Das willst du zum SBB-Milliarden-Projekt zwischen Zürich und Winterthur wissen
Die Strecke zwischen Zürich und Winterthur ist eine der meistbefahrenen der Schweiz – und ein Engpass im Bahnverkehr. Dem wollen die SBB mit dem Grossprojekt «Mehrspur Zürich–Winterthur» Abhilfe schaffen.
Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Was ist konkret geplant?
Mit dem Projekt «Mehrspur Zürich–Winterthur» bauen die SBB im Auftrag des Bundes die Strecke auf vier Spuren aus. Geplant sind eine neue Doppelspur durch den Brüttenertunnel, der Ausbau der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss sowie weitere bauliche Massnahmen an der Bahninfrastruktur zwischen Zürich und Winterthur.
Die eingegangenen Beschwerden wurden vom Bundesverwaltungsgericht abgelehnt. Somit haben die SBB grünes Licht bekommen, um das definitive Bauprogramm festzulegen.
Was bringt das Pendlerinnen und Pendlern?
Zukünftig können zwischen Zürich und Winterthur mehr Fernverkehrszüge fahren. Ebenso ist das Projekt das erste Schlüsselelement für den Ausbau des Angebots bei der Zürcher S-Bahn.
Zusammen mit dem Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen und weiteren Massnahmen kann der erforderliche Kapazitätsausbau bei der Zürcher S-Bahn erfolgen. Ziel ist ein Viertelstundentakt als neuer Grundtakt im Kernnetz.
Die Bahnkapazität wird mit dem Projekt zwischen Zürich und Winterthur um 30 Prozent ausgebaut: Pro Tag können gemäss den SBB so 900 Züge rund 156'000 Reisende befördern.
Wann startet das Projekt?
Das ist noch nicht klar, die SBB werden nun das definitive Bauprogramm festlegen.
Wie die SBB schreiben, dauert die Bauzeit insgesamt rund zehn Jahre. Die ersten Vorarbeiten zum Einrichten der Baustellen werden Anfang 2026 starten. Es handelt sich um Arbeiten an Boden und Gehölz sowie der Bahntechnik. Die Inbetriebnahme des Angebots ist ab Mitte der 2030er-Jahre geplant.
Wer finanziert das Projekt?
Die Kosten für die geplanten Ausbauten betragen rund 3,3 Milliarden Franken. Finanziert wird das Projekt aus dem Bahninfrastrukturfond des Bundes, in den unter anderem Bund und Kantone einzahlen.
