Schweiz
Kinder

Nun ist das Volk am Drücker: Initiative für 4 Wochen Vaterschaftsurlaub lanciert

Nun ist das Volk am Drücker: Initiative für 4 Wochen Vaterschaftsurlaub lanciert

24.05.2016, 10:0724.05.2016, 10:12
So schön! Vater und Baby.
So schön! Vater und Baby.
Bild: shutterstucks

Das Parlament hat sich gegen den bezahlten Vaterschaftsurlaub ausgesprochen. Nun soll das Volk entscheiden. Am Dienstag ist die Volksinitiative für einen vierwöchigen bezahlten Vaterschaftsurlaub lanciert worden. Dieser soll wie die Mutterschaftsversicherung aus der Erwerbsersatzordnung (EO) finanziert werden.

Die Bundeskanzlei hat den Text der Initiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» vorgeprüft und am Dienstag im Bundesblatt publiziert. Damit können die Initianten mit der Unterschriftensammlung beginnen. Die Frist läuft am 24. November 2017 aus.

4 Wochen Vaterschaftsurlaub?
An dieser Umfrage haben insgesamt 984 Personen teilgenommen

Lanciert worden ist die Initiative vom Gewerkschafts-Dachverband Travail.Suisse, von den Dachverbänden der Männer- und der Frauen-Organisationen und von Pro Familia Schweiz. Im Initiativkomitee sitzen mehrere Bundesparlamentarier, darunter BDP-Fraktionschefin Rosmarie Quadranti (ZH), Stefan Müller-Altermatt (CVP/SO) oder Rebecca Ruiz (SP/VD).

Die Initiative ist eine Reaktion auf einen Entscheid des Nationalrats von Ende April. In der grossen Kammer war eine parlamentarische Initiative von CVP-Nationalrat Martin Candinas (GR) am Widerstand der Wirtschaft gescheitert. Dabei ging es um einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub.

Die Kosten dafür wurden auf 200 Millionen Franken veranschlagt. Mütter haben seit Juli 2005 Anspruch auf einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub.

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Warum Simon Ehammer für Olympia 2028 Zehnkampf auf Eis legt
Simon Ehammer hat sich entschieden, bis Los Angeles 2028 voll auf die Karte Weitsprung zu setzen. Heisst gleichzeitig: Der leidenschaftliche Mehrkämpfer und Hallen-Weltrekordhalter bestreitet bis dahin keinen Zehnkampf mehr. Der Entscheid des Appenzellers überrascht. Und ergibt dennoch Sinn.
Weitsprung oder Zehnkampf? Simon Ehammer hat mal wieder die Qual der Wahl. Und wie immer, wenn er diese Entscheidung fällen muss, wird das zu einem beachtlichen Medienereignis. SRF traf ihn am Freitag im Krafttraining in Teufen, am Samstag gab Ehammer telefonisch Auskunft für Radio und Printmedien. Das alles mit Sperrfrist: Erst am Sonntagmorgen durfte Ehammers Umgang mit dem Disziplinen-Dilemma öffentlich kommuniziert werden. Ein Ehammer'scher Weitsprung-Entscheid, perfekt inszeniert und in seiner Wichtigkeit gefühlt fast schon von nationaler Bedeutung.
Zur Story