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Häufung von Magendarmerkrankungen in Luzern: Kanton sucht Ursache

Häufung von Magendarmerkrankungen in Luzern: Kanton sucht Ursache

22.07.2021, 14:4122.07.2021, 16:15

Im Kanton Luzern sind innert kurzer Zeit unüblich viele Magendarmerkrankungen aufgetreten. Um weitere Fälle zu verhindern, sucht der Kanton nun mögliche Ursachen.

Befunde liegen derzeit noch keine vor. Zur Häufung der Magendarmerkrankungen kam es vor allem im Raum Pfaffnau und Sempachersee. Diverse Betroffene hätten die Ärztin oder den Arzt aufgesucht, welche die Fälle schliesslich dem Kanton meldeten, teilte die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz am Donnerstag mit. Diese klärt die Fälle nun ab. Auch, um weitere Fälle zu verhindern.

Es seien etwa zwei Dutzend Fälle, die sich beim Arzt gemeldet hätten, heisst es bei der Lebensmittelkontrolle auf Anfrage. Betroffen seien wahrscheinlich aber mehr Personen, da bei Durchfall nicht alle einen Arzt aufsuchen würden.

In einigen Luzerner Gemeinden wird empfohlen, das Wasser abzukochen.
In einigen Luzerner Gemeinden wird empfohlen, das Wasser abzukochen.

Als Auslöser kämen beispielsweise verunreinigtes Trinkwasser oder der Kontakt mit kontaminiertem Wasser in Frage, heisst es weiter. Gegenwärtig muss das Wasser in den Gemeinden Pfaffnau, Sulz bei Hitzkrich und in Reussboden vor der Verwendung abgekocht werden, weil es bakteriologisch verunreinigt ist.

Möglich sei aber auch, dass die Personen in Kontakt kamen mit Wasser, das mit Fäkalien kontaminiert war. Beispielweise beim Reinigen von vollgelaufenen Kellern.

Derartige Magendarmbeschwerden seien in der Regel selbstlimitierend, heisst es weiter. Nur in seltenen Fällen, beispielsweise bei langanhaltenden oder sehr starken Symptomen, müsse ein Arzt aufgesucht werden. (saw/sda)

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