Crans-Montana: Verdacht auf Absprache zwischen Nicolas Féraud und Ex-Sicherheitschef
Der ehemalige Gemeinderat und Sicherheitsvorsteher von Crans-Montana, Kevin Barras, wird am Mittwoch als Beschuldigter im Zusammenhang mit dem Brand in der Bar «Le Constellation» vernommen. Dabei erklärte er, dass er Nicolas Féraud in den letzten Tagen zweimal getroffen habe, einmal davon am Dienstag bei Féraud zuhause. Das berichtet RTS unter Berufung auf anonyme Quellen.
Féraud, der Gemeindepräsident von Crans-Montana, war am Montag angehört worden. Er hatte einige der anwesenden Opferanwälte irritiert, da er behauptete, nichts von dem Problem mit den Sicherheitskontrollen in dem Lokal gewusst zu haben. Diese Aussage steht im Widerspruch zu den Darstellungen anderer Behördenmitglieder.
Nun steht der Verdacht im Raum, dass sich die beiden Beschuldigten abgesprochen haben, um gegenüber der Staatsanwaltschaft übereinstimmende Aussagen zu machen, schreibt RTS.
Laut Barras hätte es sich bei den Treffen lediglich um Höflichkeits- und Unterstützungsbesuche gehandelt. Derartige Treffen sind zwar nicht illegal, können aber Misstrauen wecken. Beide stehen im Verdacht, mitverantwortlich zu sein, dass seit 2019 keine Sicherheitskontrollen in der Bar «Le Constellation» durchgeführt wurden. (hkl)
