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In Graubünden werden in den nächsten Wochen 5560 Hirsche geschossen



In Graubünden startet am (morgigen) Donnerstag die grösste Jagdveranstaltung der Schweiz: die Hochjagd. 5560 Hirsche müssen geschossen werden. Wegen der Präsenz des Wolfes sind die Grünröcke angehalten, auf ihre Hunde aufzupassen.

Auf die Pirsch gehen rund 5500 Jäger und einige Jägerinnen. Sie müssen gleich viele Hirsche erlegen wie letztes Jahr, um den Wildbestand dem Lebensraum anzupassen. Die Hochjagd, auf der neben Hirschen vor allem Rehe erlegt werden, dauert drei Wochen im September. Unterbrochen wird sie von einer einwöchigen Ruhepause für Jäger und Gejagte.

ZUM SDA-HINTERGRUNDTEXT UEBER ROTHIRSCHE IN DER SCHWEIZ STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 6. JANUAR 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Hunters and helpers prepare a large ten pointer stag to be transported down into the valley to Scuol, pictured above Scuol in Lower Engadine, Switzerland, on September 9, 2006. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Jaeger und Helfer aus dem Unterengadin praeparieren am Samstag, 9. September 2006, einen kapitalen Zehnender-Stier fuer den Abtransport ins Tal nach Scuol. Das lange Warten ist endlich vorbei: Mit dem Auftakt der traditionellen Buendner Hochjagd beginnen fuer rund 5500 Jaeger und 50 Jaegerinnen die schoensten drei Wochen des Jahres. Bis Ende September werden die Waidmaenner und Waidmaenninnen zum Halali auf Hirsch, Reh und Gams blasen. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Jäger und Helfer aus dem Unterengadin präparieren im September 2006 einen Hirsch für den Abtransport ins Tal nach Scuol. Bild: KEYSTONE

Die relativ grosse Wolfspräsenz von geschätzten 50 Tieren, die sich mehrheitlich im Gebiet des Churer Rheintales und im Vorderrheintal (Surselva) aufhalten, veranlasste das kantonale Amt für Jagd und Fischerei, Hinweise für Hundehalter zu publizieren. Steigende Gefahren für Vierbeiner gingen von Wolfsrudeln und territorialen Wölfen aus, heisst es darin.

Territoriale Wölfe betrachteten Hunde als Konkurrenten oder Gefahr für sich und den Nachwuchs. Auch Herdenschutzhunde scheinen nicht ganz gefahrlos für die Jäger zu sein: Ruhig bleiben und Hinweistafeln beachten, rät das Amt. Hunde nicht mit Stöcken und schnelle Bewegungen provozieren, steht auf dem Hinweisblatt zu lesen.

Jagd wird immer genau beobachtet

Was passiert, wenn ein Jäger versehentlich einen Wolf erlegt? Es werde ein Strafverfahren eingeleitet, und der Wolf werde pathologisch untersucht, hielt der oberste Bündner Jäger, Jagdinspektor Adrian Arquint, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA dazu fest.

ZUR SDA MELDUNG, DASS BUENDNER JAEGER ZU WENIGE HIRSCHE SCHIESSEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein Jaeger transportiert mit einem Helfer eine erlegten Hirschkuh auf einer Trage zur Jagdhuette auf der Hinteralp oberhalb Tamins im Churer Rheintal, aufgenommen am Samstag, 3. September 2011, zum Auftakt der Buendner Hochjagd. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Ein Jäger transportiert mit einem Helfer eine erlegten Hirschkuh auf einer Trage zur Jagdhütte auf der Hinteralp oberhalb Tamins im Churer Rheintal, aufgenommen im September 2011 Bild: KEYSTONE

Fühlen sich Jäger und Jägerinnen wegen der Abstimmung am 27. September über das eidg. Jagdgesetz, das eine Lockerung beim Wolfsschutz vorsieht, unter spezieller Beobachtung? Die Jagd werde unabhängig von diesem Urnengang immer sehr genau beobachtet, erklärte Jagdinspektor Arquint. Deren korrekte Ausübung durch jede einzelne Jägerin und jeden einzelnen Jäger entscheide darüber, wie die Jägerschaft in der öffentlichen Meinung dastehe.

Jagd beeinflusst Verhalten der Wölfe

Der dreiwöchige Jagdbetrieb werde Einfluss auf das räumliche Verhalten der Wölfe haben, sagte der Jagdinspektor. Die Wölfe würden aber auch das Verhalten der Wildtiere beeinflussen.

Geschossen auf der Bündner Hochjagd wird nach wie vor grosskalibrig mit einem Kugel-Durchmesser von 10.3 Millimetern. Das sonst übliche Jagd-Kaliber in der Schweiz misst sieben bis acht Millimeter.

Verboten wird bleihaltige Munition. Das Verbot ist mit einer Übergangsfrist von einem Jahr versehen und tritt am 1. September nächsten Jahres definitiv in Kraft. Bleirückstände können insbesondere bei Greifvögeln zu Vergiftungen führen. Drei von vier Jäger in Graubünden schiessen bereits mit bleifreier Munition.

Sollten Jäger und Jägerinnen das Abschussziel bei den Hirschen nicht erreichen und zu wenige Rehe schiessen, geht es nochmals auf die Pirsch. Die Sonderjagd zwecks Regulierung der Wildbestände wird durchgeführt in den Monaten November und Dezember. (sda)

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