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Black Friday 2023: Das steckt hinter der Rabattschlacht

Singles Day, Black Friday? Das steckt hinter den Rabattschlachten

Der umsatzstärkste Tag des Detailhandels rollt wieder heran: Am 24. November 2023 ist Black Friday. Wo die Tradition ihren Ursprung hat und welche Schnäppchen es in den Tagen zuvor und danach gibt, erfährst du hier.
24.11.2023, 10:20
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Schnäppchen über Schnäppchen über Schnäppchen – der Black Friday steht vor der Tür. Am 24. November 2023 wird wieder fleissig zu günstigeren Preisen eingekauft. Aber was ist der Black Friday überhaupt, woher kommt er und wieso der Name? Wir klären auf.

Was ist der Black Friday?

Der Black Friday fällt jeweils auf den letzten Freitag im November. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es in vielen Filialen und Onlineshops Preisvorteile, beispielsweise auf Elektronik, Mode und Einrichtung. Der Tag sorgt jedes Jahr wieder für Umsätze in Rekordhöhe und bringt Webseiten von Onlineshops zum Abstürzen. Dieses Jahr findet der Schnäppchentag am 24. November 2023 statt. Oftmals gibt es aber schon die ganze Woche vergünstigte Preise und Angebote in den Geschäften und Onlineshops.

Woher kommt der Black Friday?

Der Black Friday hat seinen Ursprung in den USA. Er steht in Verbindung zu Thanksgiving, welches jeweils am letzten Donnerstag im November stattfindet. Mit der Rabattschlacht am darauffolgenden Freitag wird traditionell die Zeit der Weihnachtseinkäufe eingeläutet – viele Amerikaner nutzen den Brückentag nämlich, um erste Geschenke zu kaufen. Für gewöhnlich öffnen die Geschäfte bereits früher als sonst, um die vor den Türen wartenden Menschenmassen zu empfangen.

Nach und nach hat sich der Black Friday auf die ganze Welt ausgeweitet. In der Schweiz findet der Rabatttag seit 2007 statt – damals warben erste kleine Onlineshops mit Spezialangeboten für ihr Geschäft. Als erster grosser Detailhändler sprang Manor 2015 auf den Zug auf – im Jahr darauf zogen weitere grosse Händler nach.

Was bedeutet der Name?

Black Friday heisst übersetzt Schwarzer Freitag. Für den Ursprung seines Namens gibt es mehrere Theorien:

Schwarzes Menschenmeer

Die am häufigsten genannte Erklärung ist die, nach welcher der Black Friday auf die Menschenmengen in den Ladenpassagen anspielt. Von Weitem sieht man so bloss ein schwarzes Meer von Leuten, die sich in die Geschäfte drängen.

Ebenso könnte diese Theorie als Anspielung auf den Black Thursday verstanden werden – 1929 begaben sich die Menschen während des Börsencrashs panisch auf die Strassen, um ihre Ersparnisse von der Bank zu retten.

Schwarze Zahlen

Eine weitere These, wie der Name Black Friday zustande gekommen sein könnte, ist, dass die Händler an diesem Tag von den roten Zahlen in die schwarzen kommen.

Geldzählen

Die dritte Theorie besagt, dass der Black Friday seinen Namen trägt, weil die Verkäufer jeweils schwarze Hände haben vom vielen Geld, das sie beim Abschluss des Tages zählen müssen (beziehungsweise dürfen).

Umsatz: Facts and Figures

Im letzten Jahr erzielte der Black Friday etwa 480 Millionen Franken Umsatz – und damit etwa 20 Millionen Franken weniger als in den Jahren 2020 und 2021.

Gemäss der Schweizer Rabattplattform blackfridaydeals.ch werden auch dieses Jahr keine Zahlen erwartet, die die Corona-Umsätze toppen könnten. «2023 werden gemäss unserer Prognose rund 490 Millionen Franken im Non-Food Retail umgesetzt, 115 Millionen davon über den Onlinekanal», heisst es in einer Mitteilung.

Black Friday Ausweitung

Viele Onlineshops und Geschäfte bieten während der ganzen Woche vom Black Friday, also in der Black Week beziehungsweise Cyber Week ab dem 27. November 2023, Ware zu reduzierten Preisen an.

Auf den Black Friday folgt am 27. November der Cyber Monday, der den Konterpart zum Black Friday darstellt – einfach für den Onlinehandel.

Singles Day

Der November hat aber noch mehr Schnäppchentage zu bieten. Am 11. November 2023, findet der sogenannte Singles Day statt. Dieser stammt aus China und ist der weltweit umsatzstärkste Retail-Event. «Erfunden» wurde der Tag 1993 an der Universität Nanjing, wo man das Singledasein feiern wollte.

Die Zahl eins symbolisiert einen Single. Während der Tag früher nur von Männern gefeiert wurde, machen mittlerweile beide Geschlechter am «Junggesellen-Tag» mit. Der chinesische Feiertag ist rund um den Globus im Laufe der Jahre zum Online-Shopping-Tag mutiert, an dem viele Händler günstige Preise anbieten. In der Schweiz gibt es auch einige Geschäfte, die sich den Tag zunutze machen, sowohl online als auch in den Filialen.

Was kaufe ich wann?

Wer gerne bei chinesischen Händlern wie beispielsweise der Albibaba Group (Aliexpress) einkauft, dem empfehlen wir, dies am Singles Day, dem 11. November 2023, zu tun.

Der Black Friday lohnt sich besonders für jene, die sich kostspielige Elektronik anschaffen wollen. Sein neues iPhone, die PS5 oder den Fernseher sollte man also am 24. November 2023 kaufen. Wenn ein Produkt neu auf dem Markt ist, bekommt man am Black Friday am ehesten Rabatt.

Kleinere elektronische Geräte sowie alles, was man online bestellen möchte, beschafft man sich klugerweise am Cyber Monday zu einem vorteilhaften Preis.

(anb)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Liebu
08.11.2022 21:36registriert Oktober 2020
Ich mach’s trotzdem wie Max. 🤷‍♂️
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Rethinking
09.11.2022 04:43registriert Oktober 2018
Letztlich heizen solche Tage schlicht den sinnlosen Konsum an…

In Zeiten globaler Erwärmung, Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung, gehören sie abgeschafft…
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koalabear
08.11.2022 22:05registriert April 2016
Wer wirklich etwas braucht, genau überlegen, welches Modell es sein soll. Schon jetzt Preise vergleichen und mehrmals wöchentlich bei den verschiedenen Anbietern nachschauen. Die Angebote an diesen Tagen sind meistens Lockvogelangebote: die schlechtere Version ist runtergesetzt um Kunden anzulocken. Wir haben schon oft einige Tage später ein viel besseres Angebot gesehen.
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