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Nando von Arb ist Träger des ersten Schweizer Jugendbuchpreises

Nando von Arb ist Träger des ersten Schweizer Jugendbuchpreises

23.05.2020, 15:4023.05.2020, 16:31

Der Zürcher Grafiker und Illustrator Nando von Arb hat mit seinem Debüt, der Graphic Novel «3 Väter» den ersten Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis gewonnen. Die neue Auszeichnung ist mit 10'000 Franken dotiert.

Von Arbs Buch handelt von dem kleinen Nando, der in einer unsteten Patchworkfamilie aufwächst und in den drei unterschiedlichen Partnern der Mutter drei prägende Vaterfiguren findet. «Die heiter-melancholischen Episoden treffen ins Herz und weisen in ihrer schonungslosen Freimütigkeit stets über das Individuelle hinaus», heisst es laut Communiqué vom Samstag in der Jurybewertung.

Indem das Buch sowohl junge wie auch ältere Leser erreiche, sei dem Zeichner ein Balanceakt gelungen, der überzeuge. «Die radikale Kinderperspektive entlarvt die Welt der Erwachsenen, ohne zu bewerten oder anzuklagen.»

Nando von Arb hat für seine Graphic-Novel "Drei Väter" den ersten Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis bekommen. Mit viel Bildwitz erzählt er von einem schweren Thema - und zielt damit, nac ...
Nando von Arb hat für seine Graphic-Novel "Drei Väter" den ersten Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis bekommen.bild: keystone

Für die Shortlist des Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreises 2020 waren ausserdem folgende Titel nominiert: «Grandir» von Laëtitia Bourget (Text) und Emmanuelle Houdart (Illustration), «Ich und meine Angst» von Francesca Sanna (Text und Illustration), «Il tavolino magico» von Roberto Piumini (Text) und Antoine Déprez (Illustration) sowie «Totsch» von Sunil Mann (Text). Sie alle wurden mit 2500 Franken ausgezeichnet.

Der neue Preis wird jährlich vom Schweizerischen Institut für Kinder und Jugendmedien SIKJM, dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV sowie den Solothurner Literaturtagen vergeben. Prämiert werden herausragende Bilder-, Kinder- und Jugendbücher – oder auch Sachbücher und Comics mit junger Zielgruppe.

Dieses Jahr fand die Preisverleihung aufgrund der Coronakrise im Rahmen des Onlineprogramms der Solothurner Literaturtage auf literatur-online.ch statt.

(sda)

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