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Gesellschaft & Politik

So viele Schweizerinnen und Schweizer nutzen KI-Tools im Alltag

epa12494835 (ILLUSTRATION) - A mobile phone display showing the icons of artificial intelligence (AI) apps Deepseek, Chatgpt and Gemini in Berlin, Germany, 31 October 2025. EPA/HANNIBAL HANSCHKE
KI-Chatbots haben mittlerweile den Alltag der Schweizerinnen und Schweizer erobert.Bild: keystone

So viele Schweizerinnen und Schweizer nutzen KI-Tools im Alltag

02.04.2026, 00:3002.04.2026, 09:30

76 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz nutzt gegenwärtig Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz im Alltag. Im Jahr zuvor waren es erst 62,4 Prozent, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage von Comparis ergab.

Junge Menschen, Gebildete, Einkommensstarke und Romands würden Künstliche Intelligenz (KI) besonders stark nutzen, heisst es. In der Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen beträgt die Nutzungsrate gemäss Umfrage 90,1 Prozent gegenüber 52,1 Prozent bei den über 56-Jährigen.

Auch beim Bildungsgrad seien die Unterschiede gross: Personen mit hoher Bildung verwenden diese Tools zu 82,5 Prozent, bei Menschen mit niedrigem Bildungsgrad sind es 69,4 Prozent. Ähnlich deutlich sind gemäss Umfrage die Unterschiede zwischen hohen und niedrigen Einkommensklassen. Und in der französischsprachigen Schweiz nutzen 81,6 Prozent KI-Tools gegenüber 74,1 Prozent in der deutschsprachigen Schweiz.

Internetsuche an der Spitze

Am meisten, nämlich zu 41,6 Prozent, genutzt werde KI bei der Suche im Internet anstelle einer klassischen Suchmaschine. Dahinter folgen Anwendungen in der täglichen Arbeit, beispielsweise bei der Formulierung von Texten mit 31,4 Prozent und im E-Commerce mit 26,9 Prozent.

Auf eine wachsende Beliebtheit stösst gemäss Umfrage die schriftliche Kommunikation mit einem Chatbot. 61,9 Prozent hätten dies als eine attraktive Option angegeben.

Skeptisch zeigten sich die Befragten indes bei der Angabe persönlicher Daten. Dies betreffe insbesondere Angaben zu gesundheitlichen Problemen. 55,5 Prozent würden einem Chatbot niemals psychische Probleme anvertrauen, 52,5 Prozent sehen eine Grenze bei der Abfrage von persönlichen Daten für einen Chatbot als Gesundheitscoach.

Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Comparis im März 2026 unter 1035 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt. (pre/sda)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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SBRUN
02.04.2026 11:05registriert September 2019
Ich bin irgendwie hin und her gerissen. Einerseits nutze ich vor allem ChatGPT im Bereich Programmierung C#, Python, Java flankiert durch GitHub, der Zeitgewinn ist enorm, das muss in der Arbeitswelt der IT in nächster Zeit brutal durchschlagen. Das ganze mühsame Zusammensuchen von Library Aufrufen entfällt komplett. Anderseits macht mir die wachsende Abhängigkeit von wenigen KI Techgiganten enorm Sorgen. Eine Gratwanderung in die Zukunft die gesellschaftlich anspruchsvoll wird.
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The Rogue
02.04.2026 10:59registriert April 2020
KI ist überall nur schon bei einer Google-Suche wird KI benutzt. KI ist nicht gleich ChatGPT. Das wurde wohl missverstanden...
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Musta Makkara
02.04.2026 10:39registriert Juni 2018
"Mindestend einmal" gleich "eifrig", resp. "alltäglich"?...

Und kein Zeitraum für diese Nutzungsangabe??

Die Studie ist so ziemlich nutzlos um das Nutzerverhalten wirklich zu verstehen.. zumal zB. die AI summaries von Google gar nicht berücksichtigt werden, da diese auch ohne aktives Zutun erscheinen.
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