Schweiz
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Versuchte vorsätzliche Tötung: Hochseilartist Freddy Nock muss ins Gefängnis



Extremsportler Freddy Nock erscheint zu seiner Anklage wegen versuchter vorsaetzlicher Toetung, mehrfacher Gefaehrdung des Lebens und mehrfacher versuchter Koerperverletzung, aufgenommen am Mittwoch, 11. Dezember 2019 in Zofingen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Freddy Nock vor dem Gericht in Zofingen. Bild: KEYSTONE

Das Bezirksgericht Zofingen AG hat Hochseilartist Freddy Nock der versuchten vorsätzlichen Tötung seiner Ehefrau schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte ihn zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren. Er kam per sofort in Sicherheitshaft.

Der 55-Jährige muss 10 Monate absitzen. Für die restlichen 20 Monate gewährte ihm das Bezirksgericht den bedingten Strafvollzug, mit einer Probezeit von zwei Jahren. Nock kam am Mittwochabend direkt aus dem Gerichtssaal für die Dauer von drei Monaten auf Antrag des Staatsanwalts in Sicherheitshaft. Gemäss Bezirksgericht besteht Fluchtgefahr und Wiederholungsgefahr.

Die Gerichtspräsidentin sagte bei der Urteilseröffnung, für einen Schuldspruch müsse der Angeklagte nicht geständig sein. In diesem Fall stehe - wie oft bei häuslicher Gewalt - Aussage gegen Aussage. Es obliege dem Gericht, die Glaubhaftigkeit der Aussagen zu prüfen.

Nock hatte gemäss Urteil versucht, seine Frau im März 2013 mit einem Kissen zu ersticken. Er habe die Frau aufs Bett geworfen und das Kissen mit beiden Händen auf den Kopf der Frau gedrückt, hielt die Gerichtspräsidentin fest. Diese habe sich leblos gestellt, daher sei nichts Schlimmeres geschehen.

Es habe Erstickungsgefahr bestanden. Nock habe erst von der Frau abgelassen, als sich diese nicht mehr gewehrt habe. Die Frau habe keine Abwehrchance gehabt, denn Nock sei ein «durchtrainierter Extremsportler».

Die Frau habe von Beginn an widerspruchsfrei ausgesagt und keine pauschalen Beschuldigungen erhoben. Auch habe sie die Tat nicht erfunden. Die Aussagen des Opfers seien «glaubhaft und authentisch». Daran bestehe kein Zweifel, hiess es bei der Begründung des Urteils.

Das Bezirksgericht sprach Nock von den Vorwürfen der mehrfachen Gefährdung des Lebens und der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung frei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nock: «Möchte keine Aussage machen»

Bei der Befragung durch die Gerichtspräsidentin verweigerte Nock die Aussage. Auch auf konkrete Fragen der Gerichtspräsidentin zu den Vorfällen war immer nur eine Antwort zu hören: «Da möchte ich auch keine Aussage machen». Im Schlusswort sagte er: «Es war nicht schön, was da gelaufen ist.»

ARCHIVBILD ZUR ANKLAGE GEGEN FREDDY NOCK --- Freddy Nock, tightrope walker, during the inauguration ceremony of the new 3S ropeway on Saturday, September 29, 2018, in Zermatt, Valais, Switzerland. After three summer seasons of construction work with 38 involved companies and an invested sum of 52 million Swiss Francs the highest 3S ropeway is opening today in Zermatt. Therewith 2000 people can be transported all year around onto the Matterhorn glacier paradise, the highest mountain station in Europe. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Bild: KEYSTONE

Die Frau wurde an der Verhandlung als Auskunftsperson befragt, während Nock in einem Nebenraum alles per Video mitverfolgte. «Er wollte Macht über mich», sagte sie. Sie schilderte die erste Gewaltattacke. Ihr Mann habe sie mehrfach gewürgt, bis sie keine Luft mehr erhalten habe.

Sie habe Angst gehabt. Die Frau weinte bei der Befragung. Die Probleme hätten 2008 begonnen. Er sei immer wieder aggressiv geworden. Mit der Zeit habe sie verbal zurückgegeben.

Mit dem Kissen, das er ihr ins Gesicht gedrückt habe, habe er sie erdrücken wollen. «Ich hatte Angst, dass ich sterbe.» Sie habe ihn nie geschlagen. Sie räumte ein, dass sie ihren Mann auch verbal provoziert habe. «Ich habe weitergemacht, als ob nichts gewesen wäre», erzählte die Frau.

Sie wäre von sich aus niemals zur Polizei gegangen. «Ich habe all die Jahre alles geschluckt und verdrängt. Ich habe den Mann über alles geliebt.» Sie habe mit niemandem reden können. Sie zog aus dem Haus aus, ging dann später vorübergehend wieder zurück. «Ich hatte die Hoffnung, dass es wieder gut wird.»

Sie erzählte ihre Erlebnisse der Polizei, die von Nock zur gemeinsamen Wohnung bestellt worden war. Er gab an, die Frau habe ihn angegriffen.

Aussagen der Kinder belasten Freddy Nock

Die zwei Kinder, die Nocks Ehefrau aus erster Ehe hat, machten gegenüber der Polizei Aussagen, die Freddy Nock stark belasten.

So soll die Tochter von Nocks Ehefrau im Jahr 2013 nach den Swissawards aus dem Nebenzimmer des Hotels mitbekommen haben, wie Freddy Nock seine Frau verprügelt habe. Die Tochter war bei diesem Vorfall 10 Jahre alt. Gegenüber der Polizei sagte sie bei einer Befragung Jahre später aus, dass die Mutter geschrien habe: «Fühlst du dich stark, wenn du mich schlägst?»

Staatsanwalt forderte 7,5 Jahre Gefängnis

Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von 7,5 Jahren gefordert. Es sei wiederholt zu massiver Gewalt gekommen. Der Angeklagte habe allen «das Leben zur Hölle» gemacht, sagte er. Der Angeklagte zeige keinerlei Reue oder Einsicht.

In der Öffentlichkeit gelte er als erfolgreicher Artist. Nock versuche, von sich in den Medien ein anderes Bild zu zeichnen. Die Anklage basiere auf den glaubwürdigen Aussagen des Opfers. Die Aussagen seien schlüssig.

Der Verteidiger wollte einen Freispruch erreichen. Er zerpflückte die Anklageschrift. Die Sachverhalte seien nicht belegt. Der Tötungsvorsatz sei eine Erfindung der Staatsanwaltschaft.

Es sei jedoch richtig, dass die Streitigkeiten jeweils hässlich ausgetragen worden seien. Es sei auch zu Tätlichkeiten gekommen. Das werde nicht bestritten. Die Frau sei aggressiv und streitsüchtig geworden, wenn sie zu viel getrunken habe. Sie habe ihren Mann auch mit einer Küchenkelle geschlagen. Der Verteidiger sprach von einer «toxischen Beziehung» und von «einer wilden Ehe». (cma/sda)

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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Think Twice 12.12.2019 18:04
    Highlight Highlight Aussage gegen Aussage, eine Geschichte die zwar plausibel klingt aber wofür es keine objektive Zeugen gibt. Tränen vor Behörden und ausgedrückte Angst - so einfach ist es das Sorgerecht zu bekommen und den Mann in den Knast zu senden?!?
    Gut möglich dass alles genauso passiert ist, aber was wenn nicht ?!?
    Muss Mann jetzt damit rechnen jederzeit auf Zurufen in den Knast zu wandern?!?
  • Andre Buchheim 12.12.2019 02:38
    Highlight Highlight Die arme Frau, hoffentlich erhält sie professionelle Hilfe. Ich wünsche ihr viel Kraft bei der Überwindung und Verarbeitung des Traumas.
    Was geht nur im Kopf dieses Mannes vor? Wie kann man vergessen, daß man es im Gegenüber mit einem menschlichen Wesen zu tun hat?
    Und ganz ehrlich, wenn eine Beziehung in dieser Form abrutscht, ist die Trennung immer noch die bessere Alternative.
  • nachwievor 12.12.2019 00:34
    Highlight Highlight Tätliche Angriffe können nicht geduldet werden und sind klar zu verurteilen. Jedoch:

    Bei Schmerzen ausgelöst durch verbale Attacken sind im Hirn dieselben Areale aktiv wie bei physischem Schmerz. (Neurowissenschaften länger bekannt, e.g. MacDonald and Leary, 2005)

    Es kann also vorkommen, dass der vermeintlich schwächere Partner in einer Beziehung durch die verbale Kontrolle die eigentliche Oberhand inne hat und die nachwievor ungerechtfertigten Gewaltausbrüche der Gegenseite auf dem Unvermögen beruhen diese verbalen Attacken zu vermeiden oder zu stoppen.

    #Nojudgementwithoutallconsiderations
    • DieFeuerlilie 12.12.2019 09:46
      Highlight Highlight Ähm.. Wie bitte?
      Was willst du hier suggerieren, nachwievor?

      Dass verbale Provokation eine Rechtfertigung für körperliche Gewalt ist?
      Weil Worte ebenso wehtun wie Schläge?

      Sorry, aber deine Argumentation klingt wie “Ich bin kein Rassist, aber..“
      “Gewalt ist zu verurteilen, aber..“

      Worte können unglaublich wehtun, keine Frage.
      Aber daraus irgendeinen Zusammenhang, eine Rechtfertigung für körperliche Gewalt abzuleiten, ist widerlich!
  • D0MD0M 11.12.2019 23:27
    Highlight Highlight Was war und was nicht, wissen nur die beiden. Schön war es offensichtlich nicht. Interessant finde ich die - dezenten - Hinweise auf Alkoholismus und Gewaltätigkeiten ihrerseits. Immerhin bedenkenswert, dass ein Mann, der versucht, sich in so einer Geschichte zu wehren, mit ganz ähnlichen Vorwürfen konfrontiert werden kann. Wer schon ein wenig gelebt hat, kann sich zum. vorstellen, das es nicht so schwarz-weiss war, wie hier von einigen angenommen.
  • front2back 11.12.2019 23:12
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz, wie die Beweisführung abgelaufen ist? Ohne zu werten, wer überhaupt schuldig bzw. mitschuldig ist - Ich ging bisher davon aus, dass bei einer solchen Anklageerhebung jeweils eindeutige Beweise vorliegen müssen.
    Nichts würde mir ferner liegen, jemanden in Schutz zu nehmen, der diese Taten effektiv begangen hat. Nichtsdestotrotz finde ich es fragwürdig, ein solches Urteil "nur" anhand von Aussagen zu sprechen. In dubio pro reo ist doch der höchste Leitspruch, dem es zu folgen gilt im Gerichtssaal?! Auf jeden Fall schade wegen der Kinder, die tun mir leid!
    • Hzwo 12.12.2019 03:36
      Highlight Highlight In dubio...aber wenn der Typ mehrfach ausdrücklich bei voller Zurechnungsfähigkeit nichts sagt, auch nichts abstreitet, und am Schluss noch selber sagt dass es in der Tat nicht schön war was gelaufen ist, dann gibts nicht mehr viel dubio. 100% zweifelsfrei gibts eh nie.
    • Spooky 12.12.2019 05:29
      Highlight Highlight "Ich ging bisher davon aus, dass bei einer solchen Anklageerhebung jeweils eindeutige Beweise vorliegen müssen."

      Was ein Beweis ist und was nicht, bestimmt das Gericht. Darum spricht man ja von Beweiswürdigung. Die nächste, höhere Instanz kann wieder anderer Meinung sein.
    • front2back 12.12.2019 09:00
      Highlight Highlight Was für Arme Seelen hier wohl wieder geblitzt haben?! Ich bin weder überzeugt davon, dass er unschuldig ist, noch davon, dass er 100% schuldig ist! Mir ist schon bewusst, dass er vor Gericht vielleicht nicht die beste Falle gemacht hat. Aber ich bleibe dabei, die Beweise, so wie wir sie aus den Medien kennen, bleiben zweifelhaft.
  • Dragonlord 11.12.2019 23:05
    Highlight Highlight Meine Gedanken sind bei den Kindern, die das miterleben mussten und bei der Frau, die in diesem Teufelskreis gefangen war.

    Watson, es wäre schön, wenn ihr bei solchen Artikeln eine Infobox mit hilfreichen Tipps und Anlaufstellen einrichten würdet für die Opfer von häuslicher Gewalt. So wie ihr es auch bei Artikeln über Suizid macht.
    Wenn dadurch auch nur eine Person von häuslicher Gewalt aus diesem Teufelskreis entfliehen und den Täter hinter Gitter bringen kann, wäre das schon ein Erfolg.
  • Truthspitter 11.12.2019 22:58
    Highlight Highlight Das soll fair sein? Das Durchschnittsmass für vorsätzlich versuchte Tötung beträgt 7-11 Jahre. Und er war alles andere als kooperativ.
  • Nurmalso 11.12.2019 22:24
    Highlight Highlight Irgendwann musste er ja abstürzen...
  • MetalUpYour 11.12.2019 20:26
    Highlight Highlight 20 Monate von 2 1/2 Jahren sind zu vollziehen!?

    Da stimmt doch etwas nicht...

    ...oder das Gericht hat gegen Art. 43 Abs. 2 StGB verstossen.
    Benutzer Bild
    • Muellerpe 12.12.2019 09:19
      Highlight Highlight Es sind 10 Monate, nicht 20. Dann stimmt es.
    • MetalUpYour 12.12.2019 11:33
      Highlight Highlight Ah, Danke!

      Am Anfang war der Artikel noch mit den falschen Zahlen versehen.
  • Rechthaberwoman 11.12.2019 19:50
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, was der Unterschied zwischen versuchter Tötung und Gefährdung des Lebens ist. Wenn ich versuche, jemanden zu töten, gefährdenich ja dessen Leben...weiss das jemand?
    • Scaros_2 11.12.2019 20:12
      Highlight Highlight Bewusst und unbewusst.
    • Ursus der Rächer 11.12.2019 20:24
      Highlight Highlight Aber wenn sie jemanden gefährden, zum Beispiel durch schnelles Fahren, wollen Sie niemanden töten. Sie nehmen es vielleicht in Kauf, aber Sie haben nicht die Absicht.
    • Ueli der Knecht 11.12.2019 21:32
      Highlight Highlight Gefährdung des Lebens: "einen Menschen in skrupelloser Weise in unmittelbare Lebensgefahr bringen"
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19370083/index.html

      Tötung: "vorsätzlich einen Menschen töten"
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19370083/index.html#a111

      Versuch: "die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende führen, oder der zur Vollendung der Tat gehörende Erfolg tritt nicht ein, oder kann nicht eintreten" (Gericht kann Strafe mildern)
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19370083/index.html#a22
    Weitere Antworten anzeigen
  • Muellerpe 11.12.2019 16:24
    Highlight Highlight Nock nock nocking on prison's door?
    Der Hochseilartist scheint sich auf dem juristischen Seil nicht so gut auszukennen. Die Aussage zu verweigern, ist jedenfalls ein hohes Risiko.
    • Ueli der Knecht 11.12.2019 19:49
      Highlight Highlight Das stimmt schon, allerdings dürfte es kein Nachteil bringen, wenn ein Angeklagter die Aussage verweigert.

      Das Recht, die Aussage zu verweigern und sich nicht selber zu belasten, sowie nicht an der Untersuchung und Beweisbeschaffung mitzuwirken gehört zu den Kerngarantien eines fairen Verfahrens gemäss der europäischen Menschenrechtskonvention.

      Das Gericht dürfte es nicht zum Nachteil eines Angeklagten auswachsen lassen, wenn dieser bloss von seinen essentiellen Prozessrechten Gebrauch macht. Aber die wenigsten Richter*innen schaffen das.
    • Asmodeus 11.12.2019 21:52
      Highlight Highlight Ueli. Wenn Aussage gegen Aussage steht und eine Seite davon die Klappe hält kann es nur einen Sieger geben.
    • AndtotheY 11.12.2019 22:22
      Highlight Highlight Ich spreche aus langjähriger Erfahrung. In der Regel ist es am besten, wenn der Angeklagte zu keinem Zeitpunkt des Verfahrens etwas sagt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kampfsalami 11.12.2019 15:11
    Highlight Highlight Keine Ahnung was hier stimmt und was nicht: Liebe Frauen ( und auch Männer) jemand der euch den Kopf an die Wand knallt,die Treppen runter stösst, die Faust ins Gesicht schlägt etc... der/die liebt euch nicht ist ein riesen A-loch und gehört weggesperrt. Es gibt viele Anlaufstellen bei welchen ihr Hilfe bekommt.
    • Renzo 11.12.2019 19:58
      Highlight Highlight In diesem Fall scheint es, als hätten sich beide jeweils wieder länger zusammenreissen können und dies für den Sohn und die gemeinsame gute Zeit auch getan zu haben. Da gibt es nicht nur schwarz und weiss. Und klar ist es schlimmer, dass er sie körperlich verletzt hat. Da ich aber selber schon mit Personen zusammengelebt habe, welche "nur verbal angreifen", weiss ich, dass auch dies Verletzungen verursacht. Und dies kann auch Gegenreaktionen verursachen. Will keinen von beiden in Schutz nehmen, aber das Problem hat wohl viele Graustufen.
    • Francis Begbie 12.12.2019 02:24
      Highlight Highlight Bei physischer Gewalt ist doch in jedem Fall eine Grenze überschritten. Da gibt es nichts zu Diskutieren.
    • Antinatalist 12.12.2019 20:37
      Highlight Highlight Sagt ausgerechnet Francis Begbie... Klar! 😁
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tamtam87 11.12.2019 12:45
    Highlight Highlight MachtKlkämpfe ums sorgerecht. Da werden jeweils die leichen des anderen hervorgeholt. Mein beileid gilt dem jungen.
  • Nkoch 11.12.2019 12:44
    Highlight Highlight Ich will hier rein gar nichts bewerten, ich kenne die 2 nicht, war nicht dabei und weiss ganz einfach nicht was wirklich passiert ist. Einmal mehr frage ich mich aber: wenn sie recht hat, warum ist sie bei ihm geblieben? Werd ich nie verstehen...
    • Von und zu bis 11.12.2019 14:30
      Highlight Highlight Angst.
      Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Rache ("wenn ich gehe rastet er erst recht aus"), Angst vor Veränderung ...
    • Garp 11.12.2019 16:06
      Highlight Highlight Das kann man nur mit einem psychischen Abhängigkeitsverhältnis erklären. Der Satz: Ich hab ihn so geliebt, weist darauf hin. Manche Menschen vergessen auf sich selber aufzupassen, wenn sie meinen zu lieben und leben eine Art Realitätsverweigerung für den Traum dieser Liebe.
    • Nkoch 11.12.2019 16:48
      Highlight Highlight Sonnenbank, hier gehts doch nicht um Schuld. Merci für die ***, auch wenn ich nie sowas geschrieben habe. Richtig lesen und dabei auch ein bisschen denken könnten helfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stevemosi 11.12.2019 12:28
    Highlight Highlight Die Gerichtsverhandlung wird sicher ein Drahtseilakt 😌
    • Garp 11.12.2019 17:38
      Highlight Highlight Verstehe dein Emoticon nicht.
    • Las Niklas 11.12.2019 19:24
      Highlight Highlight Höhöhö, Messi für dä😁
    • HerrCoolS. 11.12.2019 20:31
      Highlight Highlight Badummm Tssss 😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • theSkywalker 11.12.2019 11:54
    Highlight Highlight "Die Aussagen einer Frau würden in einem solchen Verfahren viel ernster genommen als die Aussagen eines Mannes."

    Aber dann die Aussage bei Gericht verweigern? okeee
    • L.G. 11.12.2019 12:55
      Highlight Highlight Die Frau hat ausgesagt, ihr noch ehemann verweigert die Aussage.
    • TheBase 11.12.2019 13:09
      Highlight Highlight In Anbetracht jener Vorwürfe sollte er auch auf keinen Fall irgendwelche Aussagen abgeben und die Angelegenheit vom Anwalt erledigen lassen. Was glaubst du, wie man sich vorkommt, wenn man derart beschuldigt wird, aber nichts davon der Wahrheit entspricht? Sollte dem tatsächlich so sein, ist alleine das Bewahren der Ruhe mehr als anstrengend genug.

      Ob die Vorwürfe zutreffen oder nicht, wird hoffentlich während des laufenden Prozesses festgestellt werden.
    • hiob 11.12.2019 13:43
      Highlight Highlight bei mir klingelt es sowieso, wenn angeklagte die aussagen verweigern, aus angst, „nichts falsches“ zu sagen. das bedeutet in den meisten fällen schon mal nichts gutes.
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