SBB-Mitarbeiter soll neun Millionen Franken abgezweigt haben
Die Bundesanwaltschaft führt gegen einen SBB-Angestellten eine Strafuntersuchung, der dem Unternehmen durch ungetreue Amtsführung und weitere Delikte einen Schaden von rund neun Millionen Franken verursacht haben soll. Dies geht aus einem Beschluss des Bundesstrafgerichts hervor.
Der Mann wurde im November 2024 festgenommen. Die SBB hatten gut zwei Monate zuvor eine Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft eingereicht. Die Delikte fallen in den Zeitraum von 2007 bis zur Festnahme des Beschuldigten. Dies schreibt die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts in einem Beschluss vom November, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem früher als Abteilungsleiter tätigen Mann auch Betrug, Urkundenfälschung, Geldwäscherei und Widerhandlung gegen das Waffengesetz vor. Zusammen mit weiteren Personen und Firmen soll er für die Begleichung von Rechnungen gesorgt haben, für die nie eine Leistung erbracht wurde. Teilweise soll er die Rechnungen selbst erstellt haben, schreibt das Bundesstrafgericht.
Im konkreten Beschluss wies die Kammer eine Beschwerde gegen die Beschlagnahme eines Privatfahrzeugs ab. Dieses soll mit Geldern bezahlt worden sei, die aus den deliktischen Machenschaften des früheren Abteilungsleiters stammen. (Beschluss BB.2025.79 vom 26.11.2025) (sda)
