alarmierender Wert.

Die Eidgenössische Medienkommission macht sich dafür stark, dass künftig neben Radio- und TV-Sendern auch Onlinemedien vom Staat finanziell unterstützt werden. Steht diese Forderung nicht etwas quer in der Landschaft in einer Zeit, in der das ganze Land über die Abschaffung der Billag-Gebühr diskutiert?
Nein. Kaum jemand wird bestreiten, dass die Medien für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie absolut notwendig sind. Nun stehen wir vor der Situation, dass der gesellschaftliche Nutzen der Medien höher ist als die Zahlungsbereitschaft des Einzelnen. Dieses Dilemma wird sich nicht von selber lösen.

Otfried Jarren, Praesident der Eidgenoessischen Medienkommission, EMEK, aeussert sich zum Positionspapier

Otfried Jarren ist Präsident der Eidgenössischen Medienkommission und Professor am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich. Bild: KEYSTONE

Anders formuliert heisst das: Die Menschen müssen zu ihrem Glück gezwungen werden?
Ja, das ist ein bisschen so. Medien gehören – wie beispielsweise auch die Bildung – zu den sogenannten meritorischen Gütern. Die private Nachfrage fällt kleiner aus als das aus gesellschaftlicher Sicht wünschenswert wäre. Aus diesem Grund regulieren alle demokratischen Staaten den Mediensektor in irgendeiner Form. In der Schweiz wurde aus dieser Überlegung einst die Rundfunkgebühr eingeführt. Heute, da sich die junge Generation vermehrt online und via Mobile informiert, müssen wir diskutieren, ob es noch Sinn macht, den Service public auf Radio und TV zu beschränken.

«Lassen wir den Markt in der digitalen Welt einfach spielen, drohen die relevanten Inhalte von pseudojournalistischen Angeboten verdrängt zu werden.»

Fakt ist doch: Noch nie war die Vielfalt an Medienangeboten online so gross wie heute, und noch nie konnten die Konsumenten so einfach darauf zugreifen. Warum also lässt man nicht einfach den Markt spielen?
Richtig ist, dass es noch nie so viele Möglichkeiten gab, online die eigene Meinung zu äussern. Das ist eine sehr positive Entwicklung. All diese Blogs und Foren ersetzen aber die klassischen journalistischen Leistungen nicht. Für die Demokratie sind Recherchen, das Einordnen von politischen Debatten und eine kritische Beobachtung der Regierung essenziell. Lassen wir den Markt in der digitalen Welt einfach spielen, drohen die relevanten Inhalte von pseudojournalistischen Angeboten verdrängt zu werden.

Liberale Kreise sind überzeugt, dass das Angebot ohne Subventionen und Regulierungen bunter und vielfältiger wäre. Nochmals: Warum sind Sie so sicher, dass die Medienlandschaft in dem Fall nicht aufblühen, sondern austrocknen würde?
Weil der Journalismus, wie vorher ausgeführt, ein Finanzierungsproblem hat. Wir erleben ein klares Marktversagen.

Auch die SRG steht unter Zugzwang. In welche Richtung muss sie sich entwickeln, damit sie in Zeiten der Digitalisierung weiterhin eine Daseins-Berechtigung hat?
Sie muss sich von den rein werbefinanzierten Anbietern deutlich unterscheiden und vermehrt Hintergrundfunktionen wahrnehmen. Das ist umso wichtiger, wenn die Nachrichtenagentur SDA geschwächt wird, wie wir das aktuell erleben. Der Bundesrat stellt die Weichen meines Erachtens richtig, wenn er in seinem Service-public-Bericht vorschlägt, dass künftig mindestens die Hälfte der Gebührengelder in den Informationsbereich fliessen soll und das Unterhaltungsangebot zu überprüfen sei.

«In diesem Bereich hat die SRG sicher noch Luft nach oben.»

Die SRG befindet sich in einem Dilemma: Mit ihren TV- und Radio-Programmen erreicht sie das junge Publikum immer schlechter. Gleichzeitig wehren sich Politik und private Verleger dagegen, dass die SRG ihr Online-Angebot weiter ausbaut. Welchen Ausweg sehen Sie da?
Am Internet führt kein Weg vorbei, wenn man das junge Publikum weiter erreichen will. Auch hier scheint es mir aber wichtig, dass die SRG nicht nach Quote jagt, sondern sich darauf konzentriert, qualitativ hochwertige und innovative Inhalte für junge Zuschauer herzustellen. In diesem Bereich hat die SRG sicher noch Luft nach oben.

Wäre ein generelles Werbeverbot für die SRG sinnvoll, wie es etwa die Grünen fordern?
Die EMEK hat sich dazu noch nicht offiziell geäussert. 

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42
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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nominator 23.01.2018 14:25
    Highlight Highlight Früher hatten nur Nachrichtenagenturen und Journalisten die relevanten Informationen. Heute haben sie alle. Scheisse! Wie soll man das nun aufbereiten um es verkaufen zu können? Genau wie mit den Fotos. Wie soll Keystone noch Fotos an den Mann bringen wenn sie die Leser an die Zeitung schicken? Symbolfotos findet man heute auf Flickr & Co. gratis. Nur haben das die älteren Journalisten noch nicht gemerkt. Ich bin der klare No-Billag-Befürworter. Ohne Abbruch der alten Strukturen und Inkaufnahme von Kollateralschäden gehts leider nicht. Das war schon bei allen grossen Umwälzungen so.
    8 5 Melden
  • Snowy 23.01.2018 11:02
    Highlight Highlight Top Interview.
    Endlich mal einer, der die grossen Zusammenhänge aufzeigt.

    Darum braucht es staatliche Mediensubvention mehr denn je:

    "Nun stehen wir vor der Situation, dass der gesellschaftliche Nutzen der Medien höher ist als die Zahlungsbereitschaft des Einzelnen. Dieses Dilemma wird sich nicht von selber lösen."

    «Lassen wir den Markt in der digitalen Welt einfach spielen, drohen die relevanten Inhalte von pseudojournalistischen Angeboten verdrängt zu werden.»
    15 4 Melden
    • Nominator 23.01.2018 18:48
      Highlight Highlight Wenn die relevanten Inhalte von pseudojournalistischen Angeboten verdrängt werden dann zeigt das nur was wirklich interessiert. Und das was interessiert ist relevant, und nicht das was gewisse Kreise als relevant einstufen. Irgendwann befiehlt nicht mehr wer das Geld hat, sondern bekommt eins aufs Dach von denen die bevormundet und ausgenutzt werden. Die No-Billag-Initiative ist erst der Anfang vom Ende der eingebildeten Elite die sich für schlauer hält als Normalsterbliche.
      1 1 Melden
  • Bruno S. 88 23.01.2018 09:52
    Highlight Highlight Solche Formate wie MrWissen2go wünsche ich mir in einer modernen Informationsgerichteten SRG.

    "Ist die "Flüchtlingskrise" vorbei?" ist die Frage die in diesem Video behandelt wird.

    Diese Frage wird ohne Links/Rechts Blockade beantwortet. Basierend auf Fakten und Statistiken. Dabei wird nichts übertrieben und auch nichts verharmlost!
    Eine Diskussion danach wäre auch interessant. Aber nicht wie bei der Arena, sondern mit Live Fact-Checks! Was sich nicht belegen lässt, soll auch als Meinung klar ersichtlich sein.

    Wir Bürger sind bereits gläsern. Warum nicht auch die Information?!
    Play Icon
    15 5 Melden
  • Bruno S. 88 23.01.2018 09:27
    Highlight Highlight "Sie muss sich von den rein werbefinanzierten Anbietern deutlich unterscheiden und vermehrt Hintergrundfunktionen wahrnehmen."

    "...dass künftig mindestens die Hälfte der Gebührengelder in den Informationsbereich fliessen soll und das Unterhaltungsangebot zu überprüfen sei."

    Für mich die Gründe weshalb ich keine lust habe jährlich 451 für die SRG zu bezahlen!

    Die SRG soll nicht primär Unterhalten! Die SRG soll informieren! Auch viele YT- Kanäle schaffen es uns zu informieren ohne das uns dabei das Gesicht einschläft!
    Ein Gutes Beispiel ist MrWissen2go mit knapp 620'000 Abonnenten.

    20 6 Melden
  • Nominator 23.01.2018 09:09
    Highlight Highlight Die Angst vor den pseudojournalistischen Inhalten ist darauf begründet, dass man die Bevölkerung nicht mehr über Informationen steuern, und damit noch Geld verdienen kann. Als «Hobby-Journalist» bin ich natürlich für den Abbruch der SRG. Der Bürger muss lernen falsche von wahren Infos zu trennen und nicht nur dem Sender seines Vertrauens zu glauben. Es sind immer diese älteren Herren die Angst schüren. Die Zeit des traditionellen Journalismus ist einfach vorbei. Aus. Ende.
    29 36 Melden
    • Strassenfeger 23.01.2018 11:25
      Highlight Highlight Der traditionelle Journalismus sei vorbei? Der ist nie vorbei! Er beginnt immer dort, wo man sich für einen Menschen. eine Geschichte zu interessieren beginnt. Ja, und dann beginnt die Arbeit wohl erst. Zuhören, einordnen, hinterfragen, recherchieren, Meinung bilden, schreiben, umsetzen. So jedenfalls stelle ich mir das vor. Der Strassenfeger nimmt auch immer wieder mal einen Besen zur Hand, obschon es schon lange modernste Maschinen dafür gibt. Die Ausgangslage ändert sich auch für einen wirklich guten Journalisten nie. Und solche professionelle Leute brauchen wir, unser Land!
      6 2 Melden
    • supremewash 23.01.2018 12:36
      Highlight Highlight Meine Angst gründet darauf, dass der professionelle Journalismus von ebendiesem Hobby-Infotainment abgehängt werden könnte weil er nicht rentiert. Die Steuerung der Bevölkerung via SRG ist Aluhutgeschwätz. Information ist eben möglichst neutrale Berichterstattung mit Darlegung der zugrundeliegenden Fakten und Quellen.
      Dies gehört für mich zur Grundversorgung und wird dementsprechend von der Allgemeinheit bezahlt.
      8 4 Melden
    • Nominator 23.01.2018 14:07
      Highlight Highlight supremewash, «neutrale Berichterstattung mit Darlegung der zugrundeliegenden Fakten und Quellen» IST die Steuerung. Man soll keine «falschen» Schlüsse mehr ziehen dürfen, weil was richtig ist bestimmt der Journalist. Oder er meint zumindest er sei dazu behäfigt. Der Schwachpunkt der redaktionellen Newsaufbereitung, in der Ansicht der normale Bürger komme sonst nicht draus. So überheblich!
      2 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • sir_kusi 23.01.2018 08:59
    Highlight Highlight Genau, früher gabs die Zeitung die man als ganzes kaufte, auch wenn man nur ein Teil davon las. Es gab keine Gratis-Information vor dem Fernseh-Zeitalter, die Schweiz und ihre Demokratie war trotzdem erfolgreich. Später haben die Zeitungen begonnen, ihre Inhalte kostenlos im Internet zu veröffentlichen. Nun beklagen sie sich, dass niemand mehr dafür bezahlen will. Ich finde es eine Frechheit, dass nun einfach der Steuerzahler die journalistischen Inhalte bezahlen soll.
    23 11 Melden
  • Karl33 23.01.2018 08:26
    Highlight Highlight Es scheint, dass vor allem die schlechtesten Journalisten und Medienhäuser immer nach staatlichen Zwangsgebühren schreien. Guter Journalismus hingegen (siehe die Republik) findet locker Leser, die bereit sind für Inhalte zu bezahlen.
    18 11 Melden
    • MSpeaker 23.01.2018 12:29
      Highlight Highlight Alle Republik Journalisten und auch fast alle Leser sind der Meinung dass man nein zur no-billag abstimmen soll. Mich eingeschlossen.
      6 1 Melden
    • Snowy 23.01.2018 13:26
      Highlight Highlight Bin ein Republik-Abonnent der ersten Stunde, aber dieser Vergleich greifft zu kurz.
      Die Republik holte ihre Abos in den urbanen Zentren und traf den Zeitgeist perfekt.

      Einen Me-too-Effekt - ein Nachahmer würde es sehr schwierig haben.

      Niemand bezahlt (genug) für TV im Tessin und im Grischun.
      5 2 Melden
    • Nominator 23.01.2018 14:34
      Highlight Highlight MSpeaker, bei der Republik sind wenigsten alle gerne Zahlenden unter sich so wie in einem Biotop. Das finde ich gut. Dort können sie schreiben was sie wollen ohne dass die Mehrheit damit belästigt wird.
      2 5 Melden
  • Eric Lang 23.01.2018 08:21
    Highlight Highlight Das ist aber ein grosser Widerspruch!
    Die Online Nachrichten und Zeitungsportale kämpfen mit Geld- und Finanzierungssorgen und gleichzeitig meint der werte Herr, dass die über Zwangsgebühren finanzierte SRG ihr Online Angebot massiv ausbauen soll?!
    Wer soll dies bezahlen, oder will die linke SRG endlich mal ein paar Hundert Millionen an die Kleinen abgeben?!
    Wenn mehr, deutlich mehr Geld zu den Privaten fliesst, von meinen 451 Franken im Jahr, dann stimme ich Nein zur NoBillag!
    Ansonsten ein klares Ja, für den Wettbewerb.
    17 39 Melden
    • PatCrabs 23.01.2018 08:48
      Highlight Highlight Eric, du scheinst nicht richtig gelesen zu haben.

      1. Es macht Sinn, Online auszubauen, weil TV und Radio immer weniger genutzt werden

      2. ABER: Online soll die SRG Qualitätsleistungen bringen, die sich für die Privaten (mit sehr wenigen Ausnahmen) nicht lohnen und von ihnen nicht übernommen werden möchten

      3. Du meinst wohl 365 Franken

      4. Solange 20minuten als Informationsmedium verstanden wird, brauchts die SRG (oder etwas ähnliches).

      5. Kannst du mir ein Beispiel eines funktionierenden, nicht regulierten Medienmarktes nennen?
      22 10 Melden
    • Bruno S. 88 23.01.2018 09:22
      Highlight Highlight Das soll finanziert werden indem weniger Geld in Unterhaltungsprogramme fliesst und dafür mehr in reine Informationsformate investiert wird. Steht doch im Interview!
      11 4 Melden
  • X23 23.01.2018 07:39
    Highlight Highlight Auch das sollte nicht durch Gebühren finanziert werden. Der mündige Bürger soll selbst entscheiden,wo er sein Geld ausgibt.
    Dieses ganze legale Klauen, welches die Schweiz perfektioniert hat, wir nur noch lächerlich. #NoRegensteuer #NoBillag
    28 42 Melden
    • Ms. Song 23.01.2018 08:50
      Highlight Highlight Ok, dann will ich nicht mehr für Schulen bezahlen, da ich keine Kinder habe, die sie nutzen. Für deine Arztbesuche will ich auch nichts ausgeben. Davon hab ich erst recht nichts. Turnhallen soll es auch nicht mehr geben. Ich mach weder Sport, noch geh ich an Dorffester. Ach ja, Spielplätze sind auch überflüssig. Und die Braunglasentsorgung- ich habe NIE braunes Glas zum entsorgen. Voll unfair!
      33 12 Melden
    • PatCrabs 23.01.2018 08:52
      Highlight Highlight Ich kenne 2 nicht (resp. kaum) regulierte Mediensysteme:
      1. Italien
      2. die USA

      Beide erfüllen ihren Informationsauftrag nicht, was sich in den z.T. lächerlichen Wahl- und Abstimmungsresultaten zeigt.

      Kennst du ein Beispiel für ein System, das funktioniert so wie du dir das vorstellst? In welchem die Bürger "mündig" sind? Wo sie von Privaten so gut informiert werden, dass sie informierte Entscheidungen treffen und nicht nur Pol-Meinungen (ganz links vs. ganz rechts, das verkauft sich gut) zu hören bekommen?

      Ich bin gespannt..
      24 9 Melden
    • Posersalami 23.01.2018 09:16
      Highlight Highlight Gut, dann entscheide ich ab sofort das kein SVP und FDPler mehr Geld aus meinen Steuern bekommt und ich will auch nicht mehr für die Schule bezahlen, ich habe keine Kinder. Gesund bin ich auch, sollen die Kranken doch selbst zahlen! Schliesslich bin ich mündig und kannst selbst entscheiden!
      20 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dharma Bum(s) 23.01.2018 07:35
    Highlight Highlight Ach wie Mao damals! Eine Kulturrevolution, wie niedlich.

    Zwangslesen, zwangszahlen und huldigung der roten Intelligenzia.

    Amen
    26 39 Melden
  • DerTaran 23.01.2018 06:38
    Highlight Highlight Ich bin nicht gegen Gebühren für Medien, was mich aber immer wieder nervt, ist die Tatsache wie schnell Politiker von Marktversagen sprechen. Je nach Agenda, wird das von Links bis Rechts gerne behauptet. Damit wird dann jeweils die Diskussion abgewürgt, ohne einen Beweis für diese Behauptung erbringen zu müssen.
    Wer zum Beispiel sagt, dass privat finanzierte Nachrichten(sendungen) nicht funktionieren, kann das nicht belegen, schliesslich verzerren die frei verfügbaren öffentlich-rechtlichen Angebote den Markt.
    31 41 Melden
    • PatCrabs 23.01.2018 08:53
      Highlight Highlight Wenn du ein Land kennst, wo das funktioniert, trete bitte vor
      12 5 Melden
    • sigma2 23.01.2018 09:33
      Highlight Highlight Tubel500, du bist also für eine Zwangsversorgung der "unmündigen" Bürger mit Informationen durch den Staat.
      Wie sieht deine Idealvorstellung eines regulierten Medien-Markts aus? Soll die SRG weiterhin alle Privaten platt machen (dank der 1.2 Mrd) und soll sie weiterhin seichte Unterhaltung wie G&G produzieren oder soll sie sich zu 100% auf Informationen beschränken? Wie soll die Verteilung SRG / Private aussehen? Und wieviel soll das uns kosten?
      3 12 Melden
    • PatCrabs 23.01.2018 10:24
      Highlight Highlight @Sigma: Ja, ich bin dafür, dass gewisse für die Demokratie und die Bevölkerung entscheidende Funktionen (z.B. Strassenbau, Bildung) vom Staat übernommen werden. Information gehört ebenfalls dazu, über die Unterhaltung kann man streiten. Ob G&G produziert werden soll oder nicht, muss entschieden werden, aber das gehört in einen Leistungsauftrag.

      Da du ebenfalls kein Beispiel liefern kannst für einen Staat, in welchem euer Konzept funktioniert, gehe ich davon aus, dass es dieses nicht gibt, oder?
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Brett-vorm-Kopf 23.01.2018 06:35
    Highlight Highlight Als klarer NoBillag Gegner - öffentliche Medien brauchts! - bin ich der Meinung, dass Doris Leuthard und das Parlament bisher massiv versagt haben einen klaren Auftrag (Service Public) zu definieren... Arbeitsverweigerung?

    In diesem Kontext weitere "Subventionierung" von Medien (Print & Online) zu fordern - insbesondere da Angebote wie "Die Republik" aufgebaut werden - finde ich ziemlich blauäugig und abgehoben.

    Meiner Meinung nach wäre es zuerst an der Zeit den Auftrag der SRG klar zu spezifizieren, das dafür notwendige Budget zu bestimmen und vom Volk demokratisch absegnen zu lassen.
    91 17 Melden
    • ströfzgi 23.01.2018 08:29
      Highlight Highlight Bravo! Würde Deinn letzter Absatz von der SRG oder dem Bundesrat kommen, würde ich vom ja zum nein zur nobillag wechseln.
      6 2 Melden
    • Snowy 23.01.2018 11:07
      Highlight Highlight Genau dies tut Herr Jarren.

      Er zeigt auf, warum es ein übergeordnetes Konzept zur Medienförderung benötigt, welches alle relevanten Kanäle und alle Anbieter im Jahr 2018 beinhaltet.
      3 3 Melden
    • sigma2 23.01.2018 11:40
      Highlight Highlight Und das wird leider niemals geschehen. Deshalb müssen wir nun radikal durchgreifen und ein JA einlegen.
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Konsumenten sollen selber wählen, welche Medien Geld erhalten 

Nach der No-Billag-Debatte waren es ruhige Tage in der Medienpolitik. Nun regt sich erneut Widerstand. Private Verleger wehren sich mit innovativen Ideen gegen die Stellung der SRG: Von Voucher-Systemen und Netflix für Medien ist die Rede. 

Tobte der medienpolitische Kampf rund um die No-Billag-Debatte im Frühling noch wie wild, war es den Sommer über verdächtig ruhig. Und das obwohl Medienministerin Doris Leuthard Ende Juni das neue Mediengesetz für elektronische Medien präsentierte. Doch nun – zwei Monate später – regt sich Widerstand. Den Anfang macht Peter Wanner, Verleger der AZ Medien, zu denen auch watson gehört. In einem in der NZZ abgedruckten Plädoyer kritisiert Wanner das neue Mediengesetz aufs Schärfste.

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