Ametis Foulard wird nach Gerichtsurteil zum Verkaufshit
Die öffentliche Empörung war gross, nachdem die damalige GLP-Politikerin Sanija Ameti im September 2024 auf ein Bild von Jesus und Maria geschossen und die Aktion auf Instagram gepostet hatte. Letzte Woche wurde sie vom Bezirksgericht Zürich deswegen schuldig gesprochen.
Zum Gerichtstermin aufgetaucht ist Ameti unter anderem mit einem Foulard mit Birnenmotiv. Und genau dieses Foulard wird nun zum Verkaufshit, wie Tamedia berichtet.
Unter einem Instagram-Post, der einen Ausschnitt aus der Blick-Titelseite zeigt, schrieb die 33-Jährige vor einer Woche: «Für Tanta Ava. Die Partisanin, die mir Widerstand beigebracht hat», wobei sie noch auf den Laden Quadro Zurigo in Zürich verweist.
Wie der Tagesanzeiger weiter schreibt, stecken hinter Quadra Zurigo Amanda Cheli und Corinne Zeltner. Sie betreiben den Foulard-Laden in Zürich. Durch den Instagram-Post von Ameti stehen ihre Foulards nun im Rampenlicht.
So kamen auf Instagram plötzlich Hunderte neue Follower hinzu, zudem wurden Dutzende Bestellungen aufgegeben. «Eine Käuferin schrieb, dass sie das Tuch symbolisch für Ameti und alle Frauen tragen werde, die in der Öffentlichkeit ungerecht behandelt wurden», sagt Cheli der Zeitung.
Cheli betont, dass die zusätzlichen Einnahmen für einen guten Zweck verwendet werden: «Wir möchten den Erlös an die NGO Brava spenden, die sich für Frauenrechte einsetzt und sich insbesondere auf geflüchtete Frauen spezialisiert», so die Eigentümerin.
Modeaccessoires werden immer wieder zum Verkaufshit
Es ist kein unbekanntes Phänomen, dass Modeaccessoires durch bekannte Figuren zu Verkaufsschlagern werden. Erst am WEF sorgte Emmanuel Macron mit seiner blauen Sonnenbrille für Aufsehen, das Stück wurde daraufhin zum Hit. Sportfans erinnern sich auch gerne an Stan Wawrinka, dessen karierte Hose nach seinem French-Open-Triumph 2015 zum Kultaccessoire wurde. (ome)
