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Larible nach Pädophilie-Vorwurf «kaputt» – «Ich habe schon 5 oder 6 Engagements verloren»



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David Larible ist mit einem harten Vorwurf konfrontiert. screenshot: telezüri

Was sagt David Larible zur Aussage einer 14-Jährigen, der 59-Jährige habe sie mit Zunge geküsst? Der Italiener kämpft nach dem Pädophilie-Vorwurf um seine Karriere: Zusammen mit seinem Anwalt Valentin Landmann äussert sich der Zirkus-Mann dazu in «TalkTäglich» – direkt nach einer Einvernahme durch die Zürcher Staatsanwaltschaft.

Was ist passiert?

24. Oktober: David Larible trifft in einem Zürcher Hotel einen 14-Jährigen Fan. Das Mädchen sagt, Larible habe ihr dabei drei Zungenküsse gegeben.
20. November: Larible wird nach der Abschlussvorstellung des «Circus Knie» in Lugano verhaftet und von einem Staatsanwalt in Zürich vernommen. Er verbringt zwei Tage in Haft.
27. November: Der «Blick», der stets über den Vorwurf berichtete, fragt, warum der Italiener bis dato schweigt. Ein Facebook-Beitrag Valentin Landmanns wird zitiert, in dem der Anwalt eine offensivere Verteidigung anmahnt.
3. Dezember: Larible hat Landmann engagiert und gibt dem «Blick» ein Interview, in dem er seine Unschuld beteuert.
6. Dezember: Nach einer weiteren Einvernahme bei der Zürcher Staatsanwaltschaft stellt sich Larible mit Landmann den Fragen von «TalkTäglich»-Moderator Oliver Steffen.

«Ich habe nichts Schlechtes getan», versichert er gleich zu Beginn: Er hätte nicht mal daran gedacht, mit so einem Vorwurf konfrontiert werden zu können. Anwalt Landmann erinnert daran, dass es bis dato auch niemals ähnliche Vorwürfe gegen seinen Mandanten gegeben habe.

«In der Presse standen Sachen, die sich klar und mühelos widerlegen lassen», ergänzt Landmann mit Blick auf eine Behauptung, der Clown habe extra Räume angemietet, um das Mädchen zu verführen. «Er hat die zwei Hotelzimmer [bereits vor längerer Zeit] für eine Fotografin gemietet.»

«Weshalb sollte das Mädchen aber lügen?», hakt Moderator Oliver Steffen nach. «Die Frage geht mir seither auch durch den Kopf. Vielleicht ist es eine Fantasie», entgegnet Larible, «ich wollte nicht mit ihr aufs Zimmer gehen.» Später fragt der Moderator erneut: «Warum nimmt man ein Mädchen mit aufs Hotelzimmer? Das macht man nicht!» Larible räumt ein: «Ich war ein Vollidiot. Sie haben Recht. Ich war so naiv.»

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Larible (neben Anwalt Landmann, Mitte) stellt sich Oliver Steffens Fragen. screenshot: telezüri

Wie kam es soweit? Larible habe dem Mädchen sein Buch gegeben und mit ihr darüber gesprochen. Er habe ihr ein Foto geben wollen, dass in jenem Hotelzimmer war und seinem Fan gesagt, sie solle warten. Diese habe aber nicht allein zurückbleiben und mitkommen wollen, so seine Darstellung.

Er habe mit ihr auch über Privates gesprochen: Das Mädchen habe erzählt, sie hätte noch nie einen Jungen geküsst. Larible will geantwortet haben, dass passiere von allein, wenn sie den Richtigen fände. Weiter habe sie gestanden, sie liebe jemanden vom «Circus Knie» – und Larible will bei dem «heimlich Geliebten» für sie auch nachgefragt haben, ob Interesse bestünde.

Wann Larible selbst die Situation komisch fand

«Ich hatte das Gefühl, sie braucht Hilfe. Manchmal denken wir, dass wie helfen können. Als ich sah, dass sie Schauspielerin und Artistin werden will, wollte ich ihr Tipps gegeben.» Dann aber sei ein Moment gekommen, der ihn stutzig gemacht habe: «Das Mädchen sagte: ‹David, du sprichst so gut. Ich glaube, jede Frau könnte sich in dich verlieben.›» Das habe er komisch gefunden und den Termin beendet.

Anwalt Landmann räumt einerseits ein: Das Mädchen sei Larible um den Hals gefallen und habe auch einen Kuss auf die Stirn bekommen. Andererseits habe sein Mandant sie von Anfang an darum gebeten, ihre Mutter mitzunehmen, die jedoch verhindert war. Später hätten die Zwei noch gechattet, ergänzt Landmann. In jener Konversation gäbe es keine Hinweise auf eine solche Tat.

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Der Italiener wirkte glaubhaft, doch was wahr ist, muss die Justiz klären. screenshot: telezüri

«Ich kann nachts nicht mehr schlafen», gibt der Beschuldigte zu. Sein Anwalt befürchtet, «dass er beruflich vernichtet wird, weil das im Raum steht». Die Auswirkungen bekommt der Clown bereits zu spüren: «Ich bin total kaputt: Ich habe schon fünf oder sechs Engagements verloren. Aber ich verstehe die Leute. Es geht von einer Zeitung zur anderen. Ich muss warten, bis das Problem geklärt ist»

«Wir werden für ein Happy End kämpfen», betont Jurist Landmann. Doch der Spass ist für den professionellen Clown vorbei – egal, wie womöglich die Richter am Ende urteilen. «Ich glaube dem Clown», sagt ein Anrufer in der Sendung. Und gleichzeitig mit Mitleid: «Es wird immer ein fader Nachgeschmack bleiben.»

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