Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Bild: shutterstock

Total 49 Jahre Freiheitsstrafe gegen sieben Drogenhändler



Ein Berner Gericht hat sieben Afrikaner zu Freiheitsstrafen von zusammengezählt 49 Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Regionalgericht sprach die sieben Männer schwerer Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und teilweise der Geldwäscherei schuldig.

Wie aus dem am Dienstag Medienschaffenden abgegebenen Urteil hervorgeht, wurden alle sieben Angeklagten wegen mengenmässig qualifizierten, banden- und gewerbsmässig begangenen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen. In sechs Fällen kommt Geldwäscherei dazu, teilweise gewerbsmässig begangen.

Die tiefste Strafe beträgt 3 Jahre 9 Monate, die höchste 10 Jahre 2 Monate.

Es geht um einen umfangreichen Handel mit Kokain zwischen Holland und der Schweiz. Berner Polizisten kamen dem Netzwerk im März 2015 auf die Spur, als sie zwei Männer in einem Auto kontrollierten. In einem Ersatzreifen entdeckten die Polizisten vier Kilo Kokain.

Die Ermittlungen zeigten, dass die beiden Männer nicht zum ersten Mal Kokain von Holland in die Schweiz gebracht hatten.

Zur selben Zeit ermittelten die Bundesbehörden gemeinsam mit Westschweizer Kantonen gegen ein Holland-Schweiz-Netzwerk. Dessen Transporteure brachten das Kokain in Fahrzeugen oder als Bodypacker im eigenen Körper in Schweizer Depots.

Die Ermittlungen wurden koordiniert, und nach und nach gab es weitere Drogenfunde. So stiessen die Fahnder im Raum Köniz auf einen Mann, der 201 Fingerlinge voll Kokain in seinem Körper ins Land geschmuggelt hatte.

Der älteste Verurteilte ist 59 Jahre alt, der jüngste 34. Ihnen warf die Staatsanwaltschaft vor, in verschiedenen Rollen als Organisatoren, Transporteure und Grossverteiler am Kokainhandel beteiligt gewesen zu sein.

Die Drogen wurden laut Anklage zu Grosshändlern in Depots im Kanton Bern sowie in Basel, Vevey und Lausanne gebracht. Von dort aus wurde das Kokain weiter verteilt.

Der Prozess in Bern dauerte drei Wochen lang. Die Anklageschrift umfasste gut 160 Seiten. Die meisten der Verurteilten befinden sich im vorzeitigen Strafvollzug respektive in Sicherheitshaft. Das Urteil kann weitergezogen werden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Jacht mit einer Tonne Drogen läuft vor Australien auf Grund

Nicht nur Drogen sind beliebte illegale Importware

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

«Group America» – das ist die gefährlichste Verbrecherbande, die niemand kennt

Investigativjournalisten haben eine einflussreiche Verbrecherorganisation unter die Lupe genommen, die seit über zwei Jahrzehnten global tätig, aber kaum bekannt ist. Die Recherchen führen bis zum US-Geheimdienst.

Alle kennen Pablo Escobar. Und natürlich auch den mexikanischen Drogenboss Joaquín Guzmán Loera, wenn vielleicht auch nur unter seinem Spitznamen El Chapo.

Als der Anführer des Sinaloa-Kartells verhaftet und an die USA ausgeliefert wurde, gingen die Bilder um die Welt. Längst sind die «Narcos» zum Massenphänomen geworden. Netflix widmet dem Kokainhandel aufwändige Produktionen, das Sinaloa-Kartell ist (fast) so bekannt wie Coca-Cola.

Aber was ist mit ihm hier?

Im Video sehen wir einen gesuchten …

Artikel lesen
Link zum Artikel