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Schweizer Abfallstatistik: So viel wurde 2022 recyclet

Abfall
bild: watson

Das passiert mit deinem Abfall – die Schweizer Abfallstatistik in einer Grafik

Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihr ausgeklügeltes Recycling-System. Bei uns wird gefühlt ALLES recycelt. Viele unserer Abfalleimer auf den Strassen sind unterteilt in PET, Glas, Aluminium und Abfall. Diese Grafik zeigt, dass wir zu Recht Recycling-Weltmeister*innen sind.
21.11.2023, 18:3621.11.2023, 19:14
Julia Neukomm
Julia Neukomm

Ein Thema, das uns alle betrifft – Abfall! Wir alle produzieren Abfall und sind dafür verantwortlich, dass die verschiedenen Materialien richtig entsorgt werden. Sei es die Karton-, Glas-, PET-, Alu- oder Papiersammelstelle – das Schweizer Recycling-System ist ein ausgeklügeltes und geniales Ordnungsverfahren.

Nicht ohne Grund zählen wir also im europäischen Vergleich zu den Spitzenreitern. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat am Dienstag die neuen Abfallzahlen von 2022 veröffentlicht. Die Studie zeigt auf, was wir in Zukunft alle besser machen sollten.

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An dieser Umfrage haben insgesamt 3362 Personen teilgenommen

So viel Abfall wurde 2022 produziert

Starten wir doch gleich mit einem kleinen Quiz. Was denkst du, wie viel Abfall wurde 2022 in der Schweiz produziert?

Na, richtig geraten? Wir produzieren also ziemlich viel Siedlungsabfälle. Pro Person sind das in etwa 671 Kilogramm pro Jahr. Siedlungsabfälle sind Abfälle aus privaten Haushalten.

Rund die Hälfte dieser Siedlungsabfälle wird separat gesammelt und verwertet. Die andere Hälfte kommt in die Kehrichtverbrennungsanlagen.

Recycling-System in der Schweiz

Abfall- und Entsorgungsarten im Verhältnis zum gesamten jährlichen Abfall pro Kopf:

Wo gibt's Verbesserungspotenzial?

Zwar ist 2022 weniger Abfall im Kehrichtsack gelandet als noch vor zehn Jahren, dennoch bestand ein Fünftel des weggeworfenen Abfalls aus Stoffen, die eigentlich recycelt werden könnten. Zusätzlich wäre es bei mehr als der Hälfte der entsorgten Lebensmittel vermeidbar gewesen, diese wegzuwerfen.

Es besteht also immer noch Verbesserungspotenzial bei der Entsorgung von Abfall. Es liegt an uns allen, dass die Ressourcen bestmöglich genutzt werden, um auch in Zukunft das Land mit dem besten Recycling-System zu bleiben.

Welche positiven Aspekte gibt's?

Gegenüber 2012 nahmen die Anteile von Glas und Papier im Kehricht um je einen Prozentpunkt auf 3 respektive 12 Prozent ab. Die Menge an Kunststoffen im Sack sank von 249'000 Tonnen auf 174'000 Tonnen.

Anteilsmässig entspricht das einer Abnahme von 15 auf 13 Prozent. Grund dafür sind zum einen grössere Angebote bei der Kunststoffsammlung, zum anderen die tendenziell leichteren Verpackungen.

Woher stammen die Daten?

Das BAFU erhebt die Zusammensetzung des Kehrichts seit 1982 im Zehnjahresrhythmus. Wie 2012 sortierte es im vergangenen Jahr 16,5 Tonnen Kehrichtsäcke aus 33 repräsentativ ausgewählten Gemeinden nach Abfallarten aus. Produktions- und Sonderabfälle aus Industrie und Gewerbe, Bauschutt und Klärschlamm wurden nicht untersucht.

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA.

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