Schweiz
Justiz

SBB: Mitarbeiter soll neun Millionen Franken abgezweigt haben

SBB-Mitarbeiter soll neun Millionen Franken abgezweigt haben

21.01.2026, 12:00

Die Bundesanwaltschaft führt gegen einen SBB-Angestellten eine Strafuntersuchung, der dem Unternehmen durch ungetreue Amtsführung und weitere Delikte einen Schaden von rund neun Millionen Franken verursacht haben soll. Dies geht aus einem Beschluss des Bundesstrafgerichts hervor.

Ein Nightjet Nachtzug der SBB aufgenommen anlaesslich der Taufe des Zuges, am Donnerstag, 4. Dezember 2025 am Hauptbahnhof in Zuerich. Ab Dezember 2025 verkehren auf der Nachtzuglinie von Zuerich nach ...
Der festgenommene Mitarbeiter der SBB arbeitete als Abteilungsleiter. Bild: KEYSTONE

Der Mann wurde im November 2024 festgenommen. Die SBB hatten gut zwei Monate zuvor eine Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft eingereicht. Die Delikte fallen in den Zeitraum von 2007 bis zur Festnahme des Beschuldigten. Dies schreibt die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts in einem Beschluss vom November, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem früher als Abteilungsleiter tätigen Mann auch Betrug, Urkundenfälschung, Geldwäscherei und Widerhandlung gegen das Waffengesetz vor. Zusammen mit weiteren Personen und Firmen soll er für die Begleichung von Rechnungen gesorgt haben, für die nie eine Leistung erbracht wurde. Teilweise soll er die Rechnungen selbst erstellt haben, schreibt das Bundesstrafgericht.

Im konkreten Beschluss wies die Kammer eine Beschwerde gegen die Beschlagnahme eines Privatfahrzeugs ab. Dieses soll mit Geldern bezahlt worden sei, die aus den deliktischen Machenschaften des früheren Abteilungsleiters stammen. (Beschluss BB.2025.79 vom 26.11.2025) (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das ist die Gästeliste des WEF 2026
1 / 60
Das ist die Gästeliste des WEF 2026

US-Präsident Donald Trump kommt 2026 nach Davos. Er war schon 2018 und 2020, also in seiner ersten Amtszeit, am WEF zu Gast. Hier wird er 2018 von den Bundesräten Cassis (ganz rechts), Schneider-Amman (2. von rechts) und Berset begrüsst.

quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Mark Carney hält Rede am WEF
Video: twitter
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
16 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Sturmliechtli
21.01.2026 12:49registriert Februar 2025
also fast 20 jahre lang unentdeckt gewurstelt. spricht nicht gerade für die sbb.
5311
Melden
Zum Kommentar
avatar
LiLaLou
21.01.2026 12:59registriert März 2017
Potz... ich weiss nicht, was mich mehr schockiert. Die Tatsache, wie viel Geld abgezwackt wurde, oder die Dauer, in welcher dies unentdeckt blieb🤔
414
Melden
Zum Kommentar
16
Weil das Kuh-Futter «zu gut» ist: Die Schweiz hat zu viel Milch
Schweizer Bauern haben ein Problem. Sie haben zu viel Milch – auch, weil ihre Kühe zu viel produzieren.
Die Molkereien können derzeit nicht mehr Milch aufnehmen und verarbeiten. Das führt dazu, dass die Lastwagen gefüllt mit dem Getränk vor den Produktionen Schlange stehen. Dies berichtet unter anderem die NZZ. Gegenüber der Zeitung sagt auch die Sprecherin der Milchprodukte-Herstellerin Emmi, Simone Burgener, dass auch sie derzeit nicht mehr Milch aufnehmen können.
Zur Story